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231849-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Bürgerantrag: Denkmal für Moses Hess

Nummer
231849-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
24.11.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Kulturausschusses 05.03.2024 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 05.12.2023 Kenntnisnahme
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  1. 231849 Bürgerantrag: Denkmal für Moses Hess

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
231849-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
27.09.2023
Bürgerantrag: Denkmal für Moses Hess
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 14.11.2023 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Moses Hess gehört zweifelsfrei zu den in Bonn geborenen Personen, die durch
ihr späteres Wirken eine hohe internationale Anerkennung und Würdigung
erhalten haben. Als Frühsozialist und Vordenker des Zionismus sind seine
Werke für die Theorie- und Ideengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
bedeutend.
Die Verwaltung prüft daher – auch im Zusammenhang eines
Ausstellungsprojektes des Stadtmuseums zu Bonner Persönlichkeiten des
Vormärz – geeignete Maßnahmen, um auch Moses Hess unter
stadthistorischen Fragestellungen in den Fokus zu nehmen.
Ob ein Personendenkmal der richtige Weg ist, um die Erinnerung an Moses
Hess nachhaltig zu stärken, kann aus Sicht der Verwaltung nicht eindeutig
beantwortet werden. Zudem ist die Errichtung eines Denkmals mit erheblichen
Kosten verbunden. Fördermöglichkeiten werden im Bereich „Kunst im
öffentlichen Raum“ durch unterschiedliche Fördermittelgeber angeboten; eine
erfolgreiche Bewerbung ist jedoch von einem entsprechenden Eigenanteil und
einem überzeugenden, innovativen Konzept abhängig. Weder steht ein
entsprechender Eigenanteil zur Verfügung, noch wurde bislang ein Prozess
oder Wettbewerb hierzu konzipiert. Ein solcher Prozess oder Wettbewerb
würde zusätzliche personelle wie finanzielle Ressourcen benötigen.
Maßnahmen der politischen Bildung, wie ein „grenzüberschreitender
europäischer Jugend-Literaturwettbewerb und Poetry Slam“ sind auch im
Rahmen der geplanten Ausstellung denkbar und könnten im Rahmen der
Ausstellungsplanung und -finanzierung berücksichtigt werden. Hier bieten sich
zudem weitere Stiftungen oder Institutionen der politischen Bildung als
Partner*innen an.
Ein „europäisches Arbeitsstipendium für junge Journalisten“ wird aufgrund der
hierzu ebenfalls benötigten finanziellen und personellen Ressourcen und des
hohen organisatorischen Aufwands als nur schwer umsetzbar eingeschätzt.
Evtl. mögliche Fördermöglichkeiten sollen geprüft werden. Es wäre aber auch
denkbar, die beiden vorgeschlagenen Ansätze im Rahmen des
Ausstellungsprojektes zu kombinieren und ein Jugend-Wettbewerbsformat mit
journalistischem Schwerpunkt zu entwickeln.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 22:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de