230792 · Beschlussvorlage
Bonner Klima-Preis: Fortsetzung und Verstetigung
Kerndaten
- Nummer
- 230792
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 24.04.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 230792 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB Bonner Klima-Preis: Fortsetzung und Verstetigung Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 17.05.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Verwaltung wird beauftragt, den 2022 gestarteten Bonner Klima-Preis jährlich in 2023 und 2024 fortzusetzen. Grundlage dafür bleibt das bestehende Wettbewerbs-Konzept, wobei Erfahrungen und Erkenntnisse aus der erstmaligen Durchführung zu berücksichtigen sind. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln zur Klima-Kommunikation und -Kampagne, die bereits für den Doppel-Haushalt 2023/2024 angemeldet sind. Begründung Der Bonner Klima-Preis war ein großer Erfolg: 23 Bewerbungen von Vereinen, Initiativen, Unternehmen, Schulen und Kitas sind eingegangen. Die Preisverleihung erfuhr eine große Medien-Resonanz, über die Preisträger- Projekte wurde ausführlich berichtet. Die Teilnehmenden äußerten große Zufriedenheit und freuten sich über die Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die ihren Projekten zuteil wurde. Ein Umsetzungsbericht ist als Anlage beigefügt. Der Bonner Klima-Preis ist ein Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität der Stadt. Er soll fortgeführt werden, um auch weiterhin gelungene Projekte als Vorbilder bekannt zu machen, um Anerkennung für vorhandenes Engagement zum Ausdruck zu bringen und um zu verdeutlichen, dass ein Beitrag der Stadtgesellschaft zum Ziel der Klimaneutralität notwendig und möglich ist. Die Finanzierung des Bonner Klima-Preis erfolgt aus den Mitteln zur Klima- Kommunikation, die bereits für den Doppel-Haushalt 2023/2024 angemeldet sind. Die Umsetzung erfolgt nach Freigabe des Doppel-Haushaltes 2023/2024.Seite 1 von 6 Seite 2 Anlage/n 1 BKP 2022 Umsetzungsbericht (öffentlich)Seite 2 von 6 Seite 1 Umsetzungsbericht der Verwaltung zum ersten Bonner Klima-Preis 2022 Organisation Die Verwaltung war am 28.6.2021 beauftragt worden ein Konzept für einen Klima-Wettbewerb extern zu beauftragen (DS 210381). Nach Freigabe des Haushaltes wurde der Auftrag zur Konzepterstellung vergeben. Das Konzept wurde von einer Agentur unter Beteiligung der Ämter 02, 13, 50, 67, der VHS und Federführung von OB-23 zwischen Dezember 2021 und April 2022 erarbeitet. Das Konzept wurde am 19.5.2022 vom AUKLA beschlossen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Der Bonner Klima-Preis rückt diejenigen in den Mittelpunkt, die sich schon heute in ihrer Freizeit oder beruflich für Klimaschutz in Bonn engagieren und damit ein Stück zum Ziel der Klimaneutralität Bonns bis 2035 beitragen. Gefragt waren daher laufende oder erfolgreich abgeschlossene Projekte, die einen Beitrag dazu leisten, dass Bonn klimaneutral wird. Die Themenpalette möglicher Wettbewerbsbeiträge war breit: In Frage kamen etwa Projekte aus den Bereichen Mobilität, Energie, Konsum, Ernährung oder Landwirtschaft. Sowohl technische als auch Bildungs-, Kultur- oder Kommunikations- Projekte konnten eingereicht werden. Teilnehmen konnten Gruppen von Bonner Bürger*innen, zivilgesellschaftliche Initiativen, gemeinnützige Vereine, Organisationen, Schulen, Kindertagesstätten oder Unternehmen, die jeweils in Bonn ansässig sind. Abbildung: Plakate-Motive Bonner Klima-Preis Der Klima-Preis wurde als Teil der städtischen Klimakampagne über Pressemeldungen, die Website www.bonn.de/klima-preis, Plakate, Handzettel sowie über die städtischen Social Media-Kanäle beworben. Zudem wurden bestehende städtische Mail-Verteiler und Newsletter diverser Fachbereiche zur Ansprache genutzt. So konnten gezielt z.B. Bürgervereine, Schulen und Kitas sowie Umweltorganisationen erreicht werden. Für verschiedenen Zielgruppen wurden jeweils passende Motive für den Aufruf gestaltet. Vom 23. September bis 30. November 2022 konnten sich Bonner Gruppierungen bewerben. Insgesamt sind 23 Bewerbungen eingegangen.Seite 3 von 6 Seite 2 Jury Für den Bonner Klima-Preis 2022 sollte eine Jury von 8-10 Personen aus den Bereichen Universität, Studierendenvertretung, Umweltgruppen, Bürgerschaft, Wirtschaftsverbänden, Medien, Stadtverwaltung als Gremium zur Auswahl der Gewinner-Projekte aufgestellt werden. Da der Preis thematisch offen und für breite Zielgruppen ausgeschrieben ist, sollte auch die Jury diese Bandbreite und verschiedenen Zielgruppen des Preises wie Vereine, Nachbarschaftsgruppen/Initiativen, Studierende, Unternehmen repräsentieren und die städtische Vielfalt widerspiegeln. Die vorgeschlagene Zusammensetzung der Jury wurde am 22.9.2022 vom AUKLA beschlossen. Die Jury tagte am 10. Januar 2023 und wählte aus den 23 eingereichten Bewerbungen die Preisträger-Gruppen aus. Drei Bewerbungen mussten aus formalen Gründen ausgeschlossenen werden, da die Teilnahmekriterien nicht erfüllt waren. Aufgrund der Vielfalt und Qualität der verbliebenen 20 Bewerbungen entschied die Jury, zwei dritte Plätze zu vergeben. Preisträger-Gruppen 2022 Der Bürgerverein Vilich-Müldorf wurde mit „Klimatag und Klimatopf“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Klimatag und Klimatopf sind feste Bestandteile der Aktionen des Bürgervereins und verbinden Informationen, Bildungsangebote, Einzelberatungen und Aktionen auf lokaler Ebene. Der Klimatopf dient der CO2-Reduzierung direkt im Quartier: Sobald 2.000 Euro an Spenden bzw. CO2- Kompensationszahlungen vorliegen, werden diese an einen PV-Anlagenbauer aus der Nachbarschaft ausgeschüttet. Falls mehrere Interessierte anfragen, entscheidet das Los. Die erste Ausschüttung fand 2021 statt. Nach und nach werden so aus dem Topf mitfinanzierte Anlagen im Quartier sichtbar und motivieren zur Nachahmung. Der zweite Preis ging an die Schülervertretung der Gesamtschule Bonn-Beuel mit ihrem Projekt „CarFreiTag“, der erstmals am 2. Dezember 2022 stattfand. Ziel des CarFreitags ist es, autofahrenden Menschen zu zeigen, dass Schüler*innen sich weniger Autoverkehr, insbesondere rund um die Schule, wünschen. Parkplätze und Rondell an der Schule werden an diesem Tag mit selbstgemalten Bannern gesperrt. Alle Menschen, die ohne Auto kommen, erhalten Obst als Dankeschön. Wer mit dem Auto kommt, kann dennoch durchfahren und bekommt von den Schüler*innen einen Flyer überreicht mit der Bitte es beim nächsten Mal anders zu machen. Die Schüler*innen gestalteten selbst Sticker, Flyer und Plakate zum Aktionstag. Die zwei dritten Preise gingen an das Umweltmanagement „Grüner Hahn“ der Evangelischen Johanniskirchengemeinde Bonn-Duisdorf sowie den Entsorgungsbetrieb Hündgen und die Unternehmer um den Standort Broichstraße 76 mit ihrem Projekt „Green Deal Area“. In der Kirchengemeinde wurden eine innovative Infrarot-Unterbankheizung, eine Luft-Wärmepumpe und eine 21,4 kWp-Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen – flankiert von Aktionen zur bio-ökologischen Aufwertung der kirchlichen Freiflächen und zur Abfallvermeidung. Im Rahmen der „Green Deal Area“ setzen die Unternehmen verschiedenen Vorhaben um mit dem Ziel, den Beueler Standort der Hündgen Entsorgungs GmbH nachhaltig und klimaneutral zu machen. Neben technischen Investitionen kommt dabei auch der Kooperation mit Betrieben in direkter Umgebung eine wichtige Rolle zu. Eine PV-Anlage auf den Hallendächern und eine biobasierte Vergaseranlage zur besseren Nutzung von Rest-Stoffen aus dem Recyclingprozess des Entsorgungsbetriebes sind beispielhafte Projekte. Verleihungsveranstaltung Die Preisverleihung fand am 1. März 2023 im Gobelinsaal des Alten Rathauses statt. Oberbürgermeisterin und Schirmherrin Katja Dörner hielt ein Grußwort und überreichte vor rund 70 Gästen die Urkunden an die vier Preisträger-Gruppen. Vier der neun Jury-Mitglieder fungierten als Laudator bzw. Laudatorin für die ausgezeichneten Projekte. Über das erstplatzierte Projekt hat die Verwaltung zudem ein Video produziert, das erstmalig bei der Preisverleihung gezeigt wurde und im Nachgang auf allen städtischen Kanälen veröffentlicht bzw. verlinkt wurde (https://www.youtube.com/watch?v=TveD2Zw-i-Y).Seite 4 von 6 Seite 3 Abbildung: alle Preisträger-Gruppen mit Schirmherrin OB Katja Dörner Medien-Resonanz Die Verwaltung informierte über Pressemeldung, Website und Social Media über die Preisträger- Projekte. Die lokalen Medien berichteten ausführlich über den Klima-Preis: WDR Lokalzeit Bonn (ab Minute 10:50): https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/bonn/videos/video-lokalzeit-aus-bonn---2156.html Bericht General-Anzeiger: https://ga.de/bonn/klima-preis-bonn_aid-85898153 auch im WDR 2-Radio wurde am Tag nach der Verleihung berichtet Kosten Die Umsetzung des Bonner Klima-Preises wurde aus Mitteln des bestehenden Kommunikations- Budgets finanziert: 5.500€ für Preisgelder, 660€ für das Catering bei der Preisverleihung und rund 10.000€ für grafische Leistungen (Gestaltung von Materialien, Foto-Recherche, Texte). Bei Folgeveranstaltungen werden letztere Kosten geringer ausfallen, da auf bestehendem Material aufgebaut werden kann. Erfahrungen und Erkenntnisse Die Verwaltung strebt eine Neuauflage und Verstetigung des Bonner Klima-Preises an. Dabei soll auf den in der ersten Auflage gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen aufgebaut werden: Der Fokus auf bestehende Projekte (in Abgrenzung zu Ideen oder Konzepten) hat sich als sinnvoll erwiesen. Denn hier sind bereits Ergebnisse sichtbar und die Nominierten können ihre Erfahrungen als Vorbilder an „Nachahmer“ weitergeben. Es sollen daher bei einer Fortsetzung weiterhin bereits laufende oder abgeschlossene Projekte ausgezeichnet werden.Seite 5 von 6 Seite 4 Die Auswahl der Bewerber-Gruppen war für die Jury herausfordernd: zum einen, weil sie eine große thematischen Bandbreite abdeckten, zum anderen aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen der Bewerber-Gruppen. Bei einer Fortsetzung wird geprüft, ob der Jury mehr Entscheidungsfreiheit gegeben werden kann, etwa bzgl. der Anzahl der Preisträger-Gruppen und/oder bei der Aufteilung der Preisgelder. Ebenso wird bei einer Fortsetzung geprüft, ob die Einrichtung von Wettbewerbs-Kategorien sinnvoll ist. Die Verleihung im Gobelinsaal des Alten Rathauses war erfolgreich. Ort und Ablauf wurden von den Preisträgern und Publikum positiv wahrgenommen. Die Kapazität des Saales ist jedoch begrenzt. Ein größeres Publikum ist dem Klima-Preis zu wünschen, um noch mehr Aufmerksamkeit für die Nominierten zu erreichen und um auch größeren Bewerber-Gruppen die Teilnahme an der Veranstaltung zu ermöglichen. Bei einer Fortsetzung wird geprüft, ob andere Räumlichkeiten in Frage kommen und finanzierbar sind. Eine weitere Idee zur Weiterentwicklung des Preises ist die Gewinnung von Kooperationspartnern innerhalb der Verwaltung und des Konzerns, um Kräfte zu bündeln und größere Sichtbarkeit und Attraktivität für den Preis zu erlangen. Interessiert zeigten sich bereits das Sport- und Kulturdezernat und die Stadtwerke. Bei einer Fortführung des Preises werden entsprechende Gespräche geführt.Seite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:54 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de