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231846 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ im Jahr 2024 oder 2025 in Bonn

Nummer
231846
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
02.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 02.10.2023
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 06.12.2023

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 06.12.2023 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 299,6 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 231846-01 ST Bürgerantrag: Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ im Jahr 2024 oder 2025 in Bonn
  2. 231846-02 AA BBB-Änderungsantrag: Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ im Jahr 2024 oder 2025 in Bonn

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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
231846
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
24.09.2023
Bürgerantrag: Ausstellung „Die Nakba – Flucht und
Vertreibung der Palästinenser 1948“ im Jahr 2024
oder 2025 in Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
08.11.2023 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag hat folgenden Wortlaut:
Hiermit beantrage ich im Namen der unten aufgelistet Unterzeichner*innen die
Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ im
Jahr 2024 oder 2025 in Bonn zu zeigen. Bitte beachten Sie den beigefügten
Brief, der eine Liste der Unterzeichnerinnen enthält.
Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag,
der von 159 Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichner unterstützt wird. Die
Unterschriftenliste liegt der Verwaltung vor.
Anlage/n
1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)
2 Bürgerantrag (öffentlich)
3 Anlage zum Bürgerantrag (öffentlich)Seite 1 von 5
Betreff
Bürgerantrag zum Zeigen der Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ im Jahr
2024 oder 2025 in Bonn
Ihr Antrag
Hiermit beantrage ich im Namen der unten aufgelistet Unterzeichner*innen die Ausstellung „Die Nakba – Flucht
und Vertreibung der Palästinenser 1948“ im Jahr 2024 oder 2025 in Bonn zu zeigen.
Bitte beachten Sie den beigefügten Brief, der eine Liste der Unterzeichnerinnen enthält.
Begründung des Antrags
Die Stadt Bonn pflegt seit 2017 eine Projektpartnerschaft mit der Stadt Ramallah. Auf Grundlage dieser
Partnerschaft, beantragen wir, die Unterzeichnenden, hiermit, die "Nakba"-Ausstellung im Jahr 2024 oder 2025 in
Bonn in geeigneten offiziellen Räumlichkeiten zu präsentieren. Unser Ziel ist es, die Sichtweise der
Palästinenser*innen in Bonn - wie bereits in vielen anderen Städten Deutschlands - bekannt zu machen. Die
Ausstellung "1948" wie sie vor Kurzem im Stadthaus zu sehen war, vertritt die israelisch-zionistische Perspektive
auf die Ereignisse rund um die Gründung des Staates Israel, was bei vielen Einwohner*innen von Bonn mit
palästinensischen Wurzeln sowie Vertreter*innen der Bonner Zivilgesellschaft wegen der geschichtlichen
Unausgewogenheit und Einseitigkeit auf Kritik und Unverständnis stieß.
Hiermit bestätige ich, dass ich seit mindestens drei Monaten in Bonn wohne.
PDF erstellt mit: www.form-solutions.de
Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 2 von 5
an
Bundesstadt Bonn
Bonn, den 25.09.2023
Betr.: Bürgerantrag zum Zeigen der Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der
Palästinenser 1948“ im Jahr 2024 oder 2025 in Bonn
Sehr geehrte Damen und Herren,
Hiermit beantrage ich im Namen der unten aufgelistet Unterzeichner*innen die Ausstellung
„Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ im Jahr 2024 oder 2025 in
Bonn zu zeigen.
Die Stadt Bonn pflegt seit 2017 eine Projektpartnerschaft mit der Stadt Ramallah. Auf
Grundlage dieser Partnerschaft, beantragen wir, die Unterzeichnenden, hiermit, die
"Nakba"-Ausstellung im Jahr 2024 oder 2025 in Bonn in geeigneten offiziellen
Räumlichkeiten zu präsentieren. Unser Ziel ist es, die Sichtweise der Palästinenser*innen in
Bonn - wie bereits in vielen anderen Städten Deutschlands - bekannt zu machen. Die
Ausstellung "1948" wie sie vor Kurzem im Stadthaus zu sehen war, vertritt die israelisch-
zionistische Perspektive auf die Ereignisse rund um die Gründung des Staates Israel, was bei
vielen Einwohner*innen von Bonn mit palästinensischen Wurzeln sowie Vertreter*innen der
Bonner Zivilgesellschaft wegen der geschichtlichen Unausgewogenheit und Einseitigkeit auf
Kritik und Unverständnis stieß.
Zur Nakba - Ausstellung:
Die Ausstellung wurde vom Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V. im Jahr 2008 aus Anlass
des 60. Jahrestages der Nakba, der Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948 erstellt.
Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung mit Begleitkatalog zu der Thematik.
Diese Ausstellung wurde vom Evangelischen Entwicklungsdienst und der Stiftung
Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg gefördert. 51 namhafte
Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik, Kirchen, Medien und Kultur unterstützen das
Anliegen der Ausstellung: https://www.lib-hilfe.de/infos_ausstellung_unterstuetzer.html
Die Ausstellung besteht aus 14 PVC-Folien der Größe 90x150 cm, die an der Wand oder an
Stellwänden aufgehängt werden können. Sie ist in zweifacher Ausfertigung verfügbar. Ein
Ausstellungskatalog mit allen Texten, Karten, Tabellen und Fotos der Folien sowie den
Quellenangaben ergänzt die Ausstellung.
Der Grund für die Ausstellung ist, dass der Verein seit 1996 humanitäre, medizinische,
Freizeit- und Bildungsprojekte in den palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon
unterstützt, insbesondere für Kinder, Jugendliche und Frauen. Das Hauptziel ist, die Not der
Flüchtlinge vor Ort zu lindern und gleichzeitig das Verständnis der deutschen ÖffentlichkeitSeite 3 von 5
für ihre Anliegen und Hoffnungen auf eine selbstbestimmte und gerechte Zukunft zu
fördern, wie es der Verein im Vorwort zur Ausstellung darlegt. Doch Verständnis erfordere
zuallererst Wissen, in diesem Fall das Wissen um die Nakba, die Katastrophe, wie die
Palästinenser ihre Flucht und Vertreibung von 1948 nennen.
In Israel werden die Ereignisse um 1948, die mit der Ausrufung des israelischen Staates
verbunden waren, als Wiedergeburt nach zweitausendjährigem Exil und nach Jahrhunderten
langer Verfolgung gefeiert. Den überwiegenden Teil der Palästinenser haben diese Ereignisse
dagegen zu einem Volk von Flüchtlingen gemacht, die sich ihrer Heimat und ihres Besitzes
beraubt sehen, ohne Aussicht auf nationale Selbstbestimmung, geschweige denn auf
Entschädigung oder gar Rückkehr.
Die deutsche Schuld aus dem Holocaust hat dazu geführt, dass die Sichtweise des
israelischen Verständnisses vorherrscht und das Leid des palästinensischen Volkes oft
übersehen wird. Die Ausstellung soll dazu beitragen, die Kenntnis und Anerkennung dieser
Seite des Konflikts zu fördern, da dies als Voraussetzung für Aussöhnung, Gerechtigkeit und
Frieden im Nahen Osten angesehen wird.
Die Ausstellungstafeln (https://www.lib-hilfe.de/mat/ausstellung/Ausstellung_Nakba.pdf)
sowie der Ausstellungskatalog (https://www.lib-
hilfe.de/mat/ausstellung/Broschuere_Nakba.pdf) (14. Auflage, aktuelle Fassung vom April
2023) sind auch als PDF zum Download verfügbar.
Bis heute wurde die Ausstellung in 125 Orten in Deutschland und in mehr als 50 Orten in
Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, England und den USA gezeigt, so 2014 im
EU-Parlament in Straßburg und im Palast der Vereinten Nationen in Genf. Zehntausende
BesucherInnen haben sie gesehen und mehr als 19.000 Ausstellungskataloge wurden
verkauft. Im Jahr 2023 wurde die Ausstellung in folgenden Stellen gezeigt
13.05. Köln, Heumarkt
13.05. Stuttgart, Schlossplatz
15.05.–
14.07.
Universität Marburg, Centrum für Nah- und Mittelost-
Studien Webseite
21.05. Mannheim, Kapuzinerplanken
27.05. Koblenz, Löhrrondell 1a
09.06. Nürnberg, Platz am Weißen Turm
Mehr Information über die Ausstellung finden sie unter https://www.lib-
hilfe.de/infos_ausstellung.htmlSeite 4 von 5
Unterzeichner*innen:
Lfd.-Dr. Name AddresseSeite 5 von 5

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Datenstand: 02.11.2026, 23:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de