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231936 · Beschlussvorlage

Schenkung Eheleute Astrid Steckel und Uwe Volkmer: Ernst Wilhelm Nay, „Drei Orange“

Nummer
231936
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
20.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 08.11.2023 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
231936
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
45 Leistungszentrum Kunstmuseum Bonn
Dezernat:
Dez. IV
Schenkung Eheleute Astrid Steckel und Uwe
Volkmer: Ernst Wilhelm Nay, „Drei Orange“
Beratungsfolge
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
08.11.2023 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Stadt Bonn dankt den Eheleuten Astrid Steckel und Uwe Volkmer für die
Schenkung des Werkes „Drei Orange“, 1967, von Ernst Wilhelm Nay und
nimmt die Schenkung gerne an.
Begründung
Innerhalb der programmatischen Schwerpunktsetzung des Kunstmuseums auf
Darstellung und Vermittlung deutscher Kunst seit 1945, mit einem deutlichen
Akzent auf die Entwicklung der Malerei und der allgemeinen Bildmedien, spielt
Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) als einer der größten deutschen Koloristen und
vor allem in den 1950er Jahren international wichtigsten deutschen Maler in der
Sammlungskonzeption des Museums eine herausragende Rolle. Nays spezifi-
scher Weg zur Abstraktion, der sich endgültig in den 1950er Jahren mit den
sogenannten „Scheibenbildern“ realisierte und in dem reduzierten und zu Leb-
zeiten kaum verstandenen Spätwerk der letzten Lebensjahre 1967/68 kulmi-
nierte, ist ein zentraler Beitrag zur Geschichte der malerischen Abstraktion in
Deutschland.
Im Kontext der Sammlung des Kunstmuseums fungiert Nay als ein wichtiger
Ausgangspunkt für die Stellung des Bildes im Spannungsfeld zwischen Ab-
straktion und Figuration, Flächigkeit und Räumlichkeit, linearem Duktus und
koloristischer Emphase, analytischer Bildreflexion und malerischer Autonomie.
Bislang verfügt das Museum neben einigen Papierarbeiten über sieben Öl-
gemälde aus den Jahren 1938 bis 1967, darunter eine Dauerleihgabe des Bun-
des. Bei den Arbeiten im Eigentum des Hauses handelt es sich dabei im Ein-
zelnen um „Frauen und Kinder“ (1938), „Rubin“ (1956), „Grau auf dunklem
Blau“ (1958), „Licht in Dunkel“ (1961) „Schwarz-Rot“ (1967) und „Schwarz-
Grün“ (1967).
Mit der Arbeit „Drei Orange“ von 1967 kommt ein besonders gelungenes und
leuchtendes Beispiel für die Spätphase Ernst Wilhelm Nays in die Museums-
sammlung und verstärkt damit das Spektrum dieser Werkgruppe, die heute alsSeite 1 von 3
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Höhepunkt im Schaffen des Künstlers gilt, auf eindrucksvolle Weise.
Besonders positiv hervorzuheben ist die Absicht der Schenker, in Zukunft wei-
tere Arbeiten aus dem Spätwerk Nays für die Sammlung des Museums zu er-
werben. Das Kunstmuseum Bonn wird damit zu einem der zentralen Orte, um
das Oeuvre Nays in Tiefe studieren zu können.
Das Werk befindet sich in sehr gutem Zustand, restauratorische Maßnahmen
sind nicht erforderlich.
Der Wert der Schenkung wird entsprechend des Marktwertes auf 237.000 EUR
beziffert.
Zum Zwecke der Eigentumsübertragung wurde anstelle der Übergabe des
Werkes ein Besitzkonstitut im Sinne des § 930 BGB vereinbart; bis zu dem von
den Schenkern zu bestimmenden Zeitpunkt der Übergabe hält das Kunstmuse-
um das Werk als mittelbarer Besitzer. Das Werk wird bis zur Übergabe an das
Museum durch die Eheleute Volkmer-Steckel auf eigene Kosten versichert.
Anlage/n
1 Nay - Abbildung Drei Orange, 1967 (öffentlich)Seite 2 von 3
Ernst Wilhelm Nay, Drei Orange, 1967
Öl auf Leinwand, 110 x 100 cmSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 20:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de