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231691-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Zu den neuen Komposttiertoilettenanlagen

Nummer
231691-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
12.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2024 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 231691 FDP-Große Anfrage: Zu den neuen Komposttiertoilettenanlagen

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
231691-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Dezernat:
SGB
Zu den neuen Komposttiertoilettenanlagen
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
19.10.2023 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Verwaltung führt zu den Fragen wie folgt aus:
1. Liegen die beiden aktuellen Aufstellungsorte am links- und
rechtsrheinischen Rheinufer im Hochwasserbereich?
Die Kompostanlagen liegen im Hochwasserbereich, sind aber mobil
bzw. kranbar und somit bei drohendem Hochwasser zu versetzen.
(siehe auch unter 3.)
2. Ist an den Standorten Schmutzwasserkanalisation vorhanden?
Die Komposttoilette wird weder an das Abwasser- noch an das
Trinkwassernetz angeschlossen. Es handelt sich um eine
Trockentoilette. Der Urin wird in der Toilette von den Feststoffen
separiert. Urin und Feststoffe werden getrennt in Sammelbehältern in
dem Betriebsraum gelagert und von regelmäßig geleert.
3. Was geschieht bei drohendem Hochwasser mit den Komposttoiletten?
Sind diese verankert? Wie und mit welchem apparativen Aufwand
müssen diese ggf. in hochwassersichere Bereiche geschafft werden?
Bei drohendem Hochwasser werden die Kompostanlagen mittels eines
Krans aus dem Hochwasserbereich abtransportiert. Die Anlagen sind
nicht im Boden verankert o.ä. und somit versetzbar.
4. Wo ist der Sitz des Herstellers der Komposttoiletten?
Der Hersteller Nowato hat seinen Firmensitz in Frankfurt
5. Mit welchem Aufwand wurden die Toiletten nach Bonn transportiert undSeite 1 von 3
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aufgestellt?
Beide Anlagen wurden per Spedition, beauftragt durch die Firma
Nowato, nach Bonn an den jeweiligen Standort transportiert und an
einem Tag betriebsbereit aufgebaut. Es wurde eine kleine Fläche
abgesperrt, um die Anlage per Kran auf die dafür vorgesehenen
Flächen zu heben. Die Anlieferung inkl. Aufbau waren im Kaufpreis
inkludiert.
6. Welchen technischen Pflegeaufwand verursachen die Komposttoiletten
über das Jahr (präventive Instandhaltung), kann dieser von Bonner
SHK-Betrieben geleistet werden oder ist die Verwaltung hierfür auf den
Hersteller angewiesen?
Der genaue „Pflegeaufwand“ muss noch festgestellt werden, da es sich
um ein Pilotprojekt ohne Erfahrungswerte handelt. Die Firma Nowato ist
mit der technischen Wartung (2x jährlich), sowie der wöchentlichen
Leerung der Anlage beauftragt.
Zusätzlich wurde durch das SGB eine Reinigungsfirma für die tägliche
Reinigung beauftragt.
Die Intervalle können ja nach Erfordernis angepasst werden.
Die Dienstleistungen können nach Ablauf der geschlossenen Verträge
auch von anderen Dienstleistern erbracht werden. Diese müssen zur
gegebenen Zeit neu ausgeschrieben werden.
7. In ihrer Pressemitteilung spricht die Verwaltung von
Grubenentleerungsintervallen von mindestens 1 Mal wöchentlich.
Haben die Verwaltung bzw. Bonnorange hierfür ein geeignetes
Fahrzeug oder müssen hierfür Aufträge an spezialisierte Betriebe
vergeben werden? Welche Kosten fallen hierfür pro Fahrt an? Welche
Wege muss das Fahrzeug von seinem Abstellort über die
Komposttoilette bis zur Abgabestelle an einer Kläranlage und zurück zu
seinem Standort zurücklegen und wieviel CO2 entsteht dabei?
Die Firma Nowato ist mit der wöchentlichen Leerung beauftragt. Die
Kosten pro Anfahrt belaufen sich auf 120,00 netto (siehe unten –
Kostenaufstellung unter 8.). Da die Dienstleistungen extern vergeben
sind liegen keine weiteren Daten vor.
8. Auf welche Höhe belaufen sich die Kosten einer Komposttoilette
bezogen auf ein Betriebsjahr unterteilt nach Anschaffungskosten,
Mietkosten, Instandhaltung und Entsorgungsfahrten?
Die einmaligen Anschaffungskosten pro Komposttoilette belaufen sich
auf 50.500,00 € netto (gerechnet auf mehre Jahre war der Kauf der
Anlagen wirtschaftlicher als eine Anmietung) somit fallen also keine
Mietkosten an.
Hinzu kommen folgende Unterhaltskosten:Seite 2 von 3
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Technische Wartungen
(2 Stück pro Jahr und Anlage) € 804,00 netto
1x wöchentliche Leerung und Reinigung
(52 Stück pro Jahr und Anlage) € 10.660,00 netto
Anschaffungskosten pro Anlage: € 50.500,00 netto
Instandhaltung und Entsorgungsfahrten
(pro Jahr und Anlage) € 11.464,00 netto
Bei den berechneten Instandhaltungskosten handelt es sich derzeit um
Schätzwerte, da zu diesem Projekt Erfahrungswerte fehlen!
Hinzukommen wie bei allen anderen öffentlichen Toiletten
Reinigungskosten.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 10:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de