231348 · Beschlussvorlage
Beteiligungskonzept Nachhaltige Kulturstrategie 2035
Kerndaten
- Nummer
- 231348
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 28.07.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 231348 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Dezernat IV Dezernat: Dez. IV Beteiligungskonzept Nachhaltige Kulturstrategie 2035 Beratungsfolge Beirat Bürgerbeteiligung 25.08.2023 Empfehlung Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 30.08.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Dem als Anlage beigefügten Entwurf des Beteiligungskonzeptes zum Projekt „Nachhaltige Kulturstrategie 2035“ wird zugestimmt. Begründung Die Verwaltung wurde vom Rat in seiner Sitzung am 06.05.2021 (DS-Nr. 202383) beauftragt, das Kulturkonzept der Stadt Bonn, das auf die Jahre 2012- 2022 bezogen war, fortzuschreiben. Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung der Bonner Kulturlandschaft. Bei der Entwicklungs- und Diskussionsarbeit sollten zeitgemäße Schwerpunktthemen diskutiert sowie die unterschiedlichen Kulturszenen, die Bürgerschaft, Verwaltung und Politik partnerschaftlich eingebunden werden. Das fortgeschriebene Konzept sollte einen Ziel- und Orientierungsrahmen bieten und insbesondere auch dazu dienen, Antworten auf zukünftige Strukturfragen städtischer wie freier Einrichtungen bzw. möglicher Verschränkungen beider Seiten zu geben. Aufgrund der thematischen Relevanz wurde der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. Es soll eine „Nachhaltige Kulturstrategie 2035“ entwickelt werden, die sich an den von den Vereinten Nationen ausgerufenen 17 Sustainable Development Goals (SDGs) orientiert. Der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger hat im Februar 2022 die Durchführung eines komplexen Beteiligungsverfahrens beschlossen. (Drucksache 212041). Anlage/nSeite 1 von 6 Seite 2 1 Beteiligungskonzept Nachhaltige Kulturstrategie 2035 (öffentlich)Seite 2 von 6 Beteiligungskonzept Nachhaltige Kulturstrategie 2035 - Komplexes Verfahren gemäß den Leitlinien der Stadt Bonn 1. Zielsetzung des Gesamtprojekts Die Verwaltung wurde vom Rat in seiner Sitzung am 06.05.2021 (DS-Nr. 202383) beauftragt, das Kulturkonzept der Stadt Bonn, das auf die Jahre 2012-2022 bezogen war, fortzuschreiben. Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung der Bonner Kulturlandschaft. Bei der Entwicklungs- und Diskussionsarbeit sollten zeitgemäße Schwerpunktthemen diskutiert sowie die unterschiedlichen Kulturszenen, die Bürgerschaft, Verwaltung und Politik partnerschaftlich eingebunden werden. Das fortgeschriebene Konzept, das die Jahre 2022-2032 umfassen soll, sollte einen Ziel- und Orientierungsrahmen bieten und insbesondere auch dazu dienen, Antworten auf zukünftige Strukturfragen städtischer wie freier Einrichtungen bzw. möglicher Verschränkungen beider Seiten zu geben. 2. Rahmenbedingungen Der Rat hatte am 29.04.2010 die Kulturverwaltung beauftragt, ein „Kulturkonzept für die Stadt Bonn 2012-2022“ zu entwickeln. Das finale Konzept, das im Februar 2013 veröffentlicht wurde, gibt einen Überblick über das seinerzeitige Kulturangebot Bonns, Entwicklungsperspektiven für die Zukunft (2012 bis 2022) und Maßnahmen, wie sich die Ziele erreichen lassen. Nun ist eine Fortschreibung bzw. Aktualisierung des Konzepts erforderlich. Insbesondere müssen vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Herausforderungen zeitgemäße Schwerpunktthemen für die zukünftige Ausrichtung des Kulturbereichs diskutiert werden. Aufgrund der thematischen Relevanz wurde der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. Es soll eine „Nachhaltige Kulturstrategie“ entwickelt werden, die sich an den von den Vereinten Nationen ausgerufenen 17 Sustainable Development Goals (SDGs) orientiert. Bisher haben eine digitale Umfrage (Dezember 2021) unter Kulturschaffenden sowie eine Auftaktveranstaltung mit Kulturakteur*innen (Mai 2022) stattgefunden, die für den Strategieprozess die notwendigen Grundlagen liefern. Die Umfrage und die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung haben gezeigt, dass fünf SDGs für den Bonner Kulturbereich von zentraler Bedeutung sind. Diese bilden die Basis für den folgenden Strategieprozess. Die fünf SDGs von zentraler Bedeutung sind: im Kern: SDG 4 - hochwertige Bildung SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion SDG 13 - Maßnahmen zum Klimaschutz im Rahmen: SDG 11 - nachhaltige Städte und Gemeinden SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der ZieleSeite 3 von 6 3. Festlegung Projektbeauftragte/Projektbeauftragter Projektbeauftragte ist Mirjam Florio vom Dezernat für Sport und Kultur (Dez. IV). Durch eine dezernatsinterne Umstrukturierung wurde im September 2022 eine Koordinierungsstelle für Kultur und Nachhaltigkeit gegründet. Aus der Koordinierungsstelle heraus werden die weiteren Schritte auf dem Weg zur Nachhaltigen Kulturstrategie geplant und angegangen. 4. Auswahl und Ansprache der zu Beteiligenden/konkreten Zielgruppen Welche konkreten Zielgruppen sollen speziell angesprochen werden? Sind bestimmte „Eigenschaften“ (wie Alter, Interessen, Betroffenheit, Kenntnisse, Kompetenzen oder Funktionen) der zu beteiligenden Personen wichtig? Neben Vertreter*innen aus kulturellen Einrichtungen in kommunaler wie freier Trägerschaft, Kultur- und Sportakteur*innen, Vertreter*innen von Organisationen der Nachhaltigkeit, Verwaltung und Politik soll auch die Bürgerschaft in die Entwicklungs- und Diskussionsarbeit eingebunden werden. Bestimmte Eigenschaften sind für die Teilnehmenden aus der Bürgerschaft nicht wichtig. Ist es gegebenenfalls wichtig, Menschen einzubeziehen, die gar nicht in Bonn leben, deren Belange aber berührt werden? Kultur ist ein wichtiges Aushängeschild und unverzichtbarer Bestandteil für die Anziehungskraft Bonns. Die Teilnahme beschränkt sich somit nicht nur auf Personen, die in Bonn wohnen. Welche Maßnahmen werden zur barrierefreien Gestaltung des Prozesses ergriffen? Online-Beteiligung und barrierefreie analoge Beteiligungsmöglichkeiten Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Einwohner*innen – insbesondere die schwer zu erreichenden Zielgruppen – zur Mitwirkung zu ermutigen? Einbinden von Multiplikatoren aus dem Kulturbereich Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere auch über Social Media öffentliche Bekanntmachungen, Pressemitteilungen Newsletter von Bonn-macht-mit.de Kinder- und Jugendbeteiligung Im Zuge der Onlinebeteiligung (Siehe Punkt 6) wird ein separates Format für Jugendliche angeboten. Verschiedene Akteur*innen aus dem Bereich der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche (wie z.B. Theater marabu, Junges Theater Bonn) sind eng in den Prozess eingebunden. 5. Prozessplanung/Ausgestaltung des Prozesses Geplanter Ablauf der Strategieentwicklung: 1. Strang: Zeit für Dialog – „Club-Abende Nachhaltigkeit“Seite 4 von 6 Ab August 2023 finden circa halbjährig die „Bonner Club-Abende Nachhaltigkeit“ statt. Die Abende bringen Kultur- und Nachhaltigkeitsexpert*innen zusammen und ermöglichen Raum für Dialog. 2. Strang: „Impulse Fünf vor Zwölf“ Ab August 2023 wird als Inspirations- und Wissensplattform die sechsteilige Reihe „Impulse Fünf vor Zwölf“ angeboten. Für gemeinsames Gestalten bedarf es zentrales Wissen und Einblicke in praktische Erfahrungen. Wie kann ein klimafreundlicher Kulturbetrieb aussehen? Wie können Kulturproduktionen ressourcenschonend erfolgen ohne künstlerische Ausdruckskraft einzubüßen? Diese und andere Fragen gepaart mit theoretischen und praktischen Impulsen stehen im Mittelpunkt der Impulsreihe. 3. Strang: Visionen! A) Ideen finden in Fokusgruppengesprächen Welche Transformationshebel können und wollen wir bewegen? Welche Tools sind vorhanden? Welche Tools werden benötigt, um die zukünftigen Anforderungen zu meistern? Diese und weitere Fragen werden in drei den SDG folgenden, thematischen Fokusgruppengesprächen diskutiert. Konkrete und heterogene Bedarfe und Herausforderungen der Bonner Kulturszene stehen dabei im Mittelpunkt. B) Während des Strategieentwicklungsprozesses wird die politische Ebene einbezogen; die Ergebnisse der thematischen Gespräche werden in einem Fokusgruppengespräch mit der Kulturpolitik zurückgekoppelt. Die Ergebnisse der Fokusgruppengespräche werden auf der Beteiligungsplattform Bonn- macht-mit.de veröffentlicht und können dort von den Bürger*innen kommentiert werden. Darüber hinaus können die Bürger*innen ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für eine nachhaltige Kultur in Bonn mitteilen. Kinder und Jugendliche werden separat nach ihren Meinungen und Ideen gefragt, die Informationen werden entsprechend jugendgerecht aufgearbeitet. C) Ideen testen in einem „Kreativ-Workshop“ Ziel ist es, die nachhaltige Kulturstrategie frühzeitig zu einem handhabbaren Werkzeug werden zu lassen. Die entwickelten Ideen und Konzepte werden in einem Workshop zusammengeführt und überprüft. Im Kreativ-Workshop wird Kulturakteur*innen die Möglichkeit gegeben, weiter ins Gespräch zu kommen und ihr Feedback abzugeben, das in die finale Version der Strategie eingearbeitet wird. Es werden fünf Plätze für interessierte Bürger*innen vorbehalten. Im Zuge der Onlinebeteiligung können sich diese für die Teilnahme an dem Workshop anmelden. Bei mehr Anmeldungen als freien Plätzen entscheidet das Los. 6. Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses Die Vorschläge und Hinweise der Bürger*innen werden gesammelt und ausgewertet. Die Ergebnisse der Onlinebeteiligung werden im Kreativ-Workshop gemeinsam mit den Ergebnissen der übrigen Beteiligungsschritte zusammengeführt und in die finale Strategie eingearbeitet.Seite 5 von 6 7. Dokumentation, Auswertung und Reflexion Die Ergebnisse werden in das Konzept für eine „Nachhaltige Kulturstrategie 2035“ eingearbeitet. Dieses Konzept soll zum Jahresende 2023 vorliegen. Eine zusammenfassende Dokumentation der Beteiligungsformate wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Beirat Bürgerbeteiligung und der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger werden in Form einer Mitteilungsvorlage über den Abschluss und die Ergebnisse des Beteiligungsverfahren informiert. 8. Zeitrahmen und Finanzierung Der Auftragsrahmen für die Agenturleistung in 2023 beziffert sich auf rund 12.500 €. Hinzu kommen weitere Aufwendungen für u.a. Honorare (u.a. Impulsreihe, Techniker) wie Mieten und Catering. Hierfür sind Mittel aus dem Klimaplan zur Deckung vorgesehen. Des Weiteren wird ein Antrag im Programm Kommunale Kultur und Nachhaltigkeit beim KULTURsekretariat NRW Wuppertal gestellt. Die verschiedenen Stränge des Strategieentwicklungsprozesses sollen ab August 2023 parallel anlaufen. Das finale Papier soll Ende 2023 vorliegen.Seite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de