← Vorlagen

231734 · Beschlussvorlage

Gewährung eines Zuschusses für den Deutschen Kinderschutzbund – Ortsverband Bonn e.V. für den Eltern-Kind-Treff im Bonner Stadtteil Dransdorf und das Bezugspatenprojekt

Nummer
231734
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
10.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 18.10.2023 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 84,8 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (7.858 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
231734
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Gewährung eines Zuschusses für den Deutschen
Kinderschutzbund – Ortsverband Bonn e.V. für den
Eltern-Kind-Treff im Bonner Stadtteil Dransdorf und
das Bezugspatenprojekt
Beratungsfolge
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 18.10.2023 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Die derzeit gültige Bewirtschaftungsverfügung sieht vor, dass Vorlagen mit
finanziellen Auswirkungen für das Jahr 2024 im Einzelfall geprüft und
entschieden werden. Da die verwaltungsinterne Prüfung und Entscheidung
noch nicht abgeschlossen war, konnte die Vorlage nicht fristgerecht
eingebracht werden.
Die Behandlung der Vorlage ist dringlich, um die Handlungsfähigkeit des
Trägers zu sichern und zu verhindern, dass zur Abwendung wirtschaftlicher
Risiken direkte Maßnahmen ergriffen werden müssen, die die Leistung
mindestens reduzieren würden.
Beschlussvorschlag
Der Deutsche Kinderschutzbund – Ortsverband Bonn e.V. erhält für das Be-
treuungsangebot Eltern-Kind-Treff und das Bezugspatenprojekt eine Förderung
in Höhe von bis zu 138.816,56 EUR in 2023 und 162.162,00 EUR in 2024.
Begründung
Eltern-Kind-Treff
Der Eltern-Kind-Treff wurde im Mai 2000 im Bonner Stadtteil Dransdorf gegrün-
det, um einen Beitrag zur Stadtteilentwicklung zu leisten. Das Konzept und die
Angebotsstruktur wurden in den letzten Jahren immer mehr konkretisiert und
ausgebaut. Zwischenzeitlich hat sich der Eltern-Kind-Treff zu einem Ort für Fa-
milien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren aus Dransdorf und umliegenden Stadttei-
len entwickelt, der Familien in vielfältiger Art und Weise unterstützt und Kindern
die Chance auf einen guten und sicheren Start ins Leben ermöglicht. Es wer-
den immer weitere Angebote geschaffen mit dem Ziel, die Elternverantwortung
zu stärken.
Konkret bedeutet das die Betreuung für unter sechsjährige Kinder, die BeratungSeite 1 von 4
Seite 2
für Eltern, die Begleitung von Familien und die Begegnung mit und für Men-
schen zu ermöglichen und gestalten.
Das Konzept basiert auf drei Säulen, auf die die Angebote ausgerichtet sind:
• Orientierung am Kind durch frühkindliche Bildung, Förderung der so-
zialen Kompetenz und ganzheitliche Förderung (geistig-seelisch-
körperlich)
• Frühzeitige Prävention durch Entlastung der Eltern, Beratung in Erzie-
hungsfragen, praktische Unterstützung der Eltern und ressourcen- und
lösungsorientierte Elternarbeit
• Partizipation durch Beteiligung der Eltern an der Planung bedarfsge-
rechter Angebote, durch Angebote zur Knüpfung sozialer Kontakte für
Eltern und Kinder und Aktivierung des sozialen Lebens im Stadtteil.
Neben dem präventiven Ansatz des Eltern-Kind-Treffs werden Eltern beson-
ders in Krisen mit dem Ziel „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten, unterstützt. Weitere
Angebote sind die Minitreffgruppen, allgemeine Beratung, Sprachkurse, Musik-
projekte, Angebote für werdende und junge Mütter sowie Sprechstunden mit
Hebammen und Kinderärzten.
Der Eltern-Kind-Treff konnte in den letzten Jahren insgesamt einen Zulauf do-
kumentieren, für das Kernangebot Minitreffgruppen gib es sogar seit längerem
eine Warteliste.
Für Familien mit erhöhtem Unterstützungsbedarf wurde vor 16 Jahren das An-
gebot der Bezugspatenschaften geschaffen:
Bezugspatenprojekt
Das Bezugspatenprojekt dient der Unterstützung und Begleitung von jungen
Familien durch ehrenamtliche Patinnen und Paten.
Im Rahmen des Projektes werden Familien in belastenden Situationen in ihrem
häuslichen Umfeld begleitet, unterstützt und entlastet. Diese besonderen Belas-
tungssituationen können sehr unterschiedlich sein.
Dazu gehören beispielsweise die Schwangerschaft und Geburt eines Kindes,
ebenso kann der Übergang von Kita in Schule eines Kindes bei Eltern und Kind
Stress auslösen.
Psychische Belastungen, ein fehlendes soziales Netzwerk, finanzielle Engpäs-
se u.v.m. können Gründe dafür sein, dass das Familienleben aus dem Gleich-
gewicht gerät und Mütter und/oder Väter sich vorübergehende Unterstützung
wünschen, um ihren Alltag wieder so gestalten zu können, dass die Familie
entlastet wird und die Probleme eigenständig gelöst werden können.
Zu den Aufgaben der Ehrenamtlichen gehören unter anderem die Begleitung zu
Behörden oder Ärzten, die Aktivierung von Ressourcen innerhalb der Familien
sowie deren alltagspraktische Unterstützung. Die Patinnen und Paten sind feste
und verlässliche Ansprechpersonen für die betroffenen Familien. Zudem fungie-
ren sie als „Türöffner“ zu anderen sozialen Unterstützungssystemen und kön-
nen diesbezüglichen Vorbehalten und Ängsten bei den Familien entgegenwir-
ken. Die Patinnen und Paten tragen dazu bei, dass ÜberforderungssituationenSeite 2 von 4
Seite 3
vermieden werden und leisten in den Familien ganz praktische Hilfe zur Selbst-
hilfe.
Die ehrenamtlichen Patinnen und Paten werden vom Kinderschutzbund für
diese Tätigkeit qualifiziert und während ihres Einsatzes durch die Projektkoor-
dinatorin (sozialpädagogische Fachkraft) fortwährend fachlich begleitet. Ein
Austausch findet sowohl in Form von Teambesprechungen als auch in Einzel-
gesprächen statt. Auch in der schwierigen Corona-Zeit konnten neue ehrenamt-
liche Patinnen und Paten dazugewonnen werden, unterstützt durch die zusätz-
liche Bereitstellung von Mitteln aus dem Förderprogramm „Aufholen nach Co-
rona“.
Bislang wurden beide Projekte des Deutschen Kinderschutzbundes – Ortsver-
band Bonn durch einzelne Förderverträge gefördert. Da es zwischen beiden
Projekten personelle Überschneidungen und Synergieeffekte gibt, wurde mit
Kinderschutzbundes eine gemeinsame Förderstruktur für die nächsten beiden
Jahre erstellt.
Die Kosten sind aufgrund von Tarifsteigerungen bereits erheblich gestiegen,
zumal für die Ausweitung des Angebotes durch Aufholen nach Corona keine
weiteren Fördermittel akquiriert werden konnten. Die im Haushalt zur Verfü-
gung stehenden Mittel sind für die vorgelegte Kalkulation nicht auskömmlich.
Die Maßnahmen sind aus Sicht des Amtes für Kinder, Jugend und Familie al-
lerdings erforderlich und die zusätzlich erforderlichen Mittel können aus nicht
verausgabten Mitteln des Präventionstopfes gedeckt werden.
In 2022 erfolgten bereits folgende Zuschüsse:
Bezugspatenprojekt 12.981,43 €
Bezugspatenprojekt über Aufholen nach Corona 52.794,21 €
Eltern-Kind-Treff 94.475,29 €
Gesamt: 160.250,93 €.
Finanzielle Auswirkungen:
2023
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.06.05 Sonstige Leistungen zur Förde-
rung junger Menschen und Fami-
lien
1.06.05.01 Allgemeine Förderung der Erziehung in der
Familie
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich FolgekostenSeite 3 von 4
Seite 4
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
138.816,56 EUR 151000605/
73.1000
2023:
113.172,53 EUR
25.644,03 EUR HH-Mittel Amt 51
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
138.816,56 EUR
Finanzielle Auswirkungen:
2024
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.06.05 Sonstige Leistungen zur Förde-
rung junger Menschen und Fami-
lien
1.06.05.01 Allgemeine Förderung der Erziehung in der
Familie
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
162.162,00 EUR 151000605/
73.1000
2024:
116.178,26 EUR
45.983,74 EUR HH-Mittel Amt 51
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
162.162,00 EUR
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 23:36 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de