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230503 · Mitteilungsvorlage

Regionales P+R-Konzept auf dem Gebiet des Zweckverbandes go.Rheinland - P+R-Gutachten des NVR -

Nummer
230503
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
06.03.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr mit dem Rhein-Sieg-Kreis 22.03.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
230503
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Regionales P+R-Konzept auf dem Gebiet des
Zweckverbandes go.Rheinland
- P+R-Gutachten des NVR -
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 22.03.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Vorbemerkungen
Im nachfolgenden Text wird noch der Name „NVR“ und nicht „go.Rheinland“
verwendet.
Der NVR hat durch seine Aufgabe der Koordinierung des Verkehrsangebotes,
durch die Funktion von P+R als Zubringer zu dem vom NVR finanzierten SPNV
sowie als Bewilligungsbehörde für Investitionen in P+R-Anlagen ein großes
Interesse an einer bedarfsgerechten Ausgestaltung des P+R-Angebotes in
seinem Verbandsgebiet.
Der NVR hat aus diesem Grund ein Gutachten mit dem Titel „Regionales P+R-
Konzept für den NVR“ erstellen lassen. Auftragnehmer ist die IVV
(Ingenieurgruppe für Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung aus Aachen).
Der Abschlussbericht steht seit Mitte November 2022 zur Verfügung (vgl.
https://wir.gorheinland.com/projekte/regionale-konzepte/p-r-konzept/). Die
wesentlichen Ergebnisse wurden bereits in der Verbandsversammlung des
NVR am 30.09.2022 sowie in einer Videokonferenz am 18.10.2022 für die
ÖPNV-Ansprechpartner aus den Kommunalverwaltungen und Kreisen
vorgestellt.Seite 1 von 11
Seite 2
Erläuterungen
Kernziel des P+R-Konzeptes war es zu ermitteln, an welchen Standorten unter
einem gesamtregionalen Blickwinkel noch Potenziale für eine Ausweitung des
P+R-Angebotes bestehen, um noch mehr Menschen - zumindest teilweise -
zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen.
Zusätzlich wurden im Rahmen des Projektes auch folgende Ergebnisse
erarbeitet:
• Allgemeine Standards zu Qualität und Platzierung von P+R-Anlagen,
• Untersuchung von Modellen für Bewirtschaftung und
Zugangsbeschränkung von P+R-Anlagen und Identifizierung von
Standorten, die sich für eine Bewirtschaftung anbieten würden,
• Ermittlung von B+R-Potenzialen an den P+R-Standorten.
Das regionale P+R-Konzept soll Kreisen, Kommunen und
Verkehrsunternehmen als Grundlage für weitergehende P+R-Planungen vor
Ort dienen. Es liefert aber auch Hinweise, inwieweit Alternativen zum Ausbau
von P+R den Umweltverbund weiter stärken könnten.
Insgesamt wurden im Rahmen des P+R-Konzepts 183 P+R-Standorte mit rund
28.000 Stellplätzen betrachtet. Auf Basis modellbasierter Analysen wurden auf
dieser Grundlage für das Prognosejahr 2030 im NVR-Gebiet 28
Potenzialstandorte identifiziert, an denen rund 2.400 zusätzliche Stellplätze
realisiert werden könnten.
Dabei handelt es sich um vorhandene sowie geplante Standorte an SPNV-
Haltestellen, Stadtbahnhaltestellen sowie ausgewählten Bushaltestellen
(vornehmlich an Schnellbusachsen). Aussagen zu möglichen neuen Standorten
werden im Rahmen des Gutachtens nicht getätigt.
Gemäß der vorliegenden Erhebung verfügt die Stadt Bonn derzeit über sieben
P+R-Anlagen mit insgesamt 1.006 Plätzen, zwei dieser Anlagen sind
bewirtschaftet (Godesberg Bf. und Mehlem Bf.). Im Rhein-Sieg-Kreis existieren
49 P+R-Anlagen mit insgesamt 6.028 Plätzen, sechs Anlagen in vier
Kommunen sind bewirtschaftet (Siegburg, Troisdorf (3), Königswinter und
Hennef (mit ÖV-Ticket frei)).
Für den Rhein-Sieg-Kreis sind acht Standorte und für das Stadtgebiet Bonn
zwei Standorte mit Ausbaubedarf und – nach einer ersten kommunalen
Einschätzung - noch verfügbaren Flächen ermittelt worden. Insgesamt wird für
diese 10 Standorte ein Ausbau mit insgesamt 1.178 zusätzlichen P+R-Plätzen
empfohlen. Das ist fast die Hälfte aller ermittelten zusätzlichen Stellplätze im
gesamten Untersuchungsraum! Die einzelnen Standorte sind der folgenden
Tabelle 1 zu entnehmen.Seite 2 von 11
Seite 3
Standort mit Ausbaubedarf gem. P+R-Gutachten
(Haltestelle)
Anzahl zusätzlicher
P+R-Stellplätze
Alfter, Alanus Hochschule 92
Alfter, Impekoven 27
Alfter, Witterschlick 33
Bad Honnef Stadtbahn 73
Bornheim, Sechtem Bf. 309
Sankt Augustin, Hangelar Ost 36
Siegburg Bf. 304
Troisdorf Bf. 77
Summe P+R-Ausbaubedarf Rhein-Sieg-Kreis 951
Bonn, Vilich 177
Bonn, Mehlem Bf. 50
Summe P+R-Ausbaubedarf Bonn 227
Tabelle 1: Standorte mit Ausbaubedarf im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt
Bonn
Unter Berücksichtigung der Zusammenstellung im Anhang 1
(Bestandsaufnahme und Ergebnisse aller untersuchten Standorte in Bonn und
dem Rhein-Sieg-Kreis) ist die klare Fokussierung des Gutachtens auf heute
ausgelastete und zukünftig vsl. überlastete Standorten zu erkennen. Das
regionale P+R-Konzept nimmt aufgrund seiner „regionalen Flughöhe“ nicht alle
Gegebenheiten vor Ort in voller Detailtiefe auf. Daher empfiehlt der NVR, das
vorliegenden Gutachten idealerweise als Grundlage für vertiefte teilregionale
oder lokale Untersuchungen zu verwenden.
Zu beachten sind an dieser Stelle unbedingt die Einordnung und Hinweise des
NVR in der Anlage zum Gutachten. Hier wird u.a. explizit darauf hingewiesen,
dass
• die Kommunen die Ergebnisse auch im Hinblick auf die Fragestellung
nutzen sollten, inwieweit Alternativen zu P+R (bessere Radinfrastruktur,
optimierte Buszubringerverkehre zu den Bahnhöfen etc.) verbessert werden
können, bevor teure Erweiterungsmaßnahmen in Angriff genommen
werden;
• das Konzept bei der Förderwürdigkeit des Neu- oder Ausbaus einer P+R-
Anlage zu berücksichtigen ist aber keine Einzelstandort bezogene,
detaillierte Bedarfsermittlung ersetzt;
• auf dem Konzept aufbauende Bedarfsermittlungen für den Neu- oder
Ausbau von P+R weitere - im Modell nicht enthaltene - Faktoren
berücksichtigen sollten.Seite 3 von 11
Seite 4
Folgende Punkte sollten aus Sicht der Verwaltung bei der Einordnung der
Ergebnisse auch berücksichtigt werden:
• Verkehrszellen, in denen der P+R-Platz liegt, werden nicht als
Quellgebiet von P+R-Nutzern betrachtet
Nutzer aus dem direkten Umfeld von P+R-Plätzen sowie Fremdnutzer sind in
der Betrachtung nicht enthalten, stellen aber je nach Lage einen nicht
unerheblichen Teil der Nutzer dar (vgl. hierzu z.B. Auswertung der
Nutzerbefragungen an den P+R-Parkplätzen in Köln-Weiden West, Frechen-
Königsdorf und Kerpen-Horrem, Mai 2020, Seite 21 ff.).
• Angaben zur Herkunft der Nutzer sind mathematisch und
modellbasiert errechnet
Das Modell liefert hier vereinzelt Ergebnisse, die zwar rein mathematisch
nachvollziehbar erscheinen (Verknüpfung des zugeordneten P+R-Standortes
mit der Auslastung der Anlage und zur Verfügung stehenden alternativen P+R-
Standorten), in der Realität so höchstwahrscheinlich aber nicht stattfinden
werden. So sind z.B. die Fährverbindungen über den Rhein im Verkehrsmodell
enthalten, aber nicht mit einem hohen (adäquaten) rechnerischen Widerstand
versehen worden, so dass beispielsweise am Bahnhof in Rhöndorf gemäß
Modell 31% der P+R Nutzer aus Meckenheim und 10% aus Wachtberg
stammen.
• Berücksichtigung von alternativen Verkehrsmittel-Angeboten
Das Modell berücksichtigt bei der Verkehrsmittelwahl die spezifischen
Gegebenheiten in den Verkehrszellen, wie z.B. das ÖPNV-Angebot. Nach
Plausibilisierung mit den Verbunderhebungen des VRS werden aber auch die
Menschen, die trotz eigentlich gutem ÖPNV-Angebot mit dem Auto zum
Bahnhof kommen, bei der Ermittlung des Ausbaubedarfes berücksichtigt. So
wird beispielsweise für den Bahnhof Troisdorf ein Ausbau empfohlen, obwohl
85% der P+R-Nutzer aus Troisdorf selbst stammen und damit aufgrund der
guten ÖPNV-Anbindung im gesamten Stadtgebiet über eine
Verkehrsmittelalternative verfügen. Entsprechend sollten in einer
Detailuntersuchung zum Ausbaubedarf einer P+R-Anlage Effekte von
Alternativmaßnahmen mitberücksichtigt werden, die einen Ausbau von P+R-
Anlagen ersetzen können (also Verbesserung von ÖPNV-Angeboten,
Radwegeinfrastruktur, Angebote der Mikromobilität o.ä.).
Für eine etwaige Förderung des Aus- oder Neubaus einer P+R-Anlage über
den Zweckverband go.Rheinland sind die Hinweise aus dem regionalen P+R-
Konzept um eine detailliertere Standortuntersuchung (Bedarfsanalyse unter
Berücksichtigung der Entwicklung der o. a. Alternativmaßnahmen und
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung) zu ergänzen. Dabei ist zu beachten, dass für
geförderte P+R-Anlagen über einen Zeitraum von 20 Jahren eine
durchschnittliche werktägliche Auslastung durch Umsteiger aufSeite 4 von 11
Seite 5
den ÖPNV von mindestens 60% nachzuweisen ist und die Stellplätze den
Nutzern grundsätzlich kostenfrei zur Verfügung zu stellen sind. Große P+R-
Anlagen (ab 10 Mio. Euro zuwendungsfähige Kosten) können bis 2030 auch
aus Mitteln des Bundes (GVFG) gefördert werden.
Anlage/n
1 Vorlage des RSK (öffentlich)
2 Anhang zur Mitteilung P+R (öffentlich)Seite 5 von 11
RHEIN-SIEG-KREIS A N L A G E
DER LANDRAT zu TO.-Pkt.
4-10 Verkehr und Mobilität 01.03.2023
M i t t e i l u n g
für den
öffentlichen Sitzungsteil
Gremium Datum Zuständigkeit
Planungs- und Verkehrsausschüsse der Bundesstadt
Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises
22.03.2023 Kenntnisnahme
Tagesordnungs-
punkt Regionales P+R-Konzept auf dem Gebiet des
Zweckverbandes go.Rheinland
- P+R-Gutachten des NVR -
Mitteilung:
Vorbemerkungen
Im nachfolgenden Text wird noch der Name „NVR“ und nicht „go.Rheinland“
verwendet.
Der NVR hat durch seine Aufgabe der Koordinierung des Verkehrsangebotes, durch
die Funktion von P+R als Zubringer zu dem vom NVR finanzierten SPNV sowie als
Bewilligungsbehörde für Investitionen in P+R-Anlagen ein großes Interesse an einer
bedarfsgerechten Ausgestaltung des P+R-Angebotes in seinem Verbandsgebiet.
Der NVR hat aus diesem Grund ein Gutachten mit dem Titel „Regionales P+R-Konzept
für den NVR“ erstellen lassen. Auftragnehmer ist die IVV (Ingenieurgruppe für
Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung aus Aachen). Der Abschlussbericht steht
seit Mitte November 2022 zur Verfügung (vgl.
https://wir.gorheinland.com/projekte/regionale-konzepte/p-r-konzept/). Die
wesentlichen Ergebnisse wurden bereits in der Verbandsversammlung des NVR am
30.09.2022 sowie in einer Videokonferenz am 18.10.2022 für die ÖPNV-
Ansprechpartner aus den Kommunalverwaltungen und Kreisen vorgestellt.Seite 6 von 11
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Erläuterungen
Kernziel des P+R-Konzeptes war es zu ermitteln, an welchen Standorten unter einem
gesamtregionalen Blickwinkel noch Potenziale für eine Ausweitung des P+R-
Angebotes bestehen, um noch mehr Menschen - zumindest teilweise - zum Umstieg
auf den ÖPNV zu bewegen.
Zusätzlich wurden im Rahmen des Projektes auch folgende Ergebnisse erarbeitet:
 Allgemeine Standards zu Qualität und Platzierung von P+R-Anlagen,
 Untersuchung von Modellen für Bewirtschaftung und Zugangsbeschränkung
von P+R-Anlagen und Identifizierung von Standorten, die sich für eine
Bewirtschaftung anbieten würden,
 Ermittlung von B+R-Potenzialen an den P+R-Standorten.
Das regionale P+R-Konzept soll Kreisen, Kommunen und Verkehrsunternehmen als
Grundlage für weitergehende P+R-Planungen vor Ort dienen. Es liefert aber auch
Hinweise, inwieweit Alternativen zum Ausbau von P+R den Umweltverbund weiter
stärken könnten.
Insgesamt wurden im Rahmen des P+R-Konzepts 183 P+R-Standorte mit rund 28.000
Stellplätzen betrachtet. Auf Basis modellbasierter Analysen wurden auf dieser
Grundlage für das Prognosejahr 2030 im NVR-Gebiet 28 Potenzialstandorte
identifiziert, an denen rund 2.400 zusätzliche Stellplätze realisiert werden könnten.
Dabei handelt es sich um vorhandene sowie geplante Standorte an SPNV-Haltestellen,
Stadtbahnhaltestellen sowie ausgewählten Bushaltestellen (vornehmlich an
Schnellbusachsen). Aussagen zu möglichen neuen Standorten werden im Rahmen des
Gutachtens nicht getätigt.
Gemäß der vorliegenden Erhebung verfügt die Stadt Bonn derzeit über sieben P+R-
Anlagen mit insgesamt 1.006 Plätzen, zwei dieser Anlagen sind bewirtschaftet
(Godesberg Bf. und Mehlem Bf.). Im Rhein-Sieg-Kreis existieren 49 P+R-Anlagen mit
insgesamt 6.028 Plätzen, sechs Anlagen in vier Kommunen sind bewirtschaftet
(Siegburg, Troisdorf (3), Königswinter und Hennef (mit ÖV-Ticket frei)).
Für den Rhein-Sieg-Kreis sind acht Standorte und für das Stadtgebiet Bonn
zwei Standorte mit Ausbaubedarf und – nach einer ersten kommunalen Einschätzung -
noch verfügbaren Flächen ermittelt worden. Insgesamt wird für diese 10 Standorte
ein Ausbau mit insgesamt 1.178 zusätzlichen P+R-Plätzen empfohlen. Das ist fast die
Hälfte aller ermittelten zusätzlichen Stellplätze im gesamten Untersuchungsraum! Die
einzelnen Standorte sind der folgenden Tabelle 1 zu entnehmen.Seite 7 von 11
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Standort mit Ausbaubedarf gem. P+R-
Gutachten (Haltestelle)
Anzahl zusätzlicher
P+R-Stellplätze
Alfter, Alanus Hochschule 92
Alfter, Impekoven 27
Alfter, Witterschlick 33
Bad Honnef Stadtbahn 73
Bornheim, Sechtem Bf. 309
Sankt Augustin, Hangelar Ost 36
Siegburg Bf. 304
Troisdorf Bf. 77
Summe P+R-Ausbaubedarf Rhein-Sieg-Kreis 951
Bonn, Vilich 177
Bonn, Mehlem Bf. 50
Summe P+R-Ausbaubedarf Bonn 227
Tabelle 1: Standorte mit Ausbaubedarf im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Bonn
Unter Berücksichtigung der Zusammenstellung im Anhang 1 (Bestandsaufnahme und
Ergebnisse aller untersuchten Standorte in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis) ist die
klare Fokussierung des Gutachtens auf heute ausgelastete und zukünftig vsl.
überlastete Standorten zu erkennen. Das regionale P+R-Konzept nimmt aufgrund
seiner „regionalen Flughöhe“ nicht alle Gegebenheiten vor Ort in voller Detailtiefe auf.
Daher empfiehlt der NVR, das vorliegenden Gutachten idealerweise als Grundlage für
vertiefte teilregionale oder lokale Untersuchungen zu verwenden.
Zu beachten sind an dieser Stelle unbedingt die Einordnung und Hinweise des NVR in
der Anlage zum Gutachten. Hier wird u.a. explizit darauf hingewiesen, dass
 die Kommunen die Ergebnisse auch im Hinblick auf die Fragestellung nutzen
sollten, inwieweit Alternativen zu P+R (bessere Radinfrastruktur, optimierte
Buszubringerverkehre zu den Bahnhöfen etc.) verbessert werden können, bevor
teure Erweiterungsmaßnahmen in Angriff genommen werden;
 das Konzept bei der Förderwürdigkeit des Neu- oder Ausbaus einer P+R-Anlage zu
berücksichtigen ist aber keine Einzelstandort bezogene, detaillierte
Bedarfsermittlung ersetzt;
 auf dem Konzept aufbauende Bedarfsermittlungen für den Neu- oder Ausbau von
P+R weitere - im Modell nicht enthaltene - Faktoren berücksichtigen sollten.Seite 8 von 11
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Folgende Punkte sollten aus Sicht der Verwaltung bei der Einordnung der Ergebnisse
auch berücksichtigt werden:
 Verkehrszellen, in denen der P+R-Platz liegt, werden nicht als Quellgebiet von
P+R-Nutzern betrachtet
Nutzer aus dem direkten Umfeld von P+R-Plätzen sowie Fremdnutzer sind in der
Betrachtung nicht enthalten, stellen aber je nach Lage einen nicht unerheblichen Teil
der Nutzer dar (vgl. hierzu z.B. Auswertung der Nutzerbefragungen an den P+R-
Parkplätzen in Köln-Weiden West, Frechen-Königsdorf und Kerpen-Horrem, Mai 2020,
Seite 21 ff.).
 Angaben zur Herkunft der Nutzer sind mathematisch und modellbasiert
errechnet
Das Modell liefert hier vereinzelt Ergebnisse, die zwar rein mathematisch
nachvollziehbar erscheinen (Verknüpfung des zugeordneten P+R-Standortes mit der
Auslastung der Anlage und zur Verfügung stehenden alternativen P+R-Standorten), in
der Realität so höchstwahrscheinlich aber nicht stattfinden werden. So sind z.B. die
Fährverbindungen über den Rhein im Verkehrsmodell enthalten, aber nicht mit einem
hohen (adäquaten) rechnerischen Widerstand versehen worden, so dass
beispielsweise am Bahnhof in Rhöndorf gemäß Modell 31% der P+R Nutzer aus
Meckenheim und 10% aus Wachtberg stammen.
 Berücksichtigung von alternativen Verkehrsmittel-Angeboten
Das Modell berücksichtigt bei der Verkehrsmittelwahl die spezifischen Gegebenheiten
in den Verkehrszellen, wie z.B. das ÖPNV-Angebot. Nach Plausibilisierung mit den
Verbunderhebungen des VRS werden aber auch die Menschen, die trotz eigentlich
gutem ÖPNV-Angebot mit dem Auto zum Bahnhof kommen, bei der Ermittlung des
Ausbaubedarfes berücksichtigt. So wird beispielsweise für den Bahnhof Troisdorf ein
Ausbau empfohlen, obwohl 85% der P+R-Nutzer aus Troisdorf selbst stammen und
damit aufgrund der guten ÖPNV-Anbindung im gesamten Stadtgebiet über eine
Verkehrsmittelalternative verfügen. Entsprechend sollten in einer Detailuntersuchung
zum Ausbaubedarf einer P+R-Anlage Effekte von Alternativmaßnahmen
mitberücksichtigt werden, die einen Ausbau von P+R-Anlagen ersetzen können (also
Verbesserung von ÖPNV-Angeboten, Radwegeinfrastruktur, Angebote der
Mikromobilität o.ä.).
Für eine etwaige Förderung des Aus- oder Neubaus einer P+R-Anlage über den
Zweckverband go.Rheinland sind die Hinweise aus dem regionalen P+R-Konzept um
eine detailliertere Standortuntersuchung (Bedarfsanalyse unter Berücksichtigung der
Entwicklung der o. a. Alternativmaßnahmen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung) zu
ergänzen. Dabei ist zu beachten, dass für geförderte P+R-Anlagen über einen Zeitraum
von 20 Jahren eine durchschnittliche werktägliche Auslastung durch Umsteiger aufSeite 9 von 11
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den ÖPNV von mindestens 60% nachzuweisen ist und die Stellplätze den Nutzern
grundsätzlich kostenfrei zur Verfügung zu stellen sind. Große P+R-Anlagen (ab 10 Mio.
Euro zuwendungsfähige Kosten) können bis 2030 auch aus Mitteln des Bundes (GVFG)
gefördert werden.
Im Auftrag
gez. Hahlen
Anhang:
Übersicht untersuchte Standorte und Ergebnisse P+R-Gutachten für Bonn und den
Rhein-Sieg-KreisSeite 10 von 11
Übersicht Ergebnisse P+R-Gutachten für den NVR bezogen auf Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis
Bestandsaufnahme und Ergebnisse aller untersuchter Standorte
P+R B+R
P+R Stadt /
Gemeinde
Anzahl
P+R
Bestand
ermittelte
Auslastung
Ausbau-
bedarf
gebühren
pflichtig
Bewirtschaftun
g empfohlen
B+R-
Plätze
Bestand
Ausbaubedarf
(Angaben aus
Steckbriefen)
Spalte1 Spalte2 Spalte3 Spalte32 Spalte6 Spalte7 Spalte4
P+R Alfter/Alanus Hochschule Alfter 104 115 - 150% 92 nein 70 nein
P+R Impekoven (S) Alfter 37 115 - 150% 27 nein 60 nein
P+R Witterschlick Bf Alfter 50 über 150% 33 nein 42 hoch
P+R Bad Honnef Bf Bad Honnef 61 über 150% nein ja 50 gering
P+R Bad Honnef (Stadtbahn) Bad Honnef 185 115 - 150% 73 nein 0 mittel
P+R Rhöndorf Bf Bad Honnef 49 nein 28
P+R Bad Godesberg Bf Bonn 137 115 - 150% ja nein 379 mittel
P+R Bad Godesberg Stadthalle Bonn 278 nein 80 nein
P+R Duisdorf Bf Bonn 187 nein 65 nein
P+R Mehlem Bf Bonn 42 über 150% 50 ja nein 188 nein
P+R Ramersdorf Bonn 247 nein 20 gering
P+R Tannenbusch Süd Bonn 25 nein 39 nein
P+R Vilich Bonn 90 115 - 150% 177 nein 15 nein
P+R Bornheim Bornheim 34 nein 0 nein
P+R Dersdorf Bornheim 35 nein 0 gering
P+R Hersel Bornheim 39 115 - 150% nein 84 gering
P+R Merten Bornheim 101 nein 128 nein
P+R Roisdorf Bf Bornheim 28 nein 43 hoch
P+R Roisdorf West Bornheim 39 nein 26 gering
P+R Sechtem Bf Bornheim 190 115 - 150% 309 nein ja 210 nein
P+R Walberberg Bornheim 9 nein 0 gering
P+R Waldorf Bornheim 31 nein 56 nein
P+R Eitorf Bf Eitorf 561 nein 194 nein
P+R Merten (Sieg) Eitorf 15 nein 8 nein
P+R Blankenberg Bf Hennef 46 über 150% nein 0 gering
P+R Hennef Bf Hennef 628 ja nein 295 nein
P+R Im Siegbogen (S) Hennef 75 nein 92 nein
P+R Königswinter Bf Königswinter 22 ja nein 27 nein
P+R Longenburg Königswinter 22 nein 0 gering
P+R Niederdollendorf Königswinter 68 nein 0 gering
P+R Donrather Kreuzung Lohmar 23 nein 70 nein
P+R Honrath Bf Lohmar 154 nein 34 nein
P+R Hollenberg Lohmar 24 nein 0 nein
P+R Industriepark (S) Meckenheim 192 nein 238 nein
P+R Meckenheim Bf Meckenheim 151 nein 152 nein
P+R Südstraße Niederkassel 16 nein 12
P+R Rheinbach Bf Rheinbach 94 nein 97 gering
P+R Römerkanal Bf Rheinbach 105 nein 120 nein
P+R Hangelar Ost Sankt Augustin 119 115 - 150% 36 nein ja 678 nein
P+R Sankt Augustin Zentrum Sankt Augustin 25 nein 20 hoch
P+R Siegburg Bf Siegburg 731 115 - 150% 304 ja nein 251 hoch
P+R Odendorf Bf Swisttal 195 nein 121 nein
P+R Spich Bf Troisdorf 34 über 150% nein 72 hoch
P+R Troisdorf Bf Troisdorf 696 115 - 150% 77 ja nein 547 nein
P+R Au (Sieg) Bf Windeck 351 nein 40 gering
P+R Dattenfeld Bf Windeck 29 nein 56 nein
P+R Herchen Bf Windeck 259 nein 24 nein
P+R Rosbach Bf Windeck 38 nein 14 nein
P+R Schladern Bf Windeck 363 nein 26 gering
fett = AusbaubedarfSeite 11 von 11

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Datenstand: 02.11.2026, 22:06 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de