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230929-03 ST · Stellungnahme der Verwaltung

ÖPNV-Anbindung der Godesburg

Nummer
230929-03 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
17.10.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 21.02.2024 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 230929 ÖPNV-Anbindung der Godesburg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
230929-03 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
ÖPNV-Anbindung der Godesburg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 25.10.2023 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Zur Großen Anfrage zum Thema „ÖPNV-Anbindung der Godesburg“ nimmt die
Verwaltung folgendermaßen Stellung:
1. Wie viele Menschen besuchen nach Kenntnis der Verwaltung die
Godesburg im Jahr? Gibt es Unterschiede nach Saison (April-
September, Oktober-März)?
Der Verwaltung liegen keine Besucherzahlen zur Godesburg vor.
2. Wie hoch schätzt die Verwaltung das Besucherpotential der
Godesburg ein? Ändert sich dieses wenn der Zugang zur
Godesburg vereinfacht wird, also z.B. barrierefrei gestaltet wird?
Die Godesburg ist aufgrund der vorhandenen Aussichtsplattform und der
generellen Aussicht über das Rheintal in Richtung Siebengebirge ein
interessantes Ausflugsziel für Einwohnende, Gäste und Tourist*innen. Die
Bonn-Information bietet daher dieses Jahr an drei Terminen die geführte Tour
„Bad Godesberg im Schatten der Godesburg“ an, welche die Godesburg als
eines ihrer Ziele hat.
Diese Attraktivität der Godesburg wird jedoch hauptsächlich durch das
Restaurant Godesburg mit seinen dazugehörigen Event-/
Veranstaltungsräumen genutzt und beworben. Auch in den Internetauftritten
bezüglich der Godesburg sind diese besonders präsent. Die Verwaltung schätzt
daher die Nutzung und Bedeutung der Godesburg als privaten oder
gewerblichen Veranstaltungsort deutlich höher ein als die Bedeutung für
klassische Naherholungsbesucher*innen bzw. Tourist*innen. Diese
Nutzendengruppe hat durch den bereits existierenden Aufzug vom Parkplatz
zum Innenhof der Burg einen barrierefreien Zugang in den Innenbereich der
Godesburg.
3. Welchen Bedarf sieht die Verwaltung für eine ÖPNV-Anbindung der
Godesburg? Welche Omnibusgröße (Maße, Sitzplätze) könnte zum
Einsatz kommen, um Menschen aus der Innenstadt auf die
Godesburg zu fahren? In welchem Takt ließe sich eine Buslinie,
abhängig von eben jener Busgröße, einrichten?Seite 1 von 2
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Wie bereits zu Punkt 2 erwähnt, wird die Godesburg hauptsächlich gewerblich
und für private Feiern genutzt. Zu solchen Anlässen wird eine private Anreise
deutlich bevorzugt. Des Weiteren finden solche Veranstaltungen typischerweise
zur Abendzeit sowie am Wochenende zu sehr unregelmäßigen Uhrzeiten statt.
Eine reguläre und attraktive Bedienung solcher Veranstaltungen mit dem ÖPNV
ist daher kaum möglich. Das anderweitige Besucher*innenpotenzial der
Godesburg wird seitens der Verwaltung als zu gering eingeschätzt, um eine
eigene komplizierte und aufwändige ÖPNV-Anbindung zu rechtfertigen.
Aufgrund der besonderen Bedeutung der Godesburg für die Stadt Bonn bzw.
für den Stadtteil Bad Godesberg ist die Verwaltung daran interessiert, die
Attraktivität der Godesburg insgesamt zu steigern. Die Einrichtung einer ÖPNV-
Anbindung stellt dafür aus den o.g. Gründen jedoch keine finanziell realistische
Option dar.
4. Welche Umstrukturierungsmaßnahmen der Zufahrt zur Godesburg
würden ggf. erforderlich?
Die engste Stelle der aktuellen Zufahrt befindet sich im Bereich des Friedhofes.
Dort führt die Straße zwischen zwei historischen Mauerstücken hindurch und
hat nur eine Breite von ca. 4 Metern, inklusive einer gepflasterten
Regenablaufrinne auf einer Seite. Ein leichtes Abknicken der Straße in
Kombination mit der starken Steigung in diesem Abschnitt lassen
Begegnungsverkehre praktisch nicht zu, was die Zufahrt zur Godesburg selbst
für Kleinbusse problematisch macht. Eine bauliche Änderung dieser Situation
ist nicht möglich.
5. Welche Umstrukturierungsmaßnahmen bzgl. der bestehenden
Parkmöglichkeiten an der Godesburg würden ggf. erforderlich?
Um eine Wendemöglichkeit auf dem jetzigen Parkplatz der Godesburg
einrichten zu können, müssten mehrere Parkplätze wegfallen. Für einen
barrierefreien Ausstieg aus dem Bus müsste zusätzlich noch eine baulich
erhöhte Ausstiegsmöglichkeit geschaffen werden, welche das limitierte
Platzangebot an der Godesburg weiter strapaziert und zum Wegfall weiterer
Parkplätze führen würde.
Anlage/n
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