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231857 · Mitteilungsvorlage

Mitwirkungsprozess: Bönnsche Viertel (Sachstand Oktober 2023)

Nummer
231857
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
17.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 31.10.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 14.11.2023 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Rates 09.11.2023 Kenntnisnahme
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 06.12.2023 Kenntnisnahme
  5. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 03.11.2023 Kenntnisnahme
  6. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 08.11.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
231857
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
Mitwirkungsprozess: Bönnsche Viertel (Sachstand
Oktober 2023)
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 31.10.2023 Kenntnisnahme
Beirat Bürgerbeteiligung 03.11.2023 Kenntnisnahme
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
08.11.2023 Kenntnisnahme
Rat 09.11.2023 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Beuel 06.12.2023 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bonn 14.11.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Der Rat der Bundestatt Bonn hat im Juni 2022 den "Grundsatzbeschluss zur
Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im
Rahmen Bönnscher Viertel" (DS 220946) gefasst.
Die Verwaltung wurde beauftragt, im ersten Schritt "ein Kommunikations- und
Mitwirkungskonzept zu planen, umzusetzen und evaluieren zu lassen”. Des
Weiteren wurde die Verwaltung beauftragt, "notwendige Analysen und
Verkehrsuntersuchungen durchzuführen und aufbauend auf den Ergebnissen
des Mitwirkungsprozesses ein Mobilitätskonzept für die beiden Modellviertel
Innere Nordstadt und Combahnviertel [...] zu erarbeiten”.
Auf Beschluss des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im
November 2022 wurde das Büro ifok GmbH mit der Durchführung des
Mitwirkungsprozesses beauftragt worden (DS 222140). Im April 2023 wurden
die Gremien der Bundesstadt Bonn per Mitteilungsvorlage (DS: 220946-
07) über den aktuellen Stand des Mitwirkungsprozesses informiert.
Mit dieser Mitteilungsvorlage informiert die Verwaltung über den Abschluss des
Mitwirkungsverfahrens.
Bausteine des Kommunikations- und MitwirkungsprozessesSeite 1 von 84
Seite 2
Die Stakeholder in den beiden Modellvierteln wurden im Laufe des Jahres mit
zahlreichen Formaten umfassend beteiligt. Neben öffentlichen Veranstaltungen
fanden Veranstaltungen gezielt für einzelne Stakeholder-Gruppen statt.
Darüber hinaus wurden Angebote und Hilfestellungen für eigene Aktionen und
Veranstaltungen der Bürger*innen geschaffen. Die Ergebnisse der einzelnen
Veranstaltungen sind Teil des Endberichts zum Mitwirkungsprozess (Anlage 1).
● Mit einem Auftaktfest in und um die Bonner Oper begann am 1.
April 2023 der Mitwirkungsprozess für die beiden Bönnschen Viertel.
Dazu wurden jeweils 1.000 zufällig ausgewählte Bürger*innen aus der
Inneren Nordstadt und dem Combahnviertel sowie die interessierte
Öffentlichkeit eingeladen. Bürger*innen, Initiativen und weitere
Akteur*innen hatten die Möglichkeit, ihre Ideen für nachhaltige Mobilität
zu präsentieren. Die Stadtverwaltung informierte ämterübergreifend
über bereits beschlossene und laufende Maßnahmen in den jeweiligen
Modellvierteln.
● Vom 1. bis zum 16. April 2023 fand eine Online-Beteiligung
auf www.bonn-macht-mit statt.
● Am 25. April 2023 fand der Workshop “Zukunftsfähige
Wirtschaftsverkehre in den Bönnschen Viertel” statt. Auf Einladung
des Amts für Wirtschaftsförderung nahmen Vertreter*innen von
Logistikunternehmen, Wirtschaftsverbänden sowie des Einzelhandels
und Initiativen aus Bonn teil.
● Die “Tage der Bönnschen Viertel” fanden am 13. Mai 2023 im
Combahnviertel und am 17. Juni 2023 in der Inneren Nordstadt statt.
Auf mehreren für den Verkehr gesperrten Straßen konnten die
Bürger*innen vor Ort Ideen für ihr Viertel entwickeln und den
Straßenraum für einen Tag kreativ umgestalten. An den Tagen nahmen
verschiedene Ämter der Stadtverwaltung, Gewerbetreibende, Initiativen
aus beiden Vierteln und gesamtstädtische Akteur*innen mit eigenen
Angeboten teil.
● Der “Bönnsche Mobilitätssommer” fand von Juni bis September
2023 statt. In dieser Zeit konnten Bürger*innen und Initiativen eigene
Ideen für ihr Viertel vorschlagen und ausprobieren. Dazu zählten ein
Jugend-Workshop zu Feinstaubsensoren, eine Kinderbefragung oder
das Aufstellen des Freebox-Mobils im Combahnviertel. Anwohner*innenSeite 2 von 84
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stellten Bänke auf und trafen sich im Macke-Viertel Ende August zum
Quartiersgespräch. Zuletzt fand im September der Aktionstag “Du und
Dein Viertel” für Kinder und Jugendliche des Stadtteilarbeitskreises
statt.
• Die Mobilitätstestwochen “Eine Woche ohne Auto”, in Kooperation
mit den SWB und dem ADFC, fanden vom 14. bis zum 25. August
2023 statt. Bonner*innen aus den beiden Bönnschen Modellvierteln
waren jeweils für eine Woche lang ausschließlich nachhaltig mobil
unterwegs und konnten unterschiedliche Mobilitätsangebote
ausprobieren. Ziel war es unter anderem, das eigene Auto möglichst
durch alternative Mobilitätsangebote zu ersetzen. Am 30. August 2023
fand eine Abschlussveranstaltung statt, in der sich die Teilnehmer*innen
austauschen konnten.
Dokumentation des Mitwirkungsprozesses
Die Eingaben, die im Rahmen des Mitwirkungsprozesses gesammelt wurden,
sind durch die Beteiligungsagentur ifok GmbH dokumentiert und
zusammengestellt worden. Die Dokumentation ist der Anlage 1 zu entnehmen.
Darin enthalten sind auch die Eingaben aus der Online-Beteiligung aufgeführt.
Wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Bonn und promediare
Der Mitwirkungsprozess wird im Rahmen der Bönnschen Viertel vom
geographischen Institut der Universität und dem wissenschaftlichen
Beratungsunternehmen promediare evaluiert. Der Evaluationsprozess läuft
derzeit noch. Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern die formulierten Ziele des
Mitwirkungsprozesses erreicht werden konnten. Dies wird unter anderem
anhand der folgenden Forschungsfragen ermittelt:
● Was halten die Bürger*innen von den Veränderungen, die durch bereits
bestehende Verkehrsmaßnahmen und durch das Projekt Bönnsche
Viertel im Quartier ausgelöst werden?
● Wie schätzen die Bewohner*innen ein, ob und inwieweit sie sich in das
Projekt Bönnsche Viertel einbringen können?
● Wie wird im Laufe des Projekts und im Rahmen der Beteiligung mit
Interessenkonflikten umgegangen?Seite 3 von 84
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Eingesetzte Evaluationsmethoden waren und sind:
● Quantitative Befragung vor Beginn (März 2023) und nach Ende (geplant
Oktober 2023): Postalisches Anschreiben von je 2.000 zufällig
ausgewählten Bewohner*innen der Inneren Nordstadt und im
Combahnviertel.
● Teilnehmende Beobachtung bei zahlreichen Veranstaltungen
(Auftaktfest, Tage der Bönnschen Viertel in der Inneren Nordstadt und
im Combahnviertel, verschiedene Aktionen im Bönnschen Sommer,
Teilnahme an der Steuerungsgruppe)
● Qualitative Interviews mit Bürger*innen und Unternehmer*innen
● Qualitative Gruppengespräche mit Senior*innen, Schüler*innen, Kindern
und Jugendlichen
● Qualitative Gespräche (Interviews) mit Akteur*innen des Prozesses (der
Stabsstelle Bürgerbeteiligung, Programmbüro Mobilitätswende, ifok
GmbH, ADFC)
Art der angestrebten Ergebnisse:
● Dokumentation der Beobachtungen und Gespräche, Auswertung der
Umfrageergebnisse im Hinblick u.a. auf die breiten
Beteiligungsmöglichkeiten
● Einschätzung des Erfolgs einzelner Beteiligungsformate und -methoden
● Hinweise zur Optimierung einzelner Formate: Gesamtbeteiligung auf
Grundlage der Evaluationsergebnisse
Zeitlicher Ausblick für die weitere Evaluation:
● Abschluss der Erhebungen mit der “Endbefragung” im Oktober 2023
● Auswertung von Umfragen und Interviews bis Dezember 2023 / Januar
2024
● Vorlage des Evaluationsberichts: Anfang Februar 2024
Auswertung des Mitwirkungsprozesses in der Verwaltung
Im Rahmen der Beteiligungsformate sind zahlreiche verschiedene Anregungen
und Wünsche seitens der Bürger*innen geäußert worden. Diese wurden durch
das Büro ifok und die Verwaltung gesichtet und thematisch eingeordnet. DieSeite 4 von 84
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zentralen Themen aus dem Mitwirkungsprozess wurden anschließend in einem
Verwaltungsworkshop am 14.09.2023 diskutiert (Teilnehmende Ämter:
Dezernat III, OB22, OB24, 03, 13, 33, 41, 61, 66, 67). Ziel war es, aus den
vielfältigen Anregungen realisierbare Maßnahmenansätze zu entwickeln bzw.
die Anregungen zu bestehenden Aktivitäten in der Verwaltung zuzuordnen. Die
Ergebnisse dieser Diskussion werden aktuell in einem Maßnahmenkatalog als
Zwischenergebnis der Bönnschen Viertel aufgearbeitet, verwaltungsintern
abgestimmt und in einer Beschlussvorlage zusammengefasst.
Die Tabelle der Anlage 2 stellt eine Ersteinschätzung dar, wie aus Sicht der
Verwaltung mit den Anregungen aus dem Mitwirkungsverfahren umgegangen
werden sollte.
Die möglichen Kategorien lauten:
• Prüfung im Maßnahmenkatalog: die Anregung fließt in den
Maßnahmenkatalog der Verwaltung ein
• Prüfung im Quartierskonzept: die Anregung wird im Rahmen der zu
erstellenden Quartierskonzepte im Detail geprüft
• Nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel umsetzbar: die Anregung
bezieht sich auf Themen, die die räumlichen Grenzen der Bönnschen
Viertel überschreiten und im laufenden Geschäft der Verwaltung
bearbeitet werden
• Zur Kenntnis genommen: die Anregung wird als Meinungsäußerung
aufgefasst und nicht als konkrete Maßnahmenanregung
• Keine Weiterverfolgung: die Anregung steht im Gegensatz zu
beschlossenen Zielen der Stadt Bonn, wie bspw. kein Ausbau E-
Ladeinfrastruktur.
In einer weiteren Spalte werden mögliche Umsetzungshorizonte benannt
• kurzfristig (12 Monate)
• mittelfristig (24 Monate)
• langfristig (Umsetzung ab 2025 und später)
und abschließend die Umsetzbarkeit durch den Konzern Stadt im Rahmen
Bönnsche Viertel eingeschätzt:Seite 5 von 84
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• hoch (Maßnahme lässt sich grundsätzlich in Eigenregie der Stadt
durchführen)
• mittel
• gering
• keine (die Umsetzung liegt nicht beim Konzern Stadt und die Stadt hat
nur sehr geringen oder keinen Einfluss auf die Umsetzung)
Als Abschluss der Maßnahmenentwicklung für die Bönnschen Viertel soll ein
externes Büro auf Basis der Anregungen aus dem Mitwirkungsprozess und
dem ersten Maßnahmenkatalog der Verwaltung für die Innere Nordstadt und
das Combahnviertel Quartierskonzepte entwickeln. Neben einem
Verkehrsführungskonzept sollen darin insbesondere Maßnahmen benannt
werden, die innerhalb von ca. 2 Jahren umsetzbar sind und die Nahmobilitäts-
und Aufenthaltsqualitäten im jeweiligen Quartier steigern. Die Erarbeitung des
Quartierskonzepts (unter Beteiligung der Öffentlichkeit) soll voraussichtlich
nach der Sommerpause 2024 abgeschlossen sein, um dann nach einem
politischen Beschluss in die Umsetzung starten zu können.
Anlage/n
1 Bönnsche Viertel_Ergebnisbericht_ifok (öffentlich)
2 Dokumentation_Bönnsche Viertel_Combahnviertel (öffentlich)
3 Dokumentation_Bönnsche Viertel_Innere Nordstadt (öffentlich)Seite 6 von 84
Ergebnisbericht
Mitwirkungsprozess
„Bönnsche Viertel -
Lebendige Räume für
Menschen“
Im Auftrag der Stabsstelle Bürgerbeteiligung der
Bundesstadt Bonn
Düsseldorf, 30. August 2023Seite 7 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
1
Inhaltsverzeichnis
1. Bönnsche Viertel – Ziele und Veranstaltungen............................................................................2
1.1 Auftaktveranstaltung ........................................................................................................................... 2
1.2 Online-Konsultation und Call-for-Ideas – bonn-macht-mit.de ............................................................ 5
1.3 Workshop „Zukunftsfähige Wirtschaftsverkehre in den Bönnschen Vierteln“ ................................... 6
1.4 Tage der Bönnschen Viertel ................................................................................................................. 8
1.5 Bönnscher Mobilitätssommer............................................................................................................ 14
1.6 Befragung und Testwoche ................................................................................................................. 15
2. Ergebnisse .............................................................................................................................. 16
2.1 Mitwirkungsprozess ........................................................................................................................... 16
2.2 Befragung und Testwochen ............................................................................................................... 18
3. Anhang ................................................................................................................................... 19
Impressum ............................................................................................................................................. 57Seite 8 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
2
1. Bönnsche Viertel – Ziele und Veranstaltungen
Wie sieht umweltschonende Mobilität in den Wohnquartieren aus und wie kann sie die Bonner Stadtteile
verändern? Das sollen die beiden Modellviertel Innere Nordstadt und Combahnviertel zeigen. Damit diese
Veränderung gelingt, bezieht die Stadt Bonn in den jeweiligen Vierteln die Expert*innen mit ein – die
Bewohner*innen der Nordstadt und des Combahnviertels. ifok hat die Bundesstadt Bonn dabei unterstützt,
diesen Mitwirkungsprozess zu konzipieren und umzusetzen. Dieser bezieht die Menschen bei der Gestaltung
der Mobilitätswende vor ihrer Haustür ein und fördert so Verständnis, Akzeptanz und Begeisterung für den
Wandel.
Ziel war es, einen Transformationsprozess in Gang zu bringen, in dessen Rahmen die Menschen vor Ort ihr ganz
konkretes Mobilitätsverhalten wahrnehmen, dessen Wirkung reflektieren, neue Formen der Mobilität und der
Nutzung des öffentlichen Raums erleben können und langfristig ihre Mobilitätsgewohnheiten und die Nutzung
des öffentlichen Raums verändern.
Zu den geplanten Outputs gehörte es, neue Ideen der Akteur*innen und Initiativen vor Ort und konkrete
Hinweise für bereits beschlossene Maßnahmen zu erhalten. Die unterschiedlichen Akteur*innen sollten besser
miteinander vernetzt und zu einem Austausch über gemeinsame Visionen eingeladen werden. Als Outcome
sollte dies dazu führen, dass Eigeninitiativen der Akteure aus dem Viertel fortgeführt und unterstützt sowie
Testläufe von ad-hoc-Maßnahmen angestoßen werden. Die Ergebnisse des Mitwirkungsprozesses fließen
umfassend in ein abgestimmtes Konzept für das jeweilige Bönnsche Viertel ein.
1.1 Auftaktveranstaltung
Beim Auftaktfest am 1. April 2023 für beide Bönnsche Viertel – die Innere Nordstadt und das Combahnviertel
– standen unterschiedliche Fachbereiche der Stadtverwaltung zum direkten Austausch im Foyer der Oper
bereit. Mehr als zehn Bonner Initiativen aus unterschiedlichen Themenbereichen wie Mobilität, Klima- und
Umweltschutz stellten erste Ideen vor und luden zu Mitmachaktionen für Groß und Klein ein.
Oberbürgermeisterin Katja Dörner begrüßte alle Anwesenden und lud zur aktiven Mitarbeit an der Gestaltung
des eigenen Wohnviertels ein. Die Besuchenden des Auftaktfestes brachten in einer Ideenwerkstatt kreativ
Vorschläge für eine aktive, sichere und barrierefreie Mobilität in ihrem Viertel ein.
Engagiert dabei waren unter anderem diese Initiativen:
- Der „Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club“ (ADFC) mit seinem Radparcours („Rabo“).
- Der „Radentscheid“ stellte das Manifest der freien Straße vor und bot ein Planspiel für die
Verkehrsberuhigung von Wohnvierteln an.
- Bonner Schüler*innen stellten zusammen mit Radentscheid-Aktiven ihre Aktion „Car-Frei-Tag“ vor.
- Die Initiative Bolle Bonn kam mit ihrer Lastenradflotte zum Ausprobieren.
Das Auftaktfest diente als öffentlichkeitwirksamer Startschuss für das Mitmachverfahren unter der
Federführung der Stadt Bonn und ifok.Seite 9 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Abb. 1: Auftaktveranstaltung – Innere Nordstadt und Combahnviertel
Drei wesentliche Ziele wurden mit dem Auftaktfest verfolgt:
- Teilnehmende informieren – über die Mobilitätswende in Bonn, die Maßnahmen der Stadt, die
Bönnschen Viertel und den Mitwirkungsprozess – und dabei die unterschiedlichen Perspektiven
des Themas in den Vierteln vermitteln.
- Mobilitätswende erlebbar machen – durch Mitmachaktionen und Stände der Initiativen.
- In den Dialog eintreten – mit der Verwaltung, den Initiativen, mit den Bürger*innen untereinander
– und sich auseinandersetzen mit Ängsten und Vorbehalten, Anmerkungen und Ideen sowie
konkreten Vorschlägen in den beiden Modellvierteln.Seite 10 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Tabelle 2: Programmstruktur des Auftaktfestes am 01.04.2023
Am Stand der Verwaltung wurden aktuelle Maßnahmen und Beschlüsse sowie Ziele und Leitplanken
vorgestellt. Teilnehmende konnten mit Mitarbeitenden vom Stadtplanungsamt und vom Amt für Umwelt und
Stadtgrün ins Gespräch kommen und auf einer Moderationswand Feedback hinterlassen zu den Themen „Ihre
Frage an die Verwaltung“ und „Das wünsche ich mir von der Verwaltung“.
Im Foyer der Oper Bonn war eine Feedbackinsel aufgebaut, mit deren Hilfe die möglichen Anregungen der
Teilnehmenden systematisch erfasst werden konnten. Die Moderationswände spiegelten die Fragen der
Online-Konsultation wider, welche zum Veranstaltungstag online geschaltet war und live an einem Laptop an
der Feedbackinsel befüllt werden konnte. Darüber hinaus wurden Fragebögen zur Erfassung von
Mobilitätsbedürfnissen und zur Bewerbung der Testwochen ausgeteilt (siehe unten).
Abb. 3: Konzeption Moderationswände Feedbackstand
In einem separaten Raum wurde parallel zu den übrigen Ständen eine Ideenwerkstatt durchgeführt. An
insgesamt fünf Tischen konnten Teilnehmende, angeleitet und begleitet durch eine Moderation sowie fachlich
unterstützt durch Mitarbeitende der Verwaltung, sich thematisch und inhaltlich mit den jeweiligen
Modellvierteln auseinandersetzen. Unterschieden wurde thematisch zwischen Mobilitätsverhalten und
öffentlichen Räumen. Die Diskussion erfolgte anhand von Leitfragen. Die Teilnehmenden hatten die
Möglichkeit, Ergebnisse entweder auf den vorbereiteten Moderationswänden festzuhalten oder auf einer
Tischkarte des jeweiligen Bönnschen Viertels zu lokalisieren.Seite 11 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Abb. 4: Konzeption Moderationswände Ideenwerkstatt
Für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche führte Amt 51-03 eine Beteiligung durch.
Alle Rückmeldungen, Ideen, Anregungen und Kommentare flossen in die Gesamtbewertung ein und waren
Grundlage der Diskussion in den Modellquartieren zum Tag der Bönnschen Viertel.
1.2 Online-Konsultation und Call-for-Ideas – bonn-macht-mit.de
Die Auftaktveranstaltung war ein erster Schritt, um auf den Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel aufmerksam
zu machen – sowohl in den Vierteln als auch stadtweit. Um eine weitere Breitenwirkung zu erzielen, wurde im
Zeitraum vom 1. bis 29. April 2023 eine Online-Konsultation durchgeführt. Bereits während des Auftaktfestes
konnten sich Teilnehmende am Feedbackstand live auf bonn-macht-mit.de einwählen und ihre
Rückmeldungen online hinterlegen. Zielstellung war es, Anregungen und Vorschläge in der Breite
aufzunehmen, konkrete Mobilitätsbedürfnisse abzufragen und im Rahmen eines Call-for-Ideas Ideen und
Initiativen für die Tage der Bönnschen Viertel im Combahnviertel und der Inneren Nordstadt zu sammeln.
Konkret wurde auf das Konzept des Feedbackstands beim Auftaktfest aufgebaut:
 Allgemeines Feedback zur Mobilitätswende – Ziele und Themen der Mobilitätswende, Fragen zur
Mobilitätswende in Bonn
 Abfrage von konkreten Ideen und Anregungen für die Bönnschen Viertel – konkrete Ideen für die
Umsetzung, Vorschläge für Aktionen für die Tage der Bönnschen Viertel
 Abfrage von Mobilitätsbedürfnissen anhand eines Fragebogens (siehe Anhang 2)
Insgesamt gab es 55 Anmerkungen und Ideen für die ersten beiden Kategorien. Die Ergebnisse sind in die
Gesamtauswertung eingeflossen (siehe unten).Seite 12 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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1.3 Workshop „Zukunftsfähige Wirtschaftsverkehre in den Bönnschen
Vierteln“
Innovative Konzepte für Wirtschafts- und Logistikverkehre spielen eine wichtige Rolle für die Mobilitätswende.
Wie lassen sich Lieferverkehre in der Stadt nachhaltiger und gleichzeitig wirtschaftlich effizient gestalten?
Darüber diskutierten Vertretende von Logistikunternehmen wie etwa der Deutschen Post,
Wirtschaftsverbänden sowie von Einzelhandel und Initiativen aus Bonn beim Workshop „Zukunftsfähige
Wirtschaftsverkehre in den Bönnschen Vierteln“ am 25. April 2023.
Abb. 5: Teilnehmende und Gäste des Workshops ”Zukunftsfähige Wirtschaftsverkehre in den Bönnschen Vierteln”
Ziel des Workshops war es, Informationen zu den Bönnschen Vierteln und politischen Beschlüssen sowie die
Leitplanken für den Mitwirkungsprozess vorzustellen. Darüber hinaus war es Anliegen der Stadt, die
Teilnehmenden für das Thema Mobilität in den Bönnschen Vierteln zu sensibilisieren und zu möglichen
Lösungen und Handlungsansätzen miteinander in den Austausch zu bringen.
Der Workshop startete am Stadthaus mit einem gemeinsamen, einstündigen Spaziergang, bei dem die Gruppe
direkt vor Ort in der Inneren Nordstadt über die aktuellen Mobilitätsbedingungen und ihre Bedarfe ins
Gespräch kommen konnte. Im Anschluss erfuhren die Teilnehmenden mehr über das Projekt „Bönnsche
Viertel” und die Ziele des Vorhabens. In Kleingruppen besprachen die Teilnehmenden zentrale Themen und
Herausforderungen für Wirtschaftsverkehre in den Bönnschen Vierteln und erarbeiteten Handlungsansätze
(siehe Programmablauf unten). Ein reger Austausch mit vielfältigen Lösungsvorschlägen entstand:
Beispielsweise wurden eine vermehrte Nutzung von Elektrofahrzeugen und Lastenrädern, der Ausbau von
Hubs oder eine stärkere Vernetzung der unterschiedlichen Dienste untereinander sowie zwischen Liefernden
und Belieferten diskutiert. Die Ergebnisse des Workshops sind in eine Gesamtauswertung des
Mitwirkungsprozesses in den Bönnschen Vierteln eingeflossen (siehe Kapitel 2.1).Seite 13 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Abb. 7: Ergebnisse des Workshops Wirtschaftsverkehre
1.4 Tage der Bönnschen Viertel
Die Tage der Bönnschen Viertel im Combahnviertel und in der Inneren Nordstadt hatten das Ziel, öffentliche
Räume erlebbar zu machen und Ideen zu sammeln, wie nachhaltige Mobilität in den Wohnvierteln
funktionieren kann. Gleichzeitig folgte das Konzept dem Prinzip der aufsuchenden Beteiligung –die Verwaltung
kommt direkt zu den Bürger*innen ins Viertel.
Hierfür wurde im Vorfeld bei der Auftaktveranstaltung in der Oper Bonn, über Multiplikator*innennetzwerke,
die Webseite und die Presse informiert. Gleichzeitig erhielten alle Anwohnenden und Gewerbetreibenden
Informationsflyer zur Veranstaltung mit der Einladung, eine eigene Aktion beizusteuern. Die Anmeldung
erfolgte entweder über ein Portal auf der Webseite oder ganz spontan, indem Anwohnende einen Tisch mit
Stühlen auf den verfügbaren Flächen platzierten und bspw. die eigene Spielesammlung aufbauten. Alle
angemeldeten Initiativen, Parteien und Einzelpersonen konnten sich zudem bei einem virtuellen Briefing-
Termin über die eigenen Ideen austauschen.
In beiden Bönnschen Vierteln waren ein Feedbackstand und ein Pavillon der Verwaltung aufgebaut, bei dem
die Teilnehmenden mit der Verwaltung und ifok ins Gespräch kommen konnten. Gezeigt wurden Pläne und
Vorhaben der Stadt genauso wie alle bisherigen Ergebnisse aus dem Mitwirkungsprozess. Aber nicht nur hier,
sondern im gesamten Veranstaltungsgebiet lagen Feedbackbögen und Ideenzettel aus. So konnten die
Bürger*innen spontane Eingebungen und Diskussionspunkte auch an anderen Ständen festhalten und in dafür
aufgestellte Urnen einwerfen.Seite 15 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Abb. 6: Feedbackbögen und Ideenzettel für die Tage der Bönnschen Viertel
Combahnviertel
Am Samstag, den 13. Mai 2023, fand im Combahnviertel in Beuel der „Tag der Bönnschen Viertel“ statt. Von
11.00 bis 18.00 Uhr wurde im Modellquartier Raum geschaffen für neue Ideen und Vorschläge der Bonner
Bürger*innen.
Abb. 7: Bürger*innenbeteiligung im Combahnviertel
Es wurde gezeigt, wie eine nachhaltige Mobilität aussehen und das Viertel dadurch noch lebenswerter werden
kann. Aus diesem Grund wurden an dem Tag mehrere Straßen vom Verkehr freigehalten. Insgesamt 14
Initiativen und Aktionen der Verwaltungen füllten diese Räume aus. Dazu zählten Nachbarschaftsaktionen,
Workshops, Musik, Spieleparcours und vieles mehr. Neben musikalischen Initiativen gab es eine Spielstraße
und Quartiersspaziergänge.Seite 16 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Abb. 8: Settingplan “Tag der Bönnschen Viertel” im Combahnviertel
Abb. 91: Programmstruktur des “Tags der Bönnschen Viertel” im Combahnviertel
Bei der Feedbackinsel und dem Stand der Verwaltung konnten die Teilnehmenden sich Ergebnisse aus dem
vorlaufenden Mitwirkungsprozess anschauen und mit der Stadtverwaltung und ifok ins Gespräch kommen. Die
Wände waren so gestaltet, dass neue Anmerkungen und Kommentare thematisch direkt zugeordnet werden
konnten.Seite 17 von 84
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Abb. 102: Feedback der Bürger*innen zum diversen Leitfragen
Innere Nordstadt
Am 17. Juni folgte der „Tag der Bönnschen Viertel“ in der Inneren Nordstadt und machte erlebbar, wie sich das
Viertel in Zukunft anfühlen könnte. Die Besuchenden entwickelten Ideen für ihr Viertel und genossen die
autofreien Straßen. Insgesamt 28 Initiativen und Stände luden zum Verweilen und Diskutieren ein.Seite 18 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Abb. 113: Bürger*innen am “Tag der Bönnschen Viertel” in der Inneren Nordstadt
Für den Zeitraum eines Samstages wurden mehrere Straßenzüge für den Auto- und Parkverkehr gesperrt und
die Aktivitäten und Initiativen im entstandenen Freiraum verteilt.
Abb. 124: Settingplan - “Tag der Bönnschen Viertel” in der Inneren Nordstadt
Zum Programm gehörten neben einem Literarischen Spaziergang unter anderem zwei Rundgänge mit
Mitarbeitenden des Amts für Umwelt und Stadtgrün. Die Hochschule Niederrhein hatte zu einer Tour durchs
Viertel unter der Leitfrage „Wem gehört das Viertel? Dir!” eingeladen. Auch der Arbeitskreis Mobilität hatteSeite 19 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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eine Gesprächsrunde sowie einen Rundgang organisiert. Bei einem Barcamp wurden schließlich viele Ideen
und Standpunkte ausgetauscht. Kinder konnten Blumentöpfe bemalen und sich beim Theater Papperlapupp
austauschen, wie sie sich den Straßenraum wünschen. Das Fest endete mit einer bunten Samba-Parade durch
die Altstadt.
Abb. 135: Programmstruktur “Tag der Bönnschen Viertel” - Innere Nordstadt
Am Feedbackstand konnten Teilnehmende die Ergebnisse aus dem bisherigen Mitwirkungsprozess
nachvollziehen, mit der Stadt und ifok ins Gespräch kommen und eigene Anmerkungen und Ideen hinterlassen.Seite 20 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Abb. 146: Antworten der Bürger*innen auf Leitfragen zur nachhaltigen Mobilität in der Inneren Nordstadt
1.5 Bönnscher Mobilitätssommer
Der Bönnsche Mobilitätssommer diente sowohl als weiterer Impulsgeber als auch der Verstetigung des
Mitwirkungsprozesses. Waren bei der Auftaktveranstaltung und den Tagen der Bönnschen Viertel noch die
Stadtverwaltung und ifok federführend in der Umsetzung, entfalteten sich beim Bönnschen Mobilitätssommer
Aktionen von Organisationen aus den Vierteln. Dadurch entstand eine Streuwirkung der Erfahrungen aus den
Bönnschen Vierteln hinaus in andere Stadtteile, aber auch eine Vertiefung der Ideen und Vorschläge aufseiten
der Verwaltung und in den beiden Versuchsquartieren.
Während des „Bönnschen Mobilitätssommers“ vom 17. Juli bis 23. September 2023 haben folgende
Veranstaltungen und Aktionen stattgefunden:Seite 21 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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- 20. 05. und 24.05. Jugendworkshop Sensorik Feinstaubmessung
- Juni – September: Beteiligungsaktion „Kunstkarre“ der Jugendkunstschule
- 11.08. „New Placing“ mit dem Freebox-Mobil und dem Soundbike im Combahnviertel
- 15.08. Quartiersgespräch im Macke-Viertel
- September: Eröffnung 4telbar Kunstgalerie - Vernissage, Ausstellung, Live-Musik und performative
Kunstaktion in der Wolfstraße
- 02.09. Flohmarkt im Combahnviertel
- 04.09. und 14.09. Nachbarschaftstreffpunkt in der Heerstraße und der Breiten Straße
- 07.09. bis 26.10. Ausstellung „Die Straße der Zukunft neu gedacht“ in der VHS Bad Godesberg
- 07.09. und 08.09. Bönnsche Mobilitätsgespräche in Bad Godesberg und Duisdorf
- 09.09. Informationsveranstaltungen Fahrradstraßen
- 23.09. Aktionstag „Bönnsche Stadtstraßen“
- 23.09. Mobilitätstag auf dem Münsterplatz
1.6 Befragung und Testwoche
Dieser Baustein legte den Fokus auf das individuelle Mobilitätsverhalten. Ziel war es, Menschen darin zu
unterstützen, ihr Mobilitätsverhalten zu reflektieren und ihnen die Möglichkeiten zu geben, alternative
Mobilitätsformen für ihre spezifische Lebenssituation auszuprobieren. In Zusammenarbeit mit dem ADFC
konnte vom 1. April bis 18. Juni eine explorative Befragung zum Mobilitätsverhalten im Rahmen des
Auftaktfestes, der Online-Konsultation und der Tage der Bönnschen Viertel durchgeführt werden (siehe
Anhang 2-5). Die Befragung diente dazu, unterschiedliche Personen einzuordnen in das Gesamtbild – nämlich
den Mobilitätsmustern, die in den Modellvierteln vorherrschen. Insgesamt konnten 49 Fragebögen
ausgewertet werden. Anschließend fand unmittelbar nach den Sommerferien eine Testwoche von KW32-
KW36 statt.
Insgesamt haben sechs Haushalte aus den Bönnschen Vierteln an der Testwoche teilgenommen. Dabei wurde
ihnen ein Deutschlandticket sowie die Nutzung von Sharing-Angeboten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die
Testwoche beinhaltete auch eine individuelle Beratung durch den ADFC zu Mobilitätsgewohnheiten. Am Ende
der Woche fanden Abschlussgespräche und ein Erfahrungsaustausch aller Teilnehmenden mit der
Stadtverwaltung, dem Projektpartner ADFC und den Stadtwerken statt. Die Teilnehmenden konnten anhand
ihrer Angaben in der Befragung vorab in drei Gruppen hinsichtlich ihrer Verkehrsmittelnutzung eingeteilt
werden (siehe Steckbriefe in Anhang 3). Die Testwoche wurde medial begleitet.
Gruppe A: keine Autonutzung Gruppe B: gelegentliche
Autonutzung
Gruppe C: häufige Autonutzung
Rad + ÖPNV-Nutzung Multimodales Verkehrsverhalten
im Alltag; Autonutzung für
Einkaufswege
Autonutzung für Weg zur Arbeit,
aber auch Fahrrad und Motorrad,
bevorzugt Individualverkehr
Tabelle 4: Mobilitätsgruppen der BefragungSeite 22 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
16
2. Ergebnisse
2.1 Mitwirkungsprozess
Die Ergebnisse aus allen Formaten des Mitwirkungsprozesses – Auftaktfest, Online-Konsultation, Workshop
Wirtschaftsverkehre in den Bönnschen Vierteln und Tage der Bönnschen Viertel – haben wir kontinuierlich
erfasst und in einem Arbeitsdokument zusammengetragen. Nach jeder Veranstaltung wurden die einzelnen
Beiträge ausgewertet und zusammengefasst. Ergebnisse sind dann in aufbereiteter Form erneut den
Teilnehmenden weiterer Veranstaltungen zur Verfügung gestellt worden. Dies gewährleistete, dass neue
Kommentare direkt bereits aufgenommenen Beträgen und Themen zugeordnet werden konnte.
Am Anhang 1 sind alle geclusterten Ergebnisse aufgelistet. Tabelle 3 gibt einen Überblick zu den wesentlichen
Ergebnissen nochmal zusammengefasst wieder. Alle konkreten Hinweise zu speziellen Kreuzungen, Plätzen,
Straßenzügen und Projektvorschlägen liegen der Stadtverwaltung vor.
Ergebnis-Cluster Mobilitätswende
allgemein
Vorschläge für die Innere
Nordstadt
Vorschläge für das
Combahnviertel
Öffentliche Räume
neu gestalten - es
gibt einen großen
Bedarf nach mehr
Freiraum und
Entfaltung in den
Stadtvierteln,
bedingt durch
mehr Begrünung
und
Verweilmöglichkei
ten.
Hier gibt es Vorschläge,
welche die Präsenz von
Autos und Parkplätzen
verringern, wie z.B.
breitere Gehwege,
weniger Parkplätze und
einige Auto-freie Straßen.
Hier drehen sich die
Vorschläge rund um ein
grüneres Bonn in Form von
Pflanzen und Grünflächen,
sowie urbane
Vergnügungsangebote wie
Kletterwände, Foodmarkets,
Freiluftkino,
Tischtennisplatten oder
Wochenmärkte und andere
Aufwertungsmaßnahmen wie
Wasserfontänen oder
verschönerte Häuserfassaden.
Für das Combahnviertel gibt
es ebenfalls Wünsche zu
Vergrünung und
Aufwertungsmaßnahmen
wie Wasserfontänen.
Was die Viertel
lebenswert macht -
dazu gehört
Sauberkeit und
gegenseitige
Rücksichtnahme
genauso wie freie
und gepflegte
Flächen und
Gelegenheiten, wo
Begegnungen im
Es werden mehr
Freiflächen und bessere
Kommunikation der
Maßnahmen
vorgeschlagen.
Es wird mehr
Bürger*innenbeteiligung
gefordert, ebenso wie
Maßnahmen zur
Müllverringerung generell, zur
Festigung des Zusammenhalts
innerhalb des Viertels, durch
Aktivitäten wie Straßenfeste
o. ä., und zu einer
verbesserten Lebensqualität
durch beispielsweise frei
Es werden öffentliche
Aktivitäten wie
Straßenmärkte oder
Straßenfeste vorgeschlagen.Seite 23 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
17
Viertel stattfinden
können.
zugängliche Toiletten und
Grünflächen.
ÖPNV/Infra-
struktur – viele
grundsätzliche
Hinweise, die den
städtischen ÖPNV
insgesamt
verbessern
können.
Für die Mobilitätswende
wird eine Verbesserung
des ÖPNV hinsichtlich der
Ticketpreise, der
generellen Infrastruktur
des Bahnnetzes (z.B. die
Verbindung von
Stadtteilen, ohne über den
Hauptbahnhof fahren zu
müssen) und Themen wie
Sicherheit, Lautstärke oder
Klimaanlagenverfügbarkeit
vorgeschlagen.
Es wird häufiger Stau
kritisiert, der zu Verspätungen
des ÖPNV führt.
Radverkehrs-
infrastruktur –
Fahrradstraßen,
Fahrradsicherheit
und Stellplätze
sind das Thema.
Mehr Fahrradständer und
die Sicherheit und weitere
Vernetzung von
Radspuren auf
autobefahrenen Straßen
werden vorgeschlagen, die
auch von Gehwegen
abgetrennt sind.
Es werden ebenfalls mehr
Radständer vorgeschlagen.
Spezifische Orte für
Fahrradstraßen werden
vorgeschlagen, wie
beispielsweise die
Combahnstraße, Prof. Neu-
Allee, Schwarzrheindorf,
sowie Stellplätze für E-Bikes
und abschließbare
Fahrradboxen.
Parken – speziell
für Anwohnende
und Bedürftige
Parksituation
verbessern,
gleichzeitig Parken
von Außerhalb
stark
einschränken.
Es werden häufig mehr
Parkplätze und Park&Rides
vorgeschlagen
(insbesondere an Orten
wie vor Gesundheits-
einrichtungen oder
außerhalb der
Viertelgrenzen mit guter
Erreichbarkeit), manchmal
allerdings auch weniger,
ebenso wie
widersprüchliche
Vorschläge zu teureren
und günstigeren
Parkgebühren oder
Einzelvorschlägen zu
Kurzzeitparkplätzen für
Handwerker*innen,
Forderungen beziehen sich
öfter auf den Ersatz von
Parkplätzen durch
beispielsweise Grünflächen,
ebenso wie diverse
Parkhäuser und Garagen als
Anwohnenden-Parkhaus.
Mehr Anwohnenden-
Parkplätze , sowie die
bessere Nutzung,
Vermittlung und Bepreisung
von Garagen werden
befürwortet.Seite 24 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
18
Angestellte und
Patient*innen im
Gesundheitsbereich.
Mobilität und
Verkehr –
Geschwindigkeitsbe
grenzungen,
Ladesäulen,
konkrete
Kreuzungen
verbessern.
Es wird mehr Carsharing
gefordert, ebenso wie
mehr Einbahnstraßen, die
Priorisierung von anderen
Verkehrsteilnehmenden
gegenüber Autos im
Straßenverkehr, mehr E-
Fahrzeuge wie Busse,
Scooter, Autos und
Verkehrsberuhigung durch
die Verringerung von
Durchgangsverkehr und
Einhaltung von
Tempolimits.
Vorgeschlagen wird die
Geschwindigkeitsbegrenzung
durch beispielsweise Blitzer
oder Kontrollen, ebenso wie
die Verkehrsverringerung
durch ein (begrenztes)
Autoverbot, Einbahnstraßen,
o.Ä. und mehr Carsharing-
Angebote.
Es gibt Vorschläge zu
Tempolimits und
allgemeinen
Geschwindigkeits- und
Verkehrsverringerung durch
beispielsweise Blitzer,
Poller, oder Einbahnstraßen.
Rad- und
Fußverkehr – mehr
Platz und mehr
Sicherheit für
Radfahrende und
Fußgänger*innen.
Maßnahmen zur
Förderung der Sicherheit
von Fußgänger*innen und
Radfahrende werden
genannt, wie
beispielsweise veränderte
Ampelschaltung,
kindersichere und breitere
Geh- und Radwege und
die bessere Trennung von
Geh- und Radwegen.
Kürzere Rotphasen und
sichere Wege werden
gefordert.
Kommunikation Es wird mehr Aufklärung
über Fahrradrechte und
die Erstellung einer
Mobilitäts-Zukunftsvision
vorgeschlagen.
Tabelle 15: Zusammenfassung der Ergebnisse des Mitwirkungsprozesses
2.2 Befragung und Testwochen
Die Befragung gibt Einblick in die sozio-demografische Zusammensetzung und das Mobilitätsverhalten in den
Bönnschen Vierteln. Es gibt Hinweise darauf, wie der Mobilitätsbedarf der sechs Testpersonen einzuschätzen
ist und zeigt Möglichkeiten auf, welche Änderungen möglich sind. Umweltfreundlichkeit ist beispielweise für
viele bereits ein Faktor bei der Auswahl des Verkehrsmittels. Aber auch das Wetter beeinflusst für vieleSeite 25 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
19
Befragte die Verkehrsmittelwahl, weswegen ein wetterresilienter Ausbau der Infrastruktur etwa durch
wettergeschützte ÖPNV-Stationen und Fahrradabstellanlagen dabei helfen kann, umweltfreundliche Mobilität
zu fördern. Für die Testwoche sollten alternative Mobilitätslösungen für beide Fahrtzwecke – längere Wege
zur Arbeit und kürzere Wege zum Einkaufen – gefunden werden.
Die Teilnehmenden der Testwoche empfanden die Angebote als sehr zielführend. Trotzdem gab es viele
Rückmeldungen zu konkreten Details, bspw. Hindernisse bei der Anmeldung bei bestimmten
Mobilitätsangeboten. Außerdem konnten die Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen nicht nur mit den
Angeboten, sondern auch mit der Bonner Infrastruktur selbst – zu schmale Radwege, Angsträume am Bahnhof
etc. – machen. Alle Teilnehmenden gaben an, dass sie sich eine Umstellung ihrer Mobilität auf den
Umweltverbund nun besser vorstellen können. Auch wären sie ohne die Testwoche eher nicht auf die
Angebote und Möglichkeiten aufmerksam geworden. Insgesamt bewerten sie die Testwoche als eine
gelungene Aktion mit viel Wertschätzung für die Teilnehmenden.
3. Anhang
Anhang 1: Ergebnisse Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
Ergebniscluster – Öffentliche Räume neu gestaltenSeite 26 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
20Seite 27 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
21
Ergebniscluster – Was die Viertel lebenswert macht (i)Seite 28 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Ergebniscluster – ÖPNV/InfrastrukturSeite 29 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Ergebniscluster – RadverkehrsinfrastrukturSeite 30 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Ergebniscluster - ParkenSeite 31 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Ergebniscluster – Mobilität und VerkehrSeite 32 von 84
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Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Ergebniscluster – Rad- und FußverkehrSeite 34 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Ergebniscluster – KommunikationSeite 35 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
29Seite 36 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Anhang 2: Fragebogen Umfrage und Anmeldung Testwoche
Fragebogen im Rahmen des Mitwirkungsprozesses „Bönnsche Viertel –
Lebendige Räume für Menschen”
Da es um Mobilität in Ihrem Quartier geht, würden wir zunächst gerne wissen, welche Verkehrsmittel Sie zur
Verfügung haben.
1. Folgende Mobilitätsoptionen stehen mir zur Verfügung:
Eigenes Auto (ohne E-Auto / Hybrid)
Eigenes E-Auto / Hybrid
Motorroller / Motorrad
Fahrrad (ohne E-Bike und ohne Lastenrad)
E-Bike / Pedelec
Lastenrad
Tretroller (ohne E-Roller)
E-Roller
ÖPNV-Zeitkarte (Abo, Semesterticket)
Carsharing-Mitgliedschaft
Bikesharing-Mitgliedschaft
E-Scooter-Sharing-Mitgliedschaft
Sonstige: _______________ [Textfeld]
Keine
Keine Angabe
2. Ich habe einen PKW-Führerschein
Ja
Nein
Keine Angabe
Jetzt wüssten wir gerne, wie Sie in einer typischen Woche verschiedene Wege zurücklegen. Orientieren Sie
sich beispielsweise an Ihrer Mobilität in der letzten Woche.
Zuerst interessieren uns die Wege zur Arbeit/ zur Schule/zur Ausbildung
1.1 Welche Distanz hat Ihr typischer Weg zur Arbeit/ zur Schule/zur Ausbildung?
Geschätzte Distanz für den Hinweg: ________kmSeite 37 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
31
1.2 Kreuzen Sie bitte jeweils alle Verkehrsmittel an, die Sie in einer typischen Woche benutzen und geben Sie an, an wie
vielen Tagen pro Woche Sie das Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit/ zur Schule/zur Ausbildung nutzen:
Verkehrsmittel: Nutzung an:
Zu Fuß ______Tagen pro Woche
Fahrrad ______Tagen pro Woche
E-Bike/Pedelec ______Tagen pro Woche
Lastenrad ______Tagen pro Woche
Tretroller ______Tagen pro Woche
E-Roller ______Tagen pro Woche
Auto (Fahrer/Fahrerin) ______Tagen pro Woche
Auto (Mitfahrer/Mitfahrerin) ______Tagen pro Woche
Carsharing ______Tagen pro Woche
Motorroller/Motorrad ______Tagen pro Woche
Bus ______Tagen pro Woche
Straßenbahn/Stadtbahn ______Tagen pro Woche
Zug ______Tagen pro Woche
Sonstiges ______Tagen pro Woche
Keine Angabe
1.3 Wovon hängt es ab, welches Verkehrsmittel Sie auf dem Weg zur Arbeit/ zur Schule/zur Ausbildung nutzen?
(Mehrfachantworten möglich)
Fahrzeit
Kosten
Komfort
Fehlende Alternativen
Sinnvolle Nutzung der Fahrzeit
Wetter
Sicherheit
Zuverlässigkeit
Flexible Nutzung
Privatheit/ ungestört sein
Verfügbarkeit von Fahrradabstellplätzen/
Parkplätzen
Transport von Gepäck, Material etc.
Mitnahme von Personen
Barrierefreier Zugang
Bewegung/ Fitness
Fahrerlebnis
Umweltfreundlichkeit
Sonstiges: ______________ [Textfeld]
Keine Angabe
2. Dann interessieren uns die Wege zum Einkaufen
2.1 Welche Distanz hat Ihr typischer Weg zum Einkaufen?
Geschätzte Distanz für den Hinweg: ________kmSeite 38 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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2.2 Kreuzen Sie bitte jeweils alle Verkehrsmittel an, die Sie in einer typischen Woche benutzen und geben Sie an, an wie
vielen Tagen pro Woche Sie das Verkehrsmittel auf dem Weg zum Einkaufen nutzen:
Verkehrsmittel: Nutzung an:
Zu Fuß ______Tagen pro Woche
Fahrrad ______Tagen pro Woche
E-Bike/Pedelec ______Tagen pro Woche
Lastenrad ______Tagen pro Woche
Tretroller ______Tagen pro Woche
E-Roller ______Tagen pro Woche
Auto (Fahrer/Fahrerin) ______Tagen pro Woche
Auto (Mitfahrer/Mitfahrerin) ______Tagen pro Woche
Carsharing ______Tagen pro Woche
Motorroller/Motorrad ______Tagen pro Woche
Bus ______Tagen pro Woche
Straßenbahn/Stadtbahn ______Tagen pro Woche
Zug ______Tagen pro Woche
Sonstiges ______Tagen pro Woche
Keine Angabe
2.3 Wovon hängt es ab, welches Verkehrsmittel Sie auf dem Weg zum Einkaufen nutzen?
(Mehrfachantworten möglich)
Fahrzeit
Kosten
Komfort
Fehlende Alternativen
Sinnvolle Nutzung der Fahrzeit
Wetter
Sicherheit
Zuverlässigkeit
Flexible Nutzung
Privatheit/ ungestört sein
Verfügbarkeit von Fahrradabstellplätzen/
Parkplätzen
Transport von Gepäck, Material etc.
Mitnahme von Personen
Barrierefreier Zugang
Bewegung/ Fitness
Fahrerlebnis
Umweltfreundlichkeit
Sonstiges: ______________ [Textfeld]
Keine Angabe
3. Dann interessieren uns die Wege in der Freizeit. Denken Sie beispielsweise an Wege zum Sport, Hobby, zur Erholung
oder um Freunde zu treffen.
3.1 Welche Distanz hat Ihr typischer Freizeitweg?
Geschätzte Distanz für den Hinweg: ________kmSeite 39 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
33
3.2 Kreuzen Sie bitte jeweils alle Verkehrsmittel an, die Sie in einer typischen Woche benutzen und geben Sie an, an wie
vielen Tagen pro Woche Sie das Verkehrsmittel für Wege in der Freizeit nutzen:
Verkehrsmittel: Nutzung an:
Zu Fuß ______Tagen pro Woche
Fahrrad ______Tagen pro Woche
E-Bike/Pedelec ______Tagen pro Woche
Lastenrad ______Tagen pro Woche
Tretroller ______Tagen pro Woche
E-Roller ______Tagen pro Woche
Auto (Fahrer/Fahrerin) ______Tagen pro Woche
Auto (Mitfahrer/Mitfahrerin) ______Tagen pro Woche
Carsharing ______Tagen pro Woche
Motorroller/Motorrad ______Tagen pro Woche
Bus ______Tagen pro Woche
Straßenbahn/Stadtbahn ______Tagen pro Woche
Zug ______Tagen pro Woche
Sonstiges ______Tagen pro Woche
Keine Angabe
3.3 Wovon hängt es ab, welches Verkehrsmittel Sie für Wege in der Freizeit nutzen?
(Mehrfachantworten möglich)
Fahrzeit
Kosten
Komfort
Fehlende Alternativen
Sinnvolle Nutzung der Fahrzeit
Wetter
Sicherheit
Zuverlässigkeit
Flexible Nutzung
Privatheit/ ungestört sein
Verfügbarkeit von Fahrradabstellplätzen/
Parkplätzen
Transport von Gepäck, Material etc.
Mitnahme von Personen
Barrierefreier Zugang
Bewegung/ Fitness
Fahrerlebnis
Umweltfreundlichkeit
Sonstiges: ______________ [Textfeld]
Keine Angabe
4. Dann interessieren uns die Wege für private Erledigungen. Denken Sie beispielsweise an Wege zum Ehrenamt, Wege zur
Pflege von Angehörigen, Wege zur Bank oder Wege zur ärztlichen Praxis.
4.1 Welche Distanz hat Ihr typischer Weg für eine private Erledigung?
Geschätzte Distanz für den Hinweg: ________km
4.2 Kreuzen Sie bitte jeweils alle Verkehrsmittel an, die Sie in einer typischen Woche benutzen und geben Sie an, an wie
vielen Tagen pro Woche Sie das Verkehrsmittel für Wege für private Erledigungen nutzen:Seite 40 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
34
Verkehrsmittel: Nutzung an:
Zu Fuß ______Tagen pro Woche
Fahrrad ______Tagen pro Woche
E-Bike/Pedelec ______Tagen pro Woche
Lastenrad ______Tagen pro Woche
Tretroller ______Tagen pro Woche
E-Roller ______Tagen pro Woche
Auto (Fahrer/Fahrerin) ______Tagen pro Woche
Auto (Mitfahrer/Mitfahrerin) ______Tagen pro Woche
Carsharing ______Tagen pro Woche
Motorroller/Motorrad ______Tagen pro Woche
Bus ______Tagen pro Woche
Straßenbahn/Stadtbahn ______Tagen pro Woche
Zug ______Tagen pro Woche
Sonstiges ______Tagen pro Woche
Keine Angabe
4.3 Wovon hängt es ab, welches Verkehrsmittel Sie für Wege für private Erledigungen nutzen?
(Mehrfachantworten möglich)
Fahrzeit
Kosten
Komfort
Fehlende Alternativen
Sinnvolle Nutzung der Fahrzeit
Wetter
Sicherheit
Zuverlässigkeit
Flexible Nutzung
Privatheit/ ungestört sein
Verfügbarkeit von Fahrradabstellplätzen/
Parkplätzen
Transport von Gepäck, Material etc.
Mitnahme von Personen
Barrierefreier Zugang
Bewegung/ Fitness
Fahrerlebnis
Umweltfreundlichkeit
Sonstiges: ______________ [Textfeld]
Keine Angabe
5. Und schließlich interessieren uns die Wege zum Bringen/Abholen von Personen (Kinder, Angehörige)
5.1 Welche Distanz hat Ihr typischer Weg zum Bringen/Abholen von Personen?
Geschätzte Distanz für den Hinweg: ________km
5.2 Kreuzen Sie bitte jeweils alle Verkehrsmittel an, die Sie in einer typischen Woche benutzen und geben Sie an, an wie
vielen Tagen pro Woche Sie das Verkehrsmittel für Wege zum Bringen/Abholen von Personen nutzen:
Verkehrsmittel: Nutzung an:
Zu Fuß ______Tagen pro WocheSeite 41 von 84
Ergebnisbericht „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen“
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Fahrrad ______Tagen pro Woche
E-Bike/Pedelec ______Tagen pro Woche
Lastenrad ______Tagen pro Woche
Tretroller ______Tagen pro Woche
E-Roller ______Tagen pro Woche
Auto (Fahrer/Fahrerin) ______Tagen pro Woche
Auto (Mitfahrer/Mitfahrerin) ______Tagen pro Woche
Carsharing ______Tagen pro Woche
Motorroller/Motorrad ______Tagen pro Woche
Bus ______Tagen pro Woche
Straßenbahn/Stadtbahn ______Tagen pro Woche
Zug ______Tagen pro Woche
Sonstiges ______Tagen pro Woche
Keine Angabe
5.3 Wovon hängt es ab, welches Verkehrsmittel Sie für Wege zum Bringen/Abholen von Personen nutzen (Kinder,
Angehörige)? (Mehrfachantworten möglich)
Fahrzeit
Kosten
Komfort
Fehlende Alternativen
Sinnvolle Nutzung der Fahrzeit
Wetter
Sicherheit
Zuverlässigkeit
Flexible Nutzung
Privatheit/ ungestört sein
Verfügbarkeit von Fahrradabstellplätzen/
Parkplätzen
Transport von Gepäck, Material etc.
Mitnahme von Personen
Barrierefreier Zugang
Bewegung/ Fitness
Fahrerlebnis
Umweltfreundlichkeit
Sonstiges: ______________ [Textfeld]
Keine Angabe
Jetzt wüssten wir gerne noch, inwieweit Sie einigen Aussagen zur Klimakrise und zur Mobilitätswende
zustimmen (oder nicht).
Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu:
1. Die Veränderung der Mobilität hin zu mehr Fuß- und Radverkehr, mehr Nutzung von Bussen und Bahnen und weniger
Nutzung des privaten Autos halte ich für wünschenswert.
Stimme vollkommen zu
Stimme eher zu
Unentschieden, teils/teils
Stimme eher nicht zu
Stimme überhaupt nicht zu
Keine AngabeSeite 42 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
36
3. Die Überwindung der Klimakrise ist vor allem Aufgabe von Staat und Unternehmen. Individuelle Verhaltensänderungen
sollten nicht im Vordergrund stehen.
Stimme vollkommen zu
Stimme eher zu
Unentschieden, teils/teils
Stimme eher nicht zu
Stimme überhaupt nicht zu
Keine Angabe
4. Zur Überwindung der Klimakrise sind Individuelle Verhaltensänderungen erforderlich.
Stimme vollkommen zu
Stimme eher zu
Unentschieden, teils/teils
Stimme eher nicht zu
Stimme überhaupt nicht zu
Keine Angabe
Jetzt haben Sie es fast geschafft. Noch ein paar Fragen zur statistischen Einordnung.
1. Wo wohnen Sie?
Combahnviertel
Innere Nordstadt
Anderes Viertel
2. Wie alt sind Sie?
__________________ Jahre
3. Welches Geschlecht haben Sie?
Divers
Weiblich
Männlich
Keine Angabe
4. Sind Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt?
Ja
Nein
Keine Angabe
5. Wie viele Menschen leben in Ihrem Haushalt? (Sie mitgerechnet)Seite 43 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
37
__________________
6. Mit wie vielen Kindern (0-17 Jahre) leben Sie zusammen im Haushalt?
Ohne Kinder
Mit 1 Kind
Mit 2 Kindern
Mit 3 Kindern oder mehr
Keine Angabe
7. Ihr höchster Bildungsabschluss
kein Schulabschluss
Grundschule
Haupt-/Mittelschule
Realschule
Fach- oder allgemeine Hochschulreife
Universitätsabschluss
Keine Angabe
8. Ihr aktueller Beschäftigungsstatus:
Arbeitssuchend
In Ausbildung
Studium
Angestellte*r
Beamte*r
Selbstständig
Ruhestand/Pension/Rente
Hausfrau/-mann
Sonstiges
Keine Angabe
Im Projekt „Bönnsche Viertel“ ist eine einmalige Aktion geplant. Wir beraten bis zu zehn Haushalte, wie sie
ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig ändern können. Hierfür stellen wir Ihnen eine*n Mobilitätsberater*in
eine Woche lang zur Seite. Gemeinsam können Sie die für Sie passenden Mobilitätsangebote
zusammenstellen und für eine Woche lang kostenfrei ausprobieren.
Wenn Sie Interesse daran haben, an der Testaktion teilzunehmen, dann bewerben Sie sich jetzt! Tragen Sie
bitte Ihre Kontaktdaten in das untenstehende Textfeld ein. Mit der Nennung Ihrer Kontaktdaten stimmen
Sie zu, im Rahmen der Testaktion kontaktiert zu werden. Eine darüberhinausgehende Nutzung Ihrer Daten
findet selbstredend nicht statt.
____________________________________ [Textfeld]Seite 44 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
38
Anhang 3: Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Befragung
Von den 49 Teilnehmenden waren 23 Frauen und 25 Männer sowie eine Person, die keine Angabe zu ihrem
Geschlecht gemacht hat. Das Durchschnittsalter der Befragten liegt bei 50,2 Jahren. Die meisten von ihnen
wohnen in der Inneren Nordstadt (Anzahl: 21). 17 Befragte wohnen im Combahnviertel und weitere 11
wohnen außerhalb der „Bönnschen Viertel“. 39 Personen (also 80% der Teilnehmenden der Befragung)
gaben an, einen Universitätsabschluss zu haben. Damit ist das Bildungsniveau dieser Stichprobe
überdurchschnittlich hoch. Außerdem ist auffällig, dass keine der befragten Personen angab,
Mobilitätseinschränkungen (bspw. durch eine Behinderung) zu haben. Für die Aussagekraft der Ergebnisse
ist daher festzuhalten, dass sie sich nicht verallgemeinern lassen, dass gewisse Gruppen nicht repräsentiert
sind und dass es insbesondere hinsichtlich des Bildungsniveaus eine deutliche Verzerrung gibt.
Die Befragten zeigten mit eindeutiger Mehrheit Zustimmung zur Mobilitätswende, weg vom privaten Pkw
hin zum Umweltverbund (Frage a). Auch bei der Frage, inwieweit individuelle Verhaltensänderungen
wichtig zur Überwindung der Klimakrise sind (Frage b), herrschte bei den Teilnehmenden der Befragung
überwiegende Zustimmung. Frage c) zeigt, dass die Rolle von Staat und Unternehmen als
Hauptverantwortliche zur Überwindung der Klimakrise unterschiedlich bewertet wird. 29% der Befragten
stimmen dieser Aussage nicht zu, 36% sind unentschieden und 34% stimmen der Aussage zu.
Frage a) Die Veränderung der Mobilität hin zu mehr Fuß- und Radverkehr, mehr Nutzung von Bussen und Bahnen und weniger Nutzung des
privaten Autos halte ich für wünschenswert.
Frage b) Zur Überwindung der Klimakrise sind Individuelle Verhaltensänderungen erforderlich.
Frage c) Die Überwindung der Klimakrise ist vor allem Aufgabe von Staat und Unternehmen. Individuelle Verhaltensänderungen sollten nicht
im Vordergrund stehen.
Abb. 167: Auswertung der BefragungsergebnisseSeite 45 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
39
Neben diesen Einstellungen wurde auch die übliche Verkehrsmittelwahl auf den verschiedenen Wegen
abgefragt. Hierbei wurde unterschieden zwischen Arbeitswegen, Einkaufswegen, Freizeitwegen, Wegen für
private Erledigungen und Wegen zum Bringen/ Abholen von Personen unterschieden. Zu beachten ist, dass
die Befragten mehrere Verkehrsmittel angeben konnten, um auch Multimodalität zu berücksichtigen. Die
Balken der Grafik zeigen also die Anzahl der Personen, die eine Nutzung des Verkehrsmittels angegeben
haben.
Die Auswertung der Arbeitswege zeigt, dass hier weite Distanzen überwunden werden müssen
(durchschnittlich 22,8km). Der Median von 4,5 km zeigt aber, dass die weiten Distanzen nicht für alle
zutreffen, die meisten Arbeitswege sind demnach unter 5km lang. Die meisten Befragten sind auf
Arbeitswegen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs – einige auch mit dem ÖPNV. 10 Personen nutzen auch
den Pkw.
Abb. 178: Ergebnisse der Befragung “Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg”
Einkaufswege legen die Befragten in einem kleinen Radius zurück, denn die durchschnittliche Weglänge
beträgt 1,6km. Einkaufswege werden von den Befragten zum überwiegenden Teil zu Fuß oder mit dem Rad
zurückgelegt.Seite 46 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
40
Abb. 189: Ergebnisse der Befragung “Verkehrsmittelnutzung zum Einkaufen”
Freizeitwege sind bei den Befragten durchschnittlich 7,8km lang und die Verkehrsmittelnutzung ist ähnlich
wie auf Arbeitswegen: die meisten Personen nutzen das Rad oder gehen zu Fuß, einige nutzen auch den
ÖPNV oder das Auto – davon aber auch ein paar als Mitfahrende.
Abb. 190: Ergebnisse der Befragung “Verkehrsmittelnutzung auf Freizeitwegen”
Ein ähnliches Bild ergeben auch die Wege für private Erledigungen in der Verkehrsmittelnutzung. Diese
Wege sind durchschnittlich 4,8km lang.Seite 47 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
41
Abb. 21: Ergebnisse der Befragung “Verkehrsmittelnutzung für private Erledigungen”
Die Wege zum Holen und Bringen von Personen zeigen ein etwas anderes Bild: Zwar sind sie mit
durchschnittlich 2,4km recht kurz, dennoch lässt sich hier eine verstärkte Nutzung des Pkw feststellen.
Abb. 22: Ergebnisse zur Befragung “Verkehrsmittelnutzung zum Holen und Bringen von Personen”
Außerdem wurde gefragt, welche Gründe für sie bei der Verkehrsmittelwahl entscheidend sind. Das Bild ist
überraschend einheitlich. Die Gründe Fahrzeit, Umweltfreundlichkeit und Wetter wurden bei fast allen
Wegezwecken als relevanteste Gründe genannt. Eine Ausnahme bilden die Wegezwecke Einkauf und
Bringen/Abholen von Personen: Hier sind die Gründe Transport von Gepäck, Material bzw. Mitnahme von
Personen am häufigsten als Gründe für die Verkehrsmittelwahl genannt. Dies ist nicht verwunderlich, da
diese Anforderung ja implizit bereits im Wegezweck benannt ist.Seite 48 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
42
Wegezweck Gründe für Verkehrsmittelwahl
Rang 1 Rang 2 Rang 3
Arbeit Fahrzeit Umweltfreundlichkeit Wetter
Einkauf Transport von Gepäck,
Material etc.
Umweltfreundlichkeit Fahrzeit
Freizeit Fahrzeit Umweltfreundlichkeit Wetter
Private Erledigungen Fahrzeit Umweltfreundlichkeit Wetter
Bringen/Abholen von
Personen (Kinder,
Angehörige)
Mitnahme von
Personen
Fahrzeit Wetter
Tabelle 4: Gründe für Verkehrsmittelwahl je nach Wegezweck
Aus der Abfrage der Gründe der Verkehrsmittelwahl lassen sich folgende Schlüsse ziehen:
Umweltfreundlichkeit ist für viele bereits ein Grund bei der Auswahl des Verkehrsmittels. Eine gute
Infrastruktur für den Umweltverbund ermöglicht effiziente Fahrzeiten. Schließlich beeinflusst das
Wetter für viele Befragten die Verkehrsmittelwahl, weswegen ein wetterresilienter Ausbau der
Infrastruktur wie wettergeschützte ÖPNV-Stationen und Fahrradabstellanlagen dabei helfen
können, umweltfreundliche Mobilität zu fördern.
Für die Testwoche sollten alternative Mobilitätslösungen für beide Fahrtzwecke – längere Wege zur
Arbeit und kürzere Wege zum Einkaufen – gefunden werden.Seite 49 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
43
Anhang 4: Dokumentation Testwochen
Innere Nordstadt
Bürgerin 1 – Ausgangssteckbrief
Geschlecht Bürgerin 1 ist weiblich.
Alter Bürgerin 1 ist 32 Jahre alt.
Hintergrund Bürgerin 1 hat einen Universitätsabschluss und arbeitet als
Angestellte.
Sie lebt in einem zweiköpfigen Haushalt ohne Kinder.
Klimabezogene
Einstellungen
Bürgerin 1 findet, dass die Hauptverantwortung zur Bekämpfung der
Klimakrise bei Staat und Unternehmen liegt. Bezüglich der
Erforderlichkeit individueller Verhaltensänderungen ist sie
unentschlossen.
Einstellungen zur
Mobilitätswende
Bürgerin 1 befürwortet die Mobilitätswende stark.
Mobilität Bürgerin 1 verfügt über ein Fahrrad, eine Karte für den ÖPNV, eine
Mitgliedschaft beim Carsharing und einen Führerschein.
In ihrem Alltag fährt sie mit dem Fahrrad, der Straßenbahn oder dem
Zug und geht zu Fuß. Eine besondere Rolle in ihrer Alltagsmobilität
kommt dem Rad- und Fußverkehr zu.
Bei der Entscheidung für eine Mobilitätsform ist für Bürgerin 1
insbesondere die Umweltfreundlichkeit (bei vier Weg-Arten genannt)
relevant. Andere Gründe für sie sind die Fitness (bei drei Weg-Arten
genannt) sowie eine Flexible Nutzung, das Fahrerlebnis und der
Komfort (jeweils bei zwei Weg-Arten genannt).
Bürgerin 1 - Vorgespräch/Mobilitätsberatung
Motivation zur Teilnahme Sie nutzt schon einige Mobilitätsangebote und möchte ergänzend
dazu neue kennenlernen.
Typische Wege im Alltag Zur Arbeit fährt sie an drei Tagen nach Köln mit dem ÖPNV und macht
ansonsten Home-Office. Ansonsten liegen ihre meisten Ziele in
fußläufiger Entfernung oder in Fahrraddistanz. Für Familienbesuche
nutzt sie den ÖPNV und gelegentlich Car-Sharing.
Ihr Partner fährt mit dem Fahrrad und dem ÖPNV zur Arbeit.
Ansonsten hat er ein ähnliches Mobilitätsverhalten wie Bürgerin 1.
Optionen für die
Testwoche
eLastenrad für Transporte und Deutschlandticket als Ersatz für Car-
Sharing.Seite 50 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
44
Bürgerin 1 - Zwischengespräch und Ergebnisse der täglichen Dokumentation
Erfahrungen mit den
Testangeboten
Die Buchung des eLastenrades hat gut geklappt. Das Handling des
eLastenrades fand sie zunächst gewöhnungsbedürftig. Die Unterstützung
war durch den vorherigen Ausleiher zu stark eingestellt, dadurch
beschleunigte das eLastenrad stark. Man sollte eine Testfahrt machen,
dann funktioniert die Beherrschung des eLastenrades gut. Sie fand ein
eLastenrad in der Nähe ihrer Wohnung. Die Nextbike-App bietet eine
gute Benutzerführung. Gut gefiel ihr, dass man das Deutschlandticket für
vergünstigte Fahrten in der App hinterlegen konnte. Sie wünscht sich
eine abschließbare Ladebox.
Clara hätte sie gerne getestet. Als sie es ausprobieren wollte, war aber
kein Roller verfügbar und die nächste Station zu weit entfernt.
Insgesamt war die Zeit zu kurz, um das Angebot umfassender zu testen.
Beim ÖPNV wünscht sie sich eine höhere Zuverlässigkeit.
Fahrten mit dem eigenen
Auto und die Gründe
dafür.
Keine.
Bürgerin 1 - Abschlussgespräch
Erfahrungen insgesamt Die Clara eRoller konnte sie aus zeitlichen Gründen nur bei der
Einführung durch die SWB ausprobieren. Das Handling gefiel ihr, ebenso
die Einführung durch die SWB. Da die Transportbox mit zwei Helmen
belegt war, fehlte ihr eine Möglichkeit, ihre persönlichen Gegenstände zu
transportieren. Eine Handyhalterung für die Nutzung von
Navigationssoftware wäre wünschenswert.
Wurde ihr
Mobilitätsspektrum
erweitert und welche
Angebote werden Sie
zukünftig nutzen?
Ja, sowohl Clara als auch die eLastenräder waren neu für sie. Beide
kommen für eine zukünftige Nutzung in Betracht.
Können Sie sich einen
vollständigen Wechsel auf
den Umweltverbund
vorstellen?
Definitiv.
Wie bewerten Sie die
Testaktion insgesamt?
Insgesamt sehr gut. Sie hätte nur länger sein müssen. Krankheitsbedingt
konnte sie nicht an allen Tagen Angebote testen.
Anmerkungen Die Abschlussveranstaltung hat ihr aufgrund des Austauschs mit den
anderen Teilnehmenden und den Mobilitätsanbietern gut gefallen.Seite 51 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
45
Bürger 2 – Ausgangssteckbrief
Geschlecht Bürger 2 ist männlich.
Alter Bürger 2 ist 29 Jahre alt.
Hintergrund Bürger 2 hat einen Universitätsabschluss und arbeitet als
Angestellter.
Er lebt in einem zweiköpfigen Haushalt ohne Kinder.
Klimabezogene
Einstellungen
Bürger 2 findet, dass die Hauptverantwortung zur Bekämpfung der
Klimakrise bei Staat und Unternehmen liegt. Er ist der Meinung, dass
individuelle Verhaltensänderungen hingegen eher nicht erforderlich
sind.
Einstellungen zur
Mobilitätswende
Bürger 2 befürwortet die Mobilitätswende stark.
Mobilität Bürger 2 verfügt über ein Fahrrad, eine Karte für den ÖPNV, eine
Mitgliedschaft beim Carsharing und einen Führerschein.
In seinem Alltag fährt er mit dem Fahrrad, dem Zug oder dem Auto
und geht zu Fuß. Das Auto nutzt er lediglich einmal in der Woche zum
Bringen bzw. Abholen von Personen. Der Arbeitsweg ist die einzige
Strecke, für die er manchmal den Zug nutzt. Teilweise fährt er jedoch
auch mit dem Rad zur Arbeit, möglicherweise abhängig von Wetter
und Zeit (siehe angegebene Gründe).
Bei der Entscheidung für eine Mobilitätsform steht für ihn die Fahrzeit
im Vordergrund (bei vier Weg-Arten genannt). Des Weiteren sind für
ihn das Wetter und eine flexible Nutzbarkeit einflussreiche
Entscheidungsfaktoren (jeweils bei drei Weg-Arten genannt). Auch
Fitness und Zuverlässigkeit spielen eine Rolle (jeweils bei zwei Weg-
Arten genannt). Der Komfort beeinflusst seine Entscheidung lediglich
beim Bringen bzw. Abholen von Personen.
Bürger 2 - Vorgespräch/Mobilitätsberatung
Motivation zur Teilnahme Bürger 2 hatte beim Auftaktfest an der Oper von der Aktion gehört und
wurde neugierig. Er interessierte sich insbesondere für Alternativen zum
Fahrrad.
Typische Wege im Alltag Für seinen Arbeitsweg (10km) nutzt er an vier von fünf Tagen sein
Fahrrad und sonst den ÖPNV. Die Wege zum Sport und zum Ehrenamt
bestreitet er zu Fuß und manchmal mit einem Nextbike, wenn es schnell
gehen muss. Besuche in NRW macht er mit dem ÖPNV, Besuche in Bonn
zu Fuß. Ca. zweimal im Monat nutzt er den Sharing-Anbieter Miles für
Transporte oder wenn es schnell gehen muss. Seine Partnerin nutzt
ausschließlich das Rad und den ÖPNV und ist ansonsten zu Fuß
unterwegs. Ihre Wege sind ähnlichen denen von Bürger 2.
Optionen für die
Testwoche
eLastenrad für Transporte, Clara für Ausflüge, CarSharingSeite 52 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
46
Bürger 2 - Zwischengespräch und Ergebnisse der täglichen Dokumentation
Erfahrungen mit den
Testangeboten
Die Registrierung, Buchung und Nutzung von Cambio funktionierten
problemlos. In der Nähe zu seinem Wohnort stand ein Fahrzeug zur
Verfügung. Die Preise erscheinen ihm zu hoch.
Die Registrierung bei Clara funktionierte, nur die Validierung ließ lange
auf sich warten. Die Nutzung der eRoller fiel ihm leicht und die Clara-App
bot eine gute Benutzerführung. Es sollten mehr Stationen eingerichtet
werden.
In der linksrheinischen Rheinaue sind ihm die Radwege zu schmal und in
schlechtem Zustand. Am Hauptbahnhof fehlen ihm Fahrradstellplätze.
Er bemängelte die langen Wartezeiten für Zufußgehende an der
Kreuzung vor dem Stadthaus. Die Angsträume rund um den
Hauptbahnhof sollten beseitigt werden.
Fahrten mit dem eigenen
Auto und die Gründe
dafür.
Zur Mitnahme von Familienmitgliedern bei Fahrten außerhalb von Bonn
ist er bisweilen auf ein Auto angewiesen.
Bürger 2 - Abschlussgespräch
Erfahrungen insgesamt Das Angebot alternativer Mobilitätsangebote und die Radwege sollten
ausgebaut werden. Für den ÖPNV wünscht er sich eine höhere Taktung.
Die Fahrt mit dem Clara eRoller hat Spaß gemacht, er sieht jedoch kaum
Anwendungsfälle. Ein Grund dafür ist, dass sie stationsgebunden sind und
nicht free-floating. Außerdem müssten sie günstiger werden. Für den
Test eines eLastenrades fehlte ihm die Zeit. Ihm fiel jedoch auf, dass die
Ladeboxen sich nicht abschließen lassen. Das hält er für unpraktisch. Für
seine Partnerin war das Deutschlandticket ein Gewinn.
Wurde ihr
Mobilitätsspektrum
erweitert und welche
Angebote werden Sie
zukünftig nutzen?
Ja, Cambio-CarSharing. Es bietet für ihn ein besseres Angebot als der
Konkurrent Miles, insbesondere bei den Preisen. Für seine Partnerin
könnte CarSharing eine Möglichkeit sein, ihre Fahrpraxis mit dem Auto
aufrechtzuerhalten. Sonst fährt sie fast nie mit dem Auto. Dabei ist es von
Vorteil, dass bei Cambio auch Mitfahrer das Autofahren dürfen, wenn die
buchende Person mit dabei ist.
Das Deutschlandticket kommt zukünftig für beide in Betracht.
Können Sie sich einen
vollständigen Wechsel auf
den Umweltverbund
vorstellen?
Ja
Wie bewerten Sie die
Testaktion insgesamt?
Es war eine gute Gelegenheit, neue Angebote kennenzulernen. Auf
anderem Wege hätte er sie sonst nicht ausprobiert. Eine Woche war
ausreichend lang. Er hatte den Eindruck, dass das Teilnehmendenfeld
recht homogen war.
Anmerkungen Die Abschlussveranstaltung gefiel ihm sehr gut. Dass sie unter
Anwesenheit der Oberbürgermeisterin stattfand, nahm er als sehr
wertschätzend wahr.Seite 53 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
47
Bürger 3 – Ausgangssteckbrief
Geschlecht Bürger 3 ist männlich.
Alter Bürger 3 ist 46 Jahre alt.
Hintergrund Bürger 3 hat einen Universitätsabschluss und ist selbstständig.
Er lebt in einem zweiköpfigen Haushalt ohne Kinder.
Klimabezogene
Einstellungen
Bürger 3 ist sich sowohl bei der Bewertung der Rolle von Staat und
Unternehmen als auch bei der Bewertung der Rolle individuellen
Verhaltens unschlüssig.
Einstellungen zur
Mobilitätswende
Bürger 3 befürwortet die Mobilitätswende eher.
Mobilität Bürger 3 verfügt über eine Vielzahl von Mobilitätsmöglichkeiten: Er
besitzt ein eigenes Auto, ein Motorrad/Motorroller, ein Fahrrad, ein
Tretroller und ein Skateboard. Zudem hat er Mitgliedschaften für Car-
Bike- und E-Roller-Sharing.
Seine Mobilität ist stark individualisiert: Im Alltag bewegt er sich zu
Fuß, mit dem (Lasten-)Rad oder mit dem Skateboard fort und fährt
Auto oder Motorrad/Motorroller. Den Öffentlichen Verkehr nutzt er
nicht. Von besonderer Wichtigkeit für seine Mobilität scheint sein
Auto zu sein. Lediglich auf dem Arbeitsweg benutzt er dieses nie,
wahrscheinlich aufgrund dessen geringer Länge (1 km).
Bürger 3 gibt viele Gründe für seine Mobilitätsentscheidungen an. Am
wichtigsten sind jedoch die Sicherheit und Zuverlässigkeit des
Verkehrsmittels sowie die Möglichkeit des Transports von Gepäck und
Material. Diese Punkte werden für alle Weg-Arten angegeben.
Umweltfreundlichkeit spielt in seiner Entscheidung keine Rolle.
Bürger 3 - Vorgespräch/Mobilitätsberatung
Motivation zur Teilnahme Bürger 3 interessierte sich für das aktuelle Angebot an Alternativen zum
eigenen Auto. Bereits in der Vergangenheit hat er sich bei Beteiligungen
eingebracht.
Typische Wege im Alltag Zur Arbeit geht er zu Fuß oder fährt er mit dem Skateboard. Private
Einkäufe erledigt er mit dem eigenen Auto. Dasselbe nutzt er auch, um
seine Partnerin zum Bahnhof Siegburg zu bringen. Die ÖPNV-Verbindung
dorthin ist für sie nicht zuverlässig genug. Auch für Fahrten zur Uniklinik
auf dem Venusberg nutzt er das Auto, ebenso für Familienbesuche
außerhalb Bonns.
Für seine geschäftlichen Aktivitäten (Warenabholungen, überwiegend in
der Region aber auch bundesweit) nutzt er einen Transporter oder die
Angebote von Speditionen. Für den Warentransport von seinem Lager ins
Geschäft verwendet er sein dreispuriges Lastenrad, bei größeren Mengen
einen Transporter. Für Freizeitaktivitäten nutzt er das Rad oder ein
Motorrad. Reisen macht er mit dem Auto oder zum Teil mit dem Zug.
Optionen für die
Testwoche
eLastenrad für Transporte, Clara für Ausflüge, eBike, Deutschlandticket
bei BedarfSeite 54 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
48
Bürger 3 - Zwischengespräch und Ergebnisse der täglichen Dokumentation
Erfahrungen mit den
Testangeboten
Die Einrichtung der Nextbike-App scheiterte zunächst. Er konnte kein
Zahlungsmittel hinterlegen. Den Support von Nextbike empfand er als
mangelhaft. Vom offiziellen Nextbike-Support hat er bis heute keine
Rückmeldung erhalten. Stattdessen half die SWB aus. Nextbike-Fahrräder
waren häufig nicht an den in der App angegebenen Stellen vorhanden.
Die Fahrräder sind für große Menschen zu klein. Er wünscht sich XXL-
Varianten. Bei den eLastenrädern vermisst er eine abschließbare
Ladebox. Erst sie ermöglichen Wegeketten, da Einkäufe dann
diebstahlgeschützt aufbewahrt werden können. Alternativ könnten in der
Nähe von Geschäften sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten geschaffen
werden.
Die Registrierung und Buchung eines Clara-Rollers haben sehr gut
funktioniert. Die Clara-App ist ausgesprochen benutzerfreundlich. Einzig
das Auftauchen des Namens des Softwareherstellers (Mogo) verwirrt
bisweilen. Die Helme wirkten auf ihn billig und durch das fehlende Visier
stört der Fahrtwind. Aufgrund des zweiten Helms in der Transportbox
können keine Dinge transportiert werden. Er wünscht sich
Aufbewahrungsmöglichkeiten an den Clara-Stationen. Technisch sind die
Roller gut, bremsen aber sehr hart. Um die Geschwindigkeiten besser
halten zu können, wünscht er sich haptisches Feedback bei Tempo 30 im
Lenkergriff. Die Preise sind ihm zu hoch, es gibt zu wenig Fahrzeuge und
free-floating wäre besser als stationsgebunden. Er fragt sich, wie
ökologisch die Nutzung insgesamt ist (woher kommt z.B. der
Ladestrom?).
Die Taktung des ÖPNV-Angebots (alle 10 Minuten) hält er für
ausreichend.
Fahrten mit dem eigenen
Auto und die Gründe
dafür.
Waren sind im Lastenrad nicht ausreichend vor Nässe geschützt.
Unzuverlässiger ÖPNV mit viel höheren Fahrtzeiten als mit dem eigenen
Auto. Zum Teil ist man zu Fuß schneller am Ziel.
Bürger 3 - Abschlussgespräch
Erfahrungen insgesamt Ihm fehlen im gesamten Stadtgebiet sichere Fahrradstellplätze.
Grundsätzlich wünscht er sich ein Punkt zu Punkt Angebot für spontane
Transporte. Das bieten die eLastenräder von Nextbike bisher nicht.
Weitere Punkte siehe oben.
Insgesamt muss das Angebot drastisch ausgeweitet werden. Erst so wird
im Alltag eine ausreichende Zuverlässigkeit der Alternativen erreicht.
Die Standortgenauigkeit bei Nextbike muss verbessert werden, sonst ist
der Service nicht zuverlässig nutzbar.
Er wünscht sich eine App, in der alle Mobilitätsangebote
anbieterübergreifend gebucht werden können.Seite 55 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
49
Wurde ihr
Mobilitätsspektrum
erweitert und welche
Angebote werden Sie
zukünftig nutzen?
Ja, allerdings kommt eine zukünftige Nutzung für ihn nur dann in
Betracht, wenn es nicht so sehr auf Zuverlässigkeit und Fahrtzeiten
ankommt. Das gilt insbesondere für den ÖPNV.
Er würde Nextbike weiter nutzen, wenn es Räder in seiner Größe gibt.
eLastenräder kommen in Betracht, wenn die Ladeboxen abschließbar
sind.
CarSharing kann er sich in anderen Städten vorstellen, wo er über kein
eigenes Auto verfügt.
Können Sie sich einen
vollständigen Wechsel auf
den Umweltverbund
vorstellen?
Nein, aus den oben genannten Gründen. Zudem hat er als Unternehmer
spezielle Anforderung an Transporte, die das vorgestellte Angebot nicht
abdecken konnten.
Wie bewerten Sie die
Testaktion insgesamt?
Die Durchführung und die Intention, neue Angebote kennenzulernen,
waren gut. Viele Schwachstellen konnte er so identifizieren. Die
Testaktion hätte länger sein sollen. Die Mobilitätsberatung war gut.
Bei einer Wiederholung der Aktion sollten neue Angebote und Services
die oben genannten Lücken schließen. Gegebenenfalls auch durch den
Einsatz von Personal. Zudem sollten dann Akteure wie EHV/City-
Marketing und IHK beteiligt werden.
Anmerkungen Es gab viel zu entdecken, er hat gerne mitgemacht und freute sich, Input
geben zu können.
Bürger 4 - Ausgangssteckbrief
Geschlecht Bürger 4 ist männlich.
Alter Bürger 4 ist 27 Jahre alt.
Hintergrund Bürger 4 hat einen Universitätsabschluss und arbeitet als
Angestellter. Er lebt in einem zweiköpfigen Haushalt ohne Kinder.
Klimabezogene
Einstellungen
Bürger 4 findet, dass die Bekämpfung der Klimakrise eher Aufgabe von
Staat und Unternehmen ist. Gleichzeitig ist er der Meinung, dass auch
individuelle Verhaltensänderungen eher erforderlich sind.
Einstellungen zur
Mobilitätswende
Bürger 4 befürwortet die Mobilitätswende stark.
Mobilität Bürger 4 verfügt über viele Mobilitätsoptionen: Er hat ein eigenes
Auto und einen Führerschein, ein Fahrrad, eine ÖPNV-Zeitkarte und
ein Longboard.
Er ist vor allem mit dem Rad oder auch zu Fuß unterwegs. Das Auto
nutzt er lediglich für den Einkauf, möglicherweise damit er seine
Einkäufe nach Hause transportieren kann (bei Einkauf wurde u.a.
Transport von Gepäck als Entscheidungsgrundlage angegeben).
Bei der Wahl einer Mobilitätsform sind für Bürger 4
Umweltfreundlichkeit und Bewegung am relevantesten. Diese
Gründe hat er für alle von ihm aufgeführten Weg-Arten genannt.
Zudem sind die Fahrzeit und das Wetter wichtige Entscheidungs-
grundlagen für ihn (bei drei von vier angegebenen Weg-Arten).Seite 56 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
50
Bürgerin 5 – Ausgangssteckbrief
Geschlecht Bürgerin 5 ist weiblich.
Alter Bürgerin 5 ist 26 Jahre alt.
Hintergrund Bürgerin 5 hat einen Universitätsabschluss und arbeitet als Beamtin.
Sie lebt in einem zweiköpfigen Haushalt ohne Kinder.
Klimabezogene
Einstellungen
Bürgerin 5 ist sich bezüglich der Verantwortung von Staat und
Unternehmen, die Klimakrise zu überwinden, unschlüssig. Sie findet,
dass individuelles Verhalten eher wichtig zur Überwindung der
Klimakrise ist.
Einstellungen zur
Mobilitätswende
Bürgerin 5 befürwortet die Mobilitätswende stark.
Mobilität Bürgerin 5 hat viele Mobilitätsoptionen: Sie verfügt über einen
Führerschein und besitzt ein Auto sowie einen Motorroller/ein
Motorrad. Außerdem hat sie ein Fahrrad und eine ÖPNV-Zeitkarte.
Während sie in ihrer Freizeit und für private Erledigungen zu Fuß oder
mit dem Rad unterwegs ist, nutzt sie auf dem Weg zur Arbeit und zum
Einkaufen zusätzlich auch das Auto – wenn auch eher selten (Arbeit:
einer von fünf Tagen, Einkauf: einer von sechs Tagen).
Die wichtigsten Entscheidungskriterien für Bürgerin 5 sind
Verkehrsmittelwahl sind die Fahrzeit und das Wetter.
Bürger 4/Bürgerin 5 - Vorgespräch/Mobilitätsberatung
Motivation zur Teilnahme Sie hatten beim Fest der Bönnschen Viertel in der Altstadt von der
Testaktion erfahren und wollten neue Mobilitätsformen ausprobieren.
Gerade vor dem Hintergrund, die Fahrten mit dem eigenen Auto zu
reduzieren.
Typische Wege im Alltag Bürgerin 5 fährt 3,5km mit dem Rad zur Arbeit. Bei schlechtem Wetter
oder wenn Dinge transportiert werden müssen, nutzt sie auch mal ihr
eigenes Auto. Zu Familienbesuchen in Bonn und zum Sport geht sie zu
Fuß. Für Ziele außerhalb von Bonn nutzt sie das Auto, hauptsächlich aus
zeitlichen Gründen und wegen mangelnder Erreichbarkeit mit dem ÖPNV
auf dem Land.
Bürger 4 fährt mit dem Rad zur Arbeit und arbeitet ansonsten im Home-
Office. Für Familienbesuche nutzt er das Auto, der ÖPNV erscheint ihm
im Vergleich zu teuer (obwohl ihm die versteckten Kosten des eigenen
Autos bewusst sind). Zum Sport und zum Einkaufen geht er zu Fuß.
Größere Einkäufe erledigt er mit dem Auto.
Für die Nutzung ihres Wohnwagens sind beide auf ihr eigenes Auto
angewiesen.
Optionen für die
Testwoche
eLastenrad für Transporte, Interesse an ClaraSeite 57 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
51
Bürger 4/Bürgerin 5 - Zwischengespräch und Ergebnisse der täglichen Dokumentation
Erfahrungen mit den
Testangeboten
Sie haben ihren Monatseinkauf mit dem eLastenrad erledigt. Da die
Wege länger waren als zum Stellplatz des eigenen Autos, dauerte das
etwas länger als direkt das Auto zu nehmen. Gut gefiel ihnen, dass sie
sich an der frischen Luft bewegten. Der Sattel war nicht richtig montiert
und drehte sich immer wieder weg. Für Bürgerin 5 war das eLastenrad zu
groß. Das Handling erfordert einiges an Konzentration, funktionierte
ansonsten aber gut. Die Nextbike-App lässt sich einfach bedienen.
Der Anmeldeprozess bei der Grünen Flotte hat sehr gut funktioniert. Bei
Cambio gab es Probleme bei der Registrierung. Grund war eine
Fehlinformation von Cambio im Rahmen der Testaktion (fehlendes
Kommentarfeld für die Reduzierung der Anmeldegebühr auf null).
Die Anmeldung bei Clara war problemlos.
Fahrten mit dem eigenen
Auto und die Gründe
dafür.
Krankheitsbedingt griff Bürgerin 5 einmal auf ihr eigenes Auto zurück.
Bürger 4/Bürgerin 5 - Abschlussgespräch
Erfahrungen insgesamt Das Angebot an eLastenrädern sollte ausgeweitet werden, um kürzere
Wege zur Nutzung zu haben und die Verfügbarkeit zu erhöhen.
Zudem wünschen sie sich eine längere Reservierungszeit für die
Räder.
In der Stadt fehlen Bäume zur Beschattung, dass macht das
Zufußgehen bei heißen Temperaturen unangenehm.
Das Radwegenetz sollte ausgebaut werden und die Einhaltung der
Verkehrsregeln in Fahrradstraßen durch die Polizei stärker kontrolliert
werden. Parkverstöße sollten besser kontrolliert werden.
Als besonders störend empfinden sie die zum Teil nicht vorhandene
Baustellenführung für Radfahrende.
Wurde ihr
Mobilitätsspektrum
erweitert und welche
Angebote werden Sie
zukünftig nutzen?
Ja, durch die eLastenräder. Wenn ein eigenes Auto verfügbar ist und
direkt an der Wohnung steht, ist die Verführung jedoch sehr groß, es
direkt zu nutzen. Dennoch kommt eine Nutzung der eLastenräder
zukünftig für sie in Betracht. Die Clara Roller wollen sie gegebenenfalls
noch mal testen. CarSharing ist aufgrund des eigenen Autos nicht
angedacht.
Können Sie sich einen
vollständigen Wechsel
auf den Umweltverbund
vorstellen?
Nein. Allein aufgrund ihres Wohnwagens sind sie auf ein eigenes Auto
angewiesen. Aber abseits der Urlaubsfahrten ist ein vollständiger
Wechsel ihr Ziel.
Wie bewerten Sie die
Testaktion insgesamt?
Die Testaktion hätte länger laufen sollen und sollte zukünftig
wiederholt werden. Die Mobilitätsberatung war gut, ebenso die
Abschlussveranstaltung und die Anwesenheit derSeite 58 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
52
Oberbürgermeisterin. Das Feld der Teilnehmenden wirkte recht
homogen auf sie.
Anmerkungen Beim Fest der Bönnschen Viertel in der Altstadt konnte die
städtischen Mitarbeitenden viele ihrer Fragen zu konkreten
Planungen nicht beantworten. Die Beratung durch IFOK fanden sie
gut.
Der Prozess rund um die Bönnschen Viertel sollte kontinuierliche
weiterlaufen und keinen festen Endpunkt haben.
Combahnviertel
Bürger 6 – Ausgangssteckbrief
Geschlecht Bürger 6 ist männlich.
Alter Bürger 6 ist 45 Jahre alt.
Hintergrund Bürger 6 hat einen Universitätsabschluss und arbeitet als
Angestellter.
Er lebt in einem zweiköpfigen Haushalt ohne Kinder.
Klimabezogene
Einstellungen
Für Bürger 6 sind individuelle Verhaltensänderung essenziell zur
Bekämpfung der Klimakrise. Bezüglich der Hauptverantwortung von
Staat und Unternehmen zur Bekämpfung der Klimakrise ist er
unentschlossen.
Einstellungen zur
Mobilitätswende
Bürger 6 befürwortet die Mobilitätswende stark.
Mobilität Bürger 6 verfügt über einen Führerschein und ein Auto, ein Fahrrad
und eine Karte für den ÖPNV.
Sein Auto scheint er aber im alltäglichen Leben nicht zu benutzen.
Stattdessen läuft er zu Fuß und fährt mit dem Rad, dem Bus oder der
Straßenbahn.
Die wichtigste Entscheidungsgrundlage für Bürger 6‘s
Verkehrsmittelwahl sind das Wetter und die Möglichkeit, Materialien
etc. zu transportieren. Selbst wenn er sich sehr umweltfreundlich
fortbewegt und die Rolle von Individuen bei der Bekämpfung der
Klimakrise als essenziell ansieht, gehört die Umweltfreundlichkeit
nicht zu seinen Entscheidungskriterien.Seite 59 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
53
Bürger 6 - Vorgespräch/Mobilitätsberatung
Motivation zur Teilnahme Bürger 6 hat großes Interesse an der Mobilitätswende und sieht ihre
Umsetzung als dringend geboten an. Zudem möchte er zur Verbesserung
der Radwege beitragen.
Typische Wege im Alltag Zur Arbeit fährt er grundsätzlich mit dem Fahrrad. Seitdem sein Hund mit
ins Büro kommt, nutzt er häufig den ÖPNV. Alle weiteren Wege macht er
hauptsächlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ein im Haus geteiltes Auto
nutzt er für Familienbesuche außerhalb Bonns, für größere Transporte
und teilweise bei schlechtem Wetter oder aus Zeitgründen. Beim zweiten
Haushaltsmitglied zeigt sich ein ähnliches Mobilitätsverhalten.
Optionen für die
Testwoche
Bisherige Autofahrten für Transporte mit dem eLastenrad durchführen.
CarSharing für weite Fahrten, Clara eRoller eventuell für Ausflüge auf den
Venusberg.
Bürger 6 - Zwischengespräch und Ergebnisse der täglichen Dokumentation
Erfahrungen mit den
Testangeboten
Die Registrierung bei Cambio hat nicht funktioniert. Grund dafür war eine
falsche Information von Cambio und Probleme bei der Verifizierung
(letztere ist nur von Montag bis Freitag bis 18:00 Uhr möglich). Hinzu
kamen technische Schwierigkeiten durch verschwindende Eingabefelder
bei der Registrierung per Browser. Die Registrierung bei Nextbike
funktionierte problemlos. Die Nutzung der Nextbike-App war einfach. Mit
dem Fahren des eLastenrads hatte er Schwierigkeiten. Es war ihm zu
schwerfällig, gerade wenn es bergauf ging (z.B. Ennertaufstieg). Das
Lenken und das Halten des Gleichgewichtes fielen ihm trotz vorhandener
Erfahrung mit Lastenrädern schwer. Dadurch war es ihm nicht möglich,
Handzeichen beim Abbiegen zu geben. Er sieht daher gerade beim
Queren von Straßenbahnschienen Gefahrenpotentiale. Die Clara eRoller
hat er nicht getestet, da er damit seinen Hund nicht mitnehmen kann.
Zudem fehlten ihm Stationen in Wohnortnähe. Den ÖPNV nutzte er wie
gewohnt über das Deutschlandticket.
Fahrten mit dem eigenen
Auto und die Gründe
dafür.
Er musste zweimal auf sein eigenes Auto zurückgreifen, weil die
Registrierung bei Cambio nicht funktionierte (siehe oben). Für spontane
Erstfahrten eignet sich das System aus seiner Sicht daher nicht.Seite 60 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
54
Bürger 6 - Abschlussgespräch
Erfahrungen insgesamt Ergänzend zu den oben genannten Punkten merkte er an, dass der ÖPNV
an Kreuzungen Vorrangschaltungen bekommen sollte. Die Anzahl der
Clara eRoller sollte erweitert werden, im Combahnviertel gab es während
der Testaktion keine Clara-Station.
Bei den eLastenrädern wäre eine bessere Abdeckung des Laderaumes
wünschenswert. Aktuell sammelt sich bei Regen das Wasser darauf.
Zudem wäre es gut, wenn die Boxen der eLastenräder abschließbar
wären, um Einkäufe sicher unterzubringen. Der Registrierungsprozess bei
Cambio sollte vereinfacht werden.
Wurde ihr
Mobilitätsspektrum
erweitert und welche
Angebote werden Sie
zukünftig nutzen?
Grundsätzlich findet er eLastenräder praktikabel und würde sie gerne
auch zukünftig nutzen. Gerade für größere Einkäufe können sie für ihn
einer Alternative zum Auto sein. Car-Sharing kommt zukünftig auch für
ihn in Frage. Er wird dieses Angebot erneut testen.
Können Sie sich einen
vollständigen Wechsel auf
den Umweltverbund
vorstellen?
Unter Umständen kann er sich das vorstellen. Dazu müssten die oben
beschriebenen Verbesserungen umgesetzt werden. Dann würde er beim
nächsten großen Defekt seines Autos zumindest probeweise auf einen
Neukauf verzichten.
Wie bewerten Sie die
Testaktion insgesamt?
Insgesamt gut. Gemessen an seinen bisherigen Erfahrungen mit
Bürgerbeteiligungen lief die zu den Bönnschen Vierteln sehr gut. Er fühlte
sich stets gut informiert. Die Testaktion war ihm zu kurz, ein Monat wäre
optimal gewesen. Der gemeinsame Austausch mit den Teilnehmenden
am Ende der Testaktion gefiel ihm gut, ebenso die Anwesenheit der
Oberbürgermeisterin. Er hätte sich jedoch etwas mehr Moderation
gewünscht, um noch besser in den Austausch zu kommen.
Anmerkungen Keine
Bürgerin 7 – Ausgangssteckbrief
Geschlecht Bürgerin 7 ist weiblich.
Alter Bürgerin 7 ist 42 Jahre alt.
Hintergrund Bürgerin 7 hat einen Universitätsabschluss und arbeitet als
Angestellte.
Sie lebt in einem dreiköpfigen Haushalt mit einem Kind.
Klimabezogene
Einstellungen
Bürgerin 7 ist sich sowohl bei der Bewertung der Rolle von Staat und
Unternehmen als auch bei der Bewertung der Rolle individuellen
Verhaltens unschlüssig.
Einstellungen zur
Mobilitätswende
Bürgerin 7 befürwortet die Mobilitätswende stark.
Mobilität Bürgerin 7 verfügt über einen Führerschein und hat ein eigenes Auto
sowie ein Fahrrad.
In ihrem Alltag bewegt sie sich mit dem Rad oder dem Auto und zu
Fuß fort. Obwohl sie das Auto für alle Weg-Arten nutzt (Arbeitsweg,
Einkauf, etc.), scheint sie zu versuchen, das Autofahren zu reduzieren:Seite 61 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
55
Sie nutzt das Auto für alle Weg-Arten nur einmal in der Woche, ihre
anderen Mobilitätsoption meist öfter. Bürgerin 7 nutzt keine
Öffentlichen Verkehrsmittel, ihr Verkehrsverhalten zeichnet sich durch
Individualverkehr aus.
Bei ihrer Entscheidung für ein Verkehrsmittel sind ihr das Wetter und
die Möglichkeit, Materialien etc. zu transportieren (jeweils bei allen
Weg-Arten), sowie die Umweltfreundlichkeit und die Möglichkeit zur
Mitnahme von Personen (jeweils bei vier Weg-Arten) besonders
wichtig.
Bürgerin 7 - Vorgespräch/Mobilitätsberatung
Motivation zur Teilnahme Bürgerin 7 will den Mobilitätswandel aktiv unterstützen, freut sich,
teilnehmen zu können und erhofft sich mehr Informationen zu
alternativen Mobilitätsformen.
Typische Wege im Alltag 3-5 mal in der Woche mit dem Rad zur Arbeit (10,5km pro Weg), restliche
Tage mit dem Auto. Für Fahrten zum Sport oder Familienbesuche nimmt
sie immer das Fahrrad. Ihr Auto nutzt sie für große Einkäufe oder den
Transport größerer Gegenstände. Ihr Kind nutzt für alle Wege
überwiegend das Fahrrad oder geht zu Fuß. In Ausnahmefällen wird es
mit dem Auto gefahren. Ihr Partner benutzt überwiegend den
Umweltverbund. Für den Transport größerer Gegenstände oder Besuche
außerhalb von Bonn auch mal das Auto.
Optionen für die
Testwoche
Bisherige Autofahrten mit dem eLastenrad durchführen. D-Ticket für
Familienbesuche nutzen, Clara Roller eventuelle für Ausflug, CarSharing
will sie nicht testen.
Bürgerin 7 - Zwischengespräch und Ergebnisse der täglichen Dokumentation
Erfahrungen mit den
Testangeboten
Registrierung bei Nextbike hat nicht funktioniert, da die Freischaltung für
die kostenlose Nutzung nicht erfolgt ist. Sie war auf die Nutzung einer
eigenen Bezahlmöglichkeit angewiesen (PayPal).
Das Handling des eLastenrads war für sie sehr gewöhnungsbedürftig
(Lenker zu schmal, Handzeichen dadurch fast unmöglich, Lenkung zu
direkt), man muss und sollte es vor der ersten Fahrt abseits des
Straßenverkehrs üben.
Der Laderaum des eLastenrads war ihr zu klein. Die Abstellflächen für die
eLastenräder sollten besser gekennzeichnet sein (in ihrem Fall
blockierten Roller das Abstellen des eLastenrads am Ende der Fahrt).
Ansonsten bisher keine weiteren Angebote getestet.
Fahrten mit dem eigenen
Auto und die Gründe
dafür.
Konzert in Köln (mit dem ÖPNV zu aufwendig) Großeinkauf der nicht ins
Lastenrad passte, Mitnahme einer Person, Fahrt zum Kindergeburtstag,
Transport von SportgerätenSeite 62 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
56
Bürgerin 7 - Abschlussgespräch
Erfahrungen insgesamt Aufgrund der Kürze der Woche hat sie lediglich das eLastenrad testen
können. Ihre Erfahrung damit siehe oben.
Wurde ihr
Mobilitätsspektrum
erweitert und welche
Angebote werden Sie
zukünftig nutzen?
Ja, die Nutzung von eLastenrädern kann sie sich auch zukünftig
vorstellen. Voraussetzung dafür wäre eine Ausweitung des Angebotes in
Form von Stellplätzen und Zahl der verfügbaren eLastenräder. Ein
gemeinschaftliche mit der Nachbarschaft genutztes Lastenrad wäre eine
Alternative zu Nextbike, da der Weg zur Station dann entfällt.
Clara eRoller kommen für sie nicht in Betracht. CarSharing wäre eine
Option zum eigenen Auto, wenn die Zahl der verfügbaren Autos erhöht
wird und auf ein FreeFloating-Modell umgestellt wird.
Können Sie sich einen
vollständigen Wechsel auf
den Umweltverbund
vorstellen?
Mit dem aktuellen Angebot nur zu 80%. Es bleiben Fahrten, die bisher
nicht mit dem eLastenrad gemacht werden können, wie z.B.
Großeinkäufe. Dafür ist der Laderaum im eLastenrad zu klein.
Wie bewerten Sie die
Testaktion insgesamt?
Gut, sie hat viel Neues erfahren und Denkanstöße in Bezug auf ihr
Mobilitätsverhalten erhalten. Eine Woche war ihr zu kurz, um alle
Angebote testen zu können, mindestens vier Wochen wäre besser
gewesen.
Die Betreuung durch den Mobilitätsberater war sehr gut. Die
Kommunikation mit Nextbike/SWB war schwierig.
Anmerkungen Sie wünscht sich eine Kampagne für mehr gegenseitige Rücksicht auf von
Radfahrenden und Zufußgehenden gemeinsam genutzten Wegen. Die
städtische Kommunikation zu den Bönnschen Vierteln hätte besser sein
können. Insbesondere fehlten ihr Informationen zum Programm beim
Auftaktfest und dem Fest im Combahnviertel.Seite 63 von 84
Ergebnisbericht | Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel
57
Impressum
Auftraggeberin
Bundesstadt Bonn
Dezernat der Oberbürgermeisterin
Geschäftsbereich Strategische Programmsteuerung
Stabsstelle Bürgerbeteiligung
Berliner Platz 2, 53111 Bonn
Auftragnehmerin
ifok GmbH
Holzstr. 2
40221 DüsseldorfSeite 64 von 84
Maßnahmen allgemein Mehr Mülleimer; Kampagne um Müll um Baumsepares zu befreien; Hundebeutel zum Abreißen Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch kurzfristig (12 Monate)
Maßnahmen allgemein Sportgeräte am Rhein; mehr Sportangebote wie Tischtennisplatten Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch langfristig (Umsetzung
ab 2025 und später)
Maßnahmen allgemein Denkmalschutz - Blocklösungen für neue Heizsysteme Nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar keine mittelfristig (24
Monate)
Maßnahmen allgemein Begrünung von Dachflächen bspw. Garagen, Fassaden als Pilotprojekt; Prüfung im Maßnahmenkatalog gering mittelfristig (24
Monate)
Mobilität und Verkehr bessere Straßenquerungen für den Rad- und Fußverkehr nach dem Vorbild Kreuzung
Bröltalbahnweg/Von-Sandt-Straße Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristig (12 Monate)
Mobilität und Verkehr Einbahnstraßen Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristig (12 Monate)
Mobilität und Verkehr Mehr Platz zwischen parkenden Autos für Fußgänger; mehr Platz auf den Bürgersteigen
(Kinderwagen); mehr Platz für Fahrradfahrende; keine blockierten Zebrastreifen Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristig (12 Monate)
Mobilität und Verkehr Mobilitätsbedürfnisse für Patienten der Physiotherapie- und Arztpraxen berücksichtigen Prüfung im Quartierskonzept mittel mittelfristig (24
Monate)
Mobilität und Verkehr
Priorisierung Anwohnendenverkehr/-parken, faire Preise - weniger Durchgangsverkehr; Verkehr aus
dem Süden nicht mehr durchs Viertel leiten - Kennedybrücke; Verkehr stadteinwärts auf
Augustinerstraße halten
Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristig (12 Monate)
Mobilität und Verkehr Prof.-Neu-Allee - ganz autofrei, halb autofrei Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristig (12 Monate)
Mobilität und Verkehr Tiefgarage Brücken-Forum attraktiver gestalten Nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar keine mittelfristig (24
Monate)
Combahnviertel
Themen Maßnahmenvorschläge für das Combahnviertel Umsetzungszeitraum
Ersteinschätzung / Umgang mit
Anmerkung
Umsetzbarkeit durch
den Konzern Stadt im
Rahmen Bönnsche
ViertelSeite 65 von 84
Mobilität und Verkehr mehr Parkraumbewirtschaftung; Parkmöglichkeiten für Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung
Beuel, damit sie nicht im Combahnviertel parken Prüfung im Quartierskonzept hoch mittelfristig (24
Monate)
Mobilität und Verkehr abgesenkte Bürgersteige an den Ecken (Barrierefreiheit) Prüfung im Quartierskonzept hoch mittelfristig (24
Monate)
Mobilität und Verkehr Autoverkehr reduzieren; Busverkehr zu laut Prüfung im Quartierskonzept gering mittelfristig (24
Monate)
Mobilität und Verkehr Sharingangebote Prüfung im Maßnahmenkatalog mittel mittelfristig (24
Monate)
Mobilität und Verkehr Mehr Ladestationen für E-Autos Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch mittelfristig (24
Monate)
Mobilität und Verkehr Digitale Kontrollen Nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar ? mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten Grünflächen pflegen - mehr Blumenwiesen, Pflanzkübel, Patenschaften Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten Sitzbänke/Sitzgelegenheiten Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten Nachpflanzen von Bäumen, Hochbeete und Pflanzkübel Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten private Garagen kaum genutzt zur Kenntnis genommen keine mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten Prof.-Neu-Allee beleuchtete Bürgersteige zur Kenntnis genommen hoch mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten Temporäre Begrünung ungenutzter Baugrundstücke fördern; Prüfung im Maßnahmenkatalog keine mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten auch kleinere Begegnungsstätten schaffen - grün, Spielgeräte, Sitzmöglichkeiten, z.B.
Straßenkreuzungen an Kaiser-Konrad- und Combahnstraße Prüfung im Quartierskonzept hoch langfristig (Umsetzung
ab 2025 und später)Seite 66 von 84
Öffentliche Räume gestalten Bolzplatz von-Sandt-Str./Bröltalbahnweg (Spielplatz?) neugestalten Nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar hoch langfristig (Umsetzung
ab 2025 und später)
Öffentliche Räume gestalten Kreuzung unterhalb Kennedybrücke zukunftstauglich gestalten Prüfung im Quartierskonzept hoch mittelfristig (24
Monate)
Öffentliche Räume gestalten Straßenlaternen mit umweltverträglichen Leuchtmitteln Nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar hoch mittelfristig (24
Monate)
Radverkehr mehr Fahrradparkplätze Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch langfristig (Umsetzung
ab 2025 und später)
Radverkehr Umleitung Räder auf die Rheinaustr. vom Deich aus weiter im Norden gegenüber "a.d. Wolfsburg"
wäre optimal Prüfung im Quartierskonzept hoch mittelfristig (24
Monate)
Radverkehr Fahrradstraßen Prüfung im Quartierskonzept hoch langfristig (Umsetzung
ab 2025 und später)
Radverkehr Fahrradwege farblich markieren, z.B. Rheinufer auf dem Asphalt zur Kenntnis genommen hoch langfristig (Umsetzung
ab 2025 und später)
Radverkehr Fahrradstraße Prof.-Neu-Allee Prüfung im Quartierskonzept hoch mittelfristig (24
Monate)
Verkehrssicherheit Für Radfahrer gefährliche Kreuzungen, v.a. an der Kennedybrücke entschärfen; Überwege
übersichtlicher gestalten (Ecke Combahnstr. & Rheinaustr.) Prüfung im Quartierskonzept hoch langfristig (Umsetzung
ab 2025 und später)Seite 67 von 84
Innere Nordstadt
Maßnahmen allgemein Lokales Handwerk fördern und Reparaturwerkstätten in den
Vierteln Prüfung im Maßnahmenkatalog gering langfristig (Umsetzung ab 2025 und später)
Maßnahmen allgemein Hinterhöfe entsiegeln Prüfung im Maßnahmenkatalog gering langfristig (Umsetzung ab 2025 und später)
Maßnahmen allgemein Bonn-Orange funktioniert gut in der Altstadt zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Müll vor den Häusern beseitigen zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Alkoholverbot (Frankenbadplatz) nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar - -
Maßnahmen allgemein Mehr Bürgerbeteiligung z.B. Quartiersbüro zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Bürger beteiligen, nicht Interessenverbände zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Aschenbecher an Straßenlaternen Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch langfristig (Umsetzung ab 2025 und später)
Maßnahmen allgemein Veranstaltungen mehr bewerben zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Pfandringe an den Mülleimern Prüfung im Maßnahmenkatalog hoch mittelfristig (24 Monate)
Maßnahmen allgemein Vermüllung vor den Kneipen vermeiden zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Quartiersmanagement v.A. Kindern mit Migrationshintergrund ->
kostenlose Angebote, soziale Aspekte zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Leerstand begegnen, Wohnraum schaffen und Mieten senken nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar - -
Maßnahmen allgemein Treffpunkte für Newcomers und Geflüchtete nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar - -
Maßnahmen allgemein Kein Partyviertel ->Wohnviertel zur Kenntnis genommen - -
Oberthema Möglicher Umsetzungszeitraum
(kurz- / mittel- / langfristig)
Umsetzbarkeit durch
den Konzern Stadt im
Rahmen Bönnsche
Viertel
Einschätzung zum Umgang mit der
Anregung
Maßnahmenvorschläge für die Innere NordstadtSeite 68 von 84
Maßnahmen allgemein Generationenrat für die Altstadt nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar - -
Maßnahmen allgemein Bönnsche Viertel als Superblock wie in Barcelona
(Verkehrsversuch) Prüfung im Quartierskonzept hoch langfristig (Umsetzung ab 2025 und später)
Maßnahmen allgemein Bessere Kommunikation der Maßnahmen zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Wenn Parkhäuser gebaut werden sollen, dann mit Begrünung
und Spielplatz auf dem Dach zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Erhöhung von Parkkosten ohne Alternative führt zu
Gentrifizierung zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein mehr Straßen für Autos sperren, Straßen für Menschen schaffen zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Gorilla&Co in Fußgängerzonen verbieten nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar - -
Maßnahmen allgemein Längere Grünphasen für Fußgänger Prüfung im Quartierskonzept mittel kurzfristig (12 Monate)
Maßnahmen allgemein Kein Gehwegparken mehr für Autos Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristig (12 Monate)
Maßnahmen allgemein Breitere Gehwege & Fußgängerzonen Prüfung im Quartierskonzept hoch (breitere Gehwege) kurzfristig (12 Monate)
Maßnahmen allgemein E-Scooter nicht auf Gehwegen abstellen; Stellflächen für
Nextbike und E-Scooter ausweiten Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristig (12 Monate)
Maßnahmen allgemein Es braucht eine positive Zukunftsvision: Potenziale & Werte
autofreier Quartiere aufzeigen zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein
Soziale Brennpunkte und Angsträume reduzieren - "Spritzen von
Drogenabhängigen", Glasscherben und Glasflaschen, zu viel
Hundehaufen
zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Maßnahmen für Klimaschutz und Umsetzung Hitzepläne zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein Einkaufs-Pufferlager im Stadthaus für Einkäufe und Mikrodepots
für Lieferdienste einrichten Prüfung im Maßnahmenkatalog mittel mittelfristig (24 Monate)
Maßnahmen allgemein Je mehr Infrastruktur, umso kürzer die Wege zur Kenntnis genommen - -
Maßnahmen allgemein In jede Straße eine/n Multiplikator/in als Bindeglied zw. Stadt
und Anwohner:innen
nicht im Rahmen der Bönnschen Viertel
umsetzbar - -Seite 69 von 84
Mobilität und Verkehr
Schulverkehr regeln, bspw. Hol- und Bringverkehre außerhalb
mit markierten "Treffpunkte"; günstige Alternativen für
Lehrer:innen schaffen (Stadthaus + Angebot Lastenrad oder
Bollerwagen)
Prüfung im Maßnahmenkatalog mittel mittelfristig (24 Monate)
Mobilität und Verkehr Anwohner in Nebenstraße mitdenken, Umgehungsverkehre
vermeiden Prüfung im Quartierskonzept mittel mittelfristig (24 Monate)
Mobilität und Verkehr Bus durch die Altstadt ist sehr wichtig. Leider stehen die Busse
oft im Stau Prüfung im Quartierskonzept hoch kurzfristi

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Datenstand: 02.11.2026, 20:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de