231145 · Mitteilungsvorlage
Hochwasserschutz in der Stadt Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 231145
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 26.07.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 231145 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Hochwasserschutz in der Stadt Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 29.08.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Nach dem Beschluss des Hauptausschusses vom 28.01.2014 ist dem Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz einmal jährlich ein Bericht über die umgesetzten und geplanten Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzes in Bonn sowie ein zugehöriger Zeit- und Kostenplan vorzulegen (DS-Nr. 1313713NV5 – Beschlusspunkt 2). Der letztjährige Bericht ist im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz am 03.11.2022 erfolgt (DS-Nr. 221773). Gegenüber dem damaligen Sachstand sind nachfolgende Veränderungen bzw. Entwicklungen eingetreten. Ergänzend zum Sachstand wird ein Ausblick auf weitere Bearbeitungsschritte gegeben. Angaben zu zukünftigen zeitlichen Verläufen stehen unter dem Vorbehalt der personellen Ressourcen, der Bereitstellung der Haushaltsmittel, der Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigungen, der Zustimmung der politischen Gremien und, wo erforderlich, des Grunderwerbs. Hochwasserschutz Mehlemer Bach Für das schadlose Abführen zukünftiger Hochwasserereignisse ist ein Ausbau des Bachabschnittes zwischen der B9 und Mainzer Str. sowie die Sanierung des Bachkanals und des Durchlasses Mainzer Straße erforderlich. Die Baumaßnahme wurde in verschiedene Bauabschnitte aufgeteilt. Die ursprünglich anvisierte Umsetzung musste aufgrund notwendiger Umplanungsarbeiten und Personalmangel verschoben werden. Die Sanierung der Bachverrohrung zwischen Mainzer Straße und Rheinmündung nebst Durchlassbauwerk Mainzer Str. wird voraussichtlich Ende dieses Jahres ausgeschrieben. Die Hauptarbeiten für die Erneuerung des Durchlasses Mainzer Str. sind für die Sommerferien 2024 geplant. Arbeiten im offenen Bachgerinne und begleitende Ufermauern werden 2025 realisiert. Hochwasserschutz Graurheindorf Die Genehmigungsplanung für die Bachumlegung wurde im September 2021 bei der Unteren Wasserbehörde eingereicht. Im Januar 2023 wurde ein Erörterungstermin durch die Untere Wasserbehörde mit den Trägern öffentlicher Belange sowie betroffenen Anwohnenden, die Einwände im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingebracht hatten, durchgeführt.Seite 1 von 4 Seite 2 Das Verfahren befindet sich aktuell im Abwägungsprozess durch die Untere Wasserbehörde. Eine Entscheidung zum Planfeststellungsverfahren steht noch aus. Das zur Bachumlegung notwendige Flurbereinigungsverfahren zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen wird aktuell von Seiten der Bezirksregierung Köln vorbereitet. Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für das Projekt „Technischer Hochwasserschutz am Graurheindorfer Rheinufer“ können erst nach Genehmigung des Planfeststellungsverfahrens zur Umlegung des Rheindorfer Bachs bei der Bezirksregierung Köln vorgelegt werden. Hochwasserschutzkonzept Godesberger Bach Auf Basis der neuen Berechnungsergebnisse zum gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebiet im Frühjahr 2021 wurde eine Studie zu möglichen Verbesserungsmaßnahmen des Hochwasserschutzes gemeinsam mit der Gemeinde Wachtberg beauftragt. Die Arbeiten dazu wurden abgeschlossen und der Politik Ende 2022 vorgestellt (DS 221713). Nächster Schritt ist die Variantenentwicklung innerhalb einer Vorentwurfsplanung und Berechnung sinnvoll zu kombinierender Maßnahmen zum Hochwasserschutz mit niedrigeren Schutzzielen als ein HQ100. Auch hierbei soll ein höchstmöglicher Schutz erreicht werden. Derzeit werden entsprechende Angebote eingeholt. Aktuell liegen noch keine Ergebnisse zu konkreten baulichen Maßnahmen vor. Hochwasserschutzkonzept Hardtbach-Dransdorfer Bach Derzeit wird ein gemeinsam durch die Stadt Bonn und die Gemeinde Alfter beauftragtes Hochwasserschutzkonzept für den Hardtbach/Der Alte Bach/Dransdorfer Bach durch ein Ingenieurbüro erarbeitet. Gegenstand der Erstellung eines Hochwasserschutzkonzepts ist die Prüfung aller möglichen Maßnahmen, die dem Hochwasserschutz dienen. Hierzu gehören beispielsweise Rückhaltebecken und andere Optionen des technischen Hochwasserschutzes wie die Optimierung von Durchlässen, aber auch Änderungen in der Landnutzung, Nutzung natürlicher Retentionsflächen und Treibgutrechen hinsichtlich ihrer Effektivität, Genehmigungsfähigkeit, Flächenverfügbarkeit sowie Wirtschaftlichkeit. Ziel des Hochwasserschutzkonzeptes ist, verschiedene Maßnahmen so miteinander zu kombinieren, dass ein möglichst effektiver Hochwasserschutz für die umgebende Bebauung und Infrastruktur gewährleistet ist. Sobald ein abgestimmtes Hochwasserschutzkonzept für den Hardtbach erarbeitet wurde, soll dies der Öffentlichkeit und Politik vorgestellt werden.Seite 2 von 4 Seite 3 Hochwasserpartnerschaften Alfter und Wachtberg Zur kontinuierlichen Fortführung der Hochwasserpartnerschaft wurden „Wasserwirtschaftliche Jahresgespräche“ zwischen Alfter und Bonn zum Wissens- und Erfahrungsaustausch etabliert, in denen o.g. Themenbereiche zwischen den Fachexpert*innen aus Wasserwirtschaft und Gefahrenabwehr besprochen werden. In die Jahresgespräche wurde ebenso die Gemeinde Wachtberg als Nachbargemeinde zum Erfahrungsaustausch mit einbezogen. Eine Hochwasserpartnerschaft zwischen der Stadt Bonn und der Gemeinde Wachtberg existiert bereits seit 2013. Vilicher Bach und Ankerbach Die Bezirksregierung Köln hat für den Vilicher Bach und den Ankerbach im rechtsrheinischen Teil Bonns neue Überschwemmungsgebiete berechnen lassen. Das Überschwemmungsgebiet für den Vilicher Bach wurde im vergangenen Jahr vorläufig gesichert, das Überschwemmungsgebiet des Ankerbachs wurde bereits gesetzlich festgesetzt. Für beide Bäche soll ein neues NA-Modell (Niederschlag-Abfluss-Modell) erstellt werden, da sich aufgrund verschiedener abgeschlossener Renaturierungsprojekte und Ertüchtigung des Hochwasserrückhaltebeckens Holzlarer See Änderungen an den Bachläufen ergeben haben. Hochwasserrückhaltebecken Holzlarer See (inkl. Beseitigung der ökologischen Defizite am Holtorfer Bach) Die Renaturierung des Holtorfer Bachs sowie die Anpassung des Rückhaltebeckens Holzlarer See an die DIN 19700 sind weitestgehend abgeschlossen. Die Anlage ist soweit in Betrieb, dass der Hochwasserschutz bis zu einem 100jährlichen Ereignis gewährleistet ist. Aktuell erfolgen noch Restarbeiten zur Böschungssicherung und die Abnahme der M&E-Technik des Drosselbauwerks. Umbauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Wittgesbach Der Dauerstau im Hochwasserrückhaltebecken war ursprünglich als See angelegt und verlandete über die Jahre. Um den Hochwasserschutz zu optimieren und die eigendynamische Entwicklung des Bachs wiederherzustellen, werden Umbauarbeiten erforderlich. Das Becken soll zukünftig gesteuert betrieben werden. Dazu erfolgt eine Anpassung an die DIN19700 (neue Regel- und Messtechnik). Das Vorbecken bachaufwärts wird aufgegeben und dort ein Grobrechen installiert. Die Voruntersuchungen wurden abgeschlossen und für den Umbau des Hochwasserrückhaltebeckens soll eine Entwurfsplanung erstellt werden. Umbauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken Katzenlochbach Vorarbeiten zur Vermessung und Grundlagenermittlung wurden durchgeführt. Ziel ist eine Anpassung an die verschärften technischen Regeln für den Betrieb des Beckens und eine Verbesserung des Hochwasserschutzes. Gleichzeitig wird die Wiederherstellung der Gewässerdurchgängigkeit betrachtet.Seite 3 von 4 Seite 4 Verbesserung der Hochwasserentlastung am Dransdorfer Bach Die Umbauarbeiten zur Verbesserung der Hochwasserentlastung am Dransdorfer Bach wurden Anfang 2023 abgeschlossen. Die Anlage ist in Betrieb und gewährleistet im Unterlauf einen Hochwasserschutz bis zu einem 100jährlichen Ereignis. Überarbeitung Hochwasserschutzkonzept Rhein Die aufwändige Aktualisierung des Hochwasserschutzkonzeptes Rhein wurde in 2021 begonnen und dauert aktuell noch an. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de