231892 · Mitteilungsvorlage
Zertifizierung zum Nachhaltigen Bauen sowie Ökobilanzen und Lebenszyklusanalysen für zukünftige Baumaßnahmen des SGB
Kerndaten
- Nummer
- 231892
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 12.10.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Betriebsausschusses SGB Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 231892 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn Dezernat: SGB Zertifizierung zum Nachhaltigen Bauen sowie Ökobilanzen und Lebenszyklusanalysen für zukünftige Baumaßnahmen des SGB Beratungsfolge Betriebsausschuss SGB 26.10.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Gemäß Beschluss des Betriebsausschusses SGB vom 03.03.2022 (DS.-Nr. 212355) wird bei Projekten mit einem finanziellen Volumen ab 15 Mio. €, deren Entwurfsplanung noch nicht abgeschlossen ist, eine Zertifizierung zum Nachhaltigen Bauen in der mindestens zweithöchsten Kategorie angewandt. Es gibt viele unterschiedliche Zertifizierungssysteme für Nachhaltiges Bauen auf dem Markt. Die detaillierte Betrachtung und der Vergleich der beiden in Deutschland bekanntesten und weit verbreitetsten Zertifizierungssysteme Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) und das System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), hat ergeben, dass die beschlossenen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele der Stadt Bonn in dem System der DGNB aktuell deutlich umfassender betrachtet werden. Das Kriterium der Ökobilanz wird bei dem System der DGNB bspw. anhand der Unterschreitung des errechneten Referenzwertes bewertet. Zudem muss für ein Gebäude, welches zum Zeitpunkt der Fertigstellung noch keinen klimaneutralen Betrieb vorweisen kann, ein entsprechender Klimaschutzfahrplan vorgelegt werden, aus dem hervorgeht, wie das Ziel des klimaneutralen Betriebs erreicht werden kann. Die Biodiversität in Bezug auf Gebäude (Dachbegrünung, Fassadenbegrünung, Freiflächen) wird bei dem System DGNB deutlich gewichtiger betrachtet und bewertet als beim BNB. Das DGNB System bewertet zudem umfassender die Integration von Gebäudetechnik – insbesondere regenerativer Energien im Zusammenspiel mit der Bewertung der Gebäudehülle als jeweils eigenes Kriterium. Ein weiterer positiver Aspekt des DGNB Systems ist die Möglichkeit bei jedem Kriteriensteckbrief Bonuspunkte zu erhalten, dadurch dass besondere Anforderungen im Hinblick auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit erfüllt werden. Dies kann bspw. durch Unterschreitung der Ökobilanz-Referenzwerte um mindestens 50% oder auch bspw. durch einen besonders hohen Anteil beim Einsatz wiederverwendeter Bauteile erfolgen.Seite 1 von 2 Seite 2 Bei dem System BNB werden die Ergebnisse der Ökobilanz lediglich anhand festgelegter Werte – je nach Anforderungsniveau – bewertet. Mindestanforderungen der einzelnen Kriterien gibt es bei BNB lediglich in Form von begründeten Ausnahmen zur Erfüllung.Zudem wird die Biodiversität eines Gebäudes im Vergleich geringer bewertet und prozentual gewichtet sowie die Gebäudehülle nicht als eigenes Kriterium betrachtet. Eine Übererfüllung von einzelnen Bewertungskriterien ist bei dem BNB System nicht möglich, womit demnach auch kein zusätzlicher Anreiz geschaffen wird, noch ambitioniertere Ziele als es die einzelnen Kriterien im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorgeben, zu erreichen. Um zukünftig eine einheitliche Vorgehensweise zu verfolgen, hat sich das SGB daher dazu entschieden, für alle zukünftigen Planungen und Projekte ab einem Baukostenwert (KG 300 und KG 400) von 15 Mio. € brutto, deren Entwurfsplanung noch nicht abgeschlossen ist, das Zertifizierungssystem der Deutschen Gesellschaft Nachhaltiges Bauen (DGNB) anzuwenden. Dabei ist mindestens die jeweils zweithöchste Zertifizierungsstufe zu erreichen. Ebenfalls wird für zukünftige Planungen von Neubau-, Erweiterungs- und Sanierungsprojekten gemäß des o.g. Beschlusses (DS.-Nr. 212355) jeweils eine Ökobilanz und Lebenszyklusanalyse der Energieversorgung und Baukonstruktion (einschließlich Herstellung, Instandsetzung, und Entsorgung) im Planungsprozess verlangt und zur Entscheidungsfindung und Planungsoptimierung genutzt. Als Zielwert für den CO2 -Ausstoß eines Gebäudes gelten dabei die Anforderungen an Treibhausgasemissionen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) Plus“. Ferner wurde entschieden, dass die Erstellung der Ökobilanz und Lebenszyklusanalyse bei den Projekten durchgeführt wird, deren Planung vorab dem Betriebsausschuss und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden (DS.-Nr. 1312032NV4, Verbesserung der Kostensicherheit bei Investitionsvorhaben). Dies betrifft Planungen mit Projektkosten ab 2 Mio. € brutto. Erst ab dieser Summe handelt es sich in aller Regel um umfangreichere Baumaßnahmen, bei denen nach Ansicht der Verwaltung eine Ökobilanz auch wirtschaftlich betrachtet Sinn ergibt. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:47 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de