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230688 · Beschlussvorlage

Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beteiligungskonzept

Nummer
230688
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
16.04.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 10.05.2023 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 05.05.2023 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
230688
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" -
Beteiligungskonzept
Beratungsfolge
Beirat Bürgerbeteiligung 05.05.2023 Empfehlung
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
10.05.2023 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Dem als Anlage beigefügten Entwurf des Beteiligungskonzeptes für den
Bebauungsplan Nr. 6224-3 "Im Rosenfeld" wird zugestimmt.
Begründung
Mit Beschluss des Rates am 16.09.2021 ist das Bebauungsplanverfahren in die
Vorhabenliste der Bundesstadt Bonn aufgenommen worden. Das
Beteiligungsverfahren soll als komplexes Verfahren entsprechend der Leitlinien
für Bürgerbeteiligung behandelt werden.
Im Rahmen der Beteiligung werden Bürger*innen in die Ideenentwicklung und
Entscheidungsfindung darüber einbezogen, wie das Quartier künftig entwickelt
und gestaltet werden soll. Die Themen der Beteiligung richten sich nach den
konkretisierten Planungszielen (DS Nr 211141) und sollen durch Anregungen
aus den unterschiedlichen Beteiligungsformaten ergänzt und fortlaufend
präzisiert werden. Das Beteiligungskonzept sieht die Einbindung der
Bürger*innen an drei Stellen begleitend zur städtebaulichen Qualifizierung vor.
Der Schwerpunkt liegt auf einer intensiven frühen Informations- und
Beteiligungsphase, um auf den Gesamtprozess einzustimmen und die
Aufgabenstellung des folgenden Wettbewerbsverfahrens zu ergänzen.
Die Beteiligungsformate sind so gewählt, dass sie
a) die Bürger*innen informieren, sensibilisieren und aktivieren, um
eine Grundlage für die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit den
Fragestellungen der Stadtentwicklung zu schaffen
b) die Bedarfe der Beteiligten z. T. als bindende Anforderungen für die
Entwicklung der Entwürfe erfassen
c) eine Empfehlung für den Umgang mit den WettbewerbsergebnissenSeite 1 von 5
Seite 2
generieren
d) Teil der Entscheidungsfindung für den Ausgang des Wettbewerbs sind
(Vertretung der Bürgerschaft im Preisgericht)
Grundsätzlich richtet sich das Beteiligungsangebot an die gesamte
Stadtgesellschaft. Aufgrund ihrer spezifischen Betroffenheit soll die
prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit und -beteiligung die Zielgruppen
"Zukunftswerkstatt Buschdorf", Jugendliche und Akteur*innen aus den
Bereichen neue Wohnformen und gemeinschaftliche Einrichtungen gezielt
ansprechen.
Die Verwaltung schlägt nun das in der Anlage beigefügte Beteiligungskonzept
zur Beschlussfassung vor, das in Abstimmung zwischen Stadtverwaltung, der
Stabsstelle für Bürgerbeteiligung und den beauftragten Planungs- und
Moderationsbüros erstellt wurde.
Anlage/n
1 Beteiligungskonzept (öffentlich)Seite 2 von 5
Beteiligungskonzept „Bonn – Im Rosenfeld“
Stand: 03.04.2023
PROZESSGESTALTUNG
Vor der Auslobung – Bürgerdialog 1
Der Fokus in dieser frühen, intensiven Informations- und Beteiligungsphase liegt auf der
Aktivierung der Bürgerschaft und „Einstimmung“ auf den Gesamtprozess zur Entwicklung
des Rosenfeldes (Horizont: 10 – 15 Jahre). Neben der grundsätzlichen Aktivierung /
Bewusstseinsschaffung für die anstehenden Veränderungen, geht es ebenfalls – sehr
konkret – um das aktive Einbringen der BügerInnen in den ersten Entwicklungsschritt, das
Wettbewerbsverfahren.
Vor diesem Hintergrund schlagen wir folgende Formate für die erste Beteiligungsphase vor:
• Informations- und Bewerbungskampagne zum Gesamtprozess
o Öffentlichkeitsarbeit: Zusammenstellung umfangreicher Informationen über
das Projekt, den Gesamtprozess, die gewählte Verfahrensart,
Beteiligungsmöglichkeiten und Beteiligungsgegenstände z.B. in Form von PM,
Dokumenten, Erklärvideo, Kontaktmöglichkeiten, Nutzen bestehender Kanäle
o Aufsuchende Beteiligungsformate vor Ort, z. B. gezielte Ansprache an
Schulen, im Rahmen des (reaktivierten) Zukunftsforums (zeitliche Machbarkeit
zu prüfen)
o Begleitende Online-Umfrage (optional auch analog) zu den zentralen
Fragestellungen des Wettbewerbsgegenstands zur Einarbeitung in die
Leitideen für die Auslobung
• Auftakt- und Informationsveranstaltung – erste größere Veranstaltung
o Informieren und Aktivieren der Bürgerschaft, Politik und beteiligten Fachämter
für den Beteiligungs- und Planungsprozess im Rahmen einer großen vor Ort
Veranstaltung in Buschdorf
o Ermöglicht die gebündelte Vorstellung des Prozesses und der Gesichter
dahinter, Ziele und Themenstellungen der Entwicklung des Rosenfeldes, ggf.
Raum für Anliegen von Stakeholdern
o Erste Arbeit an Zielvorstellungen der Bürgerschaft für die Entwicklung Im
Rosenfeld
• Bürger-Werkstatt – zweite größere Veranstaltung
o Good-Practice-Impulse aus vergleichbaren Projekten regen die
Vorstellungskraft der interessierten Bürgerinnen und Bürger an,
o kreative Arbeitsformate erarbeiten Zielvorstellungen für Schwerpunktthemen,
die in einem Zukunftsleitbild für den Standort Im Rosenfeld zusammengeführt
werden
o Ergebnis: Erarbeitung von Leitideen der Bürgerschaft für die Auslobung
Öffentliche Informationsveranstaltung vor dem Juryentscheid in Phase 2 –
Bürgerdialog 2
Bei Bürgerdialog 2 handelt es sich um eine Abendveranstaltung vor Ort, die unmittelbar vor
der Juryentscheidung im Realisierungswettbewerb stattfindet. Dabei wird allen Interessierten
die Möglichkeit geboten, der in Phase 1 ausgesuchten Entwürfe vorgestellt zu bekommen
und unter Teilnahme der Preisgericht-Jury in einem moderierten Format Feedback zu den
Entwürfen zu geben. Der Fokus soll auf der Umsetzung der mit in die Auslobung gegebenen
„Leitideen der Bürgerschaft“ liegen.Seite 3 von 5
Beteiligungskonzept „Bonn – Im Rosenfeld“
Stand: 03.04.2023
Infoveranstaltung zu den Ergebnissen des Wettbewerbs – Bürgerdialog 3
Bürgerdialog 3 kann je nach Bedarf als Präsenzveranstaltung vor Ort oder als moderierter
Online-Dialog durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine öffentlich beworbene,
moderierte Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung der jurierten Preisträger.
Optimalerweise erfolgt im Rahmen der Veranstaltung die Vorstellung des siegreichen
Entwurfs durch die Büros selbst und ein direkter Austausch zwischen den Planenden und
der Bürgerschaft kommt zustande. Der Fokus im direkten Austausch liegt auf Fragen und
Feedback der Bürgerschaft zu den Entwürfen, welche den Büros als Anregungen für die
weitere Bearbeitung dienen sollen.
Weitergehende Beauftragungen: Einbeziehung der Bürgerschaft nach
Auftragserteilung – Bürgerdialog 4
Nach Beendigung des Wettbewerbsverfahren bietet die Fortführung der Dialogformate die
wichtige Chance, die Bürgerschaft in die weiteren Entwicklungsschritte einzubinden. Im
Rahmen der beauftragten Öffentlichkeitsarbeit wird in Abstimmung mit der Auftraggeberin,
dem Wettbewerbsmanagement und der Architektenkammer eine Information zum
Siegerentwurf erfolgen. Sinnvolle, weiterführende Schritte, die den begonnen
Kommunikations- und Beteiligungsprozess verstetigen, können Bestandteil weiterer
Abstimmungen sein. Auf dem Weg zur Bauleitplanung plädieren wir für eine intensive,
kooperative Begleitung der planenden Bürogemeinschaft durch die Bürgerschaft. Auftakt
hierfür könnte ein Bürgerdialog 4 sein.Seite 4 von 5
1
öff. Inforundgang
> Vorst. durch Vorprüfung
> mitTeilnahme Jury
> mitTeilnahme Bürgerschaft
Ausstellung/
Inforveranstaltung Ergebnis
> Vorst. durch Vorprüfung
> ggf. Vorst. Preisträger
durch Büros selbst
diverse Beteiligungsformate
> Auftaktveranstaltung, Abholen
der Bürgerschaft/Politik/Fachämter
> Werkstatt, Expertenworkshops
> Online-Umfrage begleitend etc.
ZWEIPHASIGER OFFENER REALISIERUNGSWETTBEWERB
MIT BETEILIGUNG VOR JURYSITZUNG PHASE 2
ggf. AUSSCHÜTTEN EINES
BEARBEITUNGSHONORARS
FÜR PHASE 2
+ PREISE
(INKL. ANERKENNUNGEN)
TEILNAHMEBERECHTIGT
SIND TEAMS AUS
STADTPLANER*INNEN UND
LANDSCHAFTSARCHITEKT*INNEN
–
> GGF. VERKEHRSPLANER
MIT INS TEAM
PHASE 2 - AUSARBEITUNG
PHASE 1 -
PRINZIPIELLE LÖSUNGSANSÄTZE
5-7 TN
AUS PHASE 1
JURYENTSCHEID
AUSWAHL TN FÜR STUFE 2
JURYENTSCHEID
AUSWAHL DER PREISTRÄGER
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1OFFEN
CA. 15 BÜROS
anonym
anonym
3 Preisträger
> EMPFEHLUNGEN AUS JURY
ALS INPUT FÜR PHASE 2
INPUT FÜR AUSLOBUNG
> „LEITIDEEN“
BEAUFTRAGUNG /AUFTRAGSGEGENSTAND
STÄDTEBAULICHER
ENTWURF (LPH 1-3)
GRÜNORDNUNGSPLAN
O.Ä. (LPH 1-4)
GGF. Z.B. VERKEHRS-
KONZEPT O.Ä.
GGF. BAULEIT-
PLANUNG
> FEEDBACK AUS BÜRGERSCHAFT
AN JURY
> FEEDBACK AUS BÜRGERSCHAFT
FÜR WEITERES VORGEHEN
> INPUT AUS BÜRGERSCHAFT
ZUR WEITERENE BEARBEITUNG
AN BEAUFTRAGTES BÜRO
Präsenzveranstaltung
am Abend vor Jurysitzung
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4
>> STRUKTUR UND ABLAUF DES VERFAHRENS - VARIANTE 1 > ABGESTIMMT MIT AKNW, 24.03.2023
31.03.2023
Präesenzveranstaltung,
ggf. moderierter online-Dialog
Einbeziehung Bürgerschaft
nach Auftragserteilung
Einbeziehung Bürgerschaft in Gesamtprozess - auch über den Wettbewerb hinausSeite 5 von 5

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Datenstand: 03.11.2026, 10:28 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de