230500 · Mitteilungsvorlage
Bebauungsplan 6622-3 "Viktoriakarree" - Prüfung der Notwendigkeit von Tiefgaragen im Zusammenhang mit der Neuordnung des Cityrings
Kerndaten
- Nummer
- 230500
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 04.04.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Kenntnisnahme
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
- N-Vorlage Bebauungsplan 6622-3 "Viktoriakarree" - Prüfung der Notwendigkeit von Tiefgaragen im Zusammenhang mit der Neuordnung des Cityrings
- Stellungnahme der Verwaltung - Grüne/u.w.-Antrag: Viktoriakarree, Tiefgarage im Zusammenhang mit der Neuordnung des CityRings
- Grüne/u.w.-Antrag: Viktoriakarree, Tiefgarage im Zusammenhang mit der Neuordnung des CityRings
- CDU-Änderungsantrag: Bebauungsplan 6622-3 "Viktoriakarree" - Prüfung der Notwendigkeit von Tiefgaragen im Zusammenhang mit der Neuordnung des Cityrings
Volltext
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Mitteilungsvorlage öffentlich 230500 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Bebauungsplan 6622-3 "Viktoriakarree" - Prüfung der Notwendigkeit von Tiefgaragen im Zusammenhang mit der Neuordnung des Cityrings Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 18.04.2023 Kenntnisnahme Ausschuss für Mobilität und Verkehr 19.04.2023 Kenntnisnahme Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 25.04.2023 Kenntnisnahme Rat 27.04.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Am 9. Februar 2023 hat der Rat der Bundesstadt Bonn (DS-Nr. 221430-03) folgendes beschlossen: „Der mögliche Bau einer Tiefgarage hat vorrangig dem Ziel zu dienen, eine Verbindung zur Marktgarage herzustellen und die Ein- und Ausfahrtsituation in der Stockenstraße und am Bischofsplatz zu beenden. Die Verwaltung prüft daher die Realisierbarkeit des Vorhabens. Ziel ist die Befreiung der Rathausgasse und der Straße Am Hof vom motorisierten Individualverkehr.“ Die Verwaltung teilt hierzu folgendes mit: Das bestehende Konzept sieht derzeit keine eigene Tiefgarage vor. Ziel der Planung im Viktoriakarree ist ein autoarmes Quartier. Daneben soll die Chance ergriffen werden, das Quartier zu entsiegeln und bodengebundenes Grün in Form von Baumpflanzungen vorzusehen, die einen erheblichen Beitrag für das Stadtklima in Zeiten des Klimawandels leisten können. Die Errichtung einer möglichen Tiefgarage mit dem Ziel der Verbindung der bestehenden Garagen ist auf Grund der bestehenden Rahmenbedingungen so kaum möglich. Der zu vermarktende Westteil des Areals (s. Anlage) an der Gasse weist für sich allein nicht die notwendige Breite für eine wirtschaftlich anzulegende und den Fahrgeometrien genügende Tiefgarage auf. Eine separate Erschließung innerhalb der überbaubaren Fläche ist nur über wenig leistungsfähige Autoaufzüge denkbar. Die Errichtung einer Tiefgarage unter dem Forum des Wissens ist unter der Maßgabe des Erhalts des bodengebundenen Grüns vom Zuschnitt der Stellflächen nicht möglich. Die Integration von Rampen in den Gebäudekomplex des Forums scheidet aus, da sonst die Unterbringung des notwendigen Raumprogramms für das Forum des Wissens nicht mehr gewährleistet werden kann und die funktionalen Zusammenhänge der Grundrisse erheblich beeinträchtigt werden. Eine ZufahrtSeite 1 von 5 Seite 2 über die neu geschaffene Gasse beeinträchtigt die Gasse maßgeblich und wird aus städtebaulichen Gründen kritisch betrachtet. Die Errichtung einer Tiefgarage für das gesamte Areal, inklusive der privaten Flächen, hätte zur Konsequenz, dass komplexe vertragliche und öffentlich- rechtliche Vereinbarungen und Sicherungen über die unterschiedlichen Grundstücksteile notwendig werden, die das Vorhaben deutlich verzögern würden und ggf. aufgrund des Bestrebens der heutigen Eigentümer ihren Bestand dauerhaft zu erhalten nicht umsetzbar wäre. Eine Erschließung im Sinne einer Tunnellösung für mehrere Tiefgaragen analog der Machbarkeitsstudie des Tiefbauamtes aus dem Jahr 2014 wäre denkbar, ist aber mit so erheblichem Aufwand verbunden, der damals nicht einmal durch den Wert des Grundstücks unter dem Gesichtspunkt einer Entwicklung als Shoppingmall abgedeckt werden konnte und daher verworfen wurde. Mit einer Entwicklung einer universitären Nutzung und u.a. gefördertem Wohnungsbau erscheint dies ebenfalls nicht denkbar. Die im Jahr 2014 ermittelten Kosten für das Tunnelbauwerk beliefen sich auf ca. 7,4 Mio € netto. Umgerechnet auf das heutige Preisniveau wären neben der Steigerung des Baupreiskostenindex für Ingenieurbauwerke von 157 % seit dem Jahr 2015 auch die Mehrwertsteuer in Höhe 19 v.H. und die Baunebenkosten mit ca. 20 % zu berücksichtigen. Dementsprechend müssten schätzungsweise ca. 16,6 Mio € für das Verbindungsbauwerk veranschlagt werden. Umfang und Zuordnung der Unterhaltung des Bauwerks müssten noch geprüft werden. Aus Sicht der Verwaltung haben die Tiefgaragen in der Umgebung das Potential, die maximal notwendigen 44 Stellplätze für das Vorhaben aufzunehmen. Auch der Fortfall der privatwirtschaftlich betreuten ca. 50 Stellplätze im Innenhof kann quantitativ grundsätzlich durch die Anlagen in der Innenstadt und durch die bestehenden Tiefgaragen kompensiert werden. Die Auslastung der Tiefgaragen in der Umgebung in Form von Markt- und Universitätsgarage wechselt, bietet aber grundsätzlich Potential einer zusätzlichen Auslastung durch das Vorhaben. Die konkreten Zahlen, erhoben von der BCP im März 2023, zeigen, dass werktags in Marktgarage und Universitätsgarage durchschnittlich zusammen im Schnitt ca. 80 Parkplätze durchgängig verfügbar bleiben. Samstag sind beide Garagen ausgelastet. Im Hinblick auf eine Unterbringung der Stellplätze in den Tiefgaragen in der Umgebung könnte somit eine Verstetigung der Auslastung zu Gunsten einer Spitzenauslastung am Samstag erfolgen. Aus Sicht der Verwaltung würde die Unterbringung der Stellplätze in den Tiefgaragen der Umgebung zur Entwicklung für autofreier Quartiere, der Stärkung und Fokussierung auf die vorhandene (Verkehrs-) Infrastruktur sowie der Optimierung dieser Infrastruktur auf die Verkehrswende hin im Zeichen der Stärkung der allgemeinen Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beitragen. Im Bebauungsplanverfahren ist unter Berücksichtigung dieser Planungsziele ausreichend belastbar zu klären, dass die dennoch notwendigen Stellplätze nach § 48 Landesbauordnung NRW hergestellt werden können.Seite 2 von 5 Seite 3 Anlage/n 1 Strukturkonzept neu (öffentlich) 2 Machbarkeitsstudie unterirdische Verbindung TG Markt/Viktoriakarree (öffentlich)Seite 3 von 5 Stockenstraße Franziskanerstraße Belderberg Rathausgasse / Cityring Einzelhandel/ Büro/ Wohnen Gasse Platz I I IV IV Altes Rathaus Sprachwissenschaftliches Institut Universität Flur 21 351 355 6 1-5 2 4 133 134 321 256 2 135 75 4 276 6 136 336 8 137 2 10 6 1-5 138 12 139 7 129 14 9 354 11 128 335 8 127 13 126 10 90 15-17 285 12 287 286 339 19 250 123 14 122 1 331 95 342 18 96 341 9 3 97 20 98 11 22 330 11a 344 30 102 5 32 13 103 34 2-4 104 36 331 105 332 117 38 296 116 15 170 24 115 17 19 26 343 262 263 253 2830 32 Flur 60 ehemaliges Viktoriabad öffentliche/ kulturelle Nutzung Einzelhandel/ Büro/ Wohnen Gastronomie geplante Fläche für universitäre Einrichungen/genaue Abgrenzung wird im weiteren Planverfahren herausgearbeitet Überlagerung geplante Universitätsfläche mit Strukturkonzept 2018 Bebauung Grün öffentl. Raum Stadt Bonn, Stadtplanungsamt 61-21 gem. Strukturkonzept 2018 Stadt geplanter Flächenerwerb durch die Universität BonnSeite 4 von 5 Seite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de