231080 · Große Anfrage
CDU-Große Anfrage: Abwägungsgrundlagen zu den bioklimatischen Auswirkungen städtebaulicher Planungen
Kerndaten
- Nummer
- 231080
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 07.06.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Entscheidung federführend
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 231080 Fragesteller/in: Ulrich Gödeke Bert Moll CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 07.06.2023 CDU-Große Anfrage: Abwägungsgrundlagen zu den bioklimatischen Auswirkungen städtebaulicher Planungen Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 10.08.2023 Entscheidung Fragestellung Da für die Abwägung von planungsbedingten Auswirkungen auf die bioklimatische Situation derzeit noch vielfach wenig Material zur Verfügung steht, wird die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen gebeten: 1. Warum werden alternative Planungskonzepte nicht frühzeitig in Bezug auf ihre Auswirkungen auf das Bioklima quantitativ bewertet? 2. Können die Daten der Stadtklimamodellierung des Projektes ZURES von 2018 genutzt werden, um den Aufwand für vertiefende bioklimatische Planungsgutachten zu reduzieren? 3. Kann bei klimarelevanten Planungen der Innenentwicklung gutachterlich beurteilt werden, ob sich die Einstufung des Gebiets in der Stadtklimaanalyse nachteilig verändern würde? 4. In welchen Abständen soll die Stadtklimaanalyse künftig fortgeschrieben werden? 5. Ist zu erwarten, dass sich der Aufwand für die Stadtklimamodellierung und deren Einsatz als Prognoseinstrument für die Planung in absehbarer Zeit verringert?Seite 1 von 2 Seite 2 Begründung Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels gewinnt die Berücksichtigung veränderter klimatischer Verhältnisse zunehmende Bedeutung für die städtebauliche Planung. Vor diesem Hintergrund ist es von essenzieller Bedeutung, günstige bioklimatische Voraussetzungen für die Wohnbevölkerung zu sichern und infolge städtebaulicher Planungen keine neuen Hitzeinseln durch eine übermäßige bauliche Verdichtung entstehen zu lassen. Um bei der Planaufstellung die bioklimatischen Auswirkungen berücksichtigen zu können, auch von Planungsalternativen, bedarf es hinreichender Beurteilungsgrundlagen zum Themenfeld Bioklima als einem besonders bedeutsamen Abwägungsbelang. Insbesondere die Nachverdichtung bestehender Stadtquartiere sollte nach dem Gebot positiver Planung zu keiner spürbaren planungsbedingten Verschlechterung der bioklimatischen Verhältnisse führen, die sich durch den Klimawandel ohnehin verschlechtern werden. Die Anfrage dient der Klärung, inwieweit in den Planverfahren belastbare Abwägungsgrundlagen vorliegen, um Planungsalternativen und die bioklimatischen Auswirkungen der Planung im Hinblick auf den Status Quo der Stadtklimaanalyse einzuordnen. Die Verhältnisse von Baufläche zu Grünfläche, aber auch die Bauhöhe und das Bauvolumen im Verhältnis zu Fassaden- und Dachbegrünungen führen zu unterschiedlichen Ergebnissen, die quantitativ ermittelt werden müssen, um in der Gesamtabwägung darüber qualifiziert entscheiden zu können. Nach Auffassung der CDU-Fraktion bestehen bei der zielgerichteten Ermittlung und Aufbereitung der Daten derzeit noch Defizite, die mit der Anfrage näher ausgeleuchtet werden sollen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 04:49 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de