230816-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Fernwärmenetz Hardtberg
Kerndaten
- Nummer
- 230816-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 09.05.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 230816-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: Dezernat OB Dezernat: Fernwärmenetz Hardtberg Beratungsfolge Bezirksvertretung Hardtberg 16.05.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme der Stadtwerke: Vorbemerkung Die Fernwärme spielt eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Der Ausbau und die Transformation der bestehenden Infrastruktur in Richtung einer dekarbonisierten „Grünen Fernwärme“ sind daher auch ein Ziel im Klimaplan 2035 der Bundesstadt Bonn. Auch das Gebäudeenergiegesetz, das sich aktuell im parlamentarischen Verfahren befindet und vor der Sommerpause im Bundestag beschlossen werden soll, sieht Wärmenetze neben Wärmepumpen als eine zentrale Dekarbonisierungsoption im Gebäudesektor an. Neben Erdgas ist der Dampf aus der Müllverwertungsanlage das aktuelle Rückgrat der leitungsgebundenen Wärmeversorgung. Dieser Mülldampf wird dem – mit der modernsten Technologie ausgestatteten – Heizkraftwerk Nord zugeliefert und unterstützt so die Wärme- aber auch Stromversorgung in Bonn. Um die Fernwärme sukzessive auf erneuerbare Energien umzustellen, soll zudem der Rhein als Wärmequelle genutzt werden, da der Rhein die größte natürliche Wärmequelle in Bonn darstellt. Dafür soll die Wärme des Flusswassers mittels einer Großwärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau gebracht werden, um diese der Fernwärme zuführen zu können. Um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten, ist zudem ein Wärmespeicher geplant. Neben einer schrittweisen Dekarbonisierung der Bonner Fernwärme ist auch eine Steigerung der Anschlussquote an das Fernwärmenetz entscheidend. Die größten Potenziale für Wärmenetze finden sich in städtebaulichen Strukturen mit entsprechend hoher Wärmedichte. Auch vor dem Hintergrund zu erwartender abnehmender Wärmebedarfe können Infrastrukturen mit speziellen Niedertemperaturleitungen sinnvoll erschlossen werden. 1. Inwieweit ist der Stadtbezirk Hardtberg an das Fernwärmenetz angeschlossen? Der Stadtbezirk Hardtberg, bestehend aus den Ortsteilen Lengsdorf, Duisdorf,Seite 1 von 3 Seite 2 Hardtberg und Brüser Berg, ist teilweise an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Versorgung erfolgt über eine Fernwärmeleitung ausgehend vom Heizkraftwerk Nord (Weststadt). 2. Wie viele der Hardtberger Haushalte könnten aktuell Fernwärme beziehen? Die aktuelle Netzeinspeisung für den Stadtbezirk Hardtberg beträgt ca. 22 Megawatt (MW) thermisch und erfolgt überwiegend über das Heizkraftwerk Nord. Die vorhandenen Netzkapazitäten belaufen sich insgesamt auf ca. 85 MW. Nicht berücksichtigt wurden dabei Sanierungsmaßnahmen (z. B. Netzverstärkungsmaßnahmen) im Bestandsnetz. 3. Wie viele Haushalte auf dem Hardtberg beziehen aktuell tatsächlich Fernwärme? Derzeit sind ungefähr 500 Hausanschlüsse im Stadtbezirk Hardtberg mit Bonner Fernwärme versorgt. Diese Hausanschlüsse bedienen in erster Linie Großkunden wie beispielsweise Bundesliegenschaften, aber auch Mehrfamilienhausobjekte und Einfamilienhaussiedlungen wie die Finkenhofsiedlung werden beliefert. Bei Mehrfamilienhausobjekten werden häufig viele Haushalte über einen gemeinsamen Hausanschluss mit Fernwärme versorgt. Aufgrund dieser Art der Versorgung ist es leider nicht möglich, die genaue Anzahl der Haushalte exakt zu beziffern. 4. Welche Maßnahmen sind für den Stadtbezirk Hardtberg geplant, um das Fernwärmenetz auszubauen? Bis wann soll diese umgesetzt sein? Zurzeit sind zwei Ausbaumaßnahmen in der Umsetzung. Zum einem erfolgt ein Netzausbau im Ortsteil Duisdorf in den Straßen Provinzialstraße, Schleidener Straße, Rochusstraße bis zum Helmholtz-Gymnasium. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 anvisiert. Zum anderen wird die Fritz-Bauer-Straße mit dem Bauvorhaben Pandion Ville erschlossen. Die Hauptrohrverlegung ist bereits abgeschlossen. Aktuell werden die Fernwärme-Hausanschlussleitungen je nach Bauschritt der Hochbaumaßnahmen erstellt. 5. Wie viele Haushalte auf dem Hardtberg könnten nach den ggf. geplanten Ausbaumaßnahmen Fernwärme beziehen? Es ist wichtig, dass die zukünftige Entwicklung des Fernwärmenetzes die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung berücksichtigt, um sicherzustellen, dass die Ausbaumaßnahmen den Bedürfnissen der Stadt Bonn und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner gerecht werden. Die kommunale Wärmeplanung der Stadt Bonn wird Informationen über den Wärmebedarf,Seite 2 von 3 Seite 3 potenzielle Standorte für neue regenerative Wärmequellen und andere wichtige Faktoren liefern, die bei der Weiterentwicklung des Fernwärmenetzes auch im Stadtbezirk Hardtberg berücksichtigt werden. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 21:36 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de