230584-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Mehr Klimaschutz durch optimierte Buslinienführung
Kerndaten
- Nummer
- 230584-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 08.05.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 230584-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Mehr Klimaschutz durch optimierte Buslinienführung Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 10.05.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: In Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Bonn-Verkehrs GmbH (SWBV) gibt die Verwaltung folgende Stellungnahme zum Bürgerantrag ab. Zu Punkt 1 „Linienwegänderungen in der Innenstadt“: Im Rahmen des Masterplanprojekts „Uni trifft City“ hat der Bonner Stadtrat u.a. beschlossen, eine Untersuchung zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans (NVP) zu beauftragen, die eine Aufteilung der aus Norden und Osten kommenden Buslinien in der Innenstadt auf verschiedene Routen zum Inhalt hat. Hiervon sind auch die Buslinien 602, 604 und 605 betroffen. Deswegen bittet die Verwaltung darum, zunächst die Ergebnisse der noch zu beauftragenden Untersuchung abzuwarten. Ziel ist, mögliche Änderungen im Buslinienkonzept zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 umzusetzen. Das gesamte ÖPNV-Angebot wird in regelmäßig stattfindenden Terminen zwischen der Verwaltung und dem Verkehrsunternehmen analysiert, geprüft und ggf. optimiert. Die im Bürgerantrag vorgeschlagene Linienführung lässt sich ohne bauliche Anpassungen nicht durchführen, da sich andernfalls die Linienbusse mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) eine Fahrspur teilen müssten, was zu Verzögerungen führen würde. Die Konzeption von eventuellen Infrastrukturmaßnahmen wird Teil der o.g. Prüfung durch das noch zu beauftragende Büro sein. Durch die direkte Führung der aus Norden kommenden Buslinien – wie im Bürgerantrag vorgeschlagen – würde die komplette Altstadt vom ÖPNV abgebunden, was insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste nicht zumutbar ist, weil sich deutlich längere Fußwege ergeben würden. Kürzere Linienwege ohne ausreichende Anbindung und Bedienung der Fahrgäste könnten dazu führen, dass Personen vermehrt den MIV für ihre Mobilitätsziele nutzen würden, was das Ziel einer möglichen Einsparung von CO2-Emissionen konterkarieren würde. Zudem wird zukünftig lokal kein CO2 mehr durch die Elektrobusse bei der SWBV, welche sukzessive die Dieselbusflotte ersetzen, emittiert werden.Seite 1 von 2 Seite 2 Zu Punkt 2 „Ausbau der Haltestelle Bonn-West zu einem attraktiven Umsteigepunkt“: Die Verwaltung und die SWBV haben das Ziel, sämtliche Haltestellen so attraktiv wie möglich zu gestalten. Bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen wie z.B. der Installation von mehr Fahrradabstellanlagen sind jedoch auch Aspekte wie Eigentumsverhältnisse der zur Verfügung stehenden Flächen, der Denkmalschutz sowie wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen. Die vorgeschlagene Linienwegänderung mit besserer Anbindung des Haltepunkts „Bonn West“ würde zwar für einige Fahrgäste eine Verbesserung darstellen, andererseits wäre hierdurch die Altstadt vom ÖPNV abgebunden – oder die Linienwege würden sich deutlich verlängern. Fahrgäste aus dem Norden Bonns mit dem Wunsch eines Umstiegs in die Stadtbahnlinien 16, 18, 63 oder 68 können bereits heute die Linie 604 bis „Hersel“ oder die Linie 601 bis „Im Tannenbusch“ bzw. „Tannenbusch Süd“ nutzen. Im Vergleich zum Hauptbahnhof besteht zudem in Bonn West lediglich die Anbindung an die regionalen Stadtbahnlinien und nicht an das gesamte Schienennetz mit Nah- und Fernverkehr. Beschlussvorschlag: Die Verwaltung empfiehlt, den Bürgerantrag abzulehnen. Die im Bürgerantrag dargestellten Überlegungen werden bereits in die Untersuchung zum Buslinienkonzept in der Innenstadt einfließen. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren abgeschlossen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:28 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de