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231859 · Beschlussvorlage

Klimaplan 2035 hier: Umsetzungsbeschluss zum Steckbrief 2.3.1.1. „Im Bereich Kultur Maßnahmen und Projekte für den Klimaschutz entwickeln und umsetzen“

Nummer
231859
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
26.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Kulturausschusses 28.11.2023 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 12.12.2023 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 834,6 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 231859-01 Klimaplan 2035 hier: Bericht zum Umsetzungsstand Steckbrief 2.3.1.1. „Im Bereich Kultur Maßnahmen und Projekte für den Klimaschutz entwickeln und umsetzen“

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Beschlussvorlage
öffentlich
231859
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Dezernat IV
Dezernat:
Dez. IV
Klimaplan 2035
hier: Umsetzungsbeschluss zum Steckbrief 2.3.1.1.
„Im Bereich Kultur Maßnahmen und Projekte für
den Klimaschutz entwickeln und umsetzen“
Beratungsfolge
Kulturausschuss 28.11.2023 Empfehlung
Rat 12.12.2023 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Rat beauftragt die Verwaltung, die im Steckbrief 2.3.1.2: „Im Bereich Kultur
Maßnahmen und Projekte für den Klimaschutz entwickeln und umsetzen“
aufgeführten Maßnahmen im Doppelhaushalt 2023/24 zu realisieren und für die
Weiterentwicklung der Folgejahre in geeigneter Form zu evaluieren.
Begründung
Aus den Bereichen Sport und Kultur sind in den Klimaplan ursprünglich
insgesamt drei Steckbriefe eingebracht worden. Diese waren:
2.3.2.1. „Gemeinsames Regiebuch „Kultur und Nachhaltigkeit“ entwickeln und
auf dieser Grundlage beraten, weiterbilden, vernetzen“
2.3.1.1. „Förderung von Nachhaltigkeits-Projekten und -Veranstaltungen im
Bereich Sport und Kultur“
2.3.1.2. „Kommunale Sport- und Kulturprojekte für den Klimaschutz entwickeln
und umsetzen“
Im Zuge der Beschlussfassung zum Klimaplan 2035 hat der Rat am 23.03.2023
entschieden, dass der Steckbrief 2.3.1.1 vollständig zu Gunsten der
Sportförderung verschoben wird. Diese Entscheidung macht es in der
Konsequenz notwendig, auch den Steckbrief 2.3.1.2. zu verändern, da
ansonsten die freie Kulturszene, die in ihrer Gesamtheit einen Großteil des
Bonner Kulturlebens ausmacht, nicht mehr in die Maßnahmen involviert wäre.
Der entsprechende Steckbrief wurde daher vollständig überarbeitet und
aktualisiert (siehe Anlage).Seite 1 von 12
Seite 2
Folgende Förderungen und Veranstaltungen sowie Projekte sollen im
Doppelhaushalt 2023/24 realisiert werden:
1. Ausweitung der regulären Projektförderung des Kulturamts um je
10.000 € pro Förderlauf (bei zwei Förderläufen pro Jahr)
Der in der Projektförderung bereits gesetzte Schwerpunkt wird gezielt
ausgebaut: Gefördert werden Projekte, die sich inhaltlich mit dem
Themengebiet „Kultur und Klima / Nachhaltigkeit“ beschäftigen und/oder
solche Projekte, die bereits in der Planung die Berücksichtigung von
geeigneten Energie- und Rohstoff sparenden Maßnahmen erkennen
lassen. Nicht ausgeschöpfte Mittel verbleiben für spätere
Antragsstellungen bei der kulturellen Projektförderung. Da über die
Förderungen für das Jahr 2023 und die erste Jahreshälfte 2024 bereits
entschieden wurde, werden 2024 einmalig bis zu 40.000 € im Förderlauf
der zweiten Jahreshälfte 2024 vorgesehen. Perspektivisch sind 10.000
€ pro Förderlauf und damit 20.000 € pro Jahr bzw. 40.000 € pro
Doppelhaushalt vorgesehen.
Zuständig: Amt 41
Benötigtes Finanzvolumen: 40.000 €
2. “Wir machen Zukunft!“ – Abschlussworkshop
Im Rahmen des Klimaplans wird ein übergreifender, mehrtägiger
Abschlussworkshop für das gemeinsame Projekt der Stadt Bonn und
des Rhein-Sieg-Kreises konzipiert und durchgeführt, der die
Themenschwerpunkte der drei Jahre der Projektlaufzeit, Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft, bündelt.
Zuständig: Amt 41
Benötigtes Finanzvolumen: 5.000 €
3. Labore für Biodiversität
Im Rahmen des Aktionsprogramms „Biodiversität 2030“ wird in
Kooperation zwischen (Einrichtungen des) Dezernat IV, Amt 67 und
dem Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels ein
Forschungs- und Aktionsprojekt ins Leben gerufen, um darauf
aufmerksam zu machen, wie wichtig der Schutz der Biodiversität für das
Klima ist. Aus Sportstätten, Terrassen, Gärten und Grünanlagen der
Kultureinrichtungen werden exemplarisch Labore für Biodiversität –
bepflanzt, beforscht und bespielt.
Zuständig: Dez IV
Benötigtes Finanzvolumen: 5.000 €
4. Pflanzung „Hain der Demokratie”
Im Rahmen des „Netzwerk Verfassungsstädte“ wird mit
Baumschenkungen aller involvierten Städte in Bonn ein „Hain der
Demokratie” aufgebaut. Als Standort wird unter anderem das Umfeld
des Ernst-Moritz-Arndt-Hauses geprüft. In Zusammenarbeit der
involvierten Partner wird der Hain der Demokratie mit entsprechender
Beschilderung ausgewiesen sowie an Begleitveranstaltungen
gearbeitet.
Zuständig: 41-5
Benötigtes Finanzvolumen: 5.000 €
5. (Interkommunale) Kooperationsprojekte zum Thema NachhaltigkeitSeite 2 von 12
Seite 3
In Kooperation zwischen Kultureinrichtungen aus der Stadt Bonn und
ggf. aus weiteren Städten soll in ein- bzw. zweijährigen Turnus jeweils
ein Projekt entwickelt werden, das sich um Kernthemen der
ökologischen Nachhaltigkeit dreht. Die Zusammenarbeit der
Einrichtungen sieht jeweils mehrere Arbeitsphasen vor, deren Ergebnis
aufgeführt wird. Die Stadt Bonn sieht für das geplante
Gemeinschaftsprojekt anteilig jeweils 10.000 € vor.
Zuständig: Amt 41
Benötigtes Finanzvolumen: 10.000 €
6. Projekte und Maßnahmen aus dem Strategieprozess „Nachhaltige
Kulturstrategie“ ergeben
Weitere Projekte und Maßnahmen werden im Prozess zur
„Nachhaltigen Kulturstrategie“, der seit August 2023 weitergegangen
wird, definiert. Dies kann auch dazu führen, dass hier vorgesehene
Maßnahmen ersetzt werden. Über die Verteilung dieser Mittel wird zu
gegebenem Zeitpunkt informiert.
Zuständig: Dez IV
Benötigtes Finanzvolumen: 35.000 €
Finanzielle Auswirkungen:
Zu Maßnahme 1
Produktgruppe
1.04.02
Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
Kulturförderung freie Träger 4102188 Projektförderung
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle Veranschlagt in Noch bereit- DeckungSeite 3 von 12
Seite 4
/ FiPos zustellen
Auszahlungen /
Aufwendungen
40.000,00 141000402/
73.1000
40.000,00
(2024)
Klimaplan BV
222006
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
40.000,00
Zu Maßnahme 2
Produktgruppe
1.04.01
Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
Kulturelle Projekte 4104011 Kulturelle Projekte
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
5.000,00 141000401/
70.1900
(3.750,00)
74.1000
(1250,00)
5.000,00 (2024) Klimaplan BV
222006Seite 4 von 12
Seite 5
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
5.000,00
Zu Maßnahme 3
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
01.02 Internationales und globale
Nachhaltigkeit
01.02.01 Internationales und globale
Nachhaltigkeit
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
5.000 102000103/72.1000 2024 5.000 Klimaplan BV
222006
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlichSeite 5 von 12
Seite 6
Zu Maßnahme 4
Produktgruppe
141400407
Produktgruppenbezeichnung
Zentrum für Stadtgeschichte
und Erinnerungskulturen
Produkt
1.41.40.04.07.04
Produktbezeichnung Zen
trale Projekte
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen 3.000,00 € 141400407 2024 3.000,00 € 5020001032000
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
3.000,00 € 141400407 2024 3.000,00 € 5020001032000
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
2.000,00 € 141400407 2024 2.000,00 € 5020001032000
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
Zu Maßnahme 5
Produktgruppe
1.04.01
Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
Kulturelle Projekte 4104011 Kulturelle ProjekteSeite 6 von 12
Seite 7
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
10.000 141000401/
70.1900
10.000 (2024) Klimaplan BV
222006
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
10.000
Zu Maßnahme 6
Produktgruppe
01.02
Produktgruppenbezeichnung
Internationales und globale
Nachhaltigkeit
Produkt
01.02.01
Produktbezeichnung
Internationales und globale
Nachhaltigkeit
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
AuszahlungenSeite 7 von 12
Seite 8
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
35.000 102000103/72.1000 2024 35.000 Klimaplan BV
222006
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
Anlage/n
1 Steckbrief 2.3.1.2. Im Bereich Kultur Maßnahmen und Projekte für den
Klimaschutz entwickeln und umsetzen (öffentlich)Seite 8 von 12
Fehler! Kein Text mit angegebener Formatvorlage im Dokument. 1
Gesellschaft / 2.3.1.2:
Im Bereich Kultur Maßnahmen und Projekte für den
Klimaschutz entwickeln und umsetzen
Handlungsschwerpun
kt
Klimaschutz in der
Kultur und Freizeit
Einführung
2023
Wirkungsentfaltung
Kurzfristig bis
langfristig
Einflussbereich
Fördern,
entwickeln,
umsetzen,
vermitteln.
Ziel und Strategie
Kommunale und freie Kulturinstitutionen sind wichtige Akteure zur Vermittlung von Klimaschutz-,
Nachhaltigkeits- und Biodiversitätsthemen und können eine wichtige Rolle bei der Transformation hin
zu klimaschonendem Handeln in Bonn leisten. Zudem befinden sie sich selbst im Transformations-
prozess und benötigen dabei Unterstützung. Mittels eines Mehrstufen-Modells sollen sie Anreize
erhalten, wie sie vom Wissen ins Handeln kommen und so ihre Vorbildfunktion weiter ausbauen
können.
Ausgangslage
Kultur und Klimaschutz sind in Bonn bereits eine enge Verbindung eingegangen und stellen sich
zukünftig noch stärker als Diskursarenen für Klimafragen auf.
Hierauf zahlen insbesondere die zahlreichen Bonner Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft ein, die
sich in unterschiedlicher Ausrichtung mit Nachhaltigkeit und Transformation auseinandersetzen. Dabei
sind sie unterschiedlich weit und setzen entweder einzelne Maßnahmen zur Verringerung ihrer CO2-
Emissionen um oder implementieren punktuell auch komplexe Umweltmanagementsysteme.
Programmatisch bieten diverse Einrichtungen ebenfalls immer wieder Angebote zum Nach- und
Umdenken für die Bonner Bevölkerung. Stellvertretend seien an dieser Stelle folgende Einrichtungen
zu nennen: Das Junge Theater Bonn ist beispielsweise energietechnisch weitegehend unabhängig.
Das fringe ensemble setzt sich daneben künstlerisch immer wieder mit Themen der Nachhaltigkeit
auseinander – zuletzt beispielsweise mit seinem Projekt „Cotton Club“. Die Brotfabrik hat vor, für sich
ein Umweltkonzept zu entwickeln. Das Beethoven-Haus hat eine Gemeinwohlbilanz aufgestellt.
Daneben gibt es aber zahlreiche Beispiele anderer Einrichtungen.
Auch die kommunalen Kulturträger setzen sich mit ihren Einrichtungen und Häusern unterschiedlich
mit dem Thema auseinander.
Das Kulturamt bietet z.B. im Bereich der kulturellen Bildung verschiedene Projekte an, die den
Themenkomplex umfassen bzw. tangieren (z.B. „Wir machen Zukunft! Künstlerisches Forschen – mit
jungen Menschen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“). Darüber hinaus werden bspw. im Bereich der
kulturellen Projektförderung entsprechende Vorhaben vorrangig zur Förderung vorgesehen.
Das Beethoven Orchester ist ein international wahrgenommener Multiplikator und Botschafter für
Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Das UN-Klimasekretariat hat das Beethoven Orchester Bonn zum
„United Nations Climate Change Goodwill Ambassador“ ernannt. So hat es u.a. ein umfassendes
Nachhaltigkeitskonzept erarbeitet. Die Musiker*innen sind Teil der Bewegung „Orchester des
Wandels“.
Das Theater Bonn hat eine Nachhaltigkeits-AG eingerichtet, die sich für ein betriebsökologisches
Portfolio einsetzt. Künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema bietet u.a. das Schauspiel mit
Produktionen wie „Unsere Welt neu denken“ und „Recht auf Jugend“. Es werden Möglichkeiten
geprüft, in den bestehenden Strukturen der Theaterliegenschaften Energie einzusparen. In einigen
Bereichen wurde z. B. energiesparende Beleuchtung installiert, bei den Fahrzeugen erfolgt sukzessive
eine Umstellung auf E-Mobilität.
Das Kunstmuseum wird in 2024 mit neuer LED-Beleuchtung in den Ausstellungsräumen ausgestattet.
Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind Leitmotive der Betriebsführung. In das publikumswirksame
Museumsangebot fließen sie insbesondere ein durch das Bestreben, Ausstellungen klimaneutral
umzusetzen und durch die Einbeziehung klimarelevanter Themen in die Vermittlungsangebote. ImSeite 9 von 12
2 Fehler! Kein Text mit angegebener Formatvorlage im Dokument.
Rahmen seiner Ausstellungsprogrammatik eröffnet das Museum Möglichkeiten entsprechender
künstlerischer Auseinandersetzung.
Die Volkshochschule Bonn ist mit speziellen Themenreihen und als Wissensforum im UNESCO-
Netzwerk „Learning Cities“ bundesweit Vorreiterin bei der Vermittlung der 17 Nachhaltigkeitsziele.
Langjährige Reihen zahlen auf das Thema ebenso ein wie der „Garten der Bildung“, ein
Nutzgartenprojekt, beim dem über ein wissenschaftlich begleitetes Monitoring auch Fragen der
Biodiversität untersucht werden. Auch beim Arbeitsschwerpunkt „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“
wird das Klimathema mit akzentuiert.
Die Stadtbibliothek Bonn ist in ihren Grundfunktionen bereits per se eine nachhaltige Einrichtung:
Information, Wissen und Infrastruktur werden in Bibliotheken (mehrfach) geteilt und langfristig,
niederschwellig und frei von kommerziellen Interessen allen Teilen der Gesellschaft zur Verfügung
gestellt. So leistet sie einen wesentlichen Beitrag zum Lebenslangen Lernen. In ihrem großen
Medienbestand (analog und digital) hält sie umfangreiche Informationen zu Klima- und
Nachhaltigkeitsthemen bereit. Die Stadtbibliothek überprüft kontinuierlich ihre Arbeitsweise und ihre
Angebote auf die Umsetzung nachhaltiger Kriterien durch eine stadtbibliotheksinterne Arbeitsgruppe.
Auch die Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn setzt sich in musikalischen Projekten mit Klima-
und Naturschutz auseinander. So konnten sich beispielsweise im Frühjahr 2022 Kinder der
Musikschule am gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn angebotenen Kompositionsworkshop
„Tierisch“ mit den Themen Naturschutz, Artenvielfalt und Artenverlust auseinandersetzen. Mit Blick auf
die Nachhaltigkeitsziele punktet die Musikschule im Bereich Teilhabe.
Das Zentrum für Stadtgeschichte und Erinnerungskulturen, zu dem auch das Stadtarchiv und die
Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus gehören, entwickelt innovative, interdisziplinäre,
multiperspektivische und dialogische Konzepte der Vermittlung, Bewahrung und Präsentation von
Stadtgeschichte mit einem transversalen Schwerpunkt auf dem Thema „Nachhaltigkeit“, insbesondere
Klimaschutz und nachhaltige Gestaltung von Städten und Gemeinden. Das Stadtmuseum Bonn
durchläuft derzeit einen fundamentalen Neuerfindungsprozess und generiert neue Narrative für das
Thema Klimagerechte Stadt.
Beschreibung
Die vielfältigen Aktivitäten, die in den jeweiligen Haushaltmitteln der Ämter, Institute und
Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft bereits abgebildet sind, sollen um geeignete neue
Maßnahmen und Projekte erweitert werden. Dies zielt zum einen auf konkrete
betriebsökologische Maßnahmen vor Ort (Handeln) als auch auf programmatische Beiträge, die
Anreize setzen und notwendige Transformationsprozesse in der Gesellschaft stark unterstützen
können.
Es werden für den Doppelhaushalt 2023/24 folgende Maßnahmen und Projekte vorgesehen:
Ausweitung der Projektförderung des Kulturamts
Die reguläre Projektförderung des Kulturamts wird in seinen halbjährigen Ausschreibungen um
jeweils 10.000 € ausgeweitet. Damit soll der in der Projektförderung insgesamt gesetzte
Schwerpunkt gezielt ausgebaut werden. Gefördert werden Projekte, die sich inhaltlich mit dem
Themengebiet „Kultur und Klima / Nachhaltigkeit“ beschäftigen oder solche Projekte, die bereits
in der Planung die Berücksichtigung von geeigneten Energie- und Rohstoff sparenden
Maßnahmen erkennen lassen und dadurch die Bemühungen der Stadt Bonn zum Klimaschutz
unterstützen. Sollten die Mittel nicht ausgeschöpft werden, werden diese in einen
entsprechenden Feuerwehrtopf überführt und können für etwaig kurzfristige Anträge im o.g.
Schwerpunkt vergeben werden. Für die Ausweitung der Projektförderung wird für den
Doppelhaushalt 2023/24 eine Summe von insgesamt 40.000 € vorgesehen.
Veranstaltungen
Jährlich wechselnd sollen besondere Projekte und Veranstaltungen im kommunalen wie freien
Kulturbereich für den Klimaschutz umgesetzt werden. Hierzu muss im Vorfeld erörtert werden,
wie und mit welchen Formaten unterschiedliche Zielgruppen (insbesondere auch vulnerable
Zielgruppen, wie z.B. Senior*innen, Menschen mit Behinderung, Menschen in besonderen
Lebenslagen, Menschen, die von Armut betroffen sind etc.) gleichermaßen angesprochen werden
können im Sinne niederschwelliger Zugangs- und Teilhabemöglichkeiten.
Für 2024 sind zur Umsetzung folgende Projekte vorgesehen, die 2023 vorbereitet werden:Seite 10 von 12
Fehler! Kein Text mit angegebener Formatvorlage im Dokument. 3
„Wir machen Zukunft!“ – Abschlussworkshop
Das dreijährige Kooperationsprojekt des Kulturamtes Bonn und des Regionalen Kultur- und
Bildungsbüros des Rhein-Sieg-Kreises, „Wir machen Zukunft! Künstlerisches Forschen – mit
jungen Menschen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“, für Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene zwischen fünf und 21 Jahren wird Ende 2024 abgeschlossen. Zentral sind dabei
Workshops der Bildenden Kunst zum Themenkomplex Nachhaltigkeit, die von Künstler*innen
geleitet werden und an denen Kinder und Jugendliche in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis
kostenlos teilnehmen können. Im Rahmen des Klimaplans wird ein übergreifender, mehrtägiger
Abschlussworkshop konzipiert und durchgeführt, der die Themenschwerpunkte der drei Jahre,
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, bündelt. Für Honorare und Materialien entstehen Kosten
in Höhe von 5.000 €.
„Labore für Biodiversität“
Im Rahmen des Aktionsprogramms „Biodiversität 2030“, der Biodiversitätsstrategie der
Bundesstadt Bonn, wird in Kooperation zwischen (Einrichtungen des) Dezernat IV, Amt 67 und
dem Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) / Museum Koenig ein
Forschungs- und Aktionsprojekt ins Leben gerufen, um darauf aufmerksam zu machen, wie
wichtig der Schutz der Biodiversität für das Klima ist. Aus Sportstätten, Terrassen, Gärten und
Grünanlagen der Kultureinrichtungen werden Labore für Biodiversität – bepflanzt, beforscht und
bespielt. Kosten: 5.000 €
Pflanzung „Hain der Demokratie”
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16) sind politische Maximen, die nicht nur für die
deutsche internationale Politik im Großen, sondern auch auf kommunaler Ebene gelten. Hierfür ist u.a.
die Förderung von Demokratie unerlässlich. Eine Wiege der Demokratie ist Bonn und als solche hat sich
Bonn dem neugegründeten „Netzwerk Verfassungsstädte“ angeschlossen. Sein Ziel ist, sich zur
verbindenden Demokratiegeschichte, ihrer Erforschung und Vermittlung zu bekennen und Projekte der
historisch-politischen Bildung zu entwickeln. Im Rahmen des Netzwerks soll in den teilnehmenden
Städten eine „Fahrt zum Grundgesetz“ durchgeführt werden. Als Ausgleich der dabei entstehenden
Emissionen werden die Netzwerkpartner Frankfurt am Main und Weimar junge Bäume nach Bonn
schicken, welche zusammen mit einem Baum der Verfassungsstadt Bonn den „Hain der Demokratie”
bilden. Als Standort ist derzeit der Garten des Ernst-Moritz-Arndt-Hauses vorgesehen.
Kosten: 5.000 €
Interkommunale Kooperationsprojekte zum Thema Nachhaltigkeit
In Kooperation zwischen Kultureinrichtungen aus der Stadt Bonn und aus weiteren Städten soll in
ein- bzw. zweijährigen Turnus jeweils ein Projekt entwickelt werden, das sich um Kernthemen der
ökologischen Nachhaltigkeit dreht. Die Zusammenarbeit der Einrichtungen sieht jeweils mehrere
Arbeitsphasen vor, deren Ergebnis in den beteiligten Städten aufgeführt wird. Die Stadt Bonn
sieht für das geplante Gemeinschaftsprojekt anteilig jeweils 10.000 € vor.
Weitere Projekte und Maßnahmen werden im Prozess zur „Nachhaltigen Kulturstrategie“, der ab
August 2023 weitergegangen wird, definiert und eingebracht. Dies kann auch dazu führen, dass
hier vorgesehene Maßnahmen ersetzt werden.
Erste Handlungsschritte
Kleinstanschaffungen
- Konkrete Ausgestaltung und Förderimplementierung
- Bekanntmachung
- Abwicklung
- Evaluation
Zeit
- Konkrete Ausgestaltung und Förderimplementierung
- BekanntmachungSeite 11 von 12
4 Fehler! Kein Text mit angegebener Formatvorlage im Dokument.
- Abwicklung
- Evaluation
Projekte
- Konkrete Projektplanung in Zusammenarbeit mit den Partner*innen
- Projektumsetzung
- Evaluation
In der Folge:
- Abgleich der Maßnahmen während des Strategie-Prozess, ggf. Nachsteuerung für 2024 ff.
- Jährlich im Kulturbereich alternierend geeignete Förderungen bzw. Projekte entwickeln, planen
und durchführen
Akteure Zielgruppe
Federführung: Dezernat IV (Sport und
Kultur)
Beteiligte: OB-23, OB-25, 41 – 46, 48, 67
Bonner Bevölkerung
Zeitaufwand Dauer der Aktivität
Benötigter Zeitaufwand, ggf. mithilfe von
Annahmen herleiten
2,5 x Stellen/Vollzeitäquivalente
Fortlaufend bis 2035
Sachkosten Finanzierungsansatz
50.000 p.a. Haushalt, wo möglich ergänzt durch
Förderung und Sponsoring
THG-Einsparungen
Quantitative Schätzung mithilfe von Annahmen (ggf. Angabe des Zieljahres)
Minderung des jährlichen
Emissionsniveaus (t/a):
Nicht quantifizierbar
Kumulierte THG-Einsparung (t):
Nicht quantifizierbar
Synergieeffekte Zielkonflikte
Synergien mit Maßnahmen im HF
Gesellschaft
keine
Erfolgsindikatoren/Meilensteine
- Anzahl an umgesetzten
Kleinstmaßnahmen und Summe
Investitionen
- Anzahl an Veranstaltungen
- Anzahl an Besucher*innenSeite 12 von 12

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Datenstand: 02.11.2026, 21:58 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de