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231058 · Mitteilungsvorlage

Machbarkeitsstudie „Tor zum Mittelrhein“

Nummer
231058
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
21.07.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 13.09.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 29.08.2023 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 26.09.2023 Kenntnisnahme
  4. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 15.08.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
231058
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Machbarkeitsstudie „Tor zum Mittelrhein“
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 10.08.2023 Kenntnisnahme
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.08.2023 Kenntnisnahme
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
29.08.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Mit Blick auf die Bundesgartenschau 2029 „Oberes Mittelrheintal in Rheinland-
Pfalz“ soll für die Region „Nördliches Mittelrheintal“ ein überzeugendes, raum-
funktionales, zukunftsfähiges Gesamtkonzept erarbeitet werden.
Der Projektraum erstreckt sich von Bad Breisig/Bad Hönningen im Süden bis
Bornheim/Niederkassel im Norden sowie östlich und westlich des Rheins je-
weils 10 km landeinwärts.
Projektbeteiligte sind der Rhein-Sieg-Kreis mit seinen Kommunen Alfter, Bad
Honnef, Königswinter und Wachtberg, der Kreis Ahrweiler, der Kreis Neuwied,
der Verschönerungsverein für das Siebengebirge und die Stadt Bonn sowie in
beratender Funktion der Region KölnBonn e.V.
Die Studie wird von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (RMPSL)
erstellt.
Ziel der Studie ist es, die Potentiale und Herausforderungen im vorhandenen
Raumgefüge des Ballungsraumes zu identifizieren sowie Maßnahmen für eine
ganzheitliche, zielgerichtete und nachhaltige Weiterentwicklung der gesamten
Region zu formulieren. Damit wirkt die Studie als Impulsgeber für eine länderü-
bergreifende Zusammenarbeit und regt einen proaktiven Diskurs zur gemein-
samen flächen- und ressourcenschonenden Raumentwicklung des nördlichen
Mittelrheintals an. Das Spannungsfeld zwischen Erhalt der Kulturlandschaft,
Natur- und Klimaschutz, Erholung sowie Mobilität ist das zentrale infrastruktu-
relle Thema zur Weiterentwicklung der Region, die ein wertvolles kulturelles
und naturräumliches Erbe eint. Diese Potentialstudie formuliert Vorschläge für
innovative Lösungsansätze, die in eine übergeordnete und zukunftsfähige Ent-
wicklungsperspektive für die Region einfließen können. (aktueller Stand der
Zielbild-Formulierung)
Projektablauf
1. Die Machbarkeitsstudie ist in drei übergeordnete Arbeitsstufen strukturiert:
die erste Stufe umfasst die Grundlagenermittlung mit Grundlagenrecherche
und Projektorganisation. Die Sichtung des Bestandsmaterials in Form vonSeite 1 von 4
Seite 2
Karten, Planungen, Studien, Gutachten und Leitlinien ermöglicht eine erste
Einschätzung und Einordnung des Projektraumes.
2. Die zweite Stufe beinhaltet die Eigenanalyse mit Analyse der Raumstruktu-
ren im Hinblick auf ihre Herausforderungen und Potentiale. Sowohl der Ge-
samtraum als auch Teilräume werden in ihrer Erschließungsfunktion und
Nutzungstypologie untersucht und in einer Erstkonzeption veranschaulicht
und bewertet.
3. Während der dritten Stufe bildet die Erstkonzeption mit der Potentialanalyse
die Grundlage für ein Raumkonzept, das zukunftsorientierte Handlungsfel-
der vertiefend erläutert und konkretisiert. Hierzu werden Projektbausteine
herausgearbeitet, die Synergieeffekte zwischen Bestand und Planungsvisi-
on implementieren und fördern. Die erarbeiteten Projektbausteine werden
im Anschluss in ein Kartenwerk übertragen und graphisch aufgearbeitet.
Während des Arbeitsprozesses findet eine enge Zusammenarbeit mit den be-
teiligten lokalen Projektpartnern statt, die den Kommunikations- und Wissens-
fluss fördern soll. Hierzu ist ein engmaschiger Terminplan aufgestellt, der in
abwechselnden Terminen eine Steuerungsgruppe und eine Arbeitsgruppe in
den Prozess einbindet.
Themenfelder der Studie
Die Machbarkeitsstudie konzentriert sich in der Analyse auf die drei Themen
Mobilität, Grünräume und Identität des Raumes. Durch die Überlagerung dieser
drei Haupteinheiten können Dynamiken ermittelt werden, die Potentiale für mul-
ticodierte Schnittstellen offenlegen und regionale Alleinstellungsmerkmale
sichtbar und zugänglich machen.
Mobilität
Das nördliche Mittelrheintal ist als Transitraum durch den Pendlerverkehr so-
wohl auf dem Wasser als auch auf dem Land stark belastet. Die vorrangigen
Straßen- und Schienenverkehrsachsen verlaufen parallel entlang des Rheins.
Der Rhein wirkt aufgrund weniger Querungsmöglichkeiten durch Brücken und
Fährverbindungen trennend, sodass links- und rechtsrheinische Raumwahr-
nehmung und -entwicklungen meist voneinander getrennt erfolgen. Zudem wird
der Projektraum durch seine naturräumliche Tal- und Höhenlage geprägt, die
Auswirkung auf die Ausbildung des Verkehrsnetzes hat. Die umfassende Ana-
lyse der Verkehrsräume soll Potentiale zum Ausbau eines nachhaltigen und
flexiblen Verkehrskonzeptes aufzeigen. Das ÖPNV-Netz sowie das Radver-
kehrsnetz stehen im Fokus der Betrachtung, denn diese bergen ein nicht aus-
geschöpftes Potential, das unter Anwendung der richtigen Prioritäten zu einem
intermodal ausgerichteten Verkehr beitragen kann. Zudem sind die Verkehrs-
netze nicht auf aktuell steigende Frequentierung ausgerichtet. Die Weiterent-
wicklung einer raumverträglichen Alltags- und Freizeitmobilität ist daher not-
wendig.
Grünräume
Die vielschichtige Landschaft des nördlichen Mittelrheintals, die aus Waldgebie-
ten, landwirtschaftlichen Flächen, Weinbergen, Flussauen und urbanen Grün-
räumen besteht, beinhaltet eine ökologische Vielfalt entlang des Rheins.
Gleichzeitig sind diese Landschaften wichtige Naherholungsräume, derenSeite 2 von 4
Seite 3
Schutz und Nutzung durch Zuweisung verschiedener Schutzkategorien (NSG,
LSG, FFH u.a.) und darin enthaltener differenzierter Schutz- und Entwicklungs-
ziele gesteuert wird. Die abwechslungsreiche Topographie und Naturvielfalt
sind Anziehungspunkte für Naherholung und Tourismus. Diese müssen daher
in ein integriertes Konzept der Erschließung und Zugänglichkeit eingebettet
sein und mit der Verträglichkeit von Naturschutz abgewogen werden. Der Rhein
mit seinen Nebenflüssen als Lebensader für Flora und Fauna ist vielen umwelt-
schädlichen Faktoren ausgesetzt. Möglichkeiten zur Minimierung von Negativ-
wirkungen auf den Fluss sind daher erstrebenswert, um den ökologischen Wert
dieser Region zu stärken und zu fördern.
Identität des Raumes
Die Identität des nördlichen Mittelrheintals ist eng mit dem Rhein als verbinden-
des Element des Raumes, mit seiner Kulturgeschichte und Traditionen ver-
knüpft. Historische Stätten, Burgen und Kirchen tragen als bauliche Wahrzei-
chen der Region zur kulturellen Identität bei. Der Fluss mit seinen Uferzonen
weist seit jeher, wie auch die historisch überlieferte Unbeherrschbarkeit des
Stroms dokumentiert, eine hohe Anziehungskraft auf. Der Verlauf des Flusses
mit den umliegenden Landschaften bildet Aussichten, die mit Schlössern oder
Burgruinen gekrönt sind, Atmosphären erzeugen und Identität stiften. Daher ist
die Zugänglichkeit und Erfahrbarkeit der Kulturlandschaften entlang des Rheins
und rheinüberquerend notwendig für eine nachhaltige Alltagsmobilität und at-
traktiv für Naherholungssuchende.
Ausblick:
Der Abschlussbericht soll im September 2023 vorliegen.
Die darin exemplarisch empfohlenen Maßnahmen müssen dann in weiteren
Studien geschärft und im Detail geplant werden.
Anlage/n
1 Plan Projektgebiet Tor zum Mittelrhein (öffentlich)Seite 3 von 4
Tor zum Mittelrhein
Plan:
bearb.:
Datum: Datum:Name: Name:
erstellt.:
geprüft:
Datenpfad:
geprüft:
geprüft:
Maßstab:
Plan Grösse:
Plan Nr.:
Projekt:
STADT.
CITY.
VILLE.
BONN.
Der Bauherr
AMT FÜR UMWELT
BUNDESSTADT BONN
UND STADTGRÜN
geprüft:
Untersuchungsraum A3
0001
Frau Paul 21.07.23
Hr. Kritzer 21.07.23Seite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 21:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de