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231965-16 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Beschluss zum Bonner Freiraumplan hier: Stellungnahme zur DS 231965-14 - Große Anfrage BBB

Nummer
231965-16 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
24.11.2025
Letzte Änderung
30.10.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Stiftsplatz Straße· Nordstadt, Bonn
  • Budapester Straße Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Rates 07.05.2026 Kenntnisnahme
  2. Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Denkmalschutz 24.03.2026 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 231965 Beschluss zum Bonner Freiraumplan

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
231965-16 ST
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Beschluss zum Bonner Freiraumplan
hier: Stellungnahme zur DS 231965-14 - Große
Anfrage BBB
Beratungsfolge
Rat 11.12.2025 Kenntnisnahme
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 31.12.2025 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Verwaltung nimmt zu den Rückfragen des BBB wie folgt Stellung:
a. Wird es künftig möglich sein, die oben genannten Freiraumkategorien
separat für das gesamte Stadtgebiet, ausgewählte Bereiche und
Jahresauswahl zu ermitteln?
Das Freiraum Monitoring wurde erstmals 2017 für das gesamte Stadtgebiet
erhoben. Die o.a. Freiraumkategorien sind dabei als Kartenlayer in der
kommunalen Geodateninfrastruktur hinterlegt und mit dem Bericht zum
Freiraum Monitoring verknüpft.
In der Fortschreibung ist der jeweilige Status Quo der Jahre 2017, 2019, 2021
und 2022 mit entsprechenden Kennzahlen einsehbar.
Die Fortschreibung des Monitorings ist politisch beschlossen und für 2026
geplant. Eine Fortschreibung ist für alle 2 Jahre vorgesehen, ob zukünftig
Datenerhebungen für ausgewählte Bereiche (z.B. statistische Bezirke)
zielführend in Abwägung mit dem damit verbundenen Arbeitsaufwand sind, wird
seitens der Verwaltung geprüft.
b. Wird es der Öffentlichkeit ebenfalls möglich sein, alle Daten zu den
Freiraumkategorien über das Geo-Informationssystem der Stadt
abzurufen?
Bis vor Kurzem war der Abruf über das städtische Geodatenportal für die
Öffentlichkeit möglich, aktuell gibt es diesen Zugriff aus Gründen der
Datensicherheit nicht, da der digitale Stadtplan abgeschaltet wurde. Die neue
kommunale Geodateninfrastruktur, die so genannte Urban Data Plattform
(UDP) ist online, befindet sich aber noch im Aufbau. In dieser werden die Daten
künftig wieder abrufbar sein. Weitere Informationen zur Anpassung bei der
digitalen Geoinformation der Stadt Bonn gibt es hier:
https://www.bonn.de/pressemitteilungen/juli/anpassungen-bei-der-digitalen-Seite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
geoinformation-der-stadt-bonn.php
c. Welchen Anteil an den Freiflächen haben aktuell „blau-grüne
Straßenräume“ und „grüne Dächer“?
Es gibt aktuell keine genauen Bestandszahlen zu Gründachflächen in Bonn.
Der Verwaltung liegen Zahlen über die geförderten Begrünungsmaßnahmen
aus dem städtischen Förderprogramm Begrünung der Jahre 2021 bis 2025 vor.
Sie sind auch im Nachhaltigkeits-Dashboard veröffentlicht unter:
https://superset.udm-
mvp.bonn.de/superset/dashboard/222/?standalone=3&show_filters=0
(Definition: Kumulierte Flächenangaben zu geförderten
Begrünungsmaßnahmen an Fassaden, auf Dächern und entsiegelten Flächen
in Quadratmeter.)
Eine Ersterfassung von begrünten Dächern per Luftbildauswertung ist im Zuge
des nächsten Freiraummonitorings vorgesehen.
Ebenso befindet sich der Umbau von Straßenräumen mit blau- grünen
Elementen in seiner Startphase, als erste Projekte werden Stiftsplatz,
Budapester Straße und der Umbau der Bad Godesberger Innenstadt realisiert.
In der zukünftigen UDP wird zudem eine Projektkarte der Klimaanpassung
dargestellt, welche stetig um neue Projekte ergänzt wird. Insgesamt bestehen
große Schnittmengen zwischen dem Monitoring zum Freiraumplan sowie dem
Monitoring zum Klimaanpassungskonzept. Deren Entwicklung wird daher eng
aufeinander abgestimmt.
d. Ab welchem anteiligen Grad der Begrünung werden Dachflächen als
„Freiflächen“ ausgewiesen?
Begrünte Dachflächen werden grundsätzlich nicht als Freiflächen
„ausgewiesen“, sondern als Bestandteil der grünen Infrastruktur bewertet. Eine
Kennzahl für den notwendigen anteiligen Grad der Begrünung ist nicht bekannt.
Ein Gründach schafft Lebensräume für Tiere und Pflanzen und trägt zur
Verbesserung des Stadtklimas bei. Je nach Ausführung (intensive Begrünung/
extensive Begrünung) ist die ökologische Wirksamkeit von Gründächern
unterschiedlich einzustufen. Dachgärten bieten zudem die Möglichkeit der
Erholungsnutzung für Bewohner*innen. Eine Tiefgaragenbegrünung ist ebenso
eine spezielle Form der Dachbegrünung.
e. Ist es der Oberbürgermeisterin mit den Daten der künftigen
Freiraumplanung möglich, Flächen zu ermitteln, die eine Bepflanzung mit
Bäumen zulassen oder dem Schwammstadtprinzip entsprechen und wenn
ja, welche Kriterien (z.B. Bodentiefe, Substratschicht) liegen dem
zugrunde?
Der Bonner Freiraumplan ist eine Dachstrategie für die Freiraumentwicklung
im gesamten Stadtgebiet und umfasst den baulichen Innen- wie Außenbereich.
Die Flächenanalyse erfolgte nicht parzellenscharf, sondern in räumlichen
Einheiten unter Einbeziehung verschiedener fachspezifischer Studien wieSeite 2 von 3
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Straßenbaumkonzept, Schwammstadtkonzept etc., die in einem räumlichen
Leitbild und Schlüsselmaßnahmen münden.
Die Prüfung, ob eine Fläche für eine Baumpflanzung geeignet ist, hängt von
vielen Faktoren ab, die individuell zu prüfen sind, wie etwa unterirdische
Bauwerke und Leitungen, die Nähe zu Gebäuden und weiteren Bäumen, die
Nutzung der Fläche u.v.m. Diese Kriterien werden im Zuge einer konkreten
Planung geprüft und sind nicht Bestandteil der stadtweiten Freiraumstrategie.
f. Werden die Flächen der o.g. Freiraumkategorien mit „ökologischen
Werten“ hinterlegt wie z.B. Versickerungsfähigkeit, CO2- Absorption?
Im Rahmen der Erarbeitung der Potenzialstudie „Natürliche CO2-Senken in der
Bundesstadt Bonn“ (Klimaplansteckbrief 7.1.1.1.) wurde eine Analyse der CO2-
Speicherkapazitäten von Böden nach Nutzungstyp vorgenommen. Die Studie
ist Anfang 2026 fertiggestellt und wird den politischen Gremien vorgestellt.
Die Versickerungsfähigkeit von Böden ist in der IS BK50 Bodenkarte von NRW
1:50.000 abrufbar, die Versickerungsfähigkeit der Bonner Böden ist dabei
relativ einheitlich bewertet.
In einer Großstadt wie Bonn mit vielen überformten Böden ist die
Versickerungsfähigkeit eines Bodens immer individuell zu untersuchen.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 01:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de