231692-04 ST · Stellungnahme der Verwaltung
BBB-Antrag: Aufforstungsmaßnahme am Schleifenfelsweg im NSG Siebengebirge
Kerndaten
- Nummer
- 231692-04 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 09.11.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 231692-04 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III 20.10.23 BBB-Antrag: Aufforstungsmaßnahme am Schleifenfelsweg im NSG Siebengebirge Beratungsfolge Rat 09.11.2023 Kenntnisnahme Stellungnahme zu dem Änderungsantrag bzw. Antrag: I. Änderungsantrag DS 231692-03 AA Koalition Kompensationsverpflichtungen von Vorhabenträgern zur Realisierung von gefördertem oder längerfristig preisgebundenen Wohnraum können vorrangig berücksichtigt werden. Eine Limitierung in der Verwendung von Ökopunkten ausschließlich für bestimmte Vorhaben ist jedoch nicht sinnvoll, um wichtige Bauleitplanverfahren, Infrastrukturvorhaben sowie Projekte zum Ausbau erneuerbarer Energien (z.B. Windenergieanlagen) oder zur Förderung der Mobilitätswende (z.B. Radwegeausbau, Seilbahn) nicht zu benachteiligen. II. Antrag DS 231692-02 BBB: Die Aufforstungsmaßnahme am Schleifenfelsweg durch den Landesbetrieb Wald + Holz (LBWH) wurde von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bonn (UNB) bereits genehmigt und als Ökokontomaßnahme anerkannt. Daher geht es in der Beschlussvorlage DS 231692 um den Erwerb von Ökopunkten aus einer Aufforstungsmaßnahme durch die Stadt Bonn und nicht um die Frage, ob diese Maßnahme durchgeführt werden soll oder nicht. Der Aufforstung liegt ein zwischen dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft und der Stadt Bonn abgestimmtes Konzept zur ökologischen Aufwertung einer Offenlandfläche am Schleifenfelsweg zugrunde, welches auch die Fachplanungen und Anforderungen für das FFH-Gebiet „Siebengebirge“, das Naturschutzgebiet „Siebengebirge“ sowie den Landschaftsplan “Ennert“ berücksichtigt. Aufgrund des stark differenzierten geologischen Untergrundes und der abwechslungsreichen, stark reliefierten Landschaft ist im Siebengebirge ein überaus vielfältiges Mosaik aus unterschiedlichen Waldgesellschaften entstanden. Zusätzlich wird das Gebiet durch Biotopstrukturen wie ehemalige Steinbrüche, Weinberge, Obstwiesen, offene Felsbereiche und Fließgewässer sowie Quellsysteme belebt. Das Gebiet ist im Verbund mit dem Kottenforst und der Wahner Heide aufgrund seiner Größe und Ausstattung das zentrale Trittsteinbiotop im südlichen Rheinland und als solches von europaweiterSeite 1 von 2 Seite 2 Bedeutung. Daher sieht das Konzept zur ökologischen Aufwertung der ehemaligen Ackerfläche eine vielfältige Mischung an Arten und Lebensräumen (Waldinnen- und Außenrand; Niederwald, Mischwald, Mähwiese) sowie die Förderung der Naturnähe und Strukturvielfalt vor. Aufgrund der Standortverhältnisse, den im Umfeld vorhandenen Lebensraumtypen (Eichen- Hainbuchenwälder) und unter Berücksichtigung der durch den Klimawandel zu erwartenden „Standortdrift“, werden für die Aufforstung eine Mischung aus Traubeneiche (Hauptbaumart) und dienende Baumarten aus Hainbuche und Winterlinde verwendet. Beimischungen von Speierling und Vogelkirsche ergänzen die Baumartenwahl. Die Bäume werden nicht reihig, sondern in Trupps gepflanzt, um flächenweise auch eine natürliche Sukzession zuzulassen. Das Amt für Umwelt und Stadtgrün der Bundesstadt Bonn ist Mitglied im BION e.V, dem Biodiversitätsnetzwerk Bonn / Rhein-Sieg. Dies umfasst mehrere unterschiedliche Einrichtungen wie internationale Organisationen (z. B. UNU, UNCCD), etwa 15 relevante Universitätsinstitute und -einrichtungen, mehrere Bundesministerien (z. B. BMUV, BMBF, BMZ, BMEL) und nachgeordnete Behörden (BfN, BLE), darüber hinaus zahlreiche weitere, wichtige Akteure, wie z. B. die Alexander von Humboldt-Stiftung, die DFG, den DAAD u.a. Die Institutionen zeichnen sich durch ihre Einzigartigkeit, Spezialisierung und Exzellenz aus und weisen komplementäre Profile über die gesamte Bandbreite der Thematik „Biodiversität“ auf. BION hat das Ziel, Synergien zwischen diesen Institutionen und Einrichtungen zu fördern. Durch den Prozess einer multidisziplinären, dynamischen und gezielten Vernetzung beschäftigt BION sich mit Fragen zur Biodiversität auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene. Die Bundesstadt und die Universität Bonn haben zudem Ende 2018 ihre Zusammenarbeit auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt. Das „Memorandum of Understanding“ (MoU) zwischen der Kommune und der Universität hat fünf strategische Handlungsfelder definiert – die Möglichkeit zur Begleitung von Abschluss- oder sonstiger „Semesterarbeiten“ ist daher grundsätzlich gegeben. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:26 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de