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231517-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Hochwasserschutz

Nummer
231517-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
29.08.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 17.10.2023 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 231517 Grüne/u.w.-Große Anfrage: Hochwasserschutz

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
231517-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Hochwasserschutz
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 05.09.2023 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Verwaltung lässt momentan in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Alfter
ein Hochwasserschutzkonzept für den Hardtbach ab der Henri-Spaak-Straße
bis zum neu errichteten Abschlagbauwerk am Dransdorfer Bach erstellen.
Hierin wird das HQ100 als Zielvorgabe für
Hochwasserschutzmaßnahmen festgelegt. Dies hat den Hintergrund, dass das
gesetzlich festgesetzte Überschwemmungsgebiet die Flächen umfasst, die bei
einem HQ100 überflutet werden.
Ein HQ100 ist ein Hochwasserereignis, welches statistisch gesehen alle 100
Jahre einmal auftritt. Die Abflussmenge eines HQ100 kann in der
Zukunft größer sein, aber die statistische Eintrittswahrscheinlichkeit eines
HQ100 bleibt per Definition gleich.
Die Auswirkungen des Klimawandels werden dahingehend mit einbezogen, als
dass die Niederschlagsdaten der Ereignisse der jüngeren Vergangenheit,
welche schon vom Klimawandel beeinflusst sind, in die neuen Modelle
einbezogen werden. Daher ist es wichtig, die zugrundeliegenden Modelle
immer wieder zu aktualisieren.
Für Flächen, die bei einem HQ-Extrem betroffen sind, gibt es keine gesetz-
lichen Vorgaben zur Berücksichtigung bei entsprechenden Planungen.
Auch Landesfördermittel sind mindestens an ein HQ100 bei
Hochwasserschutzmaßnahmen an Bächen und an ein HQ200 bei
Hochwasserschutzmaßnahmen am Rhein gebunden.
Im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes werden die Bachabschnitte des
Hardtbachs ab der Henri-Spaak-Straße bis zum Abschlagbauwerk am
Dransdorfer Bach, inklusive der Unterläufe des Markeskaulenbachs und des
Alfterer Katzenlochbachs, neu modelliert und Flächen ermittelt, auf denen
Retentionsräume geschaffen werden können.
Ziel dabei ist, einen möglichst effektiven Hochwasserschutz durch Kombination
verschiedenster struktureller und baulicher Maßnahmen zu erreichen. Dabei
wird ein Schutzziel für ein mindestens 100jährliches Hochwasserereignis, wenn
möglich auch höher, angestrebt. Die Modellierung in einem
Hochwasserschutzkonzept erfolgt in der Regel für mehrere örtliche, häufig bis
selten vorkommende Überflutungsszenarien, wie beispielsweise
HQ10/20/25/50/100/extrem.
In diese Szenarien werden die potentiellen Maßnahmenflächen in
verschiedenen Kombinationen eingebunden, um zu überprüfen, welche
Maßnahmen für einen effektiven Hochwasserschutz am besten geeignet sind.Seite 1 von 2
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Nicht alle Maßnahmen können einen gleich wirksamen Hochwasserschutz
erwirken. Oft sind Kombinationen von verschiedenen Maßnahmen am
sinnvollsten und wirksamsten für den Hochwasserschutz einzusetzen.
Zurzeit liegen erste Ergebnisse zur Modellierung und erste Aussagen zu
Potentialflächen am Hardtbach vor. Technische Planungen zu
Einzelmaßnahmen des Hochwasserschutzes können erst nach Fertigstellung
des Hochwasserschutzkonzeptes (voraussichtlich 2024) erstellt werden. Auf
Grundlage der technischen Planung werden dann auch Kostenschätzungen
und Kostenberechnungen zu den Einzelmaßnahmen aufgestellt.
Die größte Herausforderung bei der Umsetzung des Hochwasserschutzes am
Hardtbach ist jedoch die Flächenverfügbarkeit, da Privatgrundstücke in vielen
Bereichen direkt bis an den Bachlauf heranreichen.
Eine konkrete bauliche Maßnahme zur Abmilderung von
Hochwasserereignissen ist die Erweiterung des Durchlasses an der
Bahnhofstraße. Diese wird als Einzelmaßnahme außerhalb des
Hochwasserschutzkonzeptes betrachtet und derzeit beplant.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 06:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de