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232010 · Beschlussvorlage

Einrichtung eines temporären Impuls-Quartiersmanagements in Bad Godesberg Nord

Nummer
232010
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
05.11.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 21.02.2024 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 22.11.2023 Empfehlung
  3. Sitzung des Rates 01.02.2024 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 232010-01 AA FDP-Änderungsantrag: Einrichtung eines temporären Impuls-Quartiersmanagements in Bad Godesberg Nord Antrag zur Vorlage 232010
  2. 232010-02 AA Einrichtung eines temporären Impuls-Quartiersmanagements in Bad Godesberg Nord Antrag zur Vorlage 232010

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Beschlussvorlage
öffentlich
232010
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Einrichtung eines temporären Impuls-
Quartiersmanagements in Bad Godesberg Nord
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 22.11.2023 Anhörung
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
22.11.2023 Empfehlung
Rat 12.12.2023 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg e.V. erhält einen Zu-
schuss zu den nachgewiesenen, anerkannten und ungedeckten Personal- und
Sachkosten für die Sozialkoordination im Quartier „Bad Godesberg Nord – Un-
ter der Godesburg“ (Umfang: 1,0 VZÄ) eine Förderung in Höhe von maximal:
168.565 EUR ab dem Jahr 2024 (inkl. der Mietkosten siehe Ziffer 2).
2. Die Verwaltung wird beauftragt eine Immobilie im Quartier als Anlaufstelle
anzumieten (ca. 60.000 Euro/Jahr).
3. Die Mittel in Höhe von anteilig bis zu 168.565 Euro jährlich werden ab 2024
bereitgestellt. Es ist beabsichtigt, die Förderung insgesamt für fünf Jahre aus-
zurichten (bis 2028).
Begründung
Im Rahmen der Stellungnahme zum Beschluss „Bauprojekt auf dem Gelände
der ehemaligen Michaelschule“ hat die Sozialverwaltung angekündigt, den Be-
darf einer sozialen Quartiersbegleitung im Norden von Bad Godesberg zu un-
tersuchen.
Diese Erhebungen sind vorangeschritten:
Zunächst erfolgte der Quartierszuschnitt aus den beiden statistischen Bezirken
254 (Bad Godesberg Nord) und Teilen des Bezirks 251 (Bad Godesberg Zen-
trum). Die zur Verfügung stehenden sozio-demographischen Daten wurden
gesammelt und zusammen mit Informationen zur sozialen und sonstigen Infra-
struktur vor Ort analysiert und zeigten bereits, dass die soziale Infrastruktur
nicht den Bedürfnissen des wachsenden Quartiers entspricht.Seite 1 von 4
Seite 2
Im Nachbarschaftsdialog sowie bei diversen Stadtteilspaziergängen und Bege-
hungen im Quartier wurden diese Bedarfe und auch die Folgen der fehlenden
Angebote offensichtlich.
Der oben beschriebene Prozess erfolgte im engen Austausch und in Koopera-
tion verschiedener Ämter der Verwaltung und wurde auf der „Bonn-macht-mit“
Plattform veröffentlicht.
Neben sehr konkreten Anliegen zu Themen wie Sicherheit, Sauberkeit und
Ordnung wurde insbesondere deutlich, dass ein Raum für Begegnung im Quar-
tier fehlt, in dem Angebote für verschiedene Zielgruppen konzipiert und durch-
geführt werden können. Zudem wird gemäß Bürgerantrag (DS 210113) ein
Versammlungsraum vor Ort zum Austausch, zur Begegnung und zum Zusam-
menwachsen der Bewohnerschaft benötigt. Dieser soll ortsansässigen Verei-
nen wie z.B. dem Verein „Wir unter der Godesburg“ und interessierten Anwoh-
nerinnen und Anwohnern zur Verfügung stehen, um identitätsstiftende Festi-
vitäten und Angebote sowie Veranstaltungen und Versammlungen zur Generie-
rung neuer Mitstreiterinnen und Mitstreiter für den Quartiersentwicklungspro-
zess durchführen zu können.
Synergien ergeben sich durch qualifizierte Beratungsangebote, die ebenfalls in
der Immobilie angesiedelt werden sollen.
Eine Interessenabfrage bei möglichen Kooperationspartnern zur Platzierung
von weiteren (sozialen) Angeboten in den anzumietenden Quartiersräumen
ergab zahlreiches Interesse, wie beispielsweise:
Beratungsangebote für verschiedene Zielgruppen, Begegnungsangebote, eh-
renamtliche Quartiersaktivitäten (Umweltaktivitäten, Feste, Verschönerungsak-
tionen), Jugendarbeit, Schulsozialarbeit u.v.m.
Auf der Grundlage der gesamtstädtischen Quartiersentwicklungsstrategie (DS
221069) wird empfohlen, eine Quartiersbegleitung in Form eines „temporären
Impuls- Quartiersmanagements“ zu initiieren. Hierfür soll eine Immobilie, die als
Anlaufstelle fungiert, angemietet und ein/e „Sozialkoordinator/in“ beauftragt
werden, der/ die den Prozess im weiteren Verlauf koordiniert und begleitet.Seite 2 von 4
Seite 3
Begründung
Zu 1.
Der Quartiersentwicklungsprozess wurde zunächst verwaltungsseitig begleitet.
Früher als zunächst angenommen ist die regelmäßige Begleitung und Koordi-
nation für die weiteren Schritte durch eine Person vor Ort erforderlich.
Die Nutzung einer geeigneten Immobilie bietet nun die Möglichkeit, ortskundige
Akteure stärker in den Quartiersentwicklungsprozess einzubinden. Zur Koordi-
nation der dort entstehenden haupt- und ehrenamtlich durchgeführten Angebo-
te wird eine vor Ort tätige Arbeitskraft notwendig.
Die Verwaltung arbeitet gerade an einem Nutzungskonzept für die Immobilie.
Aufgabenschwerpunkte im Quartiersentwicklungsprozess werden neben dem
Raummanagement im Quartier, begleitende Öffentlichkeitsarbeit und die Unter-
stützung bei Quartiersaktivitäten sein.
Für die Trägerschaft wird unter Berücksichtigung von Synergieeffekten durch
der im Sozialraum bereits vorhandenen Vernetzung und Angebotsvielfalt emp-
fohlen, den Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg e.V. zu gewinnen.
Zu 2.
Eine geeignete Immobilie für ein Quartierszentrum ist bereits recherchiert. Ak-
tuell wird der Entwurf eines Mietvertrages geprüft.
Es handelt sich hierbei um die ehemalige Spielothek in der „Bonner Straße 17“,
die sich insbesondere aufgrund der Lage und des Zuschnitts optimal eignet.
Zur Ertüchtigung der Immobilie sind überschaubare Renovierungsarbeiten er-
forderlich. Zudem muss die Immobilie entsprechend ihrer Nutzung ausgestattet
werden. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Fördermitteln wird geprüft.
Im Rahmen des Bauprojektes auf dem Gelände der Michaelschule wird darüber
hinaus ein Infrastrukturraum mitgeplant, der sich ins Quartier öffnen und Ange-
bote für die Nachbarschaft vorhalten soll. Gut angenommene Projekte und An-
gebote können zukünftig auch dort verstetigt werden.
Zu 3.
Die Mittel sind im Doppelhaushalt 2023/2024 bereits zur Weiterentwicklung der
Quartiersarbeit eingestellt. Im Rahmen der DS 230401 zur Fortführung der
Quartiersmanagements in Bonn wurden bereits die Sachmittel für den Prozess
beschlossen.
Die Dauer einer Finanzierung von bis zu 5 Jahren ist auf den Bürgerantrag
zurückzuführen.Seite 3 von 4
Seite 4
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.05.10 Sonst.soz.Hilfen und Leis-
tungen
1.50.00.05.10.01 Sonst.soz.Hilfen und Leistungen
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereitzu-
stellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
168.565,00 EUR 150000510 /
73.1000
2024 0,00 EUR
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
168.565,00 EUR
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 17:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de