← Vorlagen

231776 · Beschlussvorlage

Finanzierung des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg im Jahr 2023

Nummer
231776
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
04.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 26.10.2023 Entscheidung federführend
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 28.11.2023 Anhörung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 80,7 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (7.053 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
231776
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Finanzierung des Nachbarschaftszentrums Brüser
Berg
im Jahr 2023
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
26.10.2023 Entscheidung
Bezirksvertretung Hardtberg 28.11.2023 Anhörung
Beschlussvorschlag
(vorbehaltlich der Anhörung in der BV Hardtberg)
Das Diakonische Werk Bonn und Region gGmbH erhält als Träger des Nach-
barschaftszentrums Brüser Berg zur Finanzierung der angemessenen,
nachgewiesenen und ungedeckten Personal-, Sach- und Overheadkosten
einen Betrag für 2023 in Höhe von bis zu 235.000,00 €.
Begründung
„dass es ein Ort ist, wo Menschen gern hinkommen“
Seit dem 01.10.2009 wird der Betrieb des Nachbarschaftszentrums Brüser
Berg (NBB) in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Bonn und Region
gGmbH (Diakonisches Werk Bonn) gefördert. Zuletzt war mit Beschluss vom
15.06.2022 (DS-Nr.: 221036) sowie mit Beschluss vom 09.11.2022 (DS-Nr.:
221036-01) zur ergänzenden Finanzierung die Förderung für das Jahr 2022
gefasst worden.
Mit der Förderung werden die Personalkosten für 0,77 VZÄ Leitung, 1,24 VZÄ
Sozialarbeit und 0,2 VZÄ Verwaltung sowie die darauf entfallenden Sach- und
Overheadkosten finanziert.
Seit 2022 wurde die Förderung eines Stellenanteils von 0,51 VZÄ für
hauswirtschaftliche Tätigkeiten wiederaufgenommen, der zuvor im Rahmen
eines Beschäftigungsprogramms vom Jobcenter Bonn abgedeckt wurde.
Zielgruppe des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg ist die gesamte
Bürgerschaft – unabhängig von Herkunft, Alter, kulturellem Hintergrund oder
der individuellen Lebenssituation. Die breit gefächerten Angebote in denSeite 1 von 4
Seite 2
Bereichen Beratung, Bildung, Freizeit, Bewegung, Kunst und Kultur erfreuten
sich großer Beliebtheit und wurden rege in Anspruch genommen. Auch dienen
die Räume des Nachbarschaftszentrums – insbesondere in den Abendstunden
und teilweise auch an Wochenenden – unterschiedlichen Gruppen und
Interessengemeinschaften als Treffpunkt.
Ziel des Nachbarschaftszentrums ist es, in Abstimmung und Vernetzung mit
anderen Institutionen im Stadtteil das soziale Miteinander der Bewohner*innen
zu verbessern und eine gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen.
Die Angebotsstruktur hat sich in den letzten Jahren an die veränderten Bedarfe
der Bewohnerschaft des Stadtteils angepasst. So wurden insbesondere für die
Gruppe der Neuzugewanderten mit Migrationshintergrund Sprachkurse,
Hausaufgabenhilfen und Begegnungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit
unterschiedlichen Kooperationspartnern und ehrenamtlich Tätigen geschaffen.
Besonders hervorzuheben ist das bürgerschaftliche Engagement von
Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil, ohne deren Hilfe das Angebotsspektrum
nicht durchgeführt werden könnte. Darüber hinaus werden von der im
Nachbarschaftszentrum angesiedelten Ehrenamts-Koordination Freiwillige in
unterschiedliche Unterstützungsangebote im Stadtteil vermittelt (z.B. im Bereich
der Sprachförderung, Formularhilfen, Nachhilfeangebote, Seniorenbegleitung,
Unterstützung von Familien etc.).
Unter der Federführung der Einrichtungsleitung tagt in regelmäßigen
Abständen eine Lenkungsgruppe, der neben wichtigen Akteuren*innen des
Stadtteils auch Vertretende der Verwaltung angehören. Ziel ist es, auf aktuelle
Entwicklungen eingehen zu können, Bedarfe festzustellen und die Angebote
des Nachbarschaftszentrums kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Beschränkung „Corona-Pandemie“
Die pandemische Lage hat auch in 2022 einen enormen Einschnitt in die
Qualität der Begegnung im Nachbarschaftszentrum dargestellt. Einige
Stammgäste kamen nicht mehr ins Nachbarschaftszentrum und waren nicht
mehr erreichbar.
Während dieser Zeit, die durch extreme Abstandsregeln und Beschränkungen
geprägt war, zeigte sich insbesondere ein sehr großes Bedürfnis nach sozialer
Nähe. Bis heute hält dieses erhöhte Bedürfnis nach Gespräch und Begegnung
an. Deutlich wird dies insbesondere anhand der Nachfrage von
niederschwelligen Treffangeboten, die selbst sonntags stattfinden.
Nach Aufhebung der Hygienevorschriften des Diakonischen Werkes im
Frühjahr 2023 stiegen die Besucherzahlen des Nachbarschaftszentrums wieder
an. Laut der NBB-Leitung „belebe sich alles neu“. Seitdem waren auch wieder
Kulturveranstaltungen möglich, die das Nachbarschaftszentrum kostenfrei bzw.
auf Spendenbasis anbietet. Auch die Nachhilfe, die durch Ehrenamtliche des
Nachbarschaftszentrums durchgeführt wird, findet wieder vor Ort im
benachbarten Jugendtreff statt. Zuvor wurde dieses Angebot via ZOOM
umgesetzt.
AusblickSeite 2 von 4
Seite 3
Das Nachbarschaftszentrum wurde Anfang des Jahres an ein neues Team
übergeben.
Seit Frühjahr 2023 ist die Einrichtung wieder ohne Zugangsbeschränkungen
geöffnet. Eine bunt gefüllte Angebotsbroschüre soll die Besucherschaft wieder
ins Nachbarschaftszentrum locken. Nach einer langen Pause findet bspw.
jeden Mittwoch der früher so beliebte Mittagstisch wieder statt. Weiterhin ist die
Einrichtung in der Vermittlung von ehrenamtlich geleisteter Nachhilfe am Brüser
Berg aktiv. Ein besonderes Aushängeschild stellt zudem das Projekt
„Blühender Brüser Berg – alle können mitmachen!“ dar.
Weiterhin plant das Nachbarschaftszentrum mit einem kleinen Team aus
Freiwilligen seine niederschwellige und kostenfreie Essensausgabe (in
größeren zeitlichen Abständen) auf der Borsigallee fortzuführen. Als Antwort
auf gestiegene Lebensmittelkosten und Inflation erstellte das
Nachbarschaftszentrum 2022 eine kleine Kochbuchbroschüre mit dem Titel
„Etwas Warmes braucht der Mensch“, die zum Nachkochen mit „kleinem
Geldbeutel“ einladen soll.
Das Nachbarschaftszentrum Brüser Berg stellt einen wichtigen Baustein im
sozialen Netz der Bundesstadt Bonn dar und sichert Begegnungs- und
Kontaktmöglichkeiten auf dem Brüser Berg. Die weitere Förderung wird von der
Verwaltung befürwortet.
Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt:
2019 2020 2021 2022
171.200 € 174.700 € 203.700 € 217.200 €
Der Träger ist aufgrund seiner Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen
geeignet, die geförderten Leistungen zu erbringen. Der Träger hat sich seit
vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung
verbundenen formellen Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages
sowie eines Verwendungsnachweises) wurden vom Träger bislang stets
ordnungsgemäß erfüllt.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg. 1.50.00.05.06.01 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg.
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
FinanzsaldoSeite 3 von 4
Seite 4
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
235.000,00 EUR 150000506 /
73.1000
2023 0,00 EUR
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
235.000,00 EUR
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 17:49 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de