230695 · Beschlussvorlage
Förderung des „Forum Inklusion lebendig machen“ (2023/2024)
Kerndaten
- Nummer
- 230695
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 08.04.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 230695 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Förderung des „Forum Inklusion lebendig machen“ (2023/2024) Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 26.04.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Verwaltung wird beauftragt, 1. die Tätigkeit des „Forum Inklusion lebendig machen“ im Jahr 2023 mit einem Zuschuss von bis zu 60.448,50 Euro finanziell zu fördern, im Jahr 2024 mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 63.470,93 Euro und 2. hierzu einen Fördervertrag für die Laufzeit 01.01.2023 bis 31.12.2024 mit dem Träger Abenteuer Lernen e.V. als geschäftsführender Stelle des Forums abzuschließen. Begründung Das „Forum Inklusion lebendig machen“ ist ein gemeinsames Projekt von Abenteuer Lernen e.V., Brücke-Krücke e.V., der Behindertengemeinschaft Bonn e. V. und der Katholischen Jugendagentur Bonn gGmbH in Zusammen- arbeit mit dem Inklusionsbüro und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Bonn. Es wurde 2017 gegründet. Die Geschäftsführung des Projektes liegt bei Abenteuer Lernen e.V. Hierfür wurde beim Träger eine zusätzliche Stelle mit einem Beschäftigungsumfang von 20 Wochenstunden geschaffen. Gefördert wurde das Projekt seit 2017 durch Mittel der Aktion Mensch. Im Sommer 2021 ist diese Förderung ausgelaufen. Weitere Fördergelder der Akti- on Mensch für dieses Projekt können aufgrund der Förderstatuten nicht bean- tragt werden. Ziel des Projektes ist die Stärkung von inklusiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche im Bonner Raum. Dies soll erreicht werden durch: • Vernetzung von Trägern und Einrichtungen der Jugendhilfe • Entwicklung einer positiven Haltung in der gesamten Gesellschaft durch eine selbstverständliche Teilhabe von Kindern mit und ohne Handicap an FreizeitangebotenSeite 1 von 4 Seite 2 • Schaffung eines praxisnahen Austauschs zum Thema Inklusion u.a. durch das Angebot verschiedener Workshops • Beteiligung von Menschen mit und ohne Behinderung an der Entwicklung und Planung eines inklusiven Freizeitangebotes in Bonn • organisatorische und beratende Begleitung der Anbieter von inklusiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche • eine Anlaufstelle für die Vermittlung von passenden inklusiven Freizeitan- geboten für Familien • Ermutigung von Institutionen zur Umsetzung von inklusiven Angeboten • Etablierung des Labels „Hier ist Inklusion lebendig“. Mit den regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen ist es dem Forum gelungen, eine Vielzahl weiterer Träger und Fachkräfte für die In- klusion zu sensibilisieren und ihnen konkrete Anregungen und Hilfestellungen zur Umsetzung mit auf den Weg zu geben. Während Fortbildungsveranstaltungen vor allem konkrete und praktische Inhal- te vermittelten und stets sehr gut besucht sind, wurden auf den jährlich stattfin- denden Fachtagungen neben theoretischen und praktischen Inputs auch stra- tegische Fragestellungen behandelt und Lösungen gesucht. Diese Mischung hat neben einer hohen Zufriedenheit der Teilnehmenden auch dafür gesorgt, dass auf den Fachtagungen umsetzungsfähige Ideen für die Zukunft entwickelt wurden. Während der Corona-Pandemie wurden Fortbildungsveranstaltungen und auch die jährliche Tagung online angeboten. Auch in diesem Format ist es den Projektverantwortlichen wichtig, ein ausgewogenes und vielfältiges Pro- gramm anzubieten und den Dialog der Teilnehmenden zu fördern. Im Laufe der Projektzeit konnten – auch als Ergebnisse der jährlichen Tagun- gen – wichtige Impulse für die Inklusion in der Jugendarbeit gesetzt und kon- krete Aktionen gestartet werden: • Das „Forum Inklusion lebendig machen“ entwickelte eine Checkliste zur Selbsteinschätzung der verschiedenen Anbieter von Ferienmaßnahmen, ob ihr Angebot inklusiv ist. Seitdem werden entsprechende Angebote in den Veröffentlichungen des Jugendamtes als inklusiv gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung ist eine wichtige Hilfestellung für Familien auf der Suche nach Freizeitmöglichkeiten für ihre Kinder. Gleichzeitig werden die Anbieter angeregt, sich weiter mit der Inklusion auseinanderzusetzen. Der Anteil, der als inklusiv gekennzeichneten Ferienangebote, konnte seit der Sommerferi- enbroschüre 2018 von 50 Prozent auf 75 Prozent in der Herbstferienbro- schüre 2019 (aufgrund der Corona-Pandemie können für die Jahre 2020 und 2021 keine aussagekräftigen Vergleichszahlen genannt werden) ge- steigert werden! • Mit dem Label „Hier ist Inklusion lebendig“ wurde eine Zertifizierung von Angeboten der Offenen Jugendarbeit, Offenen Ganztagsschulen und ande- rer Einrichtungen geschaffen. Diese können das Label erlangen, in dem sie an einer Einführungsveranstaltung teilnehmen und sich verpflichten ver-Seite 2 von 4 Seite 3 schiedene Punkte zur Etablierung der Inklusion in ihren Einrichtungen um- zusetzen. Dabei liegt der Fokus darauf, (Teilhabe)Barrieren abzubauen und Inklusion in den Einrichtungen weiterzuentwickeln und lebendig zu machen. Das Label versteht sich als Motor eines Prozesses und will nicht nur ein Er- gebnis begutachten. Für die Umsetzung des Labels und die Unterstützung der Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen wurden umfassende, unterstüt- zende Arbeitsmaterialien entwickelt. Die Verpflichtung der teilnehmenden Einrichtungen zur Beteiligung im Netzwerk sorgt weiterhin dafür, Inklusion lebendig zu machen und zu halten. Trotz der Corona-Pandemie konnten bereits in der Startphase etwa 25 Träger und Einrichtungen gewonnen wer- den, sich zu beteiligen und das Label zu erwerben. • Seit Frühsommer 2023 beteiligen sich Vertreterinnen des Forum Inklusion lebendig machen an Gesprächen verschiedener Ämter der Dezernate 4 und 5 zur Weiterentwicklung von Inklusion durch die Stadtverwaltung. • Die Verwaltung begrüßt diese Initiative ausdrücklich und hat sie von Anfang an unterstützt. Die Vernetzung der drei Kooperationspartner war ein erster wichtiger Schritt, um mehr inklusive Freizeitangebote für junge Menschen zu schaffen und weitere Partner miteinzubinden. Nachdem keine Drittmittel in ausreichendem Umfang und mit ausreichender Planungssicherheit zur Förderung des Projektes zur Verfügung stehen, benötigt das Projekt eine Förderung aus städtischen Mitteln von jährlich bis zu 57.570 Euro zur Fort- setzung der Arbeit. Aus dieser Förderung sollen ein*e feste*r Mitarbeiter*in mit einem Beschäftigungsumfang von 20,00 Stunden wöchentlich, eine Verwaltungskraft (BU 4,00 Stunden wöchentlich) und die Sachkosten (u.a. Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen, Arbeitsmaterialien, Öffentlichkeits- arbeit) finanziert werden. Die erforderlichen Mittel sind in den Haushaltsanmeldungen 2023/2024 enthal- ten. Die Förderung entspricht den Regelungen des §82 GO NRW (vorläufige Haushaltsführung). Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.06.05 Sonstige Leistungen zur Förderung junger Men- schen und Familien 1.06.05.01 Allgemeine Förderung der Erzie- hung in der Familie Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (2023) Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 60.448,50 EUR 151000605/7 3.100 2023 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 60.448,50 EURSeite 3 von 4 Seite 4 Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (2024) Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 63.470,93 EUR 151000605/7 3.100 2024 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 63.470,93 EUR Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de