231388 · Beschlussvorlage
Parkourpark an der Viktoriaunterführung
Kerndaten
- Nummer
- 231388
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 16.08.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
- Sitzung noch nicht verknüpft Anhörung
- Sitzung des Sportausschusses Empfehlung
- Sitzung noch nicht verknüpft Anhörung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 231388 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 52 Sport- und Bäderamt Dezernat: Dez. IV Parkourpark an der Viktoriaunterführung Beratungsfolge Sportausschuss 31.08.2023 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 05.09.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Bezirksvertretung Bonn stimmt der Errichtung eines Parkourparks auf der Südfläche vor der neu gestalteten Viktoriaunterführung zu. Begründung Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 27. Oktober 2022 der Planung zur Umgestaltung der Viktoriaunterführung (zwischen Thomastraße/Am Alten Friedhof und Endenicher Straße/Herwarthstraße) und des Umfeldes beiderseitig der Bahntrasse zugestimmt (DS 221210). Mit der Umsetzung der Maßnahme wird voraussichtlich im Frühjahr 2024 begonnen. Für den Bau der Unterführung und der unmittelbar angrenzenden Flächen wird eine Bauzeit von mindestens zwei Jahren geschätzt. Im Rahmen der Umgestaltung der Südfläche ergibt sich die Chance, die Brachfläche mittels einer Bodenmodellierung als spannenden, nachhaltigen Freiraum zu gestalten und für die Bonnerinnen und Bonner nutzbar zu machen. Analog der ansteigenden Höhe der Viktoriabrücke entwickelt sich von der Brücke in Richtung Trog eine sanfte, mit Wiesenmischungen begrünte Hügellandschaft, die mit einem Raster aus heimischen und alten Obstbäumen überstellt wird. Es entsteht eine offene, ökologisch wertvolle Freifläche, die frei nutzbar ist und mittelfristig für Aktivitäten in der Natur, wie z.B. die Obsternte, Gehölzschnittkurse oder die Nutzung als Bienenweide in Betracht gezogen werden kann. Eine integrierte Sport- und Spielanlage erweitert das Angebot. (s. Anlage 1 Lageplan Süd). Die Ergebnisse einer Umfrage im Rahmen des Gutachtens der Sportentwicklungsplanung zeigen, dass der Wunsch besteht, dass Outdoor- Fitness-Anlagen errichtet werden, um im öffentlichen Raum Sport treiben zu können. (Gutachten der Sportentwicklungsplanung, S. 21ff.). Entsprechend hat die Verwaltung vor, geeignete Flächen in Bonn zu nutzen, um generationsübergreifend Erholungs-, Bewegungs- und Begegnungsräume zu erschaffen. Dabei steht sowohl die Nutzung durch Individualsportler*innen, aber auch die Nutzung durch Gruppen im Fokus. Die Bewegungsräume sollen sichSeite 1 von 5 Seite 2 in die örtlichen Gegebenheiten einfügen und die bestehende Infrastruktur optimal ergänzen. Auf der oben genannten Fläche südlich der Viktoriaunterführung bietet sich aus Sicht der Verwaltung ein Parkourpark an. Die Verwaltung hat daher Kontakt mit Stakeholdern der Parkourszene aufgenommen, die den Wunsch zur Errichtung eines möglichst zentralen für alle Bonnerinnen und Bonner gut erreichbaren Standorts für eine Parkouranlage äußerten und in die Entwurfsplanung einbezogen wurden. Bei Parkour geht es darum, jegliche Hindernisse im urbanen oder auch naturnahen Raum geschickt und kreativ zu überwinden. Dazu gehört das Lernen entscheidender Fertigkeiten wie Laufen, Springen, Hangeln, Schwingen, Landen, Abrollen, Klettern und Balancieren. Diese Grundbewegungen sind Teil des natürlichen Bewegungspotenzials des Menschen und werden beim Parkour spielerisch variiert. Dynamisch-kraftvolle Aspekte werden mit bewusst langsamen und konzentrierten Bewegungen ergänzt. Durch vielfältige Bewegungsmöglichkeiten und Herausforderungen übt man dabei eine ausgewogene Kombination aus Kraft, Koordination und Körperbeherrschung. Lernen sich selbst gut einzuschätzen, die eigenen Grenzen zu entdecken, zu erkennen und daran Schritt für Schritt zu arbeiten sind ebenfalls grundlegende Elemente im Parkourtraining. Entwurf Parkourpark Viktoriaunterführung (s. Anlage 2) Mit einer organischen Formsprache in den Flächenkonturen wurde diese Sportanlage für Parkour- und Fitness-Sportler in die Topographie des umgebenden Raumes eingebettet. Dies schafft einen Ort mit zahlreichen abwechslungsreichen Sportangeboten ohne dabei übermäßig stark in den natürlichen Charakter der umgebenden Fläche einzugreifen. Ohne versiegelte Flächen und Einfassungen fügen sich zwei der Bereiche des Parkour- und Fitnessparks mit natürlichen Baukörpern (Robinienholz-Stämme mit Aufständerung und Flusskiesel / Findlinge) in die Hangbereiche des Hügels ein. Beide Bereiche stellen eine im sportlichen Lauf nutzbare Anbindung an die Kernfläche der Anlage dar, wobei zur Stärkung der Aufenthaltsqualität am oberen Ende des Arrangements aus Robinienhölzern zwei große Sitzpodeste mit Blick auf die tiefer liegende Fläche installiert wurden. Der Kern der Anlage befindet sich auf einer mit organischer Formensprache eingefassten Fläche mit Pflaster- und Fallschutzbelag. Die Elemente auf der Pflasterfläche sind maximal hüfthoch und erlauben die Ausführung von Überwindungen, Strides und Präzisionssprüngen lokal oder in fortgesetzter Bewegung über unterschiedliche Höhenstufen der Fläche. Die Grenze der beiden Bereiche wurde an den Flächenkanten derart gestaltet, dass verschiedene Elemente eine sportliche Verbindung durch Überwindungen sowie Absprung- und Landungspunkte zwischen ihnen ermöglichen. Der Bereich auf der Fallschutzfläche bietet vor allem hohe und hüfthohe Elemente aus Beton und Stahl an, die es den Nutzenden erlauben, sämtlicheSeite 2 von 5 Seite 3 Bewegungsarten und sportlichen Übungen aus dem Parkour und den modernen Fitnesssportarten in einem abwechslungsreich gestalteten Setting auszuführen. Durch eine teilweise radiale Anordnung der Elemente und etliche unterschiedliche Lagebeziehungen erlaubt die Anlage einen kreativen Umgang mit den Baukörpern indem eine Vielzahl an Routen und Variationen angeboten wird. Zeitplan: Die Ausführung des Parkourparks kann unmittelbar nach Abschluss der Maßnahme Viktoriaunterführung umgesetzt werden. Für die Maßnahme Viktoriaunterführung ist mit einem Baubeginn Anfang 2024 und einer angenommenen Bauzeit von zwei Jahren zu rechnen (s.o.). Der Parkourpark kann also voraussichtlich ab 2026 errichtet werden. Kosten: Durch diese Sportanlage sollen keine Mehrkosten im Rahmen der Fördermaßnahme Viktoriaunterführung entstehen. Die für die geplante Sportanlage erforderlichen Tief- und Landschaftsbauarbeiten (Erdarbeiten, Stützmauern, Oberflächenbeläge und Naturstein-Findlinge) in Höhe von 100.000 EUR netto sind in der Maßnahme nach DS 221210 bereits enthalten. Für die Errichtung der Sportgeräte entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von ca. 200.000 € brutto (s. Anlage 3). In dieser Höhe stehen in der mittelfristigen Finanzplanung Haushaltsmittel in der „Pauschale Sportstätten“ zur Verfügung. Hinweis: Die Anlagen 2 und 3 können aus Wettbewerbsgründen nicht veröffentlicht werden. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.08.01 Bereitstellung und Betrieb von Sportanlagen 1.52.00.08.01.02 Sportplätze und -außenanlagen Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 200.000 € 5520008019000/78.5300 2026 (MFP) Einzahlungen Investiver Finanzsaldo 200.000 € Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich FolgekostenSeite 3 von 5 Seite 4 Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n 1 Viktoriaunterführung Lageplan Süd BA (öffentlich) 2 Parkourpark Viktoriaunterfuehrung Entwurf (nichtöffentlich) 3 Parkourpark Viktoriaunterfuehrung Kostenrahmen (nichtöffentlich)Seite 4 von 5 Seite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de