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231207 · Mitteilungsvorlage

Bericht über die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn

Nummer
231207
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
11.07.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 30.08.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
231207
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Bericht über die Förderung des Bürgerschaftlichen
Engagements in Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
30.08.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Wie bereits in den Vorjahren - zuletzt für die Sitzung des ASMG am 28. Sep-
tember 2022 - erfolgt ein Sachstandsbericht aus dem Bereich „Förderung des
Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn“ auf der Grundlage des Hauptaus-
schussbeschlusses vom 7. Dezember 2006 (DS-Nr. 0612710).
Vorwort
(Hinweis für die gesamte Vorlage:
Wenn nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich die Zahlen auf den Zeitraum
vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 bzw. auf den Stichtag 30. Juni 2023)
Das große Engagement und die Hilfsbereitschaft der Bonner*innen machen
den Erfolg des Arbeitsbereichs „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligen-
agentur“ erst möglich. Über 7.600 registrierte Freiwillige haben seit Gründung
der Agentur 2007 ihr Interesse an einem Engagement bekundet, rund 4.000
Engagements wurden vermittelt, zahlreiche Gespräche mit Kooperationspart-
ner*innen geführt und vieles mehr.
Der Gesellschaft etwas zurückgeben, andere Menschen und Lebensbereiche
kennenlernen, als Neuzugezogene*r Teil der Bonner Gemeinschaft werden –
die Motive für das Engagement sind so vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten:
Lesepatenschaften für Kinder, Hausaufgabenhilfe, Spazierengehen mit älte-
ren/alten Menschen, Sprachtandems für Geflüchtete, Unterstützung für Ob-
dachlose, Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung und vieles mehr.
Für die Freiwilligen ist es wichtig, Anerkennung für ihren Einsatz zu erhalten:
Mit der Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Jubiläums-
Ehrenamtskarte NRW, dem Ehrenamtsempfang im Dezember anlässlich des
Internationalen Tages des Ehrenamtes, der Engagement-Galerie, dem Enga-
gement-Nachweis NRW und dem Heimat-Preis NRW stellt der Arbeitsbereich
„Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ deshalb eine Reihe von
Formaten zur Anerkennungskultur zur Verfügung und entwickelt diese stetig
weiter.Seite 1 von 15
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Die Qualifizierung von Freiwilligen und Organisationen trägt dazu bei, dass sich
die Engagierten für ihre Arbeit gut gerüstet fühlen und dafür in den Organisatio-
nen geeignete Rahmenbedingungen vorfinden. Der Arbeitsbereich „Bürger-
schaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“ informiert über Qualifizierungs-
angebote, fördert die Weiterbildung von Freiwilligen finanziell und bietet qualifi-
zierende Beratungsangebote für Kooperationspartner*innen an.
Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen engagieren sich in Bonn
in vielfältiger Weise. Diesen Einsatz fördert der Arbeitsbereich mit verschiede-
nen Angeboten, zum Beispiel mit dem „Marktplatz Gute Geschäfte“ und der
Vermittlung von Engagement-Möglichkeiten für so genannte „social days“ der
Unternehmen.
Mit zahlreichen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sorgt der Arbeitsbereich
dafür, dass das Thema „Bürgerschaftliches Engagement“ bei den Bonner*innen
präsent bleibt.
Engagementstrategie des Landes NRW:
In der letzten Mitteilungsvorlage (Link s. o.) wurden hierzu Hintergrundinforma-
tionen gegeben und die Erkenntnisse für Bonn dargelegt.
Zwischenzeitlich konnten in allen vier für Bonn als relevant identifizierten Hand-
lungsfeldern Maßnahmen vorbereitet oder schon umgesetzt werden. Hier ein
paar Beispiele:
Handlungsfeld 1 „Teilhabe für alle ermöglichen - Vielfalt anerkennen“
Ziel 1 „Vielfalt der Bürgerschaft lokal sichtbar machen. Begegnungs- und Erfah-
rungsmöglichkeiten schaffen“:
In der Engagement-Galerie wurde ein Motiv aufgenommen, welches einen
deutlichen Bezug zum Thema Inklusion aufweist: „Kinder sind fröhlich und offen
für Inklusion – deswegen engagiere ich mich gern in der Kita.“ Die zitierte Frei-
willige nutzt einen Rollstuhl; im selbstverständlichen Miteinander rücken ver-
meintliche Barrieren jedoch in den Hintergrund und das gemeinsame Spielen
ist für alle eine Bereicherung. Das Motiv wurde Ende 2022 bei einem Empfang
der Oberbürgermeisterin im Alten Rathaus erstmals präsentiert und wird seit-
dem für Ausstellungen genutzt.
Handlungsfeld 4 „Organisationen weiterentwickeln - Kompetenzen stärken“
Ziel 21 „Orientierung für Weiterbildung und Beratung sichern“:
Verweis auf das jährlich neue Qualifizierungsprogramm des Landes per
Newsletter und im Internet.
Handlungsfeld 5 „Engagement anerkennen - Image stärken - Engagierte ge-
winnen“
Ziel 26 „Engagierte gewinnen. Ehrenamtliche Vorstände stärken“:
Der Arbeitsbereich konnte sich am 1. September 2022 nach langer (Corona-)
Pause wieder in der Öffentlichkeit mit einem Pavillon präsentieren (Rathaus-Seite 2 von 15
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vorplatz in Beuel) und Interessierte mit Informationen versorgen sowie Fragen
beantworten. Einige persönliche Beratungen konnten direkt in den Büros der
Freiwilligenagentur im Rathaus Beuel durchgeführt werden oder es wurden
Termine vereinbart. Weitere Veranstaltungen dieser Art fanden außerdem am
20. April und 4. Mai 2023 statt.
Handlungsfeld 9 „Engagement in verschiedenen Lebensphasen ermöglichen“
Ziel 55 „Potenziale von Menschen in der nach-beruflichen Phase wahrnehmen“:
Ein stadtverwaltungsinternes Projekt befindet sich derzeit in der Vorbereitungs-
phase: Hierbei sollen die in Ruhestand/Pension gehenden Kolleg*innen stärker
als bisher (frühzeitig und mit verschiedenen Maßnahmen) auf die vielfältigen
Engagementmöglichkeiten hingewiesen und über die Rahmenbedingungen
informiert werden. Mögliche Ressourcen sollen auf diese Weise erkannt und
genutzt werden.
Viele andere Maßnahmen laufen selbstverständlich oder auch je nach perso-
neller Besetzung weiter (Beispiele: Besuche von Vereinen und Organisationen
vor Ort, digitales Beratungscafé, Ausgabe von Ehrenamts- und Jubiläums-
Ehrenamtskarten NRW).
Weitere allgemeine Informationen: https://www.engagiert-in-
nrw.de/engagementstrategie
1. Freiwilligenagentur
Die Freiwilligenagentur Bonn gibt es 2023 bereits seit 16 Jahren. Ihre Haupt-
aufgabe ist weiterhin die Beratung von Freiwilligen und Organisationen; diese
mündet möglichst in eine passgenaue Vermittlung von Freiwilligen in Engage-
ment-Möglichkeiten der Organisationen. Die Engagementberatung findet per
Telefon, Video oder persönlich statt. Bei der Online-Terminbuchung können
Freiwillige wählen, wie sie das Beratungsgespräch wahrnehmen möchten. Seit
dem Ende der Coronamaßnahmen werden besonders die persönlichen Bera-
tungen nachgefragt.
Aktuell kooperieren 246 Organisationen mit der Freiwilligenagentur. Das Enga-
gement der Menschen in Bonn ist nach wie vor sehr hoch. Von Juli 2022 bis
Juni 2023 haben sich 488 Personen bezüglich eines bürgerschaftlichen Enga-
gements beraten lassen, 259 davon konnten vermittelt werden. Im Juni 2023
hat die Freiwilligenagentur zudem die 7600. registrierte Freiwillige begrüßen
dürfen.
Die Engagement-Suchenden können eine passende Aktivität nach verschiede-
nen Kriterien auswählen: zeitlicher Rahmen, Zielgruppe, Bereich/Thema,
Kenntnisse, Ort und einige mehr. Um das inklusive Ehrenamt - das heißt das
Engagement von Menschen mit Behinderung, besonderen Sprachbarrieren und
so weiter - zu fördern, wurde vor zwei Jahren den Angebotsprofilen in der Da-
tenbank ein Fragenkatalog zum Thema Inklusion hinzugefügt. So können Or-
ganisationen schnell und unkompliziert angeben, ob beispielsweise die Räum-
lichkeiten barrierefrei sind oder ob sich das Engagement für Menschen eignet,Seite 3 von 15
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die gehörlos, blind oder geistig behindert sind. Weiterhin wird daran gearbeitet,
geeignete Engagementfelder für Menschen mit Behinderung zu identifizieren
und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.
In der Regel verlassen Interessierte die Beratung mit einem oder mehreren
konkreten Angebot/en. Qualitätsstandard der Freiwilligenagentur ist es, mit den
Freiwilligen auch nach der Erstberatung in Kontakt zu bleiben und sie gegebe-
nenfalls weiter bei der Suche nach einem passenden Engagement zu unter-
stützen.
Die Gründe, weshalb sich hier beratene Interessenten in manchen Fällen letzt-
lich doch anders entscheiden, sind unverändert und vielfältig: Manche erken-
nen, dass sie doch weniger Zeit für ein freiwilliges Engagement haben als
zunächst gedacht. Andere stehen aufgrund von Krankheit oder Wegzug nicht
mehr zur Verfügung, einige haben auch in Eigeninitiative ein anderes Engage-
ment gefunden.
Die Vermittlung von Gruppen - vielfach im Rahmen eines „social days“ von Un-
ternehmen - ist weiterhin ein wichtiges Angebot der Freiwilligenagentur. Die
Agentur berät die Ansprechpartner*innen der Gruppen und stellt die Kontakte
zu den Organisationen her.
Von großem Interesse für die Freiwilligen sind die so genannten „Einmalaktio-
nen“, über die per Newsletter informiert wird. Aktuell erhalten rund 2300 Freiwil-
lige den Newsletter. Hierbei kann es sich um eine Gartenaktion, einen Floh-
marktstand oder um die Mithilfe bei einem Fest handeln. Über solche kurzfristi-
gen Aktionen können Bindungen zu einer Organisation entstehen, die zu län-
gerfristigem Engagement führen. Zugleich stellt dieses Instrument für die Frei-
willigenagentur eine Möglichkeit dar, bei den interessierten Personen sowie den
bereits aktiven Freiwilligen präsent zu bleiben.
Für Vereine und Organisationen gibt es drei verschiedene Beratungs- und Qua-
lifizierungsformate durch die Freiwilligenagentur. Zum einen gibt es individuelle
Gespräche mit den Kooperationsorganisationen: hier geht es um Themen wie
Freiwilligenmanagement, Anerkennungskultur, Qualifikationsnachweise und die
Freiwilligengesuche in der Datenbank. Diese dienen einmal dem Kennenlernen
der Organisation, ihrer Aufgaben, ihrer Haltung im Umgang mit den Freiwilligen
und fördern gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Organisation und Frei-
willigenagentur.
Seit 2021 wird außerdem das Beratungscafé per Video angeboten. Dieses
Café findet - grundsätzlich monatlich - themenbezogen statt und fördert den
Austausch und die Vernetzung der Freiwilligenagentur mit den einzelnen Orga-
nisationen und zwischen den Organisationen selbst. Die Organisationen haben
die Möglichkeit, eigene Themen im Beratungscafé einzubringen.
Das Austauschtreffen mit allen Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagen-
tur hat 2022 coronabedingt nochmals digital stattgefunden. Es haben 29 Orga-
nisationen teilgenommen. Der Themenschwerpunkt lag in der Informationswei-
tergabe von Angeboten des Landes Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel zur
Landesservicestelle und der Ehrenamtskarte NRW. In Kleingruppen konnten
sich die Organisationen zu verschiedenen weiteren Themen, „Inklusion“, „En-
gagement-offene Organisationen schaffen“ oder „Gruppenaktivitäten für Freiwil-
lige“ austauschen.Seite 4 von 15
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Besonders geschätzt und viel genutzt wird von den Freiwilligen die Möglichkeit,
sich auf den Internetseiten vorab über konkrete Engagementmöglichkeiten zu
informieren. Im Mai 2023 wurde die Internetseite www.freiwilligenagentur-
bonn.de eingestellt und der Arbeitsbereich präsentiert sich nun mit einem neu-
en Internetauftritt. Entstanden ist eine frische und zeitgemäße Gestaltung unter
www.bonn.de/freiwilligenagentur, die das schnelle Finden von Informationen
noch besser ermöglicht.
Statistische Angaben zu den Freiwilligen können der Anlage 1 entnommen
werden.
Perspektiven:
Die Arbeit der Freiwilligenagentur wird nach den bisherigen Qualitätsstandards
weitergeführt. Dafür ist es von großer Wichtigkeit, die Möglichkeit der ausführli-
chen, unabhängigen Beratung der interessierten Freiwilligen und Organisatio-
nen beizubehalten.
Laufend werden neue Kooperationsorganisationen aus den verschiedensten
Bereichen angeworben und aufgenommen, wodurch die Palette der möglichen
Tätigkeiten für Freiwillige noch vielfältiger wird. Seit Ende der Corona-
Pandemie wurde die Freiwilligenagentur aktiv als Expertin für das Engagement
zu einzelnen Veranstaltungen eingeladen. Besonders das Thema „Engagement
im Ruhestand“ ist für viele Menschen wichtig und bekommt durch den demo-
graphischen Wandel eine höhere Relevanz.
Mittel- bis langfristig sollen die einzelnen Themenbereiche der Engagement-
Strategie des Landes (weiter) umgesetzt werden.
2. Öffentlichkeitsarbeit
Es wurden wieder verschiedenste Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit ge-
nutzt, um auf die Arbeit, Angebote und Möglichkeiten des Arbeitsbereichs hin-
zuweisen. Hierzu gehörten:
Faltblätter, Plakate, Intranet- und Internetseiten (www.bonn.de, Suchbegriff
„Engagement“), Pressemeldungen, Engagement-Galerie.
Nach einer langen corona-bedingten Pause hat sich die Freiwilligenagentur am
1. September 2022 wieder mit ihrem Pavillonstand präsentiert. Die Resonanz
auf dieses Angebot auf dem Rathausvorplatz in Beuel war sehr positiv. Interes-
sierte wurden direkt in den Büros der Freiwilligenagentur beraten oder haben
einen Beratungstermin erhalten. Ebenfalls fanden am 20. April 2023 sowie am
4. Mai 2023 diese öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen statt, welche bei den
Bürger*innen gut ankam.
Am 6. Juni 2023 war der Arbeitsbereich außerdem klimafreundlich und mobil
mit einem Info-Fahrrad am Beueler Rheinufer unterwegs.
Perspektiven:
Die Öffentlichkeitsarbeit wird weitergeführt und nach Möglichkeit ausgebaut.Seite 5 von 15
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3. Qualifizierung/Projektförderung:
Fort- und Weiterbildung:
Über die städtischen Internetseiten wird nach wie vor über die verschiedenen
Qualifizierungsmöglichkeiten für Freiwillige und Organisationen informiert (auch
über die neuen Qualifizierungsangebote des Landes NRW). Organisationen,
die eigene Veranstaltungen in diesem Bereich anbieten, können diese auch in
dem gesamtstädtischen Veranstaltungskalender veröffentlichen. Auf dieser
Seite https://www.bonn.de/bonn-erleben/ausgehen-und-
erleben/veranstaltungskalender.php gibt es eine eigene Rubrik „Bürgerschaftli-
ches Engagement“, welche die Sichtbarkeit der Veranstaltungen deutlich er-
höht. Von dieser Möglichkeit machen die Organisationen erfreulicherweise ver-
stärkt Gebrauch, siehe auch htt-
ps://www.bonn.de/microsite/freiwilligenagentur/engagement-news/index.php,
(„Veranstaltungen“).
Quartiersmanagements:
Seit 2016 können Freiwillige, die sich im Rahmen eines Quartiersmanagements
engagieren, einen Zuschuss zu einer Qualifizierung erhalten. Das Verfahren
wurde in der Mitteilungsvorlage für den Ausschuss vorgestellt (DS 1610344).
Mitte 2018 wurde der Kreis der möglichen Zuschussempfänger*innen auf die
Freiwilligen, die bei den Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur ein-
gesetzt sind, erweitert. Die Inanspruchnahme bleibt jedoch eher gering. Es wird
vermutet (auch vom amtsinternen Fachbereich Quartiersmanagement), dass
die Organisationen ihre Bedarfe bereits anderweitig decken.
„Runder Tisch Lesepaten“:
In diesem Bereich konnte zuletzt (unter anderem corona-bedingt) nur wenig
stattfinden. Auf den Internetseiten des Arbeitsbereichs „Bürgerschaftliches En-
gagement“ sind weiterhin gebündelt verschiedene Informationen und Kontakte
zu dem Thema hinterlegt. Dort wird gegebenenfalls auch auf Veranstaltungs-
angebote aufmerksam gemacht.
Perspektiven:
Die bestehenden Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für die Orga-
nisationen sollen weiterhin umgesetzt werden. Für die Kooperationspart-
ner*innen der Freiwilligenagentur sollen verstärkt Angebote gemacht werden.
4. Entwicklung und Pflege einer „Kultur der Anerkennung“
Neben der Vermittlung von Freiwilligen ist die Anerkennung des bürgerschaftli-
chen Engagements eine weitere wichtige Aufgabe des Arbeitsbereichs. Dieser
Dank kann zum Beispiel in Form des Heimat-Preises, der Ehrenamtskarte
NRW oder der im März 2022 neu eingeführten Jubiläums-Ehrenamtskarte
NRW erfolgen.
Heimat-Preis NRW:
Die Bundesstadt Bonn hat am 17. August 2022 zum vierten Mal den Heimat-
Preis auf der Grundlage des Landesförderprogramms „Heimat. Zukunft. Nord-
rhein-Westfalen“ verliehen. Wie schon in den drei Vorjahren wurde die maxima-
le Anzahl der Preisträger*innen ausgeschöpft, so dass drei Organisationen
ausgezeichnet werden konnten.Seite 6 von 15
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Mit diesem Preis kann lokales bürgerschaftliches Engagement besonders ge-
ehrt werden. Die Landesregierung wird auch in den Jahren 2023 bis einschließ-
lich 2027 Gelder für Heimat-Preise vergeben. Im Rat der Stadt Bonn (DS
230715) wurde eine Fortführung beschlossen, sodass auch in den folgenden
Jahren Heimat-Preise in Bonn vergeben werden können. Die Genehmigung
seitens der Bezirksregierung als bewilligende Behörde liegt seit dem 6. Juli
2023 vor.
Ehrenamtskarte NRW:
Nach den pandemiebedingten Ausfällen konnte am 7. Dezember 2022 wieder
ein Empfang anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes (5. Dezem-
ber) stattfinden. Bei diesem Empfang dankte Oberbürgermeisterin Katja Dörner
sieben Freiwilligen, welche sich in besonderem Maße in und für Bonn engagie-
ren.
Mittlerweile nehmen rund 301 Kommunen in NRW an dem Projekt teil. Lan-
desweit gibt es über 4.800 Vergünstigungen (Stand 3. Juli 2023) für die Inha-
ber*innen der Karte. Hiervon gibt es allein 49 Vergünstigungen in Bonn (Stand
3. Juli 2023). Bisher wurden bereits 2.714 Karten in Bonn ausgestellt. Nachdem
die Corona-Pandemie im Kalenderjahr 2021 zu einem kleinen Rückgang der
Ausgabe geführt hat (159 Karten), konnten 2022 188 Karten ausgegeben wer-
den.
Seit Herbst vergangenen Jahres können die Freiwilligen die Ehrenamtskarte
NRW auch via App beantragen sowie erhalten. Hierdurch wird es ermöglicht,
die Karte medienbruchfrei zu erhalten. Es ist ebenfalls möglich, eine analoge
Karte in die App zu integrieren.
Auch auf eine unserer Sonderaktionen konnte der Arbeitsbereich wieder
zurückgreifen, nämlich auf Freikarten für die Närrische Trinkkur am Karnevals-
samstag auf der Godesburg. Ebenfalls konnte der Arbeitsbereich für einen Auf-
tritt von Mario Barth Freikarten an die Freiwilligen verteilen.
Die Zusammenarbeit mit dem Referat „Bürgerschaftliches Engagement“ der
Staatskanzlei des Landes NRW gestaltet sich weiterhin sehr positiv. Der Ar-
beitsbereich wird als erfahrene Kommune regelmäßig zu Austauschtreffen bzw.
Konferenzen per Video eingeladen, um von seinen Erfahrungen zu berichten
und bei Weiterentwicklungen mitzuwirken (z. B. EAK-App).
Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW:
Anfang März 2022 wurde durch den Ministerpräsidenten des Landes NRW,
Hendrik Wüst, die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW bei einer Festveranstaltung
feierlich präsentiert und an elf freiwillig engagierte Personen aus NRW überge-
ben. Seit Mitte letzten Jahres ist es möglich, die Jubiläums-Ehrenamtskarte
NRW auch in Bonn zu erhalten. Am 17. August 2022 wurde sie von Oberbür-
germeisterin Katja Dörner an die ersten elf Freiwilligen aus unterschiedlichen
Engagementbereichen verliehen. Insgesamt wurden vom 17. August 2022 bis
30. Juni 2023 insgesamt 41 Jubiläums-Ehrenamtskarten NRW ausgestellt.
Die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist ein Zeichen der Anerkennung bürger-
schaftlichen Engagements und ein kleines Dankeschön des Landes Nordrhein-
Westfalen für alle, die sich in ihrer Freizeit unentgeltlich einsetzen.Seite 7 von 15
Seite 8
Um eine Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW erhalten zu können, muss ein min-
destens 25 Jahre andauerndes bürgerschaftliches Engagement stattgefunden
haben. Das Engagement kann hierbei in verschiedenen Organisationen geleis-
tet worden sein. Sollte das Engagement zwischenzeitlich unterbrochen worden
sein (zum Beispiel für die Zeiten der Kindererziehung oder Pflege), wird dies
akzeptiert. Die Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist nach Ausstellung lebens-
lang gültig und muss daher nicht verlängert beziehungsweise neu beantragt
werden.
Bei der Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ist es - anders als bei der Ehrenamts-
karte NRW - möglich, dass Vereine beziehungsweise Organisationen freiwillig
engagierte Personen vorschlagen, die mit dieser Karte ausgezeichnet werden
sollen. Es gibt keine zahlenmäßige Begrenzung pro Verein beziehungsweise
Organisation.
Es können die gleichen Vergünstigungen wie mit der Ehrenamtskarte NRW in
Anspruch genommen werden. So machen zum Beispiel Schwimmbäder, Mu-
seen, Theater, Kinos und viele mehr interessante Angebote. Alle Freiwilligen,
die die Voraussetzungen erfüllen, können eine Jubiläums-Ehrenamtskarte
NRW erhalten.
Engagement-Galerie:
2012 wurde anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Freiwilligenagentur Bonn
die Engagement-Galerie ins Leben gerufen. Die Galerie wurde seitdem bei ver-
schiedenen Gelegenheiten gezeigt (2019 zum Beispiel bei den Empfängen im
Alten Rathaus und im Rathaus Beuel, 2021 erneut im Rathaus Beuel: Corona-
konform in einem der Schaufenster) und hat viel positive Resonanz erfahren.
Die Galerie besteht derzeit aus über 20 Motiven, weitere werden neu aufge-
nommen. Die Freiwilligenagentur im Amt für Soziales und Wohnen hat von der
Bezirksverwaltungsstelle Beuel das Einverständnis erhalten, zwei Fenster des
Bürgeramtes, welches sich im Erdgeschoss des Rathauses befindet, dauerhaft
für die Galerie nutzen zu können. Hierdurch war es während der Corona-
Pandemie möglich, dass sich die Bürger*innen corona-konform die Galerie an-
schauen konnten.
Im Jahr 2022 wurden zwei neue Fotos zum Thema Inklusion in die Engage-
ment-Galerie aufgenommen. Aufgrund eines Trauerfalls ist jedoch nur noch
eines der Fotos in der Galerie ausgestellt.
Ziel ist es, dem Engagement „ein Gesicht zu geben“ und die vielfältigen Enga-
gementmöglichkeiten sowie Beweggründe der Freiwilligen darzustellen. Daher
sind auch die Kooperationspartner*innen der Freiwilligenagentur aufgerufen,
Vorschläge für neue „Gesichter“ der Galerie abzugeben.
Engagementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander“:
Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden und weiteren Trägern des sozialen
Ehrenamtes, Wirtschaftsverbänden und Arbeitgeberorganisationen, hat NRW
den Engagementnachweis eingeführt.
Der Arbeitsbereich des „Bürgerschaftlichen Engagements / Freiwilligenagentur“
stellt Freiwilligen, die sich für einen städtischen Träger engagieren, den Enga-
gementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander“ aus.Seite 8 von 15
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Der Nachweis dokumentiert und würdigt bürgerschaftliches Engagement und ist
Beleg für die fachlichen und sozialen Kompetenzen der engagierten Menschen.
Er bescheinigt zudem die im Engagement erworbenen oder nachgewiesenen
Fähigkeiten. Gemeinnützige Organisationen können die Ausstellungsberechti-
gung bei der Staatskanzlei NRW beantragen.
Preise, Ehrungen, Fördermöglichkeiten:
Auf den städtischen Internetseiten für den Arbeitsbereich Bürgerschaftliches
Engagement sind Informationen zu zahlreichen Anerkennungsformen, Projekt-
förderungen und Preisen zu finden.
Förderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“
Am 2. Februar 2021 wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die
Engagementstrategie beschlossen. Teil dieser Strategie ist das neue Förder-
programm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“, welches durch das Land
jährlich mit rund zwei Millionen Euro gefördert wird.
Mit Hilfe dieses Förderprogrammes möchte die Landesregierung 2.000 Projekte
mit jeweils 1.000 Euro fördern. Wichtig hierbei ist, dass das Engagement in
dem jährlich festgelegten Schwerpunktbereich erfolgt. Im Jahr 2022 lautet das
Schwerpunktthema – wie im Jahr 2021- „Gemeinschaft gestalten – engagierte
Nachbarschaft leben“. Anfang dieses Jahres ist das Förderprogramm in die
dritte Runde gegangen und das neue Schwerpunktthema lautet „Zukunft gestal-
ten – nachhaltiges Engagement fördern“.
Aufgrund ihrer Einwohnerzahl erhält die Bundesstadt Bonn jährlich Fördermittel
in Höhe von 39.000 Euro. Durch diese Fördermittelhöhe können in Bonn somit
39 Projekte gefördert werden. In Bonn wurden durch dieses Förderprogramm
im Jahr 2022 39 Maßnahmen bewilligt und letztendlich 38 Maßnahmen umge-
setzt werden.
Seit dem 1. Januar 2023 können Vereine, Organisationen und Initiativen Anträ-
ge für 2023 stellen. Zu beachten ist, dass Maßnahmen, die vor der Bewilligung
der Förderung begonnen wurden, nicht förderfähig sind. Pro Verein, Organisa-
tion oder Initiative kann pro Förderjahr maximal eine Maßnahme für den jeweils
festgelegten Förderschwerpunkt berücksichtigt werden. Ein Anspruch auf För-
derung besteht nicht. Sollten Vereine, Organisationen und Initiativen im ver-
gangenen Jahr eine Förderung über dieses Förderprogramm erhalten haben,
kann auch in diesem Förderjahr wieder einen Antrag gestellt werden. Zum
Stichtag 30. Juni 2023 wurden die Fördermittel bereits so gut wie komplett ver-
geben.
Anderes:
Viele Organisationen würdigen den Einsatz der bei ihnen tätigen Freiwilligen
außerdem im Rahmen eigener Aktivitäten und Formate.
Perspektiven:
Die regelmäßige persönliche Übergabe von Ehrenamtskarten NRW sowie von
Jubiläums-Ehrenamtskarten NRW im Rahmen eines Empfangs soll nach Mög-
lichkeit beibehalten werden. Auch wenn ein Teil der Empfänger*innen weiterhin
„seine“ Karten im Stillen – also auf dem Postweg – erhalten möchte, kann die
Stadt Bonn bei dieser Gelegenheit ihre Anerkennung für das Engagement auf
besondere Weise ausdrücken. Zu dem Empfang im Dezember werden seit ei-Seite 9 von 15
Seite 10
nigen Jahren nicht nur Freiwillige zur persönlichen Übergabe eingeladen, son-
dern auch diejenigen, die die Ehrenamtskarte im Laufe des Jahres bereits mit
der Post erhalten haben.
5. Förderung unternehmerischen bürgerschaftlichen Engagements
(„corporate social responsibility“ – CSR = gesellschaftliche Verantwortung von
Unternehmen)
Nach wie vor wenden sich Unternehmen beziehungsweise Gruppen von Kol-
leg*innen direkt oder auf Umwegen an das Amt für Soziales und Wohnen, um
Engagementmöglichkeiten zu erfahren und mit der Stadt diesbezüglich in einen
Austausch zu treten. Hier geht es beispielsweise um Tages-Engagements als
Alternative zum bisherigen Betriebsausflug oder zur Stärkung des Wir-Gefühls.
Zahlreiche Gruppen haben sich bereits bei der Freiwilligenagentur registrieren
sowie beraten lassen und konnten ihre Pläne umsetzen.
Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK) möchte ihrerseits
das Thema „Unternehmensengagement“ weiterhin voranbringen und kooperiert
hierzu mit dem Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligen-
agentur“: Der „Marktplatz Gute Geschäfte“ ist eine Plattform, auf der Unter-
nehmen und Vereine Engagementvereinbarungen aushandeln.
Der Arbeitsbereich ist hier bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachberei-
tung maßgeblicher Teil des Organisationsteams. Der elfte Marktplatz hat 2022
wieder als Präsenzveranstaltung stattgefunden. Erstmals wurden CSR-Preise
an besonders gelungene gemeinsame Projekte von Unternehmen und ge-
meinnützigen Organisationen/Vereinen verliehen. Auch für dieses Jahr ist der
Marktplatz wieder geplant; er soll am 15. September 2023 im Alten Rathaus
stattfinden.
Auch die Stadtverwaltung Bonn positioniert sich seit einigen Jahren als enga-
giertes Unternehmen. Mitarbeitende der Stadtverwaltung können sich während
ihrer Dienstzeit durch die Freiwilligenagentur beraten lassen. Kolleg*innen, die
ihren Dienst bei der Stadt beenden und in den Ruhestand / in Pension gehen,
werden auf die Möglichkeiten freiwilligen Engagements hingewiesen. Mitarbei-
tenden-Aktionen zum guten Zweck laden zum Mitmachen ein und werden er-
folgreich umgesetzt (zum Beispiel Bonner Nachtlauf, Firmenlauf).
Perspektiven:
Die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und IHK ist seit Jahren eingespielt
und so konstruktiv, dass sie fortgeführt wird.
In Kooperation mit dem Personalamt sollen weitere Maßnahmen zur Förderung
des Engagements der Mitarbeitenden der Verwaltung erarbeitet werden.
6. Zusammenarbeit mit anderen und Einbindung in Netzwerken/Kreisen
Der Arbeitsbereich „Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bonn“
arbeitet - neben den vielen Kooperationspartner*innen der FreiwilligenagenturSeite 10 von 15
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Bonn und den verschiedenen Ämtern innerhalb der Stadtverwaltung - unter
anderem und unterschiedlich intensiv mit diesen Organisationen und Institutio-
nen zusammen:
• Freiwilligenagenturen im Rhein-Sieg-Kreis
• IHK Bonn/Rhein-Sieg
• Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Lan-
des NRW
• United Nations Volunteers (Freiwilligenprogramm der Vereinten Natio-
nen)
• UPJ e. V., Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mitt-
lerorganisationen in Deutschland
• Staatskanzlei NRW
In folgenden Netzwerken/Kreisen ist der Arbeitsbereich aktiv und/oder Mitglied
beziehungsweise Partner:
• Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW
• Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen
• CSR-Kompetenzzentrum Rheinland
• Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW (darüber Mitglied im Netzwerk
bürgerschaftliches Engagement NRW (NBE NRW))
• Runder Tisch Lesepat*innen in Bonn
Insbesondere die Mitarbeit im „Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW“ trägt
zur Weiterentwicklung des gesamten Themas bei. Über dieses Netzwerk wurde
seit 2018 die Entwicklung einer landesweiten Engagementstrategie unterstützt,
die Anfang 2021 vom Landeskabinett beschlossen wurde. Die Mitgliedschaft
geht zurück auf die Teilnahme Bonns an der Entwicklungswerkstatt für kommu-
nale Entwicklungsstrategien „Zukunftsfaktor Bürgerengagement“ von 2011 bis
2013. In diesem Zusammenhang werden die „kommunalen Spitzen“ nach wie
vor grundsätzlich einmal jährlich auf Landesebene zu einem Austausch einge-
laden.
Insgesamt tragen diese Verbindungen und Kooperationen dazu bei, dass die
Stadt Bonn als kompetente und verbindliche Partnerin wahrgenommen wird
und deren Rat und Mitwirkung sehr geschätzt werden.
7. Resümee
Bürgerschaftliches Engagement in allen seinen Facetten ist so wertvoll und von
solch grundlegender Bedeutung für die Lebensqualität in einer Stadt, dass so-
wohl die Förderung des Engagements als auch das Schaffen beziehungsweise
Erhalten von nachhaltig guten Rahmenbedingungen von großer Wichtigkeit
sind. Der Arbeitsbereich „Bürgerschaftliches Engagement / Freiwilligenagentur“
trägt – als neutraler Ansprechpartner mit einheitlichen und hohen Qualitäts-
standards - einen entscheidenden Teil dazu bei.
Als vorrangige Ziele der Arbeit sind folgende Punkte zu benennen:
- Stärkere Wahrnehmung des Aufgabenbereiches als Querschnittsfunktion
für die Gesamtverwaltung und noch bessere Vernetzung der mit bürger-Seite 11 von 15
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schaftlichem Engagement befassten Stellen untereinander und mit dem
Arbeitsbereich (Ziele: Synergien nutzen und Doppelstrukturen vermei-
den/abbauen).
- Ausweitung der Arbeit der Freiwilligenagentur: Gewinnung weiterer Ko-
operationspartner*innen, Akquise neuer Freiwilliger, verstärkte Zusam-
menarbeit mit internen und externen Stellen.
- Ausbau und Stabilisierung der externen Vernetzung mit Organisationen,
die in diesem Bereich tätig sind.
- Schaffung von mehr Anerkennungsmöglichkeiten für Engagierte, die nicht
die Voraussetzungen für den Erhalt der (Jubiläums-) Ehrenamtskar-
te NRW erfüllen.
- Weiterhin Präsenz und aktive Rolle im „Kommunen-Netzwerk: engagiert
in NRW“; dies sichert die positive Wahrnehmung Bonns als engagierte
Stadt bei der Staatskanzlei NRW sowie den anderen Kommunen und för-
dert den kollegialen Austausch untereinander. Dies gilt umso mehr, als
dass die Stadt Bonn darüber in den Prozess des Landes, eine Engage-
mentstrategie zu entwerfen, eingebunden war. Die weitere Entwicklung
und Etablierung der vorliegenden Strategie sollen weiter begleitet wer-
den.
- Neue Entwicklungen und Erkenntnisse, wie zum Beispiel aus der Enga-
gementstrategie, aber auch von anderen Qualifizierungen und Erfahrun-
gen, sollen in eine Überarbeitung des dem Arbeitsbereich zugrundelie-
genden Konzeptes einfließen.
- Perspektivisch soll nach Möglichkeiten einer zentralen und barrierefreien
Anlaufstelle der Freiwilligenagentur in der Innenstadt gesucht werden, die
von Interessierten und Organisationen aufgesucht werden kann.
Anlage/n
1 Anlage Bericht Freiwilligenagentur (öffentlich)Seite 12 von 15
Anlage 1 (Stand 30.6.2023), Mitteilungsvorlage ASMG am 30. August 2023Seite 13 von 15
Anlage 1 (Stand 30.6.2023), Mitteilungsvorlage ASMG am 30. August 2023Seite 14 von 15
Anlage 1 (Stand 30.6.2023), Mitteilungsvorlage ASMG am 30. August 2023Seite 15 von 15

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Datenstand: 02.11.2026, 18:06 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de