230660 · Beschlussvorlage
Netzwerk der Verfassungsstädte Frankfurt am Main, Weimar und Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 230660
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 11.04.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Kulturausschusses Empfehlung
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 230660 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Netzwerk der Verfassungsstädte Frankfurt am Main, Weimar und Bonn Beratungsfolge Rat 27.04.2023 Entscheidung Kulturausschuss 16.05.2023 Empfehlung Beschlussvorschlag Einem Beitritt zu dem Netzwerk Verfassungsstädte Frankfurt am Main, Weimar und Bonn und der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung wird zuge- stimmt. Begründung Frankfurt am Main, Weimar und Bonn sind die Orte der deutschen Demokratiegeschichte, in denen die großen deutschen Verfassungen von 1849, 1919 und 1949 entstanden sind. Unter Federführung der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte e. V. wird seit 2021 ein Netzwerk der Verfassungsstädte Frankfurt am Main, Weimar und Bonn vorbereitet. Ein gemeinsamer Workshop der zukünftigen Netzwerkpartner*innen unter Beteiligung des Zentrums für Stadtgeschichte und Erinnerungskulturen fand im September 2022 in Weimar statt. Anlässlich des 175. Jahrestages des Zusammentritts der Frankfurter Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche soll das Netzwerk der Orte der Demokratiegeschichte durch Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung begründet werden. Ziel des Netzwerkes ist ein Bekenntnis zur gemeinsamen Demokratiegeschichte, dessen Erforschung und Vermittlung sowie der regelmäßige Austausch zwischen den Netzwerkpartner*innen. Neben der Möglichkeit, sich öffentlichkeitswirksam im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen zu engagieren und in überregionale Kooperation und intensiven Austausch zu treten, soll durch die Zusammenarbeit der Städte und Regionen ein starkes Zeichen für unsere Demokratie und die Notwendigkeit der Beschäftigung mit ihrer Geschichte gesetzt werden. Die Städte eint dabei das Wissen darüber, dass unsere Demokratie und Gesellschaft mit großen Herausforderungen konfrontiert wird und wie mühevoll – und notwendig – ihr Erhalt ist. Ziel des Netzwerkes ist es darum auch, unsere Demokratie auf kultureller, politischer und gesellschaftlicher Ebene aktiv mitzugestalten und sich aktiv der Frage zu stellen, welchen Weg wir in unserer Demokratie nehmen wollen. Durch den Beitritt zu dem Netzwerk Verfassungsstädte und der UnterzeichnungSeite 1 von 4 Seite 2 der gemeinsamen Erklärung entstehen keine finanziellen Verpflichtungen. Anlage/n 1 230322_Erklärung Verfassungsstädte (öffentlich)Seite 2 von 4 Erklärung der Verfassungsstädte Frankfurt am Main, Weimar und Bonn „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, wie mühevoll, opferreich, verschlungen und voller Rückschläge die Wege zu Freiheit und Demokratie einst gewesen sind. Dieses Wissen lässt uns den Wert des Erreichten besser erkennen.“ (Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Empfang der Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ im Schloss Bellevue am 8. Oktober 2021) Anlässlich des 175. Jahrestages des Zusammentritts der Frankfurter Nationalversammlung bilden die Orte der Demokratiegeschichte Frankfurt am Main, Weimar und Bonn das Netzwerk Verfassungsstädte. Die Partner geben folgende Erklärung ab: Das Netzwerk Verfassungsstädte bekennt sich zu seiner gemeinsamen Demokratiegeschichte. Frankfurt am Main, Weimar und Bonn sind die Orte der deutschen Demokratiegeschichte, in denen die großen deutschen Verfassungen von 1849, 1919 und 1949 entstanden sind. Die Mitglieder des Netzwerkes übernehmen gemeinsam Verantwortung, das Wissen um diese Vergangenheit aktiv zu bewahren. Das Netzwerk Verfassungsstädte unterstützt die Erforschung der Demokratiegeschichte. Die Auseinandersetzung mit Demokratiegeschichte leistet einen wichtigen Beitrag, die Gesellschaft und das politische System der Bundesrepublik zu stärken. In diesem Bewusstsein nehmen die Mitglieder des Netzwerkes die Aufgabe an, erinnerungskulturelle Arbeit aktiv zu unterstützen, um die Lehren aus der Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft nutzbar zu machen. Das Netzwerk Verfassungsstädte engagiert sich für die Vermittlung von Demokratiegeschichte. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die Grund- und Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Vielmehr müssen die Errungenschaften der Demokratiegeschichte immer aufs Neue erkämpft und verteidigt werden. Die Mitglieder des Netzwerkes leisten ihren Beitrag, indem sie aktiv Projekte und Institutionen unterstützen, die auf dem Gebiet demokratiegeschichtlicher Vermittlungsarbeit tätig sind.Seite 3 von 4 Das Netzwerk Verfassungsstädte verpflichtet sich zur gemeinsamen Kooperation. Sowohl zur Erarbeitung demokratiegeschichtlicher Projekte als auch zur Verknüpfung von Institutionen bedarf es des ständigen Austauschs. Die Mitglieder im Netzwerk Verfassungsstädte verpflichten sich daher, alljährlich zusammenzutreten und die Kooperation darüber hinaus aktiv zu gestalten. Organisiert wird das Forum Verfassungsstädte von der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (GEDG), in Kooperation mit der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte und der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte. Frankfurt am Main, 19. Mai 2023 Der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main Der Oberbürgermeister der Stadt Weimar Die Oberbürgermeisterin der Stadt BonnSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de