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230502 · Mitteilungsvorlage

S 13 - Überwerfungsbauwerk Troisdorf und Betriebskonzepte -

Nummer
230502
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
06.03.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr mit dem Rhein-Sieg-Kreis 22.03.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
230502
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
S 13
- Überwerfungsbauwerk Troisdorf und
Betriebskonzepte -
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 22.03.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
In der Verbandsversammlung von go.Rheinland wurden am 25.11.2022 erneut
die Planungen zur Inbetriebnahme der S-Bahn-Linie 13 nach Abschluss des
Streckenausbaus vorgestellt und darüber informiert, dass die Planungen und
der Bau des für eine Weiterführung der S 13 nach Köln notwendigen
Überwerfungsbauwerks bei Troisdorf voraussichtlich nicht rechtzeitig
abgeschlossen sein werden, um die S 13 über Troisdorf hinaus führen zu
können.
In einem gemeinsamen Schreiben an die DB Netz AG vom 23.12.2022 haben
der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises und die Oberbürgermeisterin der
Bundesstadt Bonn ihren Unmut über die aktuellen Entwicklungen beim
laufenden Ausbauprojekt der S 13 zum Ausdruck gebracht und um
vordringliche Realisierung eines Überwerfungsbauwerkes in Troisdorf gebeten.
(s. Anhang 1)
In einem weiteren Schreiben wurde die go.Rheinland GmbH aufgefordert, die
Intervention bei der DB Netz AG zu unterstützen und ein zukunftsfähiges
Betriebskonzept für die Siegstrecke und die rechte Rheinseite in enger
Abstimmung mit der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie allen
zuständigen SPNV-Aufgabenträgern zu erarbeiten. (s. Anhang 2)
Die Antwortschreiben der DB Netz AG vom 23.01.2023 und der go.Rheinland
GmbH vom 19.01.2023 sind als Anhänge 3 und 4 beigefügt.
Zwischenzeitlich hat auch go.Rheinland einen aktualisierten Sachstandsbericht
zur Sitzung des Hauptausschusses am 03.03.2023 vorgelegt. (s. Anhang 5)
Entgegen der Ausführungen von go.rheinland hat die Stadt Bonn keine
"Bestelländerungen" veranlasst, welche zur zeitlichen Verzögerung des
Projektes geführt haben.
An der gemeinsamen Sitzung der Planungs- und Verkehrsausschüsse
Bonn/Rhein-Sieg-Kreis werden Herr Dr. Reinkober, Geschäftsführer vonSeite 1 von 18
Seite 2
go.Rheinland und der Leiter der Infrastrukturprojekte West von der DB AG, Herr
Köppel teilnehmen.
Anlage/n
1 Vorlage RSK (öffentlich)
2 Anhang 1_Schreiben an DB Netz AG_LR OB_S13_vordringliche Realisierung
Überwerfungsbauwerk_23.12.22 (öffentlich)
3 Anhang 2_Schreiben an go-Rheinland_LR OB_ Betriebskonzept
S13_23.12.22 (öffentlich)
4 Anhang 3_Antwort DB Netz AG_23.01.23_LR OB_S13_vordringliche
Realisierung Überwerfungsbauwerk (öffentlich)
5 Anhang 4_Antwort go-Rheinland_19.01.23_LR OB_S13_Betriebskonzept
S13 (öffentlich)
6 Anhang 5_Mitteilungsvorlage_S13_HA_03.03.2023_go.Rheinland (002)
(öffentlich)Seite 2 von 18
RHEIN-SIEG-KREIS A N L A G E
DER LANDRAT zu TO.-Pkt.
4-10 Verkehr und Mobilität 02.03.2023
V o r l a g e
für den
öffentlichen Sitzungsteil
Gremium Datum Zuständigkeit
Planungs- und Verkehrsausschüsse der Bundesstadt
Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises
22.03.2023 Kenntnisnahme
Tagesordnungs-
Punkt S 13
- Überwerfungsbauwerk Troisdorf und
Betriebskonzepte -
Vorbemerkungen:
In der Verbandsversammlung von go.Rheinland wurden am 25.11.2022 erneut die
Planungen zur Inbetriebnahme der S-Bahn-Linie 13 nach Abschluss des
Streckenausbaus vorgestellt und darüber informiert, dass die Planungen und der Bau
des für eine Weiterführung der S 13 nach Köln notwendigen Überwerfungsbauwerks
bei Troisdorf voraussichtlich nicht rechtzeitig abgeschlossen sein werden, um die S 13
über Troisdorf hinaus führen zu können.
Erläuterungen:
In einem gemeinsamen Schreiben an die DB Netz AG vom 23.12.2022 haben der
Landrat des Rhein-Sieg-Kreises und die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn
ihren Unmut über die aktuellen Entwicklungen beim laufenden Ausbauprojekt der
S 13 zum Ausdruck gebracht und um vordringliche Realisierung eines
Überwerfungsbauwerkes in Troisdorf gebeten. (s. Anhang 1)Seite 3 von 18
In einem weiteren Schreiben wurde die go.Rheinland GmbH aufgefordert, die
Intervention bei der DB Netz AG zu unterstützen und ein zukunftsfähiges
Betriebskonzept für die Siegstrecke und die rechte Rheinseite in enger Abstimmung
mit der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie allen zuständigen SPNV-
Aufgabenträgern zu erarbeiten. (s. Anhang 2)
Die Antwortschreiben der DB Netz AG vom 23.01.2023 und der go.Rheinland GmbH
vom 19.01.2023 sind als Anhänge 3 und 4 beigefügt.
Zwischenzeitlich hat auch go.Rheinland einen aktualisierten Sachstandsbericht zur
Sitzung des Hauptausschusses am 03.03.2023 vorgelegt. (s. Anhang 5)
An der gemeinsamen Sitzung der Planungs- und Verkehrsausschüsse Bonn/Rhein-Sieg-
Kreis werden Herr Dr. Reinkober, Geschäftsführer von go.Rheinland und der Leiter der
Infrastrukturprojekte West von der DB AG, Herr Köppel teilnehmen.
Im Auftrag
(Hahlen)Seite 4 von 18
STADT.
RHEIN SIEG CITY.
VILLE.
BONN
Die Oberbürgermeisterin
DB Netz AG Regionalbereich West
Herr Christian Golenia
Hansastraße 15 -
47058 Duisburg
23.42.ZOZZ-
DB Netz AG Regionalbereich West
Herr Bernd Köppel
Leiter Infrastrukturprojekte West — DB
Mülheimer Str. 50
47057 Duisburg
Netz AG
22- i7
S-Bahn-Linie S13 Köln — BN-Oberkassel — Koblenz
Bitte um vordringliche Realisierung eines Überfierfungsbauwerkes i Tiroiscicri
Sehr geehrter Herr Golenia, sehr geehrter Herr Köppe!,
in der vergangenen Sitzung der Verbandsversammlung der Nahverkehr Rheinland GmbH
am 25. November 2022 wurde erneut über die Planungen zur Inbetriebnahme der S-Bahn-
Linie 1.3 nach Abschluss des Streckenausbaus informiert. Hier wurde den Teilnehmenden
eröffnet, dass die Planungen und der Bau des für eine Weiterführung der 313 nach Köln
notwendigen ÜbenivE,Trungsbauwerks bei Troisdorf voraussichtlich, nicht rechtzeitig
abgeschlossen sein werden, um die 313 mit Abschluss des Streckenausbaus über
Troisdorf hinaus führen zu können.
Die zeitnahe Weiterführung der 313 zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel steilt ein
Wichtiges infrastrukturprojekt für umwelt- und kilmafreundliche Mobilität in der Region dar.
Sie soll den Menschen in der Region durch die neuen Verknüpfungspunkte eine wichtige
Achse zwischen Wohnen und Arbeit im rechtsrheinischen Bonn und dem 'Rhein-Sieg-Kreis
bieten sowie eine.direkte Anbindung an den Flughafen Köln/Bonn herstellen.
- Hiermit möchten wir unseren Unmut über die aktuellen Entwicklungen beim laufenden
Ausbauprojekt der 813 im Teilabschni-U zwischen den Bahnhöfen Troisdorf und Bonn--
Kreishaus Stacithaus
Kaiser-Wilhelm-Platz 1 Berliner Platz 2, 53111 Bonn
53721 Siegburg Telefon: -;-49 228-77 2000
Telefon: 22 41 - 13-211 5 Telefax: 723 - 961 9,3 98
landret@rhoin-sieg-kreis.cle htja.doernerPbonn.cieSeite 5 von 18
Oberkassel sowie der Realisierung des Überwerfungsbauwerks in Troisdorf äußern'. Wir
sind darüber mehr als .irritiert, dass es trotz einer inzwischen über 25-jährigen
Planungshistorie offenbar bis heute keine belastbare Zeitschiene für- den Bau des
zwingend erforderlichen Bauwerks und eine Inbetriebnahme der Gesamtlinie gibt. Wir
stellen außerdem fest, dass ursprünglich vereinbarte Projektziele in den vergangenen
Jahren zunehmend geändert wurden und zwischenzeitlich andere Betriebskonzepte
gefahren werden.
Grundlage für die Realisierung der S13 sind aus unserer Sicht die folgenden
Vereinbarungen und Planwerke:
O der Bau- und Finanzierungsvertrag für die S-Bahn-Linien S12 nach A (Sieg) und
S13 nach Linz aus dem Jahre 2000,
O der Bonn-Berlin-Ausgleich, auf dessen Grundlage 2004 die Schleife zum Köln-
Bonner-Flughafen eröffnet worden ist,
O die Einrichtung der zusätzlichen Linie S19 zur Herstellung des 10-Minuten-Taktes
nach Hennef Sowie des 30-Minuten-Taktes nach Au (Sieg) mit sukzessiver
Inbetriebnahme ab 2014
o sowie das Zielnetz 2025 aus dem SPNV-Nahverkehrsplan 2016, und zwar in der
Version, die für das Beteiligungsverfahren in der NVR-Verbandsversammlung am
02.10.2015 vorgelegt Worden ist.
Daraus ergibt sich ein Verkehr der drei 3-Bahn-Linien S12, S13 und S19 durchgehend von
und nach Köln. Für die S13 war im o.g. Vertrag bzw. Zielnetz ein 20-Minuten-Takt von Köln
bis Bonn-Oberkassel mit umsteigefreier, stündlicher Weiterführung anstelle der RB27 bis
Linz bzw. Koblenz vorgesehen, um zusammen mit dem RE8 die bestehende halbstündige
Bedienung auf der rechten Rheinstrecke zwischen Köln und Koblenz weiterhin
sicherzustellen.
Bereits 2015 hat der Rhein-Sieg-Kreis den NVR schriftlich darauf hingewiesen, dass das
ursprünglich geplante Betriebskonzept der Linien S12/S13. durch die zwischenzeitliche
Einrichtung der Linie S19 hinfällig geworden ist und um Abstimmung eines entsprechend
fortgeschriebenen Konzeptes gebeten. Im Nachgang teilte der NVR hierzu mit, dass auch
nach Einrichtung der S13 über Troisdorf hinaus das verbesserte S-Bahn-Angebot auf der
Siegstrecke weiter bestehen bleiben wird.
Nach Durchführung des o.g. •Beteiligungsverfahrens wurde der SPNV-Nahverkehrsplan
des NVR dann im Jahre 2016 geändert. Fortan 'war anstelle der bis Koblenz
durchgehenden stündlichen Fahrten der • S13 eine Abbindung der RB27 von - Koblenz
kommend im Bahnhof Bonn-Oberkassel verzeichnet. Dies würde bedeuten, dass die
Städte Königswinter und Bad Honnef sowie die südlich angrenzenden •Gemeinden in
Rheinland-Pfalz die Hälfte ihrer Direktverbindungen nach Köln verlieren würden. Ebenso
würde die mit der ursprünglichen S13 vorgesehene Direktverbindung aus dem südlichen
Bonner Umland ZU den neuen Verknüpfungspunkten Ramersdorf (S13 und Seilbahn) und
Vilich nicht eingerichtet werden, die besonders für den Pendlerverkehr sehr wichtig ist. Das
betrifft u.a. die Anbindung der Arbeitsplätze in Ramersdorf und Beuel-Süd sowie die
Verknüpfung mit 'der Linie 66 zur Hochschule Bonn/Rhein-Sieg. Die zukünftige
verknüpfende Wirkung der Bonner Seilbahn ins Bundesviertel und zum
Universitätsklinikum Bonn würde durch das geringere Fahrgastaufkommen bis zur
Herstellung einer Direktverbindung aus ,südlicher Richtung nicht ihr volles
Volkswirtschaftliches Potenzial entwickeln. Eine Weiterfahrmöglichkeit in die Bonner
Innenstadt sowie zu den o.g. Aufkommensschwerpunkten würde für die abgebundeneSeite 6 von 18
R627 in Bonn-Oberkassel nicht bestehen, da dieser Bahnhof aufgrund seiner Lage im
Stadtgebiet auch keine Anbindung an den städtischen ÖPNV besitzt.
Das 2018 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommene Überwertungsbauwerk
Troisdorf zur kreuzungsfreien 'Entflechtung der Linien 512/819/RE9 und 813/R.827/i-7E8
sowie die damit verbundene Erhöhung der Streckenkapazität und Betriebsqualität halten
wir für unabdingbar für die vorgesehene wirkungsvolle Ergänzung des rechtsrheinischen
Schienennahverkehrs.
in der NVR-Verbandsversammiung am 26.11.2021 Wurde mitgeteilt, dass auf der 813 ab
2028 zunächst nur ein Pendelverkehr zwischen TroiSclorf und Bonn-Beuel eingerichtet
werden soll. Wie dem veröffentlichten Protokoll zu entnehmen ist, wurde dieses Ansinnen
intensiv diskutiert, da es nicht den o.g. Projektgrundiagen entspricht. Der
Ausschussvorsitzende hafte die NVR-Geschäftsführung seinerzeit im Namen der
Fraktionsvorsitzenden gebeten, ein Betriebsprogramm für die rechte Rheinstrecke und die
Siegstrecke zu erstellen, welches mit Betriebsaufnahme •der S13 auf der rechten
Rheinstrecke keine Verschlechterung bezüglich der Anzahl der Fahrten, der Halte sowie
der Direktverbindungen nach. Köln gegenüber dem Status Quo mit sich bringen soll.
Zudem solle dieses Konzept auch für die neuen S-Bahn-Haltepunkte Direktverbindungen
nach Köln vorsehen, die möglichst schnell umzusetzen sind. Darüber hinaus solle das
Betriebskonzept das aktuelle Fehdenangebot auf der Siegstrecke erhalten. Die NVR-
Geschäftsführung hatte die Erstellung eines solchen Betriebsprogrammes zugesagt.
Zwingende Voraussetzung für die Erstellung dieses Betriebsprogramms, das die o.g.
Fahrten enthält, ist. die rechtzeitige Errichtung des Überwerfungsbauwerks bei Troisdorf
durch die Deutsche Bahn.
Die von der neuen NRW-Landesregierung aufgestellte Zielvorgabe eines 15-Minuten-
Grundtaktes im S-Bahn-Zielnetz, was gerade auf Sieg- und rechter Rheinstrecke bessere
Perspektiven zur Herstellung kundenfreundlicher 30-Minuten-Takte auf den
anschließenden regionalen Abschnitten jenseits von Hennef bzw. Bonn-Oberkassel
schaffen würde, sehen wir bei der aktuellen Planung ebenfalls nicht berücksichtigt. Wir
vermissen bei der Aufstellung der Zielnetze, sowohl bei der Entscheidungsfindung als auch
bei der Planung und Umsetzung. von Einzelprojekten, bislang auch einen formalen
Beteiligungsprozess der betroffenen Gebietskörperschaften.
Vor diesen Hintergründen bitten wir dringlich um die zeitnahe Aufnahme der Planung und
schnellstmögliche Realisierung .des 1:..lberwerfungsbauwerks Troisdorf, so dass dieses
gleichzeitig mit den neuen 8-Bahn-Gleisen zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel zur
Verfügung steht.
Als unmittelbar betroffene Gebietskörperschaft erwarten wir, bei den weiteren
Verfahrensschritten eingebunden und aktuell informiert zu werden. Für Rücksprachen und
zur kurzfristigen Abstimmung zum weiteren Vorgehen stehen Ihnen unsere
Mitarbeiterinnen jederzeit zur Verfügung.
mit. e Lindlinh '(/ ,
I i
1 /I-
Ser5Afeln SCht.Kfter nberbürgelnkz:4n-;erin DömerSeite 7 von 18
Anlage: Schreiben an die Geschäftsführung des Nahverkehr RheinlandSeite 8 von 18
...
j r -
(\'),
An die Geschäftsführer des NVR
Herr Dr. Reinkober
Herr Sedlaczek
Herr Vogel
• Glockengasse 37 - 39 a.,) Z3.42.73
50667 Köln
etrko nzepl. S-Bari;r1-Llnie y-z]n 7 -(32 bzrkasse! — Koblenz
Sehr geehrter Herr Dr. Reinkober, sehr geehrter Herr Sedlaczek, sehr geehrter Herr Vogel,
in der vergangenen Sitzung der Verbandsversammlung der Nahverkehr Rheinland GmbH
am 25. November 2022 wurde erneut über die Planungen zur Inbetriebnahme der 3-Bahn-
Linie 13 nach Abschluss des Streckenausbaus informiert. Hier wurde den Teilnehmenden
eröffnet, dass die Planungen und der Bau des für eine Weiterführung der S13 nach Köln
notwendigen ÜberwerfungsbauWerks bei Troisdorf voraussichtlich nicht rechtzeitig
abgeschlossen sein werden, um die 313 mit Abschluss des Streckenausbaus über
Troisdorf hinaus führen zu können.
Die zeitnahe Weiterführung der 513 zwischen. Troisdorf und Bonn-Oberkassel stellt ein
wichtiges Infrastrukturprojekt für umwe,lt- und klimafreundliche Mobilität in der Region dar.
Sie soll den Menschen in der Region durch die neuen Verknüpfungspunkte eine wichtige
Achse zwischen Wohnen und Arbeit im rechtsrheinischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis
bieten sowie eine gute Anbindung an den Flughafen 'Köln/Bonn herstellen.
Hiermit möchten wir unseren Unmut über die aktuellen Entwicklungen beim laufenden
Ausbauprojekt der 513 im Teilabschnitt zwischen den Bahnhöfen Troisdorf und Bonn-
Oberkassel sowie der Realisierung des Überwerfungsbauwerks in Troisdorf äußern. Wir
sind darüber mehr als irritiert, dass es trotz einer inzwischen über 25-jährigen
Planungshistorie- offenbar bis heute kein belas,tbare,s Betriebskonzept für eine
Inbetriebnahme der Gesamtlinie4 gibt. •Wir stehen außerdem fest, dass ursprünglich
vereinbarte Projektziele in den vergafflrr,13n Jahren zunehmend geändert wurden und
7-eisollenzeitlich andere 3eti1ebskonze,pte gefahren werden.
l<reishaus Stadthaus
Kaiser-Wilhelrn-Platz 1 Berliner Platz 2, 53111Bonn
53721Siegburg. Telefon: +49 220 -772000
Telefon: +49 224.1- 13-2115 .Telef-a;:: +49 228 - 96293 98
lancirat@rhein-sieg-kreis.de kaile.doerrier@bonn.de
Die Oberbürgerrneisterin
zoa._Seite 9 von 18
Das 2018 in den Bundesverkehrsweg eplan aufgenommene Oberwerrungsbauwerk
Troisdorf zur kreuzungsfreien Entflechtung der Linien S12/S19/RE9 und S13/RB27/RE8
sowie die damit verbundene Erhöhung der Streckenkapazität und Betriebsquelliät halten
wir für unabdingbar für die vorgesehene wirkungsvolle Ergänzung des rechtsrheinischen
Schienennahverkehrs.
In der NVPs-Verbandsversammlung am 26.11.2021 wurde mitgeteilt, dass auf der 813 ab
2028 zunächst nur ein Pendelverkehr zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel eingerichtet
werden soll. Wie dem veröffentlichten Protokoll zu entnehmen ist, wurde dieses Ansinnen
intensiv diskutiert, da es nicht den o.g. Projektgrundlagen entspricht. Der
Ausschussvorsitzende hatte die NVR-Geschäftsführung seinerzeit im Namen der
Fraktionsvorsitzenden gebeten, ein Betriebsprogramm für die rechte Rheinstrecke und die
Siegstrecke .zu erstellen, welches mit Betriebsaufnahme der S 13 auf der rechten
Rheinstrecke keine Verschlechterung bezüglich der Anzahl der Fahrten, der Halte sowie
der Direktverbindungen nach Köln gegenüber dem Status Quo mit sich bringen soll.
Zudem solle dieses Konzept auch für die neuen S-Bahn-Haltepunkte Direktverbindungen
nach Köln vorsehen, die möglichst schnell umzusetzen sind. Darüber hinaus solle das
Betriebskonzept das aktuelle Fahrtenangebot auf der Siegstrecke erhalten. Die NVR-
Geschäftsführuna hatte die Erstellung eines solchen Betriebsprogrammes zugesagt.
Zwingende Voraussetzung für die Erstellung dieses Betriebsprogramms, das die o.g.
Fahrten enthält, ist die rechtzeitige Errichtung des Übenverfungsbauwerks bei Troisdorf
durch die Deutsche Bahn. Hierzu erwarten wir auch die Unterstützung gegenüber der DB
seitens des NVR.
in diesem Zusammenhang möchten wir außerdem mitteilen, dass wir das jüngst
angekündigte SPNV-Zielnetz NRW 2032, wie es vorn KC iTF NRW mit Fassung
30.09.2021 veröffentlicht worden ist, ausdrücklich nicht mittragen. Entgegen der
postulierten Zielrichtung „mehr. Verkehr auf •die Schiene" stellt dieses für die Siegstrecke
und die rechte Rheinstrecke gegenüber dem Status Quo sowie der o.g.
Planungsgrundlagen für die 813 maßgebliche Verschlechterungen dar:
o Abbindung der R.B.27 außerhalb der Hauptverkehrszeiten in Bonn-Oberkassel, in
den Hauptverkehrszeiten im Knoten Köln neue Fahrlage direkt hinter dem RE8 (ca.
5 .Minuten versetzt) anstatt des heutigen angenäherten Halbstundentaktes der
RE8/RB27 zwischen Köln und Neuwied, damit faktisch Angebotshalbierung auch
zu Zeiten des durchgehenden Betriebes
'Auflösung des angenäherten Halbstundentaktes RE8/P,B27 auch südlich von Big-
Oberkassel zu Fahrtenfolgen von 17/43 Minuten
• Fehlende 'Direktverbindungen aus Königswinter, Bad • Honnef lind dem nördlichen
Rheinland-Pfalz zu den neuen .8-Bahn-Knotenpunkten BN-Ramersdori und BN-
Vilich
0 Auflösung des aktuell zumindest in Richtung Köln fast exakten 10-Minuten-Taktes
der S-Bahn ab Hennef zu Fahrtenfolgen von 6/14 Minuten •
Die von der neuen NRW-Landesregierung aufgestellte Zielvorgabe eines 15-Minuten-
Grundtaktes im S-Bahn-Zielnetz, was gerade auf Sieg- und rechter Rheinstrecke bessere
Perspektiven zur Herstellung kundenfreundlicher 30-Minuten-Takte auf den
ailSCtilizAeridGri Abschnitten jenseits von Hennef bzw. Bonn-Oberlz.assel
schaiTen.würcie, sehen wir im 7iGirlet7 ebenfells', nicht berücksichtigt. Wir' vermissen bei der
Aufstellung der Zieirietze bislang auch einen formalen Beteiiigungsprozess der betroffenen
GGsbietSkörpersdhAen.Seite 10 von 18
Grundlage für die Realisierung der S13 sind aus unserer Sicht die folgenden
Vereinbarungen und Planwerke:
O der Bau- und Finanzierungsvertrag für die S-Bahn-Linien S12 nach Au (Sieg) und
S13 nach Linz aus dem Jahre 2000,
O der Bonn-Berlin-Ausgleich, auf dessen Grundlage 2004 die Schleife zum Köln-
Bonner-Flughafen eröffnet worden ist,
o die Einrichtung der zusätzlichen Linie S19 zur Herstellung des 10-Minuten-Taktes
nach Hennef sowie des 30-Minuten-Taktes nach Au (Sieg) mit sukzessiver
Inbetriebnahme ab 2014
o sowie das Zielnetz 2025 aus dem SPNV-Nahverkehrsplan 2016, und zwar in der
Version, die für das Beteiligungsverfahren in der NVR-Verbandsversammlung am
02.10.2015 vorgelegt worden ist.
Daraus ergibt sich ein Verkehr der drei S-Bahn-Linien S12, S13 und S19 durchgehend von
und nach Köln. Für die S13 war im o.g. Vertrag bzw. Zielnetz ein 20-Minuten-Takt von Köln
bis Bonn-Oberkassel mit umsteigefreier, stündlicher Weiterführung anstelle der RB27 bis
Linz bzw. Koblenz vorgesehen, uni zusammen mit dem RE8 die bestehende halbstündige
Bedienung auf der rechten Rheinstrecke zwischen Köln und Koblenz weiterhin
sicherzustellen.
Bereits 2015 hat der Rhein-Sieg-Kreis den NVR schriftlich darauf hingewiesen, dass das
ursprünglich geplante Betriebskonzept der Linien S12/S13 durch die zwischenzeitliche
Einrichtung der Linie S19 hinfällig geworden ist und um Abstimmung eines entsprechend
fortgeschriebenen Konzeptes gebeten. Der Ausschuss für Planung und Verkehr des
Rhein-Sieg-Kreises wurde darüber am 26.11.2015 informiert. Im Nachgang teilte der NVR
hierzu mit, dass auch nach Einrichtung der S13 über Troisdorf hinaus das verbesserte S-
Bahn-Angebot auf der SiegStrecke weiter bestehen bleiben wird.
Nach Durchführung des o.g. Beteiligungsverfahrens wurde der SPNV7Nahverkehrsplan
des NVR dann im Jahre 2016 geändert. Fortan war anstelle der bis Koblenz
durchgehenden stündlichen Fahrten der S13 eine Abbindung der RB27 von Koblenz
kommend -im Bahnhof Bonn-Oberkassel verzeichnet. Dies würde bedeuten, dass die
Städte Königswinter und Bad Honnef sowie die südlich angrenzenden Gemeinden in
Rheinland-Pfalz die Hälfte ihrer Direktverbindungen nach Köln verlieren würden. Ebenso
würde die mit der ursprünglichen S13 vorgesehene Direktverbindung aus dem südlichen
Bonner Umland zu den neuen Verknüpfungspunkten Ramersdorf (S13 und Seilbahn) und
Vilich nicht eingerichtet werden, die besonders für den Pendlerverkehr sehr wichtig ist. Das
betrifft u.a. die Anbindung der Arbeitsplätze in . Ramersdorf und Beuel-Süd sowie die
Verknüpfung mit der Linie 66 zur Hochschüle Bonn/Rhein-Sieg. Die zukünftige
verknüpfende Wirkung der Bonner Seilbahn ins Bundesviertel und zum
Universitätsklinikum Bonn würde durch das geringere Fahrgastaufkommen bis zur
.Herstellung einer Direktverbindung aus südlicher Richtung nicht ihr volles
volkswirtschaftliches Potenzial entwickeln. Eine Weiterfahrmöglichkeit in die Bonner
Innenstadt sowie zu den o.g. Aufkommensschwerpunkten würde für die abgebundene.
RB27 in Bonn-Oberkassel nicht bestehen, da dieser Bahnhof aufgrund seiner Lage im
Stadtgebiet auch keine Anbindung an den städtischen ÖPNV besitzt.
Der Rhein-Sieg-Kreis hat dem NVR. am 16.03.2016 schriftlich mitgeteilt, dass ein derart
geändertes Betriebskonzept für ihn nicht akzeptabel ist.Seite 11 von 18
Vor diesen Hintergründen fordern wir die kurzfristige Einleitung der beiden folgenden
Schütte:
1) Unterstützung der Intervention bei der DB Netz zur vordringlichen Planung und
schnellstmöglichen Realisierung des Überwerfungsbauwerks Troisdorf, so dass
dieses gleichzeitig mit den neuen S-Bahn-Gleisen zwischen Troisdorf und Bonn-
Oberkassel zur Verfügung steht
2) Erarbeitung eines zukunftsfähigen Betriebskonzeptes für die Siegstrecke und
rechte Rheinstrecke unter Beachtung der o.g. Aspekte in enger Abstimmung mit der
Stadt Bonn 'und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie allen zuständigen SPNV-
Aufgabenträgern
Als unmittelbar betroffene Gebietskörperschaften erwarten wir, bei den weiteren
Verfahrensschritten eingebunden und aktuell informiert zu werden. Für Rücksprachen und
zur kurzfristigen Abstimmung zum weiteren Vorgehen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter
jederzeit zur Verfügung.
Mit frewndli 7" ,. ; i
, .. ,
Lapd, e tian chuster Oberbürgermeisterin Katja Dömer,
Anlage: Kopie eines Schreibens in gleicher Sache an die DB. Netz AGSeite 12 von 18
Rhein-Sieg-Kreis
Landrat Sebastian Schuster
Kreishaus
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Bundesstadt Bonn
Oberbürgermeisterin Katja Dörner
Stadthaus
Berliner Platz 2
53111 Bonn
DB Netz AG • Mülheimer Str. 50 • 47057 Duisburg Bernd Köppel
Leiter Infrastrukturprojekte West
DB Netz AG
Mülheimer Str. 50
47057 Duisburg
Christian Golenia
Leiter Betrieb, Fahrplan, Vertrieb und
Kapazitätsmanagement West
DB Netz AG
Hansastr. 15
47058 Duisburg
Mt 4111
/-? •ZY-(31.(2:4S
DB NETZE Rin e;
Dor Lcdot
Eing.: 2 4 -
4- (0
Vorz!rnr,-or
23.01.2023
Ihr Schreiben vom 23.12.2022
Betreffend: S-Bahn-Linie 13 Köln - BN-Oberkassel - Koblenz
Bitte um vordringliche Realisierung eines Überwerfungsbauwerkes in
Troisdorf
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Dörner,
sehr geehrter Herr Landrat Schuster,
in der Öffentlichkeit ist zuletzt das Bild entstanden, die Deutsche Bahn habe beim Ausbau der
S13 die Planung einer Brücke (eines sogenannten Überwerfungsbauwerks, kurz ÜBW) in Trois-
dorf „vergessen". Das ist keineswegs der Fall. Grund für den falschen Eindruck ist, dass die
sehr komplexen Zusammenhänge teils stark verkürzt dargestellt wurden.
Gerne erläutern wir die Zusammenhänge im Fall des Überwerfungsbauwerks Troisdorf.
Im Knoten Köln sind aktuell 16 Ausbauprojekte mit weiteren Unterprojekten für eine bessere
Schieneninfrastruktur in Planung und Bau. Sie werden in vielen Teilschritten geplant und auf-
einander abgestimmt. Dabei verbessert jedes einzelne Projekt den Nutzen für die Menschen in
der Region.
Das abgestimmte Betriebsprogramm, das Grundlage der S13 Planungen war, erforderte keinen
kapazitiven Ausbau im Knoten Troisdorf. Zu diesem Zeitpunkt bestand nicht die Absicht, mehr
als zwei S-Bahn-Linien durch den Knoten zu führen.
Dieser Wunsch entstand erst, als sich mit den Fahrgastzahlen der zusätzlichen S-Bahn-Linie 19
der hohe Bedarf auf der Siegstrecke manifestierte. Das verbesserte Angebot wurde und wird
intensiv genutzt. Wie zu erwarten, wollte der Aufgabenträger deshalb dieses Angebot nicht zu-
rücknehmen.
DB Netz AG
Sitz: Frankfurt am Main
Registergericht:
Frankfurt am Main
HRB 50 879
USt-IdNr.: DE199 861 757
Vorsitzender des
Aufsichtsrates:
Berthold Huber
Vorstand:
Dr. Philipp Nag',
Vorsitzender
Jens Bergmann
Ingrid Felipe
Dr. Christian Gruß
Heike Junge-Latz
Heinz Siegmund
Unser Anliegen:
DEUTSCHLAND »RAUCHT
EINE STARKE SCHIENE
Nähere Informationen zur Datenverarbeitung im DB-Konzern finden Sie hier: www.deutschebahn.com/datenschutzSeite 13 von 18
DB NETZE
2/2
Wir haben von Seiten der DB mit dem Überwerfungsbauwerk ein Lösungsangebot eingebracht,
mit dem sich der Engpass entspannen lässt. Die DB hat sich zudem erfolgreich dafür einge-
setzt, dass das Überwerfungsbauwerk zum nächstmöglichen Zeitpunkt 2018 in den Bundesver-
kehrswegeplan (BVWP) und in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurde. Es fügte sich
konzeptionell in unseren Gesamtplan, den Knoten Köln auszubauen und trägt wie jedes weitere
Projekt schrittweise dazu bei, die Infrastruktur gemäß den Zielen der Zielnetzkonzeption
2032/2040 des Landes NRW und des Zielnetztes 2030+/2040 von Go Rheinland zu erreichen.
Im Jahr 2020 konnten wir erfolgreich die Finanzierungsvereinbarung für die Planung des ÜBW
abschließen. Damit ist es uns gelungen, diesen Prozess sehr schnell zu durchlaufen. Seither
arbeiten wir mit Hochdruck an der technischen Planung für die umfangreiche Erweiterung der
Infrastruktur in Troisdorf.
Der Planungsstand liegt aktuell bei etwa 20 Prozent. Sobald die Fortschritte es möglich
machen, werden wir unsere Planungen selbstverständlich den beteiligten Kommunen, dem
Rhein-Sieg-Kreis und weiteren Stakeholdern vorstellen, um damit in die Variantendiskussion
der klassischen Vorplanung, noch lange vor dem Planfeststellungsverfahren, zu gehen. Gerne
informieren wir auch weiterhin die politischen Gremien, wie in der Gemeinschaftssitzung der
Planungs- und Verkehrsausschüsse Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises im August 2022 bereits
erfolgt. Gleichzeitig prüfen wir regelmäßig, ob und wie wir die Planung beschleunigen können.
Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir das erst mit einem geeigneten Vorplanungsstand
umsetzen werden.
Wir haben weitere Anfragen zu diesem Thema von Mitgliedern des Bundestags und des Land-
tags NRW erhalten und werden sie im Sinne eines einheitlichen Informationsstandes gleichlau-
tend anschreiben.
Mit freundlichen Grüßen
DB Netz AG
ppa. e—Al ei f Aid
Bernd Köppel t ii
Leiter Infrastrukturprojekte West
Christian Golenia
Leiter Betrieb, Fahrplan, Vertrieb
und Kapazitätsmanagement
WestSeite 14 von 18
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go-rheinlancide RHEINLAND
Bewegt Dich.
go.Rheinland GmbH • Glockengasse 37-39 • 50667 Köln
An die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn
Katja Dörner
Stadthaus
Berliner Platz 2
53111 Bonn
Rhein-Sieg-Kreis
Landrat Sebastian Schuster
Kreishaus
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
go.Rheinland GmbH
Glockengasse 37-39
50667 Köln
Tel. 0221 20808-0
info@go-rheinland.de
Guido Trösser-Berg
Tel. 0221 20808-6677
G.Troesser-Berg@go-rheinland.de
Köln, 19. Januar 2023
Betriebskonzept der S-Bahn Linie 13 Köln — Bonn-Oberkassel
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Dörner,
sehr geehrter Herr Landrat Schuster,
wir bedanken uns sehr für Ihr gemeinsames Schreiben mit dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreises Sebastian
Schuster. Wir wissen um die lange und komplexe Geschichte der S 13 Bonn-Oberkassel — Troisdorf und
unterstützen die DB Netz AG mit allen Kräften, dieses Großprojekt voranzutreiben und zusammen mit dem Baustein
Überwerfungsbauwerk Troisdorf zielgerichtet in das S-Bahnnetz Rhein-Sieg zu integrieren. Wie Sie richtig
benennen, hat die Verkehrsnachfrage in der Region einen deutlichen Nachfrageschub in den letzten Jahren
erhalten. Insbesondere auf der Siegstrecke gab und gibt es erhebliche Nachfragesteigerungen, die von uns durch
eine zusätzliche S-Bahn aufgefangen wurden. Die Leistungen auf der Siegstrecke sind auch in Zukunft weiter
notwendig, bewirken aber einen zusätzlichen Infrastrukturausbau. Dieser wurde umgehend beim Land und Bund
angemeldet und mittlerweile bewilligt.
Wir teilen Ihre Zielvorstellungen, dass das Überwerfungsbauwerk in Troisdorf möglichst gleichzeitig mit der
Fertigstellung der S 13 Bonn-Oberkassel — Troisdorf zur Verfügung stehen sollte; spätestens aber bis zur
Fertigstellung der Kapazitätserweiterung der Stammstrecke Köln (Ausbau Köln Hbf und Köln Messe/Deutz mit
zusätzlichen Bahnsteigkanten für den S-Bahnbetrieb). Daran arbeiten alle Projektpartner inkl. DB Netz mit
Hochdruck.
Vorlaufbetrieb
Mit Fertigstellung der zusätzlichen S-Bahn Gleise zwischen Bonn-Oberkassel und Troisdorf ist ein Vorlaufbetrieb
der S 13 auf diesem Abschnitt angedacht. Die S 13 wird in dieser Betriebsstufe im 20/40-Minuten-Takt zwischen
Bonn-Oberkassel über Bonn-Beuel nach Troisdorf verkehren. Dabei werden auch erstmalig die neuen Haltepunkte
Sie erreichen uns über: Appellhofplatz (Linien 3,4, 5, 16; 18) • Neumarkt (Linien 1,7, 9). Bahnhof Köln Hbf
Geschäftsführung: Vorsitzender des Aufsichtsrates: Amtsgericht Köln
Dr. Norbert Reinkober Dierk Timm HRB 62186
Heiko Sedlaczek Vorsitzender der Gesellschafterversammlung: Steuer Nr.:
Michael Vogel Stephan Santelmann 215/5943/0909
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Bewegt Dich.
Bonn-Vilich und Bonn-Ramersdorf bedient. Die dritte stündliche Leistung auf diesem Abschnitt wird dann durch die
RB 27 sichergestellt. Diese verkehrt wie bisher aus Koblenz kommend bis Bonn-Oberkassel und wird dann über die
neue S-Bahn-Strecke mit derselben Haltepolitik wie die S 13 bis Troisdorf geführt. Ab Troisdorf verkehrt die RB 27
wie gewohnt über den Flughafen Köln/Bonn nach Köln Hbf.
Somit ergibt sich im S 13-Vorlaufbetrieb durch Überlagerung der Linien S 13 und RB 27 ein 20-Minuten-Takt
zwischen Bonn-Oberkassel und Troisdorf sowie weiterhin die stündliche Direktverbindung nach Köln Hbf. Zusätzlich
verkehrt weiterhin die RE 8 mit den Halten in Bonn-Oberkassel, Bonn-Beuel, Troisdorf, Porz nach Köln Hbf.
Das Vorlaufkonzept lassen wir derzeit durch das renommierte Büro SMA überprüfen und weiterentwickeln.
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Landrat, gerne werden wir seitens go.Rheinland mit
Ihnen das geplante Vorlaufkonzept für die S 13 einschließlich der beiden Linien RE 8 und RB 27 diskutieren und
einen regionalen Konsens finden.
Mit freundlichen Grüßen
go.Rheinland GmbH
Dr. Norbert Reinkober
Geschäftsführer
Michael Vogel
Geschäftsführer
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Datenstand: 03.11.2026, 10:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de