230729-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Beteiligungskonzept Uni trifft City
Kerndaten
- Nummer
- 230729-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 09.05.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 230726-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Beteiligungskonzept Uni trifft City Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 10.05.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme Der Beirat für Bürgerbeteiligung hat das Verfahren im Rahmen seines Empfehlungsrechtes in seiner Sitzung am 05.05.2023 als komplexes Verfahren eingestuft und die Verwaltung aufgefordert für die Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am 10.05.2023 ein entsprechendes Beteiligungskonzept vorzulegen, damit dieses dort beschlossen werden kann. Die ausführliche Beschreibung der vorgesehenen Beteiligung ist dem beigefügten Beteiligungskonzept zu entnehmen. Aufgrund der im Zusammenhang mit der beantragten Förderung einzuhaltenden Fristen ist eine Beschlussfassung in der Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen am 10.05.2023 zwingend erforderlich. Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 23.03.2023 die Grundkonzeption zum Umbau des Straßenzugs Wesselstraße / Am Hof / Rathausgasse beschlossen. Vor Beginn der Detailplanung soll die Öffentlichkeit über das Projekt informiert und im Rahmen der Möglichkeiten an der zukünftigen Gestaltung des Raums beteiligt werden. Anlage/n 1 Beteiligungskonzept UtC (öffentlich)Seite 1 von 6 Beteiligungskonzept Uni trifft City Vorhabennummer 164662 Komplexes Verfahren gem. den Leitlinien der Stadt Bonn 8. Mai 2023 Bundesstadt Bonn Stadtplanungsamt Abteilung für Mobilität und VerkehrSeite 2 von 6 Beteiligungskonzept Uni trifft City Seite 2 von 5 08.05.2023 Anlass Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 01.09.2020 (DS 201300 – Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0) der Projektliste sowie dem Zeitplan zur Beantragung von Städtebaufördermitteln für die Jahre 2021-2025 zugestimmt. Im Rahmen dieser Förderperiode ist das Projekt Uni trifft City, mit der Umgestaltung des Straßenzugs Wesselstraße / Am Hof / Rathausgasse im Jahr 2024 vorgesehen. Zur Wahrung der Förderfristen ist bis September 2023 eine Entwurfsplanung inklusive Kostenschätzung beim Fördermittelgeber einzureichen. Daher ist ein Beschluss der Entwurfsplanung bis September 2023 erforderlich. Mit dem Ratsbeschluss vom 23.03.23 sind zunächst die Grundzüge der Umgestaltung festgelegt worden, d.h. die Flächenaufteilungen und grundsätzlichen Nutzungen der einzelnen Bereiche. Eine vertiefende Entwurfsplanung wird auf Basis des Beschlusses der Grundkonzeption und der Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung erfolgen. In dieser Entwurfsplanung werden die endgültige Aufteilung des Straßenraums und insbesondere die Standorte von Bäumen (unter Berücksichtigung der unterirdischen Leitungen und notwendigen Abstandsflächen) festgelegt. Die heutige Gestaltung des Straßenzugs orientiert sich, als Bestandteil des ehemaligen Cityrings, stark an der vorherigen Nutzung entsprechenden verkehrlichen Ansprüchen und weist deutliche Defizite hinsichtlich der gestalterischen Qualitäten auf: geringe Aufenthaltsqualität, hoher Versiegelungsgrad und wenig Begrünung im Straßenraum. Zudem wirkt der Straßenzug als deutliche Barriere zwischen der Innenstadt und den stark durch Bewohner:innen und Besucher:innen frequentierten, sich südwestlich anschließenden Institutionen (dem denkmalgeschützten, stadtbildprägenden Hauptgebäude der Universität, dem sich anschließenden Hofgarten und perspektivisch dem Wissenszentrum Viktoriakarree). Der Grundsatzbeschluss vom 23.03.23 sieht eine ebene Verkehrsfläche vor, ohne Barrieren und Kanten, mit taktilen Leitsystemen für sehbehinderte Menschen. Die Aufenthaltsqualität soll erhöht und so viele Schatten spendende Bäume wie möglich gepflanzt werden. Die Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs soll auf maximal 20 km/h reduziert werden. Perspektivisch soll die Achse stark vom Pkw- und Busverkehr entlastet werden. Der Radverkehr in Richtung Busbahnhof soll im so genannten Mischverkehr geführt werden. In Gegenrichtung wird nur der Radverkehr zugelassen und auf einem gesondert hervorgehobenen Streifen Richtung Rhein geführt. 1. Zielsetzung des Gesamtprojekts Themen der Beteiligung Information der Öffentlichkeit über Projekt und anvisierte Verkehrsführung Beteiligung der Öffentlichkeit zur Gestaltung des Straßenraums Beteiligung der Öffentlichkeit der umliegenden Platzbereiche Erfassung und Berücksichtigung der Ideen, Anregungen und Vorschläge der Bürger*innen Ziele der Beteiligung Information der Öffentlichkeit über die im Ratsbeschluss (23.03.23) beschlossene Grundkonzeption zur zukünftigen Straßenraumaufteilung und insbesondere zur Verkehrsführung Die Beteiligung soll den Bürger*innen die Möglichkeit bieten,Seite 3 von 6 Beteiligungskonzept Uni trifft City Seite 3 von 5 08.05.2023 Fragen zur geplanten Straßenraumaufteilung und insbesondere zur Verkehrsführung zu stellen, eigene Vorschläge und Ideen zur Gestaltung und Möblierung des Raums einzubringen. Die Bürger*innen werden für die Themen Klimaschutz, Klimaanpassung und der Kompromissfindung bei sich überlagernden Interessen in der Straßenraumgestaltung sensibilisiert. 2. Rahmenbedingungen Einordnung in Bezug auf die Frühzeitigkeit und Ergebnisoffenheit Die Grundsatzentscheidung zur Aufteilung des Straßenraums und der zukünftigen Verkehrsführung hat der Rat in seiner Sitzung am 23.03.23 beschlossen. Die Ergebnisse fließen in die Detailplanung des Straßenraums ein – müssen dabei mit anderen Ansprüchen abgewogen werden; dies sind insbesondere der Ratsbeschluss zur Grundkonzeption und technische / tiefbauliche Anforderungen. Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume Zur Gestaltung und Möblierung des Straßenraums (und dabei insbesondere der Multifunktionsbereiche) sowie der Platzbereiche bestehen noch Gestaltungsspielräume. Die Ideen, Anregungen und Vorschläge der Bürger*innen werden im Rahmen der technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft. Über die damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen, den Vorentwurf, den Kostenrahmen und die Realisierung entsprechender Maßnahmen beschließt der Rat der Stadt Bonn. Vorfestlegungen (z.B. rechtlicher Rahmen, Beschlüsse, Eigentumsverhältnisse) Die Grundsatzentscheidung zur Aufteilung des Straßenraums und der zukünftigen Verkehrsführung hat der Rat in seiner Sitzung am 23.03.23 beschlossen. Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 01.09.2020 (DS 201300 – Masterplan Innere Stadt Bonn 2.0) der Projektliste sowie dem Zeitplan zur Beantragung von Städtebaufördermitteln für die Jahre 2021-2025 zugestimmt. Im Rahmen dieser Förderperiode ist das Projekt Uni trifft City, mit der Umgestaltung des Straßenzugs Wesselstraße / Am Hof / Rathausgasse im Jahr 2024 vorgesehen. Konfliktlagen Zur zukünftigen Verkehrsführung haben Diskussionen und teils kontroverse Debatten in politischen Gremien und Abstimmungsterminen mit Akteuren vor Ort stattgefunden. Die Konflikte bestanden insbesondere in der Vereinbarkeit bzw. dem Umgang der hohen städtebaulichen Bedeutung einerseits und der hohen verkehrlichen Ansprüche (zentrale Bus- und Radverkehrsachse) andererseits. 3. Festlegung Projektbeauftragte Stadtplanungsamt Abteilung für Mobilität und Verkehr Ansprechpartner: Christian Schipplick (61-3) | Tel. 0228 77 4483 | Christian.schipplick@bonn.deSeite 4 von 6 Beteiligungskonzept Uni trifft City Seite 4 von 5 08.05.2023 4. Auswahl und Ansprache der zu Beteiligenden / konkrete Zielgruppen Welche konkreten Zielgruppen sollen speziell angesprochen werden? Sind bestimmte „Eigenschaften“ (wie Alter, Interessen, Betroffenheit, Kenntnisse, Kompetenzen oder Funktionen) der zu beteiligenden Personen wichtig? alle Bonnerinnen und Bonner sowie Personen, die sich zeitweise in Bonn aufhalten wie insbesondere Besucher*innen, Lieferanten oder Gewerbetreibende Bestimmte Eigenschaften sind nicht wichtig. Es soll eine möglichste breite Öffentlichkeit angesprochen werden. Jugendliche werden u.a. in der geplanten Zufallsauswahl gesondert angeschrieben und bei der aufsuchenden Beteiligung gezielt angesprochen. Ist es gegebenenfalls wichtig, Menschen einzubeziehen, die gar nicht in Bonn leben, deren Belange aber berührt werden? Die Umgestaltung dieses zentralen Raums in der Innenstadt betrifft auch die Belange von Besucher:innen, Lieferanten oder Gewerbetreibende. Daher richtet sich die Beteiligung nicht nur an Bonner:innen. Welche Maßnahmen werden zur barrierefreien Gestaltung des Prozesses ergriffen? Online-Beteiligung und barrierefreie analoge Beteiligungsmöglichkeiten Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Einwohnerinnen und Einwohner – insbesondere die schwer zu erreichenden Zielgruppen – zur Mitwirkung zu ermutigen? Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere. auch über Social Media und einen Infobrief Schriftliche Einladung auf der Basis eines Zufallspanels, N= 750 öffentliche Bekanntmachungen, Pressemitteilungen Newsletter von Bonn-macht-mit.de und des Innenstadtmanagements Einbinden von Multiplikatoren Aufsuchende Beteiligung 5. Prozessplanung Geht es um Information, Anhörung, Einbeziehung oder Mitbestimmung? Es geht um Mitwirkung durch Information, Anhörung und Einbeziehung (konsultatives Verfahren). Welche Beteiligungsmethoden sollen voraussichtlich gewählt werden? Präsenzveranstaltung / Abendveranstaltung Begrüßung im Plenum / Input durch Verwaltung zum Projekt /Sachstand Diskussion an Thementischen (bspw. Verkehr & Straßenzug, Gestaltung & Platzbereiche) Abschluss im Plenum / Kurzzusammenfassung der Kernergebnisse Aufsuchende Beteiligung Anfang Juni ist geplant sich an einem Stand im Plangebiet mit Passanten über das Projekt auszutauschen Der Stand könnte an einem Vormittag und einem Nachmittag, im Wechsel am Bischofsplatz und Martinsplatz aufgestellt werden.Seite 5 von 6 Beteiligungskonzept Uni trifft City Seite 5 von 5 08.05.2023 Bespielt wird der Stand durch das Innenstadtmanagement und die Verwaltung Onlinebeteiligung Beschreibung des Vorhabens (Text und Lagepläne) allgemeine / offene Kommentarfunktion Kartenausschnitt mit Möglichkeit an einzelnen Stellen Anregungen / Anmerkungen zu hinterlassen (ggf. thematische Sortierung: Fußverkehr, Radverkehr, Busverkehr, Kfz-Verkehr, Begrünung & Möblierung) 6. Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses Die Verwaltung setzt sich mit den Eingaben der Bürger*innen auseinander und prüft die Hinweise und vorgeschlagenen Maßnahmen und Ideen auf ihren Nutzen und die Umsetzbarkeit. Die Anregungen fließen in die anstehende Detailplanung des Straßenzugs mit ein. 7. Dokumentation, Auswertung und Reflexion Die Vorschläge und Hinweise der Bürger*innen werden gesammelt und ausgewertet. Eine zusammenfassende Dokumentation der Beteiligungsformate wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Beirat für Bürgerbeteiligung und der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird in Form einer Mitteilungsvorlage über den Abschluss und die Ergebnisse des Beteiligungsverfahren informiert. 8. Zeitrahmen und Finanzierung Beginn des Beteiligungsverfahrens: Anfang Juni 2023 Voraussichtlicher Abschluss: Ende Juni 2023 Kosten der geplanten Beteiligung: Die konkreten Kosten können noch nicht benannt werden. Finanzierung: Für die Begleitung durch das Innenstadtmanagement und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit stehen im Haushalt Mittel zur Verfügung.Seite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de