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230596-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Aufstellung einer Skulptur von Jaume Plensa, "Laurelle", in Bad Godesberg

Nummer
230596-02 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
20.06.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 09.08.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Kulturausschusses 20.06.2023 Empfehlung
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  1. 230596 Aufstellung einer Skulptur von Jaume Plensa, "Laurelle", in Bad Godesberg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
230596-02 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
Aufstellung einer Skulptur von Jaume Plensa,
"Laurelle", in Bad Godesberg
Beratungsfolge
Kulturausschuss 20.06.2023 Empfehlung
Inhalt der Stellungnahme:
Das als Anlage beigefügte Schreiben des Vereins "Stiftung für Kunst und Kultur
e.V." wird zur Kenntnis gegeben.
Anlage/n
1 23-06-13_Schreiben des Vereins zu Plensa_ohne Unterschriften (öffentlich)Seite 1 von 5
Frau
Katja Dörner
Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn
Frau
Dr. Birgit Schneider-Bönninger
DezernentinSportund Kultur, Dez. IV
Stiftungfür Kunst
undKulture.V.
Bonn
Frau
SusanneKönig
Leiterin des KulturamtsBonn
Dienstag,den 13. Juni2023
Sehr geehrte Frau OberbürgermeisterinDörner,
sehr geehrte Frau Schneider-Bönninger,
sehr geehrte Frau König,
mit großem Befremden haben wir Ihre Mail, sehr geehrte Frau König, vom 7. Juni
erhalten. Sie spiegelt die ca. zweistündigeDiskussionvon uns am 5. Juni mit der
Kunstkommission,der Sie vorstehen, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, aus
unserer Sicht nicht wider, daher wollen wir nachfragen und klären, wie es nun
weitergehen kann.
Nach unserem Verständnissollte in einem Dialog auf Augenhöhe zwischen der
Stiftungfür KunstundKulture.V. undder Stadt Bonngeklärt werden, ob die Skulptur
vonJaumePlensaaufdem BahnhofsvorplatzvonBad Godesberg aufgestelltwerden
kann.Wie immer wieder gerade von den Mitgliedern der Kunstkommissionbetont
wurde, setzt die Aufstellungeiner Skulpturim öffentlichen Raumeinen transparenten
Prozess voraus.Dies möchten wir befördern und erneutunserePositiondarstellen.
Auch wir sind an einer Verbesserung dieses Prozesses sehr interessiert, sind aber
derzeit unsicher, wie dies im Detail überhaupt gestaltet werden kann, um das
gemeinsameZiel, Kunstim öffentlichenRaum in Bonnzu realisieren,zu erreichen.
Wie in der Sitzungder Kunstkommissiongegenüberdargestellt, wendenwir unsan
die Stadt, wenn drei Grundbedingungenerreichbar erscheinen: wir müssen einen
Künstler, hier Jaume Plensa, gefunden haben, der bereit ist, ein von ihm
geschaffenes Werk auf einem von ihm akzeptierten Platz in Bonnaufstellenzu
lassen. Wir müssen eine Finanzierungdieses Kunstwerkes und der Kosten
Aufstellung und Pflege der Skulptur in der zehnjährigen Leihzeit durch privat
aufgebrachte Mittel darstellen können.Diese Vorbedingungwar seit Februar von
unsererSeite gegeben. Sodannmuss als dritte Bedingungdie Zustimmungder Stadt
Bonn durch ihre zuständigenGremien zur Aufstellungder bestimmten Skulptur
erreichbar erscheinen.
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VORSTAND: Prof. Walter Smerling (Vorsitzender)
GuillermoDezcallar • Kai Diekmann• Prof. Dr. Stephan Eilers • Dr. JürgenGroßmann• ClaudiaKleinert • Beatrice Nicki • Prof. Dr. Stephan Schauhoff
NATIONAL-BANK • IBAN: DE41 3602 0030 0007 3145 58 • BIC: NBAGDE3ESeite 2 von 5
Wir wollen konkret geplanteProjekte mit den Verantwortlichen diskutieren, nicht
irgendwelche in den Raum gestellte, letztlich aber unrealisierbareIdeen. Wir gehen
davonaus, dass auch alle anderenAntragstellergegenüberder Kunstkommission
so Vorgehen, oderaufwelcher Basis wird vondieser was entschieden? Bislanggehen
wir davonaus, dass eine Leihzeit von wenigstens 10 Jahren verabredet wird, u.E.
sehr vernünftig.Aus der Kunstkommissionwerden auf einmal kürzere Zeiten zur
Diskussiongestellt, was gilt dennnun?
In der Sitzunghatten wir der Kunstkommissiondargestellt, dass es für die Skulptur
„Laurelle“ von Jaume Plensa einen unmittelbarenZusammenhangzwischen dem
Aufstellungsortund der Finanzierunggibt und wir für andere Plätze derzeit keine
Finanzierungsmöglichkeitsehen. Wir hatten bereits am 14. Februar der Stadt Bonn
mitgeteilt, dass die Finanzierungund das Einverständnisdes Künstlers für die
Skulpturvon Jaume Plensa aufdem Godesberger Bahnhofsvorplatzgegeben sind,
ebenfallswurde DimensionundMaterialdargestellt. Bis zur Sitzungam 5. Junihatten
wir in der Angelegenheit dann nichts mehr von der Stadt Bonn gehört, keine
Nachfrage zum Material oder zu den Gefahren in Bezug aufStandsicherheit o.ä.
Natürlich werden auch weitere Nebenbedingungenwie die Standsicherheit der
Skulpturetc. erfüllt werden müssen, wenn diese dort aufgestellt werden darf. Die
Stiftungfür Kunst und Kulture.V. wird die näheren Prüfungenund Darlegungenin
Bezug auf alle diese Punkte, wie in der Sitzung der Kunstkommissionauch
erläutert, dafür, wie auch bei den fünfanderenSkulpturen,dannvornehmen, wenn
klar ist, dass die Skulpturan dieser Stelle aufgestelltwerden darf. Bisher war dieses
Vorgehen kein Problem. Die Stiftungfür KunstundKulture.V. gibt alle Mittel, die sie
einwirbt, für Kunstprojekte in Bonn und anderswo aus. Sie versucht, die
Verwaltungskostengering zu halten undsparsamvorzugehen. Erst in umfangreiche
VerwaltungsprüfungenZeit und Geld zu stecken, obwohl von vornherein von den
politisch Verantwortlichenin der Stadt gemeint war, dies sei die falsche Skulpturam
falschen Ort, macht ausunsererSicht keinenSinn.
Nunerhalten wir im Anschluss an die Sitzungzwei Fragender Kunstkommissionin
Abänderungdes Antrags der Verwaltung, die wir klar beantworten können.
Verblüffendist, dass unsniemandin der Sitzungdie Frage nach dem Materialstellte,
was soll das aufeinmal?Die Antwortenaufdie beiden Fragensind:
1. Der Künstlerhat die Skulpturfür diesen Platz ausgewähltunddas Materialbestimmt.
Wir haben, nachdem die Anfrage von Ihnen, sehr geehrte Frau König, bei uns
einging, mit Jaume Plensa darüber gesprochen. Er ist bereit, diese Skulpturaus
diesem Material für den Bahnhofsvorplatzzu verkaufen.Er wird diese Skulpturaus
keinem anderenMaterialfertigen. Natürlich ist er ggf. bereit, eine andereSkulpturfür
einenanderenOrt in Bonnausanderem Materialfür einenanderenPreis zu fertigen,
mehr lässt sich dazuderzeit nicht sagen.
Stiftungfür Kunst
undKulture.V.
BonnSeite 3 von 5
2. Die Aufstellungder Skulpturaneinem anderenPlatz als am Bahnhofsvorplatzist, wie
auch schon in der Sitzungdargelegt, nicht nurausSicht des Künstlersnicht möglich,
sie ist auch nicht finanziert,d.h. die Stiftungfür Kunst und Kulture.V. beantragtfür
keinenanderenPlatz die Aufstellung,weil sie es nicht finanzierenkann.
Natürlich haben wir Verständnisfür die Auffassung,diese Skulpturgehörte nicht an
diesen Platz. Uns scheint, dass die Kunstkommissiondies zum Ausdruck bringen
wollte, dann sollte sie es jedoch auch klar beschließen. Nun Erkundigungen
einzuholen, was schon lange hätte geschehen können,und dann in eine neue
Ortssuche mit neuen Erkundigungenzu Finanzierungsmöglichkeitendurch uns
einzusteigen,wird zum möglicherweise beabsichtigten Tod des Projekts aufRaten
führen. Die Kunstkommissiontagt nurzweimal im Jahr, uns scheint das deutlich zu
schwerfällig, um die raren Optionen für Bonn nutzen zu können, Kunst im
öffentlichen Raum aufzustellen.Allein daran ist uns als gemeinnützigemVerein
gelegen. Bevor wir unsere Initiativevor acht Jahren begonnenhaben, gab es nach
unserem Eindruck kaum neu aufgestellte Kunst im öffentlichen Raum in Bonn.
Zuständigfür die Entscheidungüber die AufstellungneuerKunstwerkeist die jeweils
zuständige Bezirksvertretung, der zu ihrer Beratung Empfehlungen der sog.
Kunstkommissionunddes Kulturausschussesder Stadt Bonnvorgelegtwerden. Wir
haben uns im Februar an die Stadt Bonngewandt, um abzuklären,ob die Skulptur
„Laurelle“ unterden bekanntenBedingungenaufdem Bahnhofsvorplatzaufgestellt
werden kann.
Nun heißt es, wir sollten vor einer entsprechendenAnfrage, also bevor wir geklärt
haben, ob die drei o.g. Bedingungendarstellbar sind, schon den Austausch über
mögliche Plätze, Künstler und denkbare Finanzierungensuchen. Dafür fragen wir
uns, wer dannwie für die Stadt Bonngenausprechfähig ist undAussagenmachen
kann, die im weiteren Prozess zur Aufstellungeiner bestimmten Skulpturführen
können.Dazu bitten wir um konkreteVorschläge.
Wir scheuen auch nicht die öffentliche Debatte über die einzelnen Kunstwerke,
sondern derartige Debatten zu initiieren gehört zu unserem gemeinnützigen
Satzungszweck.Natürlich wirdeinTeil der Bürgerschaft diese Skulpturandiesem Ort
nicht gut finden, andere begrüßen dies aber sehr. Diese öffentliche Debatte ist
notwendigundsollte geführt werden unddieser sollte nicht durch das Aufwerfenvon
Nebenfragenausgewichenwerden.
Im Sinneder vonunssehr begrüßtenTransparenzim Prozess der Aufstellungeines
Kunstwerkes im öffentlichen Raum werden wir diesen Schriftverkehr mit der Stadt
unserenVereinsmitgliedernbekanntmachen, die sich ganzüberwiegendausBonner
BürgerinnenundBürgernzusammensetzenunddie ein hohes Interesse daranhaben
zu erfahren, ob es zur Umsetzung des Projekts Jaume Plensa kommt oder warum
nicht. Gerne geben wir der Stadt oder der Kunstkommissionnatürlich Gelegenheit,
Ihre Position gegenüber unseren Mitgliedern, beispielsweise in einer von uns
Stiftungfür Kunst
undKulture.V. .
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Datenstand: 03.11.2026, 10:30 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de