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230805 · Mitteilungsvorlage

Zentrenmanagements für die drei Stadtbezirke Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg im Jahr 2022

Nummer
230805
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
26.04.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 25.05.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 17.05.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
230805
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Zentrenmanagements für die drei Stadtbezirke Bad
Godesberg, Beuel und Hardtberg im Jahr 2022
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
17.05.2023 Kenntnisnahme
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 25.05.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und
Zentren in NRW“ hatte die Verwaltung erfolgreich beim Land Nordrhein-
Westfalen Fördermittel für Zentrenmanagements in den Stadtbezirkszentren
Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg eingeworben (vgl. Drucksachen-Nr.
201911). Nach dem darauffolgenden Ausschreibungsverfahren im ersten
Quartal 2021 war der Auftrag zur Durchführung der drei Zentrenmanagements
an das Unternehmen Stadtberatung Dr. Sven Fries vergeben worden (vgl.
Drucksachen-Nr. 210748).
Die Zentrenmanagements mit dem „Gesicht vor Ort“ Sophie Büchner starteten
im Mai 2021 mit jeweils rund einem Tag pro Woche und Stadtbezirkszentrum,
die Laufzeit der Projekte endete zunächst am Jahresende 2022. Unter
Einbeziehung des o.g. Sofortprogramms konnte das Projekt für Bad Godesberg
um ein halbes Jahr bis Ende Juni 2023, für Beuel und Hardtberg bis Ende 2023
verlängert werden. In Bad Godesberg soll ein mehrjähriges
Zentrenmanagement im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes
eingerichtet werden; die Ausschreibung wird derzeit vorbereitet.
Vernetzungstreffen, Kommunikation mit den Gewerbetreibenden
In allen drei Stadtbezirkszentren ist die Zentrenmanagerin jeweils an einem
festen Wochentag vor Ort. Der Arbeitsplatz befindet sich in den Räumlichkeiten
des Bad Godesberg Stadtmarketing e.V. im Pavillon am Ria-Maternus-Platz
sowie in den Bezirksrathäusern Beuel bzw. Hardtberg.
Die Vor-Ort-Präsenz wird auch für eine persönliche Ansprache der
Händlerschaft genutzt. Im Rahmen dieser Ansprache hat das
Zentrenmanagement bei den Gewerbetreibenden auch für den Bonner
Stadtgutschein „Bonn53“ geworben.
Um eine Plattform für die Anliegen, Anregungen und Fragen von
Gewerbetreibenden zu bieten, hat das Zentrenmanagement im Jahr 2022
regelmäßige Vernetzungstreffen für Gewerbetreibende in denSeite 1 von 9
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Stadtbezirkszentren organisiert. Die Veranstaltungen wurden vom
Zentrenmanagement in Kooperation mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und
dem Stadtmarketingverein bzw. der beiden Gewerbegemeinschaften
durchgeführt. Um die Vernetzungstreffen zielgerichtet zu gestalten, wurden in
einem ersten Treffen gemeinsam mit den Gewerbetreibenden Themen
gesammelt.
Viele der Termine hatten Schwerpunktthemen, zu denen auch externe
Expert*innen eingeladen wurden, die als Vortragende bzw. Ansprechpartner
zur Verfügung standen:
Bad Godesberg: Im Mai erfolgte ein Austausch zu Fragen der Logistik mit dem
Büro VSU GmbH, das mit der Entwicklung eines Mobilitätskonzepts für Bad
Godesberg beauftragt ist, im August eine Information von BonnOrange zum
Thema Mehrwegverpackungen in der Gastronomie sowie eine
Austauschrunde.
Beuel: Im Juni gab Claudia Benter (ccb concept, Bonn) einen Input-Vortrag
zum Thema Schaufenstergestaltung, an den sich viele Fragen der
Gewerbetreibenden anschlossen. Im November erfolgte im Rahmen des
Vernetzungstreffens eine Information von BonnOrange zum Thema
Mehrwegverpackungen in der Gastronomie sowie eine Austauschrunde.
Zudem wurde das Treffen im August genutzt, um über die Umsetzung des
Adventskalenders zu sprechen. Nach dem Vernetzungstreffen wurde die
Umsetzung des Adventskalenders im Sinne der Gewerbetreibenden angepasst.
Hardtberg: Ausgelöst durch einige Fälle von Vandalismus im öffentlichen
Raum, aber auch in privaten Immobilien bzw. an Privateigentum fand Ende
August 2022 ein Diskussionsabend zum Thema Vandalismus statt. Als
Gesprächspartner konnten zwei Polizeibeamte der Wache Duisdorf, der Leiter
des Stadtordnungsdienstes, ein Vertreter der Straßensozialarbeit,
Bezirksbürgermeister Trützler sowie der Vorsitzende der Wirtschafts- und
Gewerbegemeinschaft Hardtberg WGH, Gisbert Weber, gewonnen werden. Die
Veranstaltung war mit ca. 40 Personen sehr gut besucht, wobei unter den
Teilnehmenden nicht nur Gewerbetriebende, sondern auch Anwohnende
vertreten waren. In dem Gespräch konnten verschiedene Situation mit der
Polizei und dem Ordnungsamt besprochen werden, teilweise konnten auch
Tipps für den Umgang mit bestimmten Situationen gegeben werden. Polizei
und Stadtordnungsdienst haben nur dann eine Möglichkeit einzugreifen, wenn
sie auch über Vorfälle informiert und zu Einsätzen gerufen werden. Wenn sich
die Meldung von Zwischenfällen häuft, ergibt sich daraus die entsprechende
Grundlage für vermehrte Kontrollfahrten in diesen Bereichen. Alle Beteiligten
des Abends gaben die Rückmeldung, dass ein solcher Rahmen für diese
Gespräche gut und wichtig war. Beim Vernetzungstreffen im November gab
Claudia Benter (ccb concept, Bonn) einen Input-Vortrag zum Thema
Schaufenstergestaltung, in dessen Rahmen die Gewerbetreibenden von der
Expertin für visuelles Marketings praktische Tipps für eine ansprechende
Warenpräsentation erhielten. Im Anschluss gab es Raum für Fragen derSeite 2 von 9
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Gewerbetreibenden.
Schlüsselpersonengespräche
Zudem erfolgten mehrere Treffen der Zentrenmanagerin mit Schlüsselpersonen
aus Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung und Politik zum persönlichen Austausch
über aktuelle Themen in den Stadtbezirken.
Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung
Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Bonn erfolgt durch einen
regelmäßigen telefonischen sowie persönlichen Austausch zwischen der
Zentrenmanagerin und dem Citymanager beim Amt für Wirtschaftsförderung.
Im Jahr 2022 haben zudem zwei Strategische Jour fixes stattgefunden (April
2022, September 2022), an denen auch die Amtsleitungen des Amtes für
Wirtschaftsförderung und des Amtes für Stadtplanung sowie Dr. Sven Fries
teilgenommen haben. In den Runden wurde sich zu der Arbeit des
Zentrenmanagements sowie zu den Belangen aus dem Stadtbezirk
ausgetauscht. Des Weiteren steht das Zentrenmanagement bei Bedarf im
Austausch mit dem zuständigen Bearbeiter für den Stadtbezirk im
Stadtplanungsamt.
Aktionen für den Handel
Bad Godesberg: Osteraktion
Im Frühjahr des Jahres organisierte das Zentrenmanagement eine Osteraktion
für den Einzelhandel. Vom 4. bis 16. April konnten im Bad Godesberger
Zentrum in den Schaufenstern der Geschäfte versteckte Ostereier von den
Kundinnen und Kunden gezählt und an einer Verlosung teilgenommen werden.
Die Preise für die Verlosung wurden von den Gewerbetreibenden gespendet.
Am Ostersamstag verteilte zusätzlich ein Osterhase in einer positive Emotionen
weckenden Aktion 400 Schokoladentafeln an Kinder in der Innenstadt. Die
Schokolade hatte ein Bio- und ein Fairtrade-Siegel sowie eine zu 100 %
recyclebare Verpackung, was von den Menschen in Bad Godesberg positiv
aufgenommen wurde. Die Aktion war mit mehr als 200 Teilnehmenden an der
Verlosung ein Erfolg. Für die Erstellung von Grafikprodukten wurde teilweise
mit einer lokalen Werbeagentur kooperiert, die auch mit dem
Stadtmarketingverein zusammenarbeitet, um hier eine Vernetzung von lokalen
Akteuren weiter zu unterstützen.
Neben den Aktionen, die das Zentrenmanagement selbst organisiert hat,
wurden zusätzlich Veranstaltungen des Bad Godesberg Stadtmarketing e.V.
auf unterschiedliche Weise unterstützt. Für den „Tag der kleinen Godesberger“,
der am 2. Juli 2022 in der Innenstadt stattfand, unterstützte das
Zentrenmanagement beim Design und der Finanzierung von Werbemitteln für
die Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der Finanzierung einzelner Attraktionen für
die Kinder (Charity-Buster, Karussell, Zuckerwatte-Stand). Außerdem
unterstützte das Zentrenmanagement die Durchführung des Tags der kleinen
Godesberger durch seine Anwesenheit bei der Veranstaltung selbst personell.
Die Veranstaltung dauerte mehrere Stunden und war sehr gut besucht.Seite 3 von 9
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Parallel zur Eröffnung des Nikolausmarkts am 22.11.2022 erfolgte eine Aktion
zum gemeinsamen Weihnachtsbaumschmücken in der Innenstadt. Der Bad
Godesberg Stadtmarketing e.V. organisierte Weihnachtsbäume für die
Innenstadt sowie Schleifen zum Schmücken der Bäume. Die Dekoration der
Innenstadt in Verbindung mit dem Nikolausmarkt sorgte für eine weihnachtliche
Stimmung, die auf positive Resonanzen stieß. Auch diese Aktion unterstützte
das Zentrenmanagement mit Fördermitteln sowie in Teilen der
Öffentlichkeitsarbeit.
Der Verein trägt mit seinen Veranstaltungen maßgeblich zu einer Belebung und
einer besseren Außenwahrnehmung der Bad Godesberger Innenstadt bei.
Aufgrund des hohen finanziellen und Planungsaufwands für Veranstaltungen
sowie durch interne Umstrukturierungen im Vorstand des Vereins ist die
Unterstützung durch das Zentrenmanagement für das Stadtmarketing ein
positiver Zugewinn gewesen. Gleichzeitig profitiert das Zentrenmanagement
vom guten Austausch und der Zusammenarbeit mit dem Verein vor Ort.
Beuel: Handel meets Gastro
Im Sommer 2022 fand an drei Terminen die neue Veranstaltungsreihe „Handel
meets Gastro“ des Zentrenmanagements statt. Ausgehend von der Idee, eine
zentrale Veranstaltung mit Musik, Essen und Getränken auf dem Rathausplatz
in Kombination mit verlängerten Öffnungszeiten zu initiieren, wurden beim
ersten Vernetzungstreffen die Gewerbetreibenden in die Planungen mit
einbezogen. Dabei wurde in der Diskussion deutlich, dass die
Gewerbetreibenden bei einer zentralen Veranstaltung mit Sitzplätzen wenig
Mehrwert für Geschäfte abseits des Rathausplatzes sahen. Zudem wurde von
den Gewerbetreibenden lieber eine Reihe mehrerer kleiner und dezentraler
Veranstaltungen gewünscht als eine große zentrale Veranstaltung. Diese
Anregungen flossen in die Veranstaltungskonzeption ein, die das Zentrum
beleben, aber auch die Kultur und Gastronomie in Beuel einbeziehen sollte. An
drei Abenden im Sommer öffneten unterschiedliche Geschäfte in Beuel bis 21
Uhr. In Parkbuchten bzw. auf den Bürgersteigen vor den Geschäften spielten
verschiedene Musiker*innen aus Bonn und Umgebung. In den Läden wurde
Fingerfood von lokalen Gastronomen kostenlos für die Besucher*innen zur
Verkostung bereitgestellt.
Bei Handel meets Gastro am 30. Juni nahmen fünf Geschäfte, drei Musik-Acts,
drei Gastronom*innen sowie ein nepalesischer Künstler mit einer kleinen
Ausstellung teil. Am 14. Juli nahmen fünf Geschäfte, drei Musik-Acts und drei
Gastronomen teil. Zudem konnte in den Parkbuchten vor einem Feinkosthandel
für den Abend eine „Pop-Up-Außengastronomie“ realisiert werden, die bei
gutem Wetter von vielen Passant*innen sehr gut angenommen wurde. Am 25.
August nahmen insgesamt 19 Geschäfte, 9 Musikacts, 10 Gastronomen und
ein Künstler für eine Klangmeditation teil. Zudem konnte in der Oberen
Wilhelmsstraße von einer Kunstpädagogin ein Kunstworkshop angeboten
werden. Der Zuspruch des letzten Veranstaltungstermins ist vor allem auf den
Termin direkt nach den Sommerferien zurückzuführen, jedoch entschlossen
sich einige Gewerbetreibende erst nach der Beobachtung derSeite 4 von 9
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vorangegangenen Termine für eine Teilnahme an „Handel meets Gastro“.
Aufgrund der regen Teilnahme von Geschäften in allen Bereichen des Beueler
Zentrums (Obere Wilhelmsstraße bis Hermannstraße/Ecke Johann-Link-
Straße) wurde das Fest z.T. mit einem kleinen Stadtbezirksfest verglichen.
Dass an dem Termin viele Geschäfte teilnahmen, spiegelte sich auch in den
hohen Besucherzahlen am 25.8. wieder.
Die Musiker*innen wurden u.a. über die in Beuel ansässigen Einrichtungen
Popfarm und Marios Musikschule angesprochen. Viele der Musiker*innen
waren nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie erfreut, sich wieder
einem breiteren Publikum präsentieren zu können. Die Ansprache der
Gastronom*innen hingegen erwies sich als eher schwierig. Aufgrund des
allgemeinen Personalmangels in der Gastronomie war es vielen Restaurants
nicht möglich, ein zusätzliches externes Catering zu stemmen. Die
Aufwandsentschädigungen für die externen Dienstleister aus Gastronomie und
Musik sowie die Kosten für die Bewerbung und Umsetzung der
Veranstaltungsreihe nahmen einen Großteil des Etats für den Stadtbezirk Beuel
aus dem Sofortprogramm Innenstadt in Anspruch. Mit den verschiedenen
Fachämtern der Stadtverwaltung gab es trotz teilweise sehr kurzfristiger
Anfragen eine gute Zusammenarbeit.
Die Veranstaltungsreihe erhielt sowohl öffentlich von den Besucher*innen als
auch in der Presse ein sehr positives Feedback. Auch die teilnehmenden
Gewerbetreibenden bewerteten die Abende sehr positiv und äußerten zudem
den Wunsch nach einer Fortsetzung in 2023. Es ist geplant, das
Veranstaltungskonzept auch in 2023 wieder umzusetzen.
Im Rahmen des Vortrags von Claudia Benter von ccbconcept im Rahmen des
Vernetzungstreffens im Juni konnte festgestellt werden, dass einige
Gewerbetreibende den Bedarf einer intensiveren Information und Beratung
hatten. Dem konnte entsprochen werden: Am 16. Oktober 2023 fand in den
Räumlichkeiten der Brotfabrik ein vierstündiger Schaufensterworkshop mit
Claudia Benter in kleinerem Rahmen statt. Neben einer Auffrischung des Inputs
aus dem Juni konnte Frau Benter die Teilnehmer*innen mit konkreten
Informationen zu Bezugsquellen für die Schaufensterdekoration sowie Tipps
zur Gestaltung anhand von mitgebrachten Fotos an die Gewerbetreibenden
weitergeben. Am Workshop nahmen vier Gewerbetreibende teil.
Hardtberg: Herbstfest
Am 14.10.2022 veranstaltete das Zentrenmanagement in der Fußgängerzone
Duisdorf ein Herbstfest. Auf dem Schickshof gab es ein Angebot für Kinder mit
einer Zaubershow, Kinderschminken, einer Malstation und der Möglichkeit, an
einem Stand einer örtlichen Musikschule unter Anleitung von Musiklehrern
Musikinstrumente auszuprobieren. In der Fußgängerzone spielten an fünf
verschiedenen Orten vor Geschäften Musikgruppen aus Bonn, um die
Menschen zum Verweilen in der Fußgängerzone zu animieren. Angesichts des
schlechten Wetters waren die Besucherzahlen zunächst gering, nahmen jedoch
im Laufe der Veranstaltung zu.
Leider wurde die Organisation des Herbstfestes nicht durch den Vorstand derSeite 5 von 9
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Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft begleitet. Die Bewerbung der
Veranstaltung durch die WGH bei ihren Mitgliedern erfolgte erst kurzfristig vor
der Veranstaltung auf Nachfrage des Zentrenmanagements. Das
Zentrenmanagement selbst bewarb die Veranstaltung mit Flyern, Plakaten
sowie auf Social Media. Hierbei soll in Zukunft verstärkt nochmal darauf
geachtet werden, lokale Netzwerke besser zur Bewerbung zu nutzen.
Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg: Lebendiger Adventskalender
Auch in 2022 hat das Zentrenmanagement die Aktion „Lebendiger
Adventskalender“ in den drei Stadtbezirkszentren zur Belebung des lokalen
Einzelhandels organsiert. Insgesamt rund 60 Unternehmen aus den Bereichen
Einzelhandel, Kultur und Dienstleistungen beteiligten sich an der Aktion, bei der
ein Adventskalender gedruckt und verteilt wurde. Hinter jedem Türchen befand
sich mindestens ein teilnehmendes Unternehmen, das am entsprechenden Tag
eine Aktion für die Kund*inen bereithielt. Die Organisation, grafische Gestaltung
und Verteilung erfolgte über das Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries. Die
Kalender wurden per Postwurfsendung an Haushalte rund um das jeweilige
Zentrum verteilt und waren bei den teilnehmenden Geschäften erhältlich.
Beworben wurde die Aktion über jeweils eine Anzeige in der Samstagsausgabe
(19.11.2022) im General Anzeiger und Schaufenster Blickpunkt, zudem wurde
eine Pressemeldung über das städtische Presseamt veröffentlicht und die
Aktion in den sozialen Medien beworben.
Öffentlichkeitsarbeit
Bad Godesberg: Das Zentrenmanagement ist Ende März einen Vormittag lang
von einem Team des WDR bei den Vorbereitungen zur Osteraktion begleitet
worden. Der rund vierminütige Beitrag wurde vor Ostern in der WDR-Lokalzeit
Bonn ausgestrahlt und berichtete positiv über Bad Godesberg und die Arbeit
des Zentrenmanagements, aber auch über die Herausforderungen für den
Einzelhandel vor Ort.
Neben dem Bericht im WDR erfolgte Werbung für die Veranstaltung des
Zentrenmanagements in Form von Druckprodukten, einem E-Mail-Verteiler für
Interessierte der Vernetzungstreffen und in Zusammenarbeit mit dem
städtischen Presseamt weitere Öffentlichkeitsarbeit durch Pressemitteilungen.
Beuel: Im Jahr 2022 ist in der lokalen Presse mehrmals über Aktionen des
Zentrenmanagements (v.a. über die Veranstaltungsreihe „Handel meets
Gastro“) berichtet worden. Zudem erfolgte Werbung für die Veranstaltung des
Zentrenmanagements in Form von Druckprodukten, einem E-Mail-Verteiler für
Interessierte der Vernetzungstreffen und in Zusammenarbeit mit dem
städtischen Presseamt weitere Öffentlichkeitsarbeit durch Pressemitteilungen.
Hardtberg: Im Jahr 2022 ist in der lokalen Presse über das Herbstfest des
Zentrenmanagements berichtet worden. Zudem erfolgte Werbung für die
Veranstaltungen und Aktionen des Zentrenmanagements in Form von
Druckprodukten, einem E-Mail-Verteiler für Interessierte der VernetzungstreffenSeite 6 von 9
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und in Zusammenarbeit mit dem städtischen Presseamt weitere
Öffentlichkeitsarbeit durch Pressemitteilungen
Stadtbezirksunabhängig hat das Zentrenmanagement zudem am IHK-
Einzelhandelsausschuss im Mai sowie an den Bonner Wirtschaftsgesprächen
im Juni teilgenommen.
Spezifische Themen in den Stadtbezirkszentren
Bad Godesberg: Die Passantenfrequenz wird vor allem bei Veranstaltungen in
der Innenstadt höher als an anderen Tagen wahrgenommen, jedoch schlägt
sich die höhere Frequenz nicht unbedingt auf die Verkaufszahlen des
Einzelhandels nieder. Der Einzelhandel hat im Jahr 2022 auch in Bad
Godesberg die Folgen der Inflation gespürt. Damit entsprechen die Eindrücke
der Bad Godesberger Gewerbetreibenden dem bundesweiten Trend einer
sinkenden Konsumlaune. Dies hat sich teilweise auch im Weihnachtsgeschäft
gezeigt. Die Zufriedenheit mit dem Geschäftsjahr 2022 schwankt bei den
Gewerbetreibenden, jedoch teilen alle den Eindruck, dass insgesamt weniger
Geld ausgegeben wird.
Hinsichtlich der geplanten Umgestaltung der Innenstadt erhoffen sich viele der
Gewerbetreibenden langfristig einen positiven Effekt auf die Aufenthaltsqualität.
Gleichzeitig sind viele von ihnen verunsichert, welche Auswirkungen die zu
erwartenden Einschränkungen durch die Umgestaltung der Innenstadt auf die
Passantenfrequenzen und damit auf die Absatzzahlen haben werden. Es ist
wichtig, die Gewerbetreibenden an dieser Stelle in die Planungen einzubinden
und die Planungen für die Gewerbetreibenden sowie Kund*innen transparent
und verständlich zu machen. So kann Unsicherheiten, die sich nach den
Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und aktuell durch die hohe
Inflation ergeben, entgegengewirkt werden. Zu bedenken sind die
Einschränkungen der Geschäfte hinsichtlich der Warenpräsentation, der
Erreichbarkeit durch Kundinnen und Kunden (insb. der Barrierefreiheit) sowie
der Erreichbarkeit durch den Lieferverkehr während der jeweiligen
Bauabschnitte. Dies gilt insbesondere für das Weihnachtsgeschäft in den
Monaten November und Dezember 2023. Auch sollten mögliche Beiträge, die
von anliegenden Grundbesitzern im Zuge des Stadtumbaus gegebenenfalls
gezahlt werden müssen, frühzeitig von den entsprechenden Stellen
angekündigt werden, um den Betroffenen genügend Zeit für eine mögliche
Finanzierung zu geben.
Als wichtig empfinden es die Gewerbetreibenden, mehr Passantenströme
zwischen Moltkeplatz und den anderen Straßen der Innenstadt sowie zwischen
der Alten Bahnhofsstraße und dem Theaterplatz anzuregen, insb. an
Markttagen.
Des Weiteren erhoffen sich viele Gewerbetreibende weitere qualitätvolle
gastronomische Angebote in der Stadt. Dies könnte bspw. durch die Erstellung
und Umsetzung eines Gastronomiekonzepts weiter unterstützt werden. Auch
die bessere Vernetzung mit der Kulturszene bspw. durch gemeinsame
Veranstaltungen findet generell Anklang bei den Gewerbetreibenden.
Weiterhin aktuell ist auch die Sauberkeit in der Innenstadt von Bad Godesberg.Seite 7 von 9
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Diese wird immer wieder kritisiert. Verstärkt wird die Kritik durch die Neuerung,
dass Kartons neben der Altpapiertonne nicht mehr von Bonn Orange
mitgenommen werden. Aufgrund von fehlenden Lagerkapazitäten für das
Altpapier bedeutet das private Entsorgen des Altpapiers eine weitere finanzielle
Belastung für viele Gewerbetreibende.
Beuel: In den Vernetzungstreffen sowie in persönlichen Gesprächen mit
Gewerbetreibenden ist immer wieder die Frage um die Verkehrsführung bzw. -
gestaltung der Friedrich-Breuer-Straße aufgeworfen worden. Die
unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen der Gewerbetreibenden hierzu
konnten vor allem beim ersten Vernetzungstreffen ausgetauscht werden. Es
war wichtig, dass auch die Gewerbetreibenden entsprechend in die
Beteiligungsaktionen Ende des Jahres 2022 einbezogen wurden. Ein weiteres
Thema stellt die Anbindung der Oberen Wilhelmsstraße an die Friedrich-
Breuer-Straße dar, insbesondere für die dort ansässigen Gewerbetreibenden.
An der Aktion „Handel meets Gastro“ am 25. August nahmen vier Geschäfte
aus der Oberen Wilhelmsstraße teil, sodass zumindest punktuell eine
Anbindung an Aktionen in der Friedrich-Breuer-Straße gelang. Dennoch ist es
wichtig, die Anbindung der Oberen Wilhelmsstraße bei Planungen der
Friedrich-Breuer-Straße mitzudenken. Ein weiterer Punkt, der immer wieder
angesprochen wird, ist die geringe Anzahl an Abfallbehältern in der Friedrich-
Breuer-Straße. Insbesondere in den Sommermonaten führt dies zu überfüllten
Abfallbehältern (insb. in der Nähe von Eisdielen) sowie Verschmutzungen im
Straßenbereich.
Hardtberg: Wiederkehrende Themen in den Gesprächen mit den
Gewerbetreibenden vor Ort waren neben dem Vandalismus und den damit
einhergehenden Sachschäden für einzelne Gewerbetreibende zudem erneut
die Pflasterung der Rochusstraße, die nicht barrierefrei ist und zudem bei
Nässe häufig eine Rutschgefahr darstellt. Auch das Thema Leerstand wurde
häufig von den Gewerbetreibenden angesprochen. Hier kann festgestellt
werden, dass im Jahr 2022 einige neue Geschäfte im Zentrum von Duisdorf
eröffnet wurden, u.a. ein Schreibwarenladen mit Poststelle, ein Concept-Store
sowie ein Lebensmittelladen. Die Bemühungen des Zentrenmanagements,
Leerstände für Zwischennutzungen anzumieten, blieben leider erfolglos:
Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Trützler und mit Unterstützung der
Bezirksverwaltungsstelle Hardtberg wurden im Februar 2022 elf
Immobilienbesitzer angeschrieben, in deren Immobilien zu diesem Zeitpunkt
Ladenlokale leer standen. Das Anschreiben enthielt Informationen zum
Förderprogramm „Sofortprogramm Innenstadt“ sowie Informationen zum
Konzept der Zwischennutzung (Kündigungsfrist, Versicherungsschutz etc.). Die
Adressaten wurden zudem über die positiven Auswirkungen von
Zwischennutzungen aufgeklärt und die Bereitschaft zur Vermietung der Flächen
an das Zentrenmanagement für eine Zwischennutzung abgefragt. Auf das
Schreiben reagierte lediglich ein Immobilieneigentümer, der das
Zentrenmanagement darüber informierte, dass er kein Interesse an einerSeite 8 von 9
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Zwischennutzung in seinem leerstehenden Lokal habe. Teilweise sind die
Ladenlokale in der Zwischenzeit bezogen worden, sodass ggf. einige
Immobilienbesitzer auf eine Rückmeldung verzichtet haben, da bereits ein
neuer Mieter in Aussicht war. Mit einem weiteren Immobilienbesitzer kam es zu
einem Treffen vor Ort, jedoch ist dort aus vertraglichen Gründen aktuell eine
Zwischennutzung nicht realisierbar.
Anlage/n
KeineSeite 9 von 9

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

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Datenstand: 03.11.2026, 09:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de