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230729-02 · Mitteilungsvorlage

Rückmeldung zur Beteiligung Uni trifft City

Nummer
230729-02
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
11.11.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 01.12.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 06.12.2023 Kenntnisnahme
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  1. 230729 Veröffentlichung der Vorhabenliste: 164662 - Uni trifft City

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
230729-02
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Rückmeldung zur Beteiligung Uni trifft City
Beratungsfolge
Beirat Bürgerbeteiligung 01.12.2023 Kenntnisnahme
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
06.12.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Der Rat der Stadt Bonn hat am 23.03.23 das Grundkonzept der zukünftigen
Aufteilung des Straßenraums beschlossen und die Verwaltung beauftragt, auf
dieser Basis eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen und weitergehende
Planungen vorzunehmen. Die Formate und Ergebnisse der
Öffentlichkeitsbeteiligung werden im Folgenden vorgestellt.
Im Juni 2023 haben die Stadtverwaltung und das Innenstadtmanagement
verschiedene Formate zur Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt:
• Abendveranstaltung am 01.06.2023:
Bei dieser Veranstaltung hat die Verwaltung zunächst den aktuellen
Planungsstand vorgestellt, anschließend wurde an Themenständen zu
den Aspekten Verkehrsführung und Gestaltung / Platzbereiche
diskutiert. In einer Abschlussrunde wurden die zentralen Punkte der
einzelnen Themenstände vorgestellt.
Insgesamt haben rund 35 Personen an der Veranstaltung
teilgenommen, davon waren der Großteil Vertreter von Geschäften,
Gastronomie, Institutionen oder Anwohnende des Plangebiets.
• Aufsuchende Beteiligung im Untersuchungsgebiet am 05.06.2023:
Mitarbeitende des Innenstadtmanagements und der Verwaltung haben
an diesem Montag im Plangebiet die Passant*innen über das Vorhaben
informiert und Anregungen zur Planung eingeholt. Das Projekt wurde
anhand der aktuellen Planung erläutert, ergänzend wurden Plakate mit
Hintergründen des Projekts genutzt. Über den Tag verteilt beteiligten
sich ca. 80 Personen.
• Onlinebeteiligung vom 01.06. bis 18.06.2023 über die Plattform bonn-
macht-mit.de:
Dabei gab es die Möglichkeit, allgemeine Anregungen und Anregungen
zu bestimmten Orten im Plangebiet zu äußern. Die Anregungen sind
über bonn-macht-mit.de einsehbar. Insgesamt wurden in dem
Beteiligungszeitraum 42 Kommentare (inklusive Antworten zu
Kommentaren) zu dem Projekt abgegeben. Diese haben zum TeilSeite 1 von 3
Seite 2
mehrere Themen angesprochen, sodass in der Summe rund 70
Anregungen gesammelt werden konnten.
Zentrale Themen der Beteiligung
Den inhaltlichen Schwerpunkt der im Rahmen der direkten Beteiligungsformate
geführten Gespräche stellten Erklärungen der Planung und Beantworten von
Rückfragen zur geplanten Verkehrsführung und Gestaltung dar. Dabei wurden
(wie auch im Rahmen der Onlinebeteiligung) verschiedene Einschätzungen
seitens der Teilnehmenden zur zukünftigen Verkehrsführung geäußert: So
wurde vielfach der Wunsch geäußert, einzelne Verkehrsarten (insbesondere
Rad- oder Fußverkehr) noch stärker in der Planung zu berücksichtigen (bspw.
durch Fußgängerzone oder baulich getrennte Radwege), andere wiederum
betonten die Bedeutung der Achse für den Busverkehr oder die auch langfristig
erforderliche Pkw-Erreichbarkeit der Innenstadt (gerade für Anwohnende und
Geschäftstreibende). Meist wurde aber auch Verständnis für die Anliegen der
anderen Verkehrsarten geäußert, sodass die Stadtverwaltung davon ausgeht,
mit der geplanten Verkehrsführung einen guten Kompromiss der verschiedenen
Ansprüche gefunden zu haben.
Die am häufigsten genannten und diskutierten Themen sind im Folgenden
dargestellt:
• Ausweitung der Begrünung: für den gesamten Straßenzug und die
Platzbereiche wurde sich eine stärkere Begrünung insbesondere durch
Bäume gewünscht, um so eine stärkere Verschattung und Biodiversität
in dem Straßenzug zu erreichen.
• Ausweitung von Sitzmöglichkeiten: attraktive Sitzmöglichkeiten (ohne
Zwang zum Konsum) sollen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität
beitragen und das Zufußgehen erleichtern.
• Ladezonen: häufig wurden Lieferzonen für Geschäftstreibende und
Anwohnende angeregt, um die Belieferung der Standorte zu sichern.
• Gestalterische und verkehrliche Verknüpfung: insbesondere für die
Platzbereiche (Bischofsplatz, Fürstenstraße, Martinsplatz) wurde
mehrfach eine stärkere Verknüpfung und bessere Querbarkeit für den
Fußverkehr angeregt.
Neben diesen Themen wurden verschiedene andere Anregungen gegeben (die
Ergebnisse des Online-Dialogs sind über bonn-macht-mit.de dauerhaft
abrufbar).
Umgang mit Anregungen aus dem Beteiligungsprozess
Eine Vielzahl der Anregungen bezog sich auf Aspekte, die bereits in der
bisherigen Planung vorgesehen sind, wie bspw. Ausweitung der Begrünung,
stärkere gestalterische Verknüpfung in den Platzbereichen, Pkw-Erreichbarkeit
erhalten, Einrichtung von Lieferzonen.
Daneben gab es auch neue Themen: So bspw. das Thema Wasser oder
Kinderspiel. Das Thema Wasser wurde mit in die Planung integriert, indemSeite 2 von 3
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Standorte für Trinkwasserspender und Wassernebelkühlung am Bischofsplatz
und gegenüber dem Martinsplatz benannt werden (siehe DS 222489-12).
Konkrete Möglichkeiten für die Integration von Spielelementen werden seitens
der Verwaltung nicht gesehen, so kommen aus Gründen der Verkehrssicherheit
ohnehin nur wenige Bereiche im Plangebiet dafür in Frage. Grundsätzlich
wären der Bischofsplatz und der Bereich gegenüber des Martinsplatzes
geeignet, allerdings bestehen dort ohnehin schon vielfältige Ansprüche an den
begrenzten Raum, so dass Spielelemente nur schwer zu integrieren wären.
Teils wurden Anregungen bereits im Vorfeld geprüft und als nicht zielführend
(wie bspw. die Einrichtung einer Fußgängerzone, was angesichts des Bus- und
Radverkehrsaufkommens nicht sinnvoll ist) oder nicht umsetzbar eingeschätzt
(wie bspw. die Einrichtung einer Bushaltebucht am Bischofsplatz, was die
Anfahrbarkeit der Haltestelle erschweren und den Gestaltungsspielraum auf
dem Bischofsplatz reduzieren würde).
Zusammenfassung des Beteiligungsprozesses
Die Verwaltung begrüßt die Vielzahl von Bürger*innen, Einzelhändler*innen,
Gewerbetreibenden und Institutionen, die sich in den Beteiligungsprozess
eingebracht haben. In der Summe der Anregungen nimmt die Verwaltung eine
insgesamt positive Einstellung zur Planung auf. So hat sich gerade in den
direkten Gesprächen mit den Teilnehmenden gezeigt, dass vielfach Frage- und
Problemstellungen zu der Planung beantwortet und ausgeräumt werden
konnten.
Für die weiteren Planungen wurde die Stadtverwaltung bestärkt, möglichst viele
Begrünungselemente (die häufigste Anregung im Beteiligungsprozess) und
Sitzmöglichkeiten in dem Straßenzug zu integrieren. Auch die Betonung der
Platzbereiche durch eine funktionale (u.a. Sitz- und Radabstellmöglichkeiten,
Bushaltestelle, Öffentliche Toilettenanlage), aber auch attraktive Gestaltung ist
in der Beteiligung häufig genannt worden. In der Summe nimmt die Verwaltung
eine Vielzahl von Anregungen auf, die sich in der vorliegenden Planung
widerspiegelt und auch in den weiteren Planungsschritten berücksichtigt wird.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 11:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de