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231759 · Mitteilungsvorlage

Ergebnis des freiraumplanerischen Qualifizierungsverfahrens zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 6122-1 "Grootestraße/Lenaustraße" im Stadtbezirk Bonn, Ortsteil Dransdorf

Nummer
231759
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
29.09.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 24.10.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 17.10.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
231759
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Ergebnis des freiraumplanerischen
Qualifizierungsverfahrens zum
vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 6122-1
"Grootestraße/Lenaustraße" im Stadtbezirk Bonn,
Ortsteil Dransdorf
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 17.10.2023 Kenntnisnahme
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 24.10.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Mit Beschluss der Bezirksvertretung Bonn vom 15.06.2021 wurde die
frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB zum
vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 6122-1 "Grootestraße/Lenaustraße"
im Stadtbezirk Bonn, Ortsteil Dransdorf nach vorheriger Entwurfsüberarbeitung
beschlossen (DS-Nr.: 201805). Der geänderte Entwurf wurde den politischen
Gremien im August 2022 vorgelegt (DS-Nr.: 201805-04). Um im Rahmen des
laufenden Bebauungsplanverfahrens eine hohe Gestaltungsqualität zu sichern,
wurde ein Qualifizierungsverfahren für die Freiraumplanung zwischen
Vorhabenträgerin und Stadt Bonn vereinbart und durchgeführt.
Das Qualifizierungsverfahren zielte auf die Gestaltung der öffentlichen
Freiräume, insbesondere der Nachbarschaftshöfe und der öffentlichen
Erschließung, ab. Es erfolgte eine Mehrfachbeauftragung mit vier
Landschaftsarchitekturbüros. Die Entwurfsarbeiten wurden durch eine Fachjury,
bestehend aus Fachgutachter*innen und Verwaltung, bewertet. Politische
Vertreter*innen waren in das Verfahren eingebunden (DS-Nr.: 230614).
Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, ein freiraumplanerisches
Gesamtkonzept anhand der Erschließungsplanung für das Quartier und
vertiefende Gestaltungsideen für die drei Nachbarschaftshöfe als
Aufenthaltsorte zu entwerfen. Darüber hinaus sollte ein beispielhafter
Lösungsansatz zur Gestaltung der angrenzenden privaten Freiflächen anhand
des mittleren Nachbarschaftshofes aufgezeigt werden. Eine besondere
Herausforderung war dabei der Umgang mit Niederschlagsversickerung und
die Berücksichtigung eines Entwässerungskonzeptes.
Das Preisgericht tagte am 24.08.2023. Den ersten Rang belegte die
Entwurfsarbeit des Büros studio grüngrau Landschaftsarchitekten aus
Düsseldorf (Anlage - Freiraumplanerisches Konzept).Seite 1 von 4
Seite 2
Auszug aus der Begründung des Preisgerichtes:
„Der vorliegende Beitrag offeriert ein robustes und klar ablesbar eigenständiges
Konzept, das gleichermaßen noch Gestaltungsspielraum für den weiteren
Dialog in der Planung und für die weitere Entwicklung der Freiflächen im
Quartier lässt. Die Hofräume werden grundsätzlich maßstäblich richtig
gegliedert und ausgestaltet, für Hof B wird die vorgeschlagene Erweiterung der
öffentlichen Flächen kontrovers diskutiert. Die Themen für die einzelnen Höfe
sind tragfähig und lassen in angemessenem Rahmen Spielraum für Nutzungen.
Die Offenheit und Flexibilität des Beitrages überzeugt, jedoch fehlt teilweise
eine vertiefende Durcharbeitung. Es entstehen attraktive Gelegenheitsorte für
die Nachbarschaft(en) sowie erlebbare Aneignungsräume für Kinder. Die Höfe
werden durch eine locker begrünte, nachbarschaftliche Achse verbunden. Der
Beitrag gibt über die Auswahl der Vegetation und die teils dichte Stellung der
Bäume eine kraftvolle und zeitgemäße Antwort auf die Fragestellungen
verbunden mit dem Klimawandel. Das pragmatisch organisierte
Entwässerungskonzept ist grundlegend schlüssig. (…) Die Größe und
Bodengestaltung von Hof B wird kritisch diskutiert: Das Angebot eines vielfältig
nutzbaren Hofes / einer Platzfläche wird begrüßt, die Dimension scheint jedoch
zu groß. Die ablesbar gemeinsame Identität der drei Höfe wird als sehr guter
Ansatz erachtet. Der Pflegeaufwand für die Freianlagen scheint insgesamt
vertretbar, lediglich die im südlichen Hof vorgeschlagene Pergola wird im
Gremium diesbezüglich kontrovers diskutiert.“
Der Siegerentwurf dient nun als Grundlage für die Aufstellung des
Bebauungsplans Nr. 6122-1. Im Anschluss an das freiraumplanerische
Qualifizierungsverfahren soll ein hochbauliches Qualifizierungsverfahren
durchgeführt werden.
Die Wettbewerbsergebnisse wurden im Zeitraum vom 12.09.2023 bis
26.09.2023 im Ratsfoyer des Stadthauses ausgestellt.
Anlage/n
1 Freiraumplanerisches Konzept (öffentlich)Seite 2 von 4
Anlage – Freiraumplanerisches Konzept
Lageplan M1:500 | Entwurf: studio grüngrau LandschaftsarchitektenSeite 3 von 4
Gestaltungsplan Hof B M1:200 | Entwurf: studio grüngrau Landschaftsarchitekten
Blick in Hof B | Entwurf: studio grüngrau LandschaftsarchitektenSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 18:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de