231738-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Bürgerantrag: Errichtung eines rollstuhlgerechten Spielplatzes im Grüngürtel Tannenbusch
Kerndaten
- Nummer
- 231738-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 06.10.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 231738-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III 20.09.2023 Bürgerantrag: Errichtung eines rollstuhlgerechten Spielplatzes im Grüngürtel Tannenbusch Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 17.10.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: „Unter Punkt 5 des Ratsbeschlusses vom 22.08.23 wird auf Grundlagen zum Planen inklusiver Spielplätze DS 230056 eingegangen, in die bereits seit einigen Jahren die BG (Behindertengemeinschaft) Bonn mit einbezogen wird. Bei dem Begriff „Inklusion“ geht es nicht um Menschen mit und ohne Behinderung, sondern darum alle Menschen entsprechend ihren Fähigkeiten abzuholen und Grundvoraussetzungen für gemeinschaftliches Miteinander und Teilhabe zu schaffen. Dazu gehört neben der Barrierefreiheit, das Fördern von Motorik, Balance und Koordination, das Ansprechen unterschiedlicher Sinne, das Bewegungsgefühl aber auch die Kommunikation zu den öffentlichen Spielplätzen. Speziell für Tannenbusch sind bei den Spielplatzneubauprojekten (2012-2014) im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ Anforderungen für behinderte Menschen auf Basis des damaligen Stands der Technik berücksichtigt worden. So verfügen z. B. die Spielplätze am KBE Dreieck, an der Ostpreußen- und an der Schlesienstraße überbreite, gefällearme und befestigte Wege, die die Spiel- und Aufenthaltsflächen miteinander verbinden. Es gibt bunte Spielgeräte, Kletternetze, Schaukeln und Rutschen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zum Beklettern und Balancieren. Zudem liegt das Spielhaus und das Kleinspielfeld inmitten des Spielplatzes KBE Dreieck und ist barrierefrei über zwei Zugänge von der Hohe Straße und einem von der Ostpreußenstraße erreichbar. Leider kann jedoch der Zugang zu einzelnen Spielgeräten nicht immer barrierefrei erfolgen, weil die Bereiche um die Spielgeräte herum aus Sicherheitsgründen aus fallschutzdämpfenden Materialien hergestellt werden müssen und zudem meistens auch noch die Funktion einer Sandspielfläche übernehmen. Diese Flächen sind mit einem Rollstuhl nicht befahrbar. Am Waldenburger Ring gibt es einen kleinen Spielplatz an einer Kita mit befahrbarem Fallschutzbelag aus Gummi. Reine Rollstuhlfahrerschaukeln, wie sie derzeit auf dem Markt angeboten werden, sind zwar tolle Erlebnisse für Rollstuhlfahrende, tragen aber nicht zum gemeinsamen Spiel bei und sind auf Grund der Vandalismusanfälligkeit nicht für den öffentlichen, unbetreuten Bereich geeignet. Darüber hinaus sind dieseSeite 1 von 2 Seite 2 nur bedingt mit den Sicherheitsanforderungen an „normale“ Schaukeln in Hinblick auf Verletzungsmöglichkeiten anders damit spielender Kinder konform, z. B. durch Bekletterbarkeit oder Einklemmgefahren für Füße. Eine (inklusive) Erweiterung des Spielplatzes im Grüngürtel Tannenbusch ist derzeit nicht vorgesehen. (vgl. DS 230055). Im Zuge der erforderlichen Ersatzbeschaffung für irreparable Spielgeräte wird die Berücksichtigung inklusiver Aspekte zugesagt. In der gesamtstädtischen Spielplatzentwicklung wird großer Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit der Behindertengemeinschaft Bonn gelegt. Beschlussvorschlag: Die Bezirksvertretung nimmt Kenntnis von den inhaltlichen Ausführungen in der Stellungnahme der Verwaltung und erklärt den Bürgerantrag damit für erledigt. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren abgeschlossen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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