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230584 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Mehr Klimaschutz durch optimierte Buslinienführung

Nummer
230584
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
17.03.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 17.03.2023
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 30.08.2023

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 30.08.2023 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 162,1 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 230584-01 ST Mehr Klimaschutz durch optimierte Buslinienführung

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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
230584
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
17.03.2023
Bürgerantrag: Mehr Klimaschutz durch optimierte
Buslinienführung
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
10.05.2023 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag thematisiert mehr Klimaschutz durch eine optimierte Buslinien-
führung.
Einzelheiten zu den Antragsinhalten und zur Begründung ergeben sich aus
dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 3
Datum: 16. März 2023 um 20:05:40 MEZ
An: buergerantrag@bonn.de
Betreff: Bürgerantrag „mehr Klimaschutz durch optimierte Buslinienführung“
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Anlage erhalten Sie den o.g. Bürgerantrag.
mit freundlichen Grüßen
Bürgerantrag
mehr Klimaschutz durch optimierte Buslinienführung
Laut Bonner Klimaplan soll die Stadt bis 2035 klimaneutral werden. Ein wesentlicher
Baustein ist die „qualitative Verbesserung und quantitativer Ausbau des ÖPNV“. Zur
Erreichung dieser Ziele wird die Bezirksvertretung Bonn und der Rat gebeten, die Verwaltung
gemeinsam mit den SWB mit nachfolgend genannten Prüfungen zu beauftragen und diese bei
einem positiven Ergebnis möglichst zeitnah umzusetzen:
1. Linienwegänderungen
In welchem Umfang können durch nachfolgend aufgeführte Linienwegänderungen
klimarelevante Verbesserungen im Hinblick auf folgende Kriterien erzielt werden:
- Reduzierung der CO2-Emissionen
- Atrraktivitätssteigerung durch Fahrzeitverkürzung, Verbesserung der Pünktlichkeit und
Verlässlichkeit
- Erhöhung der Wirtschaftlichkeit durch Linienwegverkürzungen
1.1 aus Richtung Beuel kommende Buslinien
direkte Führung über Oxfordstraße, Kreisverkehr am Alten Friedhof, Rabinstraße oder
alternativ über Thomas-Mann-Straße zum ZOB statt der umwegigen und damit zeitintensiven
Führung über die Schleife am Stiftsplatz, Rathausgasse und die Schleife Kaiserplatz
1.2 aus Richtung Norden kommende Buslinien(602, 604, 605)
direkte Führung über Ellerstraße, Thomastraße, Rabinstraße zum ZOB statt einer umwegigen
Führung über die engen Straßen der Altstadt und/bzw. über die besonders stauanfällige
Einmündung der Bornheimer Straße am Alten Friedhof, den Friedensplatz ohne
Überholmöglichkeit für Busse und der großen Schleife über den ZOB.
2. Ausbau der Haltestelle Bonn-West zu einem attraktiven Umsteigepunkt vom Bus auf die
Schiene mit einer angeschlossenen Mobilitätsstation
Begrünung:Seite 2 von 3
Der Antrag dient der Bereitstellung von Entscheidungsgrundlagen für die Verkehrswende und
deren Umsetzung.
Laut Bonner Klimaplan lag der Anteil des Verkehrs an den Gesamt-Treibhausgas-Emissionen
im Jahr 2018 bei 26,8 %. Der Anteil des ÖPNV am Modal Split wird mit 17% genannt.
Durch Verkürzung der Linienwege einzelner oder aller genannten Buslinien kann der CO2-
Ausstoß direkt verringert werden. Ebenso sind Einsparungen im Betrieb(Personalkosten,
Anzahl benötigter Busse etc.) zu vermuten, die zur Optimierung des ÖPNV Angebotes an
anderer Stelle dann zur Verfügung stünden.
Die Attraktivitätssteigerung des ÖPNV ist eine wichtige Voraussetzung, dass Menschen auf
den Umweltverbund umsteigen. Neben dem Preis spielt die Fahrzeit, die Pünktlichkeit und
Verlässlichkeit bei der Verkehrsmittelwahl eine gewichtige Rolle. Für periphere Stadtteile
dürfte gelten, dass Menschen nur dann vom PKW auf Bus umsteigen, wenn die Fahrzeit mit
dem Bus nicht wesentlich länger als mit dem PKW ist.
Für innerstädtische Viertel dürfte gelten, dass Busse nur dann genutzt werden, wenn ein
deutlicher Zeitgewinn im Vergleich zum Zufußgehen oder zur Nutzung des Fahrrads
gegeben wäre. Für diese unterschiedlichen Zielgruppen könnten mit einer Verkürzung der
Fahrwege relevante Verbesserungen erzielt werden. Eine Verkürzung der Fahrwege trägt
gleichzeitig zur Verbesserung der Pünktlichkeit und Verlässlichkeit bei.
Veranlasst durch den Umbau der Bornheimer Straße wurde die Linienführung der aus dem
Bonner Norden kommenden Linien auf die Ellerstraße, Thomastraße verlagert. Beschwerden
über diese Linienführung sind bisher öffentlich nicht kommuniziert worden. Die
vorgeschlagene Linienführung vermeidet die stauanfällige Kreuzung am Alten Friedhof, die
laut Verwaltung zu Fahrzeitverlängerungen von mehreren Minuten beiträgt. Ursache sind die
erheblichen Rückstaus der Kreuzung vor dem Stadthaus, die seit Einführung der
Umweltspuren auch in den Nebenverkehrszeiten deutlich zugenommen haben. Der Umbau
der Einmündung der Bornheimer Straße vor dem Alten Friedhof soll erst Jahre später
erfolgen, wenn die Rampe an der Viktoriabrücke gebaut ist. Das Planfeststellungsverfahren
für die Rampe ist leider noch nicht eingeleitet. Der vom Ausschuss für Mobilität und Verkehr
in der November-Sitzung 2022 erbetene Sachstand zum Themenkomplex Viktoriabrücke,
Rampe wurde seitens der Verwaltung noch nicht vorgelegt.
Von der Haltestelle Bonn-West zum Hauptbahnhof beträgt die Fahrzeit nur 2 Minuten,
während die aus Richtung Bonner Norden kommenden Busse deutlich länger brauchen.
Zudem ist der Ausbau von Bonn-West zu einem S-Bahn-Haltepunkt geplant. Hier könnte ein
Umsteigepunkt vom Bus auf die Schiene mit deutlich kürzeren Umsteigezeiten als zwischen
ZOB und Hauptbahnhof geschaffen werden. Die sehr gut genutzten Fahrradabstellanlagen
zeigen bereits heute die Bedeutung von Bonn-West im Umweltverbund. Eine
Mobilitätsstation würde die Attraktivität noch weiter steigern.
Neben vermuteten Vorteilen für die SWB und ihre Kunden würden von den vorgeschlagenen
Linienwegänderungen auch die in Planung und Bau befindlichen Masterplanprojekte zur
Steigerung der Aufenthaltsqualität der Inneren Stadt deutlich profitieren, insbesondere der
Stiftsplatz, die Einbeziehung der Uni und des Hofgartens in die Fußgängerzone, die
städtebauliche Aufwertung der Achse Bonner Münster - Kreuzkirche mit Stärkung des
Martinsplatzes in seiner geschichtlichen Bedeutung sowie die Attraktivitätssteigerung der
Anbindung der City an den Rhein.Seite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 10:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de