230432 · Mitteilungsvorlage
Beteiligung der Stadt Bonn am Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ – Bericht über das Jahr 2022 – Ausblick auf das Jahr 2023
Kerndaten
- Nummer
- 230432
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 24.02.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Schulausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 230432 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Beteiligung der Stadt Bonn am Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ – Bericht über das Jahr 2022 – Ausblick auf das Jahr 2023 Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 26.04.2023 Kenntnisnahme Schulausschuss 29.03.2023 Kenntnisnahme Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 09.05.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Mit dem Programm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen seit Juli 2020 den Auf- und Ausbau kommunaler Präventionsketten für Kinder, Jugendliche und Familien. Gefördert werden vorrangig strukturbildende Maßnahmen zur Stärkung der Vernetzung und strategischen Steuerung. Zentrales Element ist eine ämter- und dezernatsübergreifende Koordinierungsstelle in der Verwaltung, die den Strukturaufbau und die Entwicklung der kommunalen Präventionskette vorantreibt. Durch sie sollen die Kräfte vor Ort gebündelt sowie die Zusammenarbeit und der Austausch aller Akteure wesentlich verbessert werden. All dies dient dem Ziel, die Chancen für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und die Folgen von Kinderarmut zu bekämpfen. Die kommunale Präventionskette umfasst alle Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien von der Schwangerschaft bis zum Übergang in Ausbildung, Studium, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben. Die Koordination der Angebote für Familien mit Kindern bis drei Jahre erfolgt über die bereits etablierte Struktur der Netzwerkkoordinierung Frühe Hilfen. Über „kinderstark“ fördert das Land prioritär Sach- und Personalkosten für die Netzwerkkoordinierung für die Zielgruppe der Kinder ab vier Jahre bis zum Übergang Schule – Beruf/Studium. Beide Systeme, Frühe Hilfen und „kinderstark“, entwickeln zusammen die kommunale Präventionskette weiter. Die Entwicklung eines integrierten Koordinationskonzepts für die gesamte kommunale Präventionskette obliegt dabei der Netzwerkkoordinierung kommunaler Präventionsketten. Das Projekt kinderstark ist mittel- bis langfristig angelegt. Historie Im Juli 2020 wurde im Amt für Kinder, Jugend und Familie dieSeite 1 von 4 Seite 2 Koordinierungsstelle „kinderstark“ eingerichtet. Hierfür konnten Landesmittel aus der ersten Förderphase des Programms „kinderstark – NRW schafft Chancen“ genutzt werden. Fortlaufend wurden für die Jahre 2021 und 2022 Förderanträge gestellt, die eine nahtlose Weiterförderung des Programms ermöglichten. Der kommunale Eigenanteil beträgt 20 Prozent der Gesamtkosten. Mit dem Förderaufruf „kinderstark – NRW schafft Chancen“ für das Jahr 2023, der am 03.11.2022 vom MKFFI NRW veröffentlicht wurde, hat die Stadt Bonn die Möglichkeit erhalten, den begonnenen Strukturaufbau im nun vierten Förderjahr fortzusetzen und die Arbeit der Koordinierungsstelle weiter zu verstetigen. Die Bonner Koordinierungsstelle „kinderstark“ ist dem Sachgebiet Jugendhilfeplanung (Amt 51-03) zugeordnet, wo die Steuerung von Maßnahmen zu den originären Aufgaben gehört und eine enge Verzahnung bereits bestehender und zusätzlich erforderlicher Bestands- und Bedarfserhebungen gewährleistet ist. Die Koordinierungsstelle kinderstark verfügt, neben der Leitungsstelle, über zwei weitere Stellen. Das Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ fördert kommunale Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern: 1- Stärkung kommunaler Vernetzung und Koordinierung 2- Förderung von Familiengrundschulzentren 3- Lotsendienste in Geburtskliniken 4- Lotsendienste in Kinder- und Jugendarztpraxen 5- Kommunale Familienbüros 6- Ausbau aufsuchender Angebote Um kommunale Präventionsketten aufbauen zu können, wird vom Land NRW vorrangig eine ämter- und dezernatsübergreifende Netzwerkkoordinierung gefördert. Daher sind Maßnahmen im Handlungsfeld 1 obligatorisch. Daneben können auch Maßnahmen in den fünf anderen Handlungsfeldern gefördert werden. Es folgt ein Rückblick auf das Förderjahr 2022 und ein Ausblick auf die Handlungsfelder, die in Bonn im Förderjahr 2023 über kinderstark gefördert werden. Rückblick 2022 - Ausblick 2023 HF 1: Stärkung kommunaler Vernetzung und Koordinierung Rückblick 2022 Im Jahr 2022 konnte die Koordinierungsstelle kinderstark - in voller - Personalstärke folgende Maßnahmen ausbauen, umsetzen und fortführen und war bei folgenden Prozessen, teils federführend, beteiligt: Aufbau und Verstetigung von Netzwerkstrukturen - Regelmäßige Organisation und Durchführung der verwaltungsinternen Gremien (Steuerungsgruppe und ämterübergreifende Fachgruppe) - Fortführung der Kooperation mit den Frühen Hilfen auf Koordinationsebene imSeite 2 von 4 Seite 3 Sinne der kommunalen Präventionskette - Teilnahme an verwaltungsinternen und – externen Arbeitskreisen Information und Vernetzung - Bereitstellung und Durchführung eines digitalen Veranstaltungsformats „kinderstark für Einsteiger“ zur Information über das Landesprogramm und den Maßnahmenstand in Bonn (Anmeldung über https://www.bonn.de/themen- entdecken/familie-partnerschaft/kinderstark-nrw-schafft-chancen.php ) - Pflege und Ausbau des Bonner Familienportals unter Nutzung des Online- Tools „Guter Start NRW“, das auf die Altersgruppe bis 6 Jahre erweitert wurde. - Ausbau der städtischen Internetseite und der kinderstark-Kommunenseite des Landes - Vorstellung des Landesprogramms in unterschiedlichen Netzwerken und Gremien Vorbereitungen für die Entwicklung einer gesamtkommunalen kinderstark-Strategie - Durchführung einer Auftaktveranstaltung zum Landesprogramm kinderstark (Veranstaltungsdokumentation unter https://www.bonn.de/themen-entdecken/familie-partnerschaft/kinderstark-nrw- schafft-chancen.php ). Die Ergebnisse der Veranstaltung werden ein Grundstein für die Leitbildentwicklung sein. - Gründung eines Begleitgremiums kinderstark bestehend aus verwaltungsinternen und –externen Akteuren für die Themen Gesundheit, Sport, Bildung, Soziales, Integration, Kultur. Die Teilnehmenden des Gremiums nehmen eine Multiplikatoren-Funktion für kinderstark war. Darüber hinaus fiel die fachliche Begleitung der Frühen Hilfen, die Organisation und Durchführung des Weltkindertags sowie die Begleitung des Corona- Aufholprogramms im Programmbaustein der Frühen Hilfen in die Zuständigkeit der Koordinierungsstelle kinderstark. Ausblick 2023 Im besonderen Fokus steht im Jahr 2023 die Entwicklung eines kommunalen Leitbilds zur Gestaltung der Präventionskette. Gemeinsam mit dem Institut für soziale Arbeit aus Münster (ISA e.V.) wird das Begleitgremium das kommunale Leitbild entwickeln. Weiterhin wird der Netzwerkausbau vorangetrieben. Im Juni wird es ein erstes gemeinsames Netzwerktreffen für Fachkräfte von kinderstark, den Frühen Hilfen, dem Netzwerk JuPs und dem Netzwerk Kinderschutzfachkräfte geben. Ein weiteres Vorhaben für 2023 ist die Weiterführung der digitalen Informationsveranstaltungen (kinderstark für Einsteiger) https://www.bonn.de/themen-entdecken/familie- partnerschaft/kinderstark-nrw-schafft-chancen.php Das Format steht allen Interessierten regional und überregional offen. Zudem finden regelmäßig weitere Vorstellung des Landesprogramms statt, um möglichst viele Akteure in Bonn zu erreichen, die mit und für Kinder(n), Jugendliche(n) und Familien arbeiten, um die für die Zusammenarbeit nötige Kooperation und Vernetzung voranzutreiben. Der Ausbau und die Bewerbung des Online-Angebots-Katalog „Bonner Familienportal“ stellt eine weitere Aufgabe dar. Darüber hinaus werden verwaltungsintern die Steuerungsgruppe und die Fachgruppe Ämter in regelmäßigen Abständen tagen. In Planung ist für 2023 zudem die Etablierung eines regelmäßigen Newsletters.Seite 3 von 4 Seite 4 HF 4: Lotsendienste in Kinder- und Jugendarztpraxen Der Einsatz der Lotsin wurde aufgrund positiver Erfahrungen und aufgrund des steigenden Bedarfs zum 01.01.2022 um 25 % erhöht. In diesem Zusammenhang konnte das Angebot auf zwei weitere Kinderarztpraxen ausgeweitet werden. In regelmäßigen Abständen finden Reflexions- und Evaluationsgespräche mit allen Beteiligten statt, die eine erfolgreiche Etablierung und die positive Wirkung des Angebots bestätigen. Das Angebot der Lotsin soll weiter etabliert und verstetigt werden. HF 5: Familienbüro Eine digitale Info-Station wurde im Familienbüro installiert und um Bonner Eltern bei der Recherche und Beratung zu unterstützen. Eltern sollen die Möglichkeit haben digitalisierte Angebote wie z.B. das Kita-Net vor Ort im Familienbüro und falls nötig mit Unterstützung der Mitarbeitenden des Familienbüros zu nutzen. Für die monatliche Sprechstunde des Familienbüros im Stadtteil Tannenbusch wurde ein digitales Gerät zur Unterstützung der sozialräumlichen Arbeit angeschafft. Um den Bedarf von sozialraumbezogenen Familienbüros zu prüfen, wurde in einer Erprobungsphase im Stadtteil Tannenbusch eine monatliche Sprechstunde des Familienbüros eingerichtet. Im Austausch von Familienbüro und der Koordinierungsstelle „kinderstark“ werden weitere sozialräumliche Bedarfe geprüft. HF 6: Aufsuchende Angebote Hierzu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Einführung von Kinderwillkommens-Briefen prüft. Zudem werden in Vorbereitung auf mögliche Kinder-Willkommensbesuche vorhandene Daten zu Bedarfen von Bonner Eltern untersucht. Im Rahmen von Befragungen, Interviews und Dialogworkshops gemeinsam mit den Frühen Hilfen wurden Bedarfe Bonner Eltern erhoben. In Erwartung einer Studie zur Wirksamkeit von Willkommensbesuchen, die durch das Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) für das Frühjahr 20223 angekündigt ist, werden die konzeptionelle Überlegungen bis zur Veröffentlichung der Studienergebnisse vertagt. Nach Veröffentlichung der Studienergebnisse des NZFH sollen diese mit den Ergebnissen aus Bonn abgeglichen werden, um ein bedarfsgerechtes Konzept zu Bonner Kinderwillkommensbesuchen entwickeln zu können. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de