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230739 · Große Anfrage

Große Anfrage der SPD: Nachhaltige Wasserversorgung für die Wasserläufe und Brunnen

Nummer
230739
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
12.04.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 10.04.2024 Kenntnisnahme
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Große Anfrage
öffentlich
230739
Fragesteller/in:
SPD Bezirksfraktion Bad Godesberg
Dr. Uli Barth
12.04.23 gez. Jansen
Große Anfrage der SPD: Nachhaltige
Wasserversorgung für die Wasserläufe und
Brunnen
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 03.05.2023 Kenntnisnahme
Fragestellung
1. Die Stadtverwaltung wird gebeten darzustellen, wie die geplanten
Wasserläufe und Brunnen nach derzeitigem Planungsstand mit Wasser
versorgt werden sollen, wie die Instandhaltung dieser Anlagen sichergestellt
werden soll und welche Kosten für Wasser und für Instandhaltung jährlich
anfallen werden.
2. Welche Möglichkeiten gibt es, eine passive Wasserversorgung mit
fließendem Wasser aus dem Godesberger Bach mittels einer – offenen oder
geschlossenen – Zuleitung zu realisieren, bei der das Wasser weiter oben am
Bachlauf abgegriffen wird? Mit welchen Kosten für Wasser und Instandhaltung
wäre bei einer solchen Ausgestaltung zu rechnen?
3. Wie hoch schätzt die Stadtverwaltung die Baukosten für die baulichen
Anlagen, die für die Wasserversorgung nach dem derzeitigen Planungsstand
erforderlich sind (Zisternen, Pumpen, Filter, Leitungen usw.)? Wie hoch wären
die Baukosten für eine alternative Versorgung mit Wasser aus dem
Godesberger Bach (Leitungen, Filter usw.)?
Begründung
Nach bisherigem Planungsstand sollen die Wasserläufe, die in der Bad
Godesberger Fußgängerzone geplant sind, grundsätzlich mit Trinkwasser
versorgt werden, das teilweise rückgewonnen und in einer größeren Zisterne
gespeichert werden soll. Bau und Betrieb dieser Anlage sind mit erheblichen
Kosten verbunden. Angesichts der Defizite beim Betrieb der vorhandenen
Brunnen bestehen Zweifel, ob die Stadtverwaltung – anders als bei den
bisherigen Brunnen – in der Lage sein wird, den Unterhalt der neuen Anlagen
über deren Lebenszeit gewährleisten und diesen Aufwand vor allem auch
dauerhaft sicherstellen kann.
Aus diesem Grunde, aber auch aus Gründen der Nachhaltigkeit mit Blick auf
den Trinkwasserverbrauch, stellt sich die Frage, ob eine Versorgung mit
Wasser aus dem Godesberger Bach nicht ökologischer und womöglich sogarSeite 1 von 2
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wirtschaftlicher wäre. Aufgrund des Gefälles wäre vermutlich eine Zuleitung aus
dem Bereich der Kirche im Marienforster Tal erforderlich. Diese könnte
möglicherweise in Teilen offen – wie etwa bei den Waalen in Südtirol üblich –
oder als Rohrleitung geführt werden. Die Versorgung der Wasserläufe in der
Innenstadt mit Bachwasser würde zugleich die Möglichkeit eröffnen, Bäume
und Pflanzungen mit Brauchwasser zu versorgen, um in Trockenperioden nicht
auf Trinkwasser für die Bewässerung zurückgreifen zu müssen. Ein solches
Modell wird beispielsweise in manchen süddeutschen Städten praktiziert,
indem offene Wasserläufe genutzt werden, um daraus angeschlossene
Bewässerungsanlagen zu versorgen. Gerade mit Blick auf die absehbare
Klimaentwicklung könnte sich dies als vorausschauend erweisen.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 03.11.2026, 01:18 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de