231145-01 · Mitteilungsvorlage
Hochwasserschutz in der Stadt Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 231145-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 07.08.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 231145-01 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Hochwasserschutz in der Stadt Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 22.08.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Nach dem Beschluss des Hauptausschusses vom 28.01.2014 ist dem Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda einmal jährlich ein Bericht über die umgesetzten und geplanten Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzes in Bonn sowie ein zugehöriger Zeit- und Kostenplan vorzulegen (DS-Nr. 1313713NV5 – Beschlusspunkt 2). Der letztjährige Bericht wurde im Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda am 29.08.2023 behandelt (DS-Nr. 231145). Gegenüber dem damaligen Sachstand sind nachfolgende Veränderungen bzw. Entwicklungen eingetreten. Ergänzend zum Sachstand wird ein Ausblick auf weitere Bearbeitungsschritte gegeben. Angaben zu zukünftigen zeitlichen Verläufen stehen unter dem Vorbehalt der personellen Ressourcen, der Bereitstellung der Haushaltsmittel, der Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigungen, der Zustimmung der politischen Gremien und, wo erforderlich, des Grunderwerbs. Hochwasserschutz Mehlemer Bach Die Aufweitung des Bachquerschnitts und der Neubau bzw. die Erweiterung von Hochwasserschutzmauern zwischen der B9 und der Mainzer Straße sowie die Sanierung des Bachkanals und des Durchlasses an der Mainzer Straße wurde in verschiedene Bauabschnitte aufgeteilt. Zunächst wird Ende des Jahres 2024 mit der Sanierung der Bachverrohrung und des Durchlasses Mainzer Straße begonnen. In den bestehenden Bachkanal werden dabei mit Glasfasern verstärkte Kunststoffrohre eingezogen. Die Erneuerung des Durchlasses an der Mainzer Straße ist für den Zeitraum ab den Sommerferien 2025 geplant. Gerinneaufweitungen im Bachbett und die begleitende Erneuerung der Ufermauern oberhalb der Mainzer Straße werden 2026 realisiert. Hochwasserrückhaltebecken Holzlarer See (inkl. Beseitigung der ökologischen Defizite am Holtorfer Bach) Die Renaturierung des Holtorfer Bachs zwischen Holzlar und Niederholtorf, sowie die Anpassung des Rückhaltebeckens Holzlarer See an die DIN 19700 “Stauanlagen” wurden fertiggestellt. Der Hochwasserschutz für die urbanenSeite 1 von 3 Seite 2 Gebiete unterhalb des Rückhaltebeckens ist damit für die vorgegebenen Schutzziele gewährleistet. Hochwasserschutz Graurheindorf, Bachumlegung und Rheinufer Die Genehmigungsplanung für die Bachumlegung wurde im September 2021 bei der Unteren Wasserbehörde eingereicht. Im Januar 2023 fand ein Erörterungstermin mit den Trägern öffentlicher Belange und den Anwohnenden statt. Die Untere Wasserbehörde befindet sich seitdem im Abwägungsprozess. Eine Entscheidung wird im Jahr 2024 erwartet. Das zur Bachumlegung notwendige Flurbereinigungsverfahren wird von Seiten der Bezirksregierung Köln vorbereitet und erst mit Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses durchgeführt. Mit der Genehmigungsplanung für den technischen Hochwasserschutz am Rheinufer, zur Vorlage bei der Bezirksregierung Köln, kann erst nach Planfeststellung der Umlegung des Rheindorfer Bachs durch die UWB begonnen werden. Entsprechende Planungsleistungen sind beauftragt. Verbesserung der Hochwasserentlastung am Dransdorfer Bach Die Umbauarbeiten zur Verbesserung der Hochwasserentlastung am Dransdorfer Bach wurden im Jahr 2023 abgeschlossen. Ebenso erfolgte die Abnahme durch die Untere Wasserbehörde. Der verbesserte Hochwasserschutz für die Unterlieger ist aktiv. Hochwasserschutzkonzept Hardtbach Infolge der Überflutungen im Juli 2021 wurde ein Hochwasserschutzkonzept für den Hardtbach, gemeinsam mit der Gemeinde Alfter (Hochwasserpartnerschaft) beauftragt, um geeignete Hochwasserschutzmaßnahmen zu untersuchen. Im August 2023 wurden den Bürgerinnen und Bürgern erste Ergebnisse in einem gemeinsamen Workshop vorgestellt. Die Ergebnisse wurden durch das beauftragte Ingenieurbüro vorgestellt und im Anschluss noch einmal gemeinsam an Thementischen diskutiert, Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht und Anregungen seitens der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen. Das Hochwasserschutzkonzept soll Ende 2024 vorliegen und nochmals Politik und Öffentlichkeit vorgestellt werden. Godesberger Bach, Grundlagenermittlung und Studie zum Hochwasserschutz Die Studie zu möglichen Verbesserungsmaßnahmen des Hochwasserschutzes wurde abgeschlossen und im 4. Quartal 2022 in der Politik vorgestellt. Im Jahr 2023 wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, weitere detaillierte Planungen eines Entlastungskanals mit Sonderprofil für einen 100jährlichen Abfluss zu untersuchen. Untersuchungsgegenstand ist zunächst speziell die komplexe Kreuzungssituation von Straßentunnel, Stadtbahntunnel und der Deutschen Bahn am Moltkeplatz und der Bürgerstraße. Die Arbeiten dauern aktuell noch an. Die Planungen werden voraussichtlich im Jahr 2024 fertiggestellt. Aufbauend auf diese Ergebnisse wird der weitere Hochwasserschutz am Godesberger Bach geplant. Umbauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Wittgesbach Der Dauerstau im Hochwasserrückhaltebecken war ursprünglich als See angelegt, welcher vom Wittgesbach durchflossen wird. Der See verlandete über die Jahre. Um den Hochwasserschutz zu verbessern, die Stauanlage an dieSeite 2 von 3 Seite 3 DIN 19700 anzupassen und ökologische Defizite des Bachlaufs zu beseitigen, werden Umbauarbeiten erforderlich. Für eine bessere ökologische Durchgängigkeit des Fließgewässers wird der Absturz im Auslassbauwerk aufgehoben und die Bachsohle im Becken deutlich tiefer gelegt. Hierdurch wird zusätzlich mehr Retentionsraum geschaffen. Darüber hinaus soll dem Bach, der das Becken im Hauptschluss durchfließt, Raum zur eigendynamischen Entwicklung gegeben werden. Das Becken soll zukünftig gesteuert betrieben werden. Dazu erfolgt eine Anpassung an DIN 19700 (neue Regel- und Messtechnik). Das Vorbecken bachaufwärts wird aufgegeben und die Betonelemente werden zurückgebaut. Die Voruntersuchungen wurden abgeschlossen und für den Umbau des Hochwasserrückhaltebeckens wird zurzeit eine Entwurfsplanung erstellt. Überarbeitung Hochwasserschutzkonzept Rhein Die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen für den Rhein wurden seit der Erstellung des Hochwasserschutzkonzeptes im Jahr 1998 kontinuierlich umgesetzt. Die Planung zum Hochwasserschutz am Rheinufer in Graurheindorf dauern aktuell an (siehe weiter oben). Die textliche Aktualisierung des Hochwasserschutzkonzeptes Rhein ist in Bearbeitung. Der umgesetzte Rheinhochwasserschutz wird unter www.bonn.de/hochwasser beschrieben. Katastrophenschutzplan Rheinhochwasser Im August 2022 fand zu Übungszwecken in Beuel ein Probeaufbau der mobilen Hochwasserschutzelemente für die 2. Rheinhochwasser-Verteidigungslinie statt. Im Rahmen des Aufbaus wurden die Elemente routinemäßig auf Materialtüchtigkeit und Funktionsfähigkeit untersucht. Für das Aquariwa- Tonnensystem in der Hermannstraße wurden im Jahr 2023 Ersatztonnen sowie weitere Ersatzteile angeschafft, um das System vollständig und funktionstüchtig zu halten. Hochwasserpartnerschaft mit Alfter und Wachtberg Im Rahmen der Hochwasserpartnerschaft zwischen Bonn, Alfter und Wachtberg erfolgte im Januar 2023 ein „Wasserwirtschaftliches Jahresgespräch“. Im Dezember 2023 fand die erste Gemeinschaftssitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda, des Beirates zum ehrenamtlichen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie des Ausschusses für Rettungswesen und Katastrophenschutz des Rhein-Sieg-Kreises statt. Dort stellte das Tiefbauamt die Tätigkeiten der Bundesstadt Bonn in der Hochwasservorsorge, auch im Rahmen der Hochwasserpartnerschaften mit den Gemeinden Wachtberg und Alfter, vor. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:18 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de