230568 · Antrag
CDU-Antrag: Familiengerechtes Wohnen im Geschosswohnungsbau
Kerndaten
- Nummer
- 230568
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 14.03.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (4.033 Zeichen)
Antrag öffentlich 230568 Antragsteller/in: Ulrich Gödeke Bert Moll CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 14.03.2023 CDU-Antrag: Familiengerechtes Wohnen im Geschosswohnungsbau Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 25.04.2023 Empfehlung Rat 27.04.2023 Entscheidung Inhalt des Antrags Die Verwaltung wird beauftragt, 1. familiengerechte, größere Wohnformen im Geschosswohnungsbau zu fördern, um mehr jungen Familien mit Kindern im Bonner Stadtgebiet ein kosten- und flächensparendes Wohnangebot als Alternative zum Einfamilienhaus anzubieten. 2. Dazu sind in größeren verdichteten Baugebieten Flächen für Wohnungsbauprojekte mit erdgeschossigen Garten-Maisonette-Wohnungen und eigenem Freiraumbezug oder Gartenhof gebäudeintegriert im Geschosswohnungsbau vorzusehen und entsprechende Projekte anzustoßen. 3. Als Ziel wird ein Anteil von 20 % aller Wohnungen als besonders familiengerechte Wohnungen angestrebt. 4. Für die Umsetzung sollen „Haus-in–Haus-Wohnungen“ nicht nur als Eigentumswohnungen, sondern auch als Mietwohnungen angeboten werden können. 5. Ein Mindestanteil öffentlich geförderter Miet- und Eigentumswohnungen ist für das Segment dieser Wohnungen nicht pauschal vorzugeben, sondern im Einzelfall bedarfsorientiert gebietsbezogen festzulegen. Geförderte Wohnungen sind auf das Bonner Baulandmodell anzurechnen. Begründung Die eingeschränkte Verfügbarkeit von Baulandflächen im Bonner Stadtgebiet und die sich verschlechternden Rahmenbedingungen der Baufinanzierung führen dazu, dass immer weniger Familien ihren Wohnwunsch vom eigenen Einfamilienhaus verwirklichen können. Gerade für Familien bietet ein Haus mit Garten vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten, insbesondere auch für die Kinder, sodass diese Wohnform von Familien stark präferiert wird. Oft ist damit auchSeite 1 von 2 Seite 2 der Wunsch nach Eigentumsbildung verbunden, als werthaltiger Vermögensaufbau. Eine Antwort auf diese Problematik waren in der Vergangenheit kosten- und flächensparende Einfamilienhausgebiete, die von der Wohndichte in der Familienphase einer durchschnittlichen Wohndichte entsprechen und in den weiniger verdichteten Stadtbereichen realisiert worden sind. Aufgrund des anhaltend hohen Wohnbedarfs und dem geringen Angebot in Bonn sind immer mehr Familien gezwungen, außerhalb von Bonn nach einem Einfamilienhaus zu suchen, unter Inkaufnahme langer Pendelzeiten, oft mit dem eigenen Pkw. Um einem Teil dieser für die Bonner Stadtgesellschaft wichtigen Bevölkerungsgruppe ein adäquates Wohnangebot auch in Bonn zu machen, sollen in Neubaugebieten mit drei und mehr Vollgeschossen Wohnbauprojekte initiiert werden mit integrierten Erdgeschoss-Maisonette-Wohnungen für Familien. Diese Wohnungen können ähnliche Qualitäten wie ein Reihenhaus bieten, sind in der Errichtung aber wirtschaftlicher. Darüber hinaus ergeben sich ökonomische Vorteile aufgrund der Lagegunst und eine gesteigerte Lebensqualität aufgrund kürzerer Fahrzeiten. In Anbetracht der anhaltenden Probleme auf dem Wohnungsmarkt ist es geboten, neue Wege zu gehen, auch im Bereich des Wohnbedarfs von Familien, die bisher Nachfrager von Einfamilienhäusern waren. Dabei sollen als Zielgruppen sowohl Bauherrengemeinschaften mit eher gemeinschaftsorientierten Projekten angesprochen werden als auch Erwerber von Eigentumswohnungen, die von einem Bauträger oder einer Genossenschaft errichtet worden sind. Entsprechend sind auch Miet- und Genossenschaftsmodelle möglich, sodass die ganze Palette wohnungswirtschaftlich Optionen genutzt werden kann. Als Zielgröße für einen spürbaren Beitrag auf dem Wohnungsmarkt wird ein Anteil von 20 % der Wohnungen in einem Neubaugebiet als angemessen angesehen. Aufgrund des Pilotcharakters soll für diese Wohnungen von der pauschalen Festlegung eines bestimmten Anteils öffentlich geförderter Wohnungen abgesehen werden, solange keine Erfahrungen vorliegen, wie diese Wohnungen vom Wohnungsmarkt angenommen werden. Der Anteil soll daher allenfalls projektbezogen flexibel festgelegt werden. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:41 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de