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231145-03 · Mitteilungsvorlage

Hochwasserschutz in der Stadt Bonn

Nummer
231145-03
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
30.06.2026
Letzte Änderung
01.11.2026
  • Graurheindorf Ortsteil· Bonn Hauptort
  • Mainzer Straße Straße· Schweinheim, Bad Godesberg
  • Rheinufer Straße· Mehlem, Bad Godesberg
  • Moltkeplatz Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Bürgerstraße Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Paul-Kemp-Straße Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Augustastraße Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Brunnenallee Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Im Äuelchen Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Mehlem Ortsteil· Bad Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 30.09.2026 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 231145 Hochwasserschutz in der Stadt Bonn

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
231145-03
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Hochwasserschutz in der Stadt Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
15.07.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Nach dem Beschluss des Hauptausschusses vom 28.01.2014 ist dem
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda einmal jährlich ein Bericht
über die umgesetzten und geplanten Maßnahmen im Bereich des
Hochwasserschutzes in Bonn sowie ein zugehöriger Zeit- und Kostenplan
vorzulegen (DS 1313713NV5 – Beschlusspunkt 2).
Der letztjährige Bericht wurde im Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda am 10.07.2025 behandelt (DS 231145-02). Gegenüber dem damaligen
Sachstand sind nachfolgende Veränderungen bzw. Entwicklungen eingetreten.
Ergänzend zum Sachstand wird ein Ausblick auf weitere Bearbeitungsschritte
gegeben.
Angaben zu zukünftigen zeitlichen Verläufen stehen unter dem Vorbehalt der
personellen Ressourcen, der Bereitstellung der Haushaltsmittel, der Erteilung
der wasserrechtlichen Genehmigungen, der Zustimmung der politischen
Gremien und, wo erforderlich, des Grunderwerbs.
Hochwasserschutz Mehlemer Bach
Die Aufweitung des Bachquerschnitts und der Neubau bzw. die Erweiterung
von Hochwasserschutzmauern zwischen der B9 und der Mainzer Straße sowie
die Sanierung des Bachkanals und des Durchlasses an der Mainzer Straße
wurden in verschiedene Bauabschnitte aufgeteilt.
Da bei dem geplanten Neubau des Durchlasses an der Mainzer Straße
erhebliche Risiken für die unmittelbar angrenzende Bebauung nicht
auszuschließen waren und Leitungen in erheblichem Umfang hätten verlegt
werden müssen, hat die Verwaltung sich entschlossen die Planung zu ändern.
Durch die Wegnahme der Bermen im Profil und eine lokale Eintiefung an einer
Engstelle wird der Abflussquerschnitt nun mit Spezialtiefbauverfahren von
Innen vergrößert. Auch in der anschließenden Verrohrung bis zum Rhein wird
die Berme entfernt und dieses Verfahren angewandt. Anschließend können
kreisrunde glasfaserverstärkte Kunststoffrohre in der gesamten Bachverrohrung
eingebracht werden. Die Baukosten können dadurch deutlich reduziert werden.
Dieser Bauabschnitt wird voraussichtlich bis Ende 2026 ausgeschrieben und
der Bau 2027 umgesetzt werden können.Seite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Gerinneaufweitungen im Bachbett und die begleitende Erneuerung der
Ufermauern oberhalb der Mainzer Straße werden im Anschluss daran
2028/2029 realisiert.
Hochwasserschutz Graurheindorf, Bachumlegung und Rheinufer
Das Planfeststellungsverfahren für die Bachumlegung wurde im Januar 2026
abgeschlossen. Seit März 2026 ist der Beschluss rechtskräftig.
Das zur Bachumlegung notwendige Flurbereinigungsverfahren wurde von
Seiten der Bezirksregierung Köln gestartet und der Grunderwerb wird
vorbereitet. Die Vergabe der Ausführungsplanung und die Beantragung von
Fördermitteln werden ebenfalls vorbereitet.
Die Genehmigungsplanung für den technischen Hochwasserschutz am
Rheinufer ist beauftragt. Die Anforderungen an die Planfeststellungs-unterlagen
wurden mit der Bezirksregierung Köln als zuständige Genehmigungsbehörde
abgestimmt.
Hochwasserschutzkonzept Hardtbach
Infolge der Überflutungen im Juli 2021 wurde ein Hochwasserschutzkonzept
(HWSK) für den Hardtbach (DS 252744), gemeinsam mit der Gemeinde Alfter
(Hochwasserpartnerschaft) erstellt, um geeignete
Hochwasserschutzmaßnahmen zu untersuchen.
Im Zuge der Erarbeitung des HWSK wurde zusätzlich im August 2023 eine
Informationsveranstaltung durchgeführt, bei der die Anwohnenden Ideen und
Anregungen für den Hochwasserschutz einbringen konnten. Im Dezember
2025 wurde die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand und weitere
Planungsschritte informiert (DS 254072).
Im Anschluss an das HWSK werden vielversprechende Maßnahmen
detaillierter auf ihr Schutzpotenzial untersucht. Eine Vorprüfung zu
Retentionsmöglichkeiten oberhalb der Bebauung hat ergeben, dass der Abfluss
in den bebauten Gebieten durch Rückhaltung nicht weit genug reduziert
werden kann, um ausreichenden Hochwasserschutz zu gewährleisten. Daher
scheidet der Rückhalt als einzelne Großmaßnahme aus.
Eine andere mögliche Lösung für den Hochwasserschutz besteht im Bau eines
Entlastungskanals, ähnlich dem Abschlag in Mehlem. Für diese Maßnahme
werden aktuell verschiedene Prüfungen zur Machbarkeit durchgeführt.
Hochwasserschutz Godesberger Bach
Im Jahr 2023 wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, detaillierte Untersuchungen
eines Entlastungskanals mit Sonderprofil für einen 100jährlichen Abfluss
durchzuführen. Untersuchungsgegenstand war speziell die komplexe
Kreuzungssituation von Straßentunnel, Stadtbahntunnel sowie der Deutschen
Bahn im Bereich Moltkeplatz und Bürgerstraße. Die Untersuchungen haben
ergeben, dass eine Querung der Kreuzungssituation nicht wirtschaftlich
umzusetzen ist.
Im Anschluss daran wurden mögliche Ableitungstrassen nach der
Bachverrohrung bis zum Rhein untersucht. Zwei potenzielle Trassen
ausgehend von der Paul-Kemp-Straße bzw. Augustastraße wurden gefunden.
Die dafür erforderliche Vorplanung ist beauftragt. Ergänzend müssen
Hochwasserschutzmaßnahmen vor der Bachverrohrung im Bereich
Brunnenallee bis Im Äuelchen entwickelt werden. EntsprechendeSeite 2 von 3
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Untersuchungsleistungen sind beauftragt.
Umbauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Wittgesbach
Der Dauerstau im Hochwasserrückhaltebecken war ursprünglich als See
angelegt, welcher vom Wittgesbach durchflossen wird. Der See verlandete über
die Jahre. Um den Hochwasserschutz zu verbessern, die Stauanlage an die
DIN 19700 „Stauanlagen“ anzupassen und ökologische Defizite des Bachlaufs
zu beseitigen, werden Umbauarbeiten erforderlich. Für eine bessere
ökologische Durchgängigkeit des Fließgewässers wird der Absturz im
Auslassbauwerk aufgehoben und die Bachsohle im Becken deutlich tiefer
gelegt. Hierdurch wird zusätzlich mehr Retentionsraum geschaffen. Darüber
hinaus soll dem Bach, der das Becken im Hauptschluss durchfließt, Raum zur
eigendynamischen Entwicklung gegeben werden.
Der Abfluss des Beckens soll zukünftig über eine Drosselöffnung begrenzt
werden. Das Vorbecken bachaufwärts wird aufgegeben und die Betonelemente
werden zurückgebaut.
Aus personellen Gründen wird die Planung erst in diesem Jahr fertiggestellt
und zur Genehmigung eingereicht werden.
Überarbeitung Hochwasserschutzkonzept Rhein
Die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen für den Rhein wurden seit der
Erstellung des Hochwasserschutzkonzeptes im Jahr 1998 kontinuierlich
umgesetzt. Die Planung zum Hochwasserschutz am Rheinufer in Graurheindorf
ist unter „Hochwasserschutz Graurheindorf“ beschrieben.
Die textliche Aktualisierung des Hochwasserschutzkonzeptes Rhein dauert
aktuell noch an. Der umgesetzte Rheinhochwasserschutz wird unter
www.bonn.de/hochwasser beschrieben.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 20:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de