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231750 · Antrag

CDU/u.a.-Antrag: Umbenennung der Viktoria-Brücke in Guido-Westerwelle-Brücke

Nummer
231750
Art
Antrag
Veröffentlicht
26.09.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 26.09.2023
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 17.10.2023

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 17.10.2023 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 231750-01 ST Umbenennung der Viktoriabrücke in Guido-Westerwelle-Brücke

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Antrag
öffentlich
231750
Antragsteller/in:
Elmar Conrads-Hassel
Nicole Bonnie
CDU Bezirksfraktion Bonn
25.09.2023, gez. Reh-Schall
CDU/u.a.-Antrag: Umbenennung der Viktoria-
Brücke in Guido-Westerwelle-Brücke
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 17.10.2023 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Viktoria-Brücke wird in Guido-Westerwelle-Brücke umbenannt.
Begründung
Guido Westerwelle war ein liberaler Politiker aus Bonn. Im
März 2016 erlag er den Folgen seiner Leukämieerkrankung.
Seine rheinische Lebenslust hatte er bis zuletzt nicht verloren.
Geboren in Bad Honnef und aufgewachsen in Bonn,
absolvierte er am Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Bonn sein
Abitur und blieb der Stadt auch während seines Studiums der
Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-
Universität treu. Nach Abschluss seines erfolgreichen
Studiums ließ er sich als Anwalt in der Kanzlei seines Vaters
in der Heerstraße in der Bonner Altstadt nieder.
Politik war seine große Leidenschaft, die er zum Beruf
machte. Er war ein Politiker, der polarisierte und gegenüberSeite 1 von 5
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den politischen Gegnern in der Sache austeilte, aber auch
einstecken konnte. Westerwelle genoss ein hohes Ansehen
bei den Bonner Bürgerinnen und Bürgern und auch über
Parteigrenzen hinweg. Seine steile, politische Karriere begann
in Bonn – als Gründungsmitglied der Jungen Liberalen,
dessen Vorsitzender er bis 1988 war und späterer
Vorsitzender der FDP Bonn. Von 1994 bis 2001 war er
Generalsekretär der Bundespartei. 2001 wurde er zum
Parteivorsitzenden gewählt und blieb in dieser Position bis
2011. Von 1996 bis 2013 war er Mitglied des Deutschen
Bundestages und von 2006 bis 2009 Fraktionsvorsitzender
der FDP im Deutschen Bundestag und Oppositionsführer. Er
war von Oktober 2009 bis Dezember 2013 Bundesminister
des Auswärtigen und von Oktober 2009 bis Mai 2011
Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Trotz der wachsenden Aufgaben auf nationaler und
internationaler Ebene blieb er seiner Heimatstadt ein Leben
lang eng verbunden. Sein Herz hing an Bonn. Bonn blieb für
ihn zeitlebens seine Heimat.
Neben seiner Leidenschaft für die Politik schlug sein Herz für
die Kunst. Das merkte man auch in seinem Einsatz für das
August-Macke-Haus am Fuße der Viktoriabrücke. Schließlich
ist es einer Initiative von Guido Westerwelle zu verdanken,
dass das Museum, einst Wohnhaus des Malers August
Macke, im Jahr 2010 Bundesmittel in Höhe von 500.000 EuroSeite 2 von 5
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für die Sanierung und weitere 3,5 Mio. EUR für den
Erweiterungsbau erhalten hat.
Guido Westerwelle war ein Brückenbauer. Für seine
Verdienste um die deutsch-polnischen Beziehungen wurde
Westerwelle 2013 in Warschau mit dem Kommandeurskreuz
mit Stern ausgezeichnet. Westerwelle imponierte der
Freiheitswillen des polnischen Volkes, der eine unentbehrliche
Rolle bei der Wiedervereinigung Europas gespielt habe. Er
wusste um die Bedeutung des Verhältnisses beider Staaten,
das ständiger Pflege bedurfte. Denn der Zweite Weltkrieg, der
durch den Überfall Nazi-Deutschlands ausgelöst wurde,
markierte insgesamt einen tiefen Einschnitt für die deutsch-
polnischen Beziehungen. Das Verhältnis beider Länder war in
den Nachkriegsjahren und darüber hinaus - bis 1990 - durch
die Grenzstreitigkeiten um die Oder-Neiße-Linie und die
Vertriebenenpolitik belastet. Nicht nach Paris oder
Washington, sondern nach Warschau führte ihn seine erste
Auslandsreise als Außenminister. Viele waren davon
überrascht. Doch für ihn war das kein Zufall, sondern ein
Anliegen.
Ebenso hat er sich für die Vertiefung der Beziehungen zu den
anderen osteuropäischen Nachbarn eingesetzt. Die
Beziehungen zwischen den östlichen und westlichen EU-
Mitgliedern müssten die gleiche Qualität erreichen wie die
zwischen Deutschland und Frankreich. Davon warSeite 3 von 5
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Westerwelle überzeugt. Westerwelle verstand sich als
Versöhner, Brückenbauer und Verfechter der Europäischen
Integration.
Die Viktoriabrücke verbindet West- und Nordstadt. Guido
Westerwelle ist unweit von ihr entfernt aufgewachsen und hat
zuletzt in der Bornheimer Straße gewohnt. Am Fuße der
Brücke befindet sich das August-Macke-Haus, für das er sich
so sehr eingesetzt hat.
Durch die umfangreiche Sanierung erhält die Brücke einen
völlig neuen Charakter. Daher bietet sich der Zeitpunkt zur
Umbenennung nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten
an.
Die Viktoriabrücke ist keine Straße mit Hausadressen. Eine
Umbenennung würde daher keinen Aufwand bei Stadt oder
Anliegern auslösen.
Um die Verdienste Guido Westerwelles für die Stadt Bonn zu
würdigen, bitten wir herzlich alle Fraktionen um Unterstützung
des Antrags.
Anlage/n
KeineSeite 4 von 5
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Datenstand: 02.11.2026, 19:19 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de