230410 · Beschlussvorlage
Förderung des Programms Job Coach in der Trägerschaft der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH in den Jahren 2023 und 2024
Kerndaten
- Nummer
- 230410
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 18.04.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
- Sitzung des Schulausschusses Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
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- Koalitionsänderungsantrag: Förderung des Programms Job Coach in der Trägerschaft der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH in den Jahren 2023 und 2024
- Koalitionsänderungsantrag: Förderung des Programms Job Coach in der Trägerschaft der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH in den Jahren 2023 und 2024 Antrag zur Vorlage 230410
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Beschlussvorlage öffentlich 230410 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Förderung des Programms Job Coach in der Trägerschaft der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH in den Jahren 2023 und 2024 Beratungsfolge Schulausschuss 29.03.2023 Empfehlung Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 15.03.2023 Entscheidung Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 26.04.2023 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Die abweichende Empfehlung des Schulausschusses vom Beschluss des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie erfordert eine erneute Beratung und Beschlussfassung im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie. Aufgrund des ausstehenden Beschlusses für das Jahr 2023 konnte der Träger befristete Arbeitsverträge nur bis zum 30.6.2023 verlängern. Bei einer späteren Beschlussfassung besteht die Gefahr, dass wichtige und erfahrene Fachkräfte in dem Projekt nicht gehalten werden können und das Angebot dann weder bedarfsgerecht und noch in der bisherigen Qualität fortgesetzt werden kann. Hierdurch würden junge Menschen dringend erforderliche sozialpädagogischen Hilfen nicht erhalten können. Beschlussvorschlag Die Verwaltung wird beauftragt: 1. den bestehenden Vertrag mit der Evangelischen Jugendhilfe Godes- heim gGmbH zur Durchführung des Programms „Job Coach“ bis zum 31.12.2024 fortzuführen und das Programm finanziell zu fördern, 2. einen Zuschuss für 2023 in Höhe von bis zu 580.838,82 Euro und für 2024 in Höhe von bis zu 782.196,28 Euro aus Mitteln der Jugendhilfe pro Haushaltsjahr zur Verfügung zu stellen. Die erforderlichen Mittel sind in den Anmeldungen des Amtes 51 zum Haushalt 2023/2024 enthalten. 3. Die Finanzierung des Programms Job Coach durch die Bundesstadt Bonn verlängert sich – unter den vereinbarten Bedingungen - bis zum 31.08.2025 für den Fall, dass eine Beendigung der Maßnahme zum En- de der Förderlauflaufzeit (31.12.2024) erfolgen soll, um den Teilneh- mer*innen dennoch bis zum Schuljahresende die Angebotsfortführung gewährleisten zu können.Seite 1 von 18 Seite 2 Die Entscheidung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie steht unter Vorbehalt der Empfehlung des nachlaufenden Schulausschusses. Begründung 1. Sachstand Im Jahr 2011 wurde das Job Coach-Programm der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH entsprechend dem Ratsbeschluss vom 01.03.2011 (vgl. Drucksachen-Nr. 1110387) vertraglich in das regionale Übergangsnetzwerk und dessen Programm „Förderung der Ausbildungsreife“ eingebunden. Das Programm „Förderung der Ausbildungsreife“ richtet sich an Schüler*innen mit individuellem Förderbedarf. Durch eine intensive Zusammenarbeit von Lehr- kräften, Berufsberatern und sozialpädagogischen Fachkräften sollen im Rah- men von so genannten „Entwicklungskonferenzen“ und durch den Einsatz von „Entwicklungsplänen“ geeignete Hilfen für diejenigen Schüler*innen bereitge- stellt werden, bei denen nach einer gemeinsamen Einschätzung große Schwie- rigkeiten beim Übergang in den Beruf absehbar sind. Ziel ist es, Jugendliche, die ohne eine besondere Förderung die Ausbildungsreife am Ende der Sekun- darstufe I voraussichtlich nicht erreichen, bereits ab Klasse 8 individuell und kontinuierlich zu unterstützen. Zum Jahreswechsel 2022/2023 wurden insgesamt 150 Schüler*innen der Klas- sen 8 bis 10 pro Schuljahr aus allen Bonner Hauptschulen ganzjährig durch die Job Coaches betreut, begleitet und gefördert. Die Zuweisung von betreuungs- bedürftigen Schüler*innen erfolgt nach entsprechender Beratung in den Schu- len und wird durch die Beratungsstelle für Jugendberufshilfe gesteuert. Die Job Coaches unterstützen und betreuen die einzelnen Schüler*innen daraufhin nach Maßgabe eines auf die individuelle Situation abgestimmten Entwicklungs- planes. Gegenüber dem letzten Förderbeschluss konnte die Anzahl der Teil- nehmenden durch Mittel des Landesprogramms „Aufholen nach Corona“ von 100 auf 150 aufgestockt werden. Dies entspricht dem wachsenden Bedarf als Folge der Pandemie. Diese Folgen betreffen in besonderem Maße benachtei- ligte junge Menschen an Schule. Die Beibehaltung der erhöhten Teilnehmen- denzahl im Jahr 2023 ist zwingend erforderlich, da die Maßnahme kontinuier- lich bis zum Abschluss der Sekundarstufe I erfolgt. Benachteiligte Schü- ler*innen leiden zudem noch immer unter den Folgen der Corona-Pandemie. Darüber hinaus ist der Bedarf an Unterstützung der Schüler*innen im Übergang von Schule zu Beruf und im Rahmen der „Förderung der Ausbildungsreife“ dermaßen hoch, dass bislang bei weitem nicht alle Schulen, die dringende Be- darfe ihrer Schüler*innen signalisieren, berücksichtigt werden konnten. Dies umfasst besonders die Realschulen. Insofern soll die Zahl der teilnehmenden Schüler*innen ab dem Schuljahr 2024/2025 auf 200 erhöht werden. Die Finanzierung dieses Programms der Jugendsozialarbeit erfolgt aus Mitteln der Jugendhilfe. Grundlage der Berechnung bildet ein pauschales monatliches Leistungsentgelt von 322,69 Euro pro Teilnehmer*in (322,69 Euro X 150 Plätze X 12 Monate = 580.838,82 Euro). Ab dem Jahr 2024 sind Mittel in Höhe von 782.196,28 Euro pro Jahr vorgesehen. Grundlage der Berechnung bildet ein pauschales monatliches Leistungsentgelt von 325,92 Euro pro Teilnehmer*inSeite 2 von 18 Seite 3 (325,92 € X 200 Plätze X 12 Monate = 782.196,28 Euro). Durch die Finanzie- rung auf Basis eines monatlichen Leistungsentgelts ist sichergestellt, dass nur die tatsächlich belegten Plätze finanziert werden, auch wenn die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass freiwerdende Plätze (z.B. durch Wegzug der Teilnehmenden aus Bonn) umgehend neu belegt werden konnten und so na- hezu durchgängig eine 100-prozentige Belegung erfolgte. 2. Bewertung Die Zusammenarbeit zwischen Job Coach und der Beratungsstelle für Jugend- berufshilfe hat sich ausgezeichnet durch: a) direkte Vermittlung von Schüler*innen in das Job Coach-Programm, sobald ein Platz frei wurde, b) inhaltliche Abstimmung der individuellen Entwicklungsplanung, Einbe- ziehung der Job Coaches in die Entwicklungskonferenzen c) eine geregelte und abgestimmte Übergabe der Entlassschüler*innen in die jeweilige An-schlussperspektive und d) regelmäßigen Austausch auf Fachkräfteebene und durch gemeinsame Dienstbesprechungen. Zum 31.08.2021 haben insgesamt 85 Schüler*innen am Job Coach-Programm teilgenommen. 44 Schüler*innen befanden sich in Klasse 9, 40 in Klasse 10 und 3 in Nachbetreuung. Zum Schuljahresende 2021 haben 43 Schüler*innen die Schule verlassen, die alle in einen passgenauen Anschluss vermittelt wurden: 15 konnten in eine Ausbildung, 22 an ein Berufskolleg und 3 in eine Berufsvorbereitende Bil- dungsmaßnahme vermittelt werden; 3 Schüler wechselte in die gymnasiale Oberstufe einer Gesamtschule. Zum Schuljahresende 2022 haben 46 Schüler*innen die Schule verlassen. Da- von konnten 11 in eine betriebliche und 4 in eine schulische Berufsausbildung vermittelt werden. 1 Schüler*innen konnte eine Einstiegsqualifizierung begin- nen, 22 ein Berufskolleg besuchen. In die gymnasiale Oberstufe einer Gesamt- schule wechselten 2 Schüler*innen, 3 in die Jugendwerkstatt des Caritasver- bandes Bonn und 1 Schüler*in begann ein FSJ. 2 Schüler*innen wurden in eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme vermittelt. Es wurden also wieder alle Teilnehmenden in einen passgenauen Anschluss vermittelt. Das entspricht in beiden (Corona-)Jahren einer Vermittlungsquote der Schü- ler*innen in einen individuellen passgenauen Anschluss von 100%. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist dies eine herausragende Quote, zumal es in beiden Jahren für die Schüler*innen aufgrund verschiedener Be- schränkungen und Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie größtenteilsSeite 3 von 18 Seite 4 unmöglich war, die zur Entwicklung der Perspektiven wichtigen Schulpraktika durchzuführen. Aufgrund des großen (Vermittlungs-)Erfolgs ist das Job Coach-Programm ge- rade an Bonner Hauptschulen etabliert. Aus demselben Grund etabliert sich das Programm „Förderung der Aus-bildungsreife“ aktuell an Bonner Realschu- len, an den ein großer Bedarf für diese Form der Unterstützung vom Übergang von Schule zur Berufsausbildung besteht und nachgefragt wird. Im Rahmen der Arbeit des landesweiten Übergangssystems Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) ist die Koordinierte Übergangsgestaltung im Programm „Förderung der Ausbildungsreife“ mit dem Baustein Job Coach ein Beste- Praxis-Beispiel in NRW: htt- ps://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/arbeit_kaoa_bgp_ausbild ungsreife_bn.pdf Ohne Job Coach könnten zurzeit 150 benachteiligten Schüler*innen die not- wendige und gesetzlich geforderte Unterstützung nicht erhalten. Paragraf 13 Absatz 1 SGB VIII formuliert den Anspruch benachteiligter oder beeinträchtigter junger Menschen auf sozialpädagogische Hilfen zur schulischen und berufli- chen Ausbildung und Eingliederung in die Arbeitswelt. Diese Leistung der Ju- gendhilfe nach dem Achten Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfegesetz ergänzt die Leistungen und Angebote der Agentur für Arbeit (SGB III) und des Jobcenters (SGB II) auf den Grundlagen und mit den Methoden der Jugendhil- fe. Angesichts der oben beschriebenen Inhalte und Wirkungen werden die Fort- führung und die Ausweitung der Maßnahme dringend befürwortet. Das Pro- gramm Job Coach der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH stellt schon seit Jahren einen festen und bewährten Bestandteil im Bereich „Über- gang Schule – Beruf“ dar. Die Entwicklung und die aktuelle Situation lassen nicht erwarten, dass ein Bedarf für dieses Förderangebot nicht mehr bestehen wird. Vor diesem Hintergrund schlägt die Verwaltung vor, dem Träger möglichst lange Planungssicherheit zu verschaffen und das Programm bis zum Ende des kommenden Doppelhaushalts mit der Option der Verlängerung bis zum Ende des Schuljahres 2024/2025 fortzuführen. Die Umstellung auf die grundsätzlich auf das Kalenderjahr bezogene Förderung erfolgt mit Blick auf die Veranschla- gung der Mittel bezogen auf ein Haushaltsjahr. Die benötigten Fördermittel wurden im Haushalt 2023/2024 angemeldet. Die Förderung ist unter Berücksichtigung des § 82 GO NRW aus den oben darge- stellten Gründen erforderlich. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.06.05 Sonst. Leistungen zur Förderung junger Men- 1.06.05.05 JugendsozialarbeitSeite 4 von 18 Seite 5 schen und Familien Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (2023) Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 580.838,82 € 151000605/ 73.1000 2023 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 580.838,82 € Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (2024) Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 782.196,28 € 151000605/ 73.1000 2024 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 782.196,28 € Anlage/n 1 230410 Erfahrungsbericht JobCoach_2021 (öffentlich)Seite 5 von 18 JOBCOACH-PROGRAMM ÜBERGANGSMANAGEMENT SCHULE – BERUF ERFAHRUNGSBERICHT FÜR DAS SCHULJAHR 2020/2021 Jobcoach Berufspädagogische BegleitungSeite 6 von 18 INHALTSVERZEICHNIS RECHTSGRUNDLAGE .................................................................................................................. 05 KONZEPT ..................................................................................................................................... 05 ZIELGRUPPE ................................................................................................................................ 05 ZIELE DES JOBCOACH-PROGRAMMS .................................................................................. 06 AUSWERTUNG 2021 ................................................................................................................... 07 LEBENSSITUATION SCHÜLER*INNEN ................................................................................. 07 SCHULEN ..................................................................................................................................... 08 BERATUNGSSTELLE FÜR JUGENDBERUFSHILFE DER STADT BONN ..................................... 10 BETRIEBE .................................................................................................................................... 12 AGENTUR FÜR ARBEIT .............................................................................................................. 12 AUSWERTUNG DER MASSNAHME IM JAHR 2021 .................................................................... 13 VERTEILUNG DER TEILNEHMER*INNEN ZU SCHULEN .......................................................... 14 TEILNEHMER*INNENSTRUKTUR NACH KLASSEN ................................................................... 15 VERMITTLUNG NACH ERGEBNIS IM SCHULJAHR 2020/2021 ................................................ 16 VERMITTLUNG NACH SCHULEN UND SCHULABSCHLÜSSEN ................................................ 17 VERGLEICH DER SCHULABSCHLÜSSE 2020/2021 ................................................................... 18 STRUKTUR DER TEILNEHMER*INNEN ZUM JAHRESENDE ..................................................... 19 ZUSAMMENARBEIT MIT INSTITUTIONEN ................................................................................ 20 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK ..................................................................................... 22Seite 7 von 18 Bildquelle: priscilla du preez auf unsplash.com RECHTSGRUNDLAGE § 13 SGB VIII KONZEPT Im Jobcoach-Programm können in 2021 insgesamt 100 Schüler*innen betreut werden. In Abstimmung mit dem Bonner Jugendamt wird das Jobcoach-Programm an ausgewählten Bonner Schulen durchgeführt. ZIELGRUPPE Ziel des Jobcoach-Programms ist die Sicherung und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit solcher Schüler*innen, für die aufgrund ihrer bisherigen Schullaufbahn zu erwarten ist, dass sie die Herausfor- derungen am Übergang von Schule in Beruf nur mit Unterstützung bewältigen können. Häufig ist kein oder nur ein schwacher Schulab- schluss zu erwarten und entsprechend gering sind die Chancen dieser Schüler*innen, auf dem Ausbildungsmarkt einen Ausbildungsplatz oder eine passgenaue Anschlussperspektive zu erhalten. Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 | 0504 |Seite 8 von 18 06 | | 07 AUSWERTUNG 2021 Das Jobcoach-Programm blickt erneut auf ein bewegtes Schuljahr 2020/2021 zu- rück. Durch die anhaltende Corona-Pandemie wurden sowohl Schüler*innen als auch Akteur*innen des Systems Schule und der Berufsorientierung/Jugendhilfe weiterhin vor große Herausforderungen gestellt. Die von dem Jugendhilfeaus- schuss der Stadt Bonn genehmigte Aufstockung auf 100 Plätze konnte wegen der COVID-19-Pandemie in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Jugendbe- rufshilfe der Stadt Bonn erst zum Schuljahr 2021/2022 beginnen. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützten im vergangenen Schuljahr durch- schnittlich 85 Schüler*innen. Trotz der Schwierigkeiten, die sich pandemiebe- dingt ergaben, konnten die Jobcoach-Fachkräfte einem Großteil der teilnehmen- den Jugendlichen eine wertvolle Orientierung sowie direkte Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Ausbildungsreife und der Perspektivplanung geben. LEBENSSITUATION SCHÜLER*INNEN Auch im Schuljahr 2020/2021 waren die Schüler*innen im Kontext Schule mit den wechselnden gesetzlichen Bestimmungen der Coronaschutz- und Betreu- ungsverordnung konfrontiert. Das Schuljahr war weiterhin in unterschiedlichem Ausmaß je nach Lage und Schule von Distanzlernen/Wechselunterricht oder Quarantänephasen geprägt. Die Jobcoach-Fachkräfte konnten im Laufe des Jahres ihre Präsenz an den Schulen nach den Sommerferien in angemessenem Umfang erhöhen bzw. ihre Sprechstunden wieder regelhaft(-er) aufnehmen. Der Impfstatus der Jugendlichen stand besonders im Fokus bei der beruflichen Perspektivberatung, da auch die erfolgreiche Praktikumsakquise entscheidend davon abhing, ob ein*e Schüler*in geimpft ist oder nicht. Die psychischen Belastungen der ohnehin benachteiligten Zielgruppe waren für das Jobcoach-Team während des gesamten Jahres nach wie vor deutlich wahr- zunehmen. Der Zugang zu Anschlussmöglichkeiten musste sehr niederschwellig vermittelt werden. An den grundsätzlichen Themen im Rahmen der Begleitung hat sich kaum etwas verändert: ZIELE DES JOBCOACH-PROGRAMMS Durch eine intensive Förderung, arbeitsvorbereitende Maßnahmen und sozialpä- dagogische Begleitung im Sinne eines ganzheitlichen Übergangsmanagements sollen die jungen Menschen die Ausbildungsreife erlangen und eine für sie geeig- nete Anschlussperspektive gesichert werden. Mit den Schüler*innen werden auch anlassbezogen alternative berufsvorbereiten- de Perspektiven (FSJ, BvB usw.) erarbeitet, falls eine Berufsausbildung (noch) nicht erlangt werden kann. Zudem werden die Schüler*innen der 8., 9. und 10. Klasse in- dividuell sowie persönlich bei der Planung der beruflichen Zukunft unterstützt und begleitet. In diesem Sinne werden durch die Teilnahme Kompetenzen wie Selbstbefähigung (kompetent im Bewerbungsverfahren, etc.), lebenspraktische Fähigkeiten (Selbstmanagement, Orientierung in der Stadt etc.), Medienkompetenzen (Informationsrecherche, Arbeit am PC etc.) und Schlüsselqualifikationen (Termintreue, Zuverlässigkeit etc.) der Schüler*innen für einen gelungenen Übergang Schule-Beruf, bzw. Ausbil- dung gestärkt. Bildquelle: green chameleon auf unsplash.comSeite 9 von 18 08 | | 09 gänzend kamen den Jobcoach-Fachkräften die digitalen Möglichkeiten über einen Messengerdienst mit Videotelefonie zugute. Die Entwicklungskonferenzen haben im Jahr 2021 weitgehend, aber zum Teil mit eingeschränkter Besetzung in Präsenz oder in Online-Formaten, stattgefunden. Praktikumsphasen fanden an fast allen teilnehmenden Schulen statt, wobei die Auswahl der auszuprobierenden Berufe durch die angespannten Phasen der Pan- demie mitunter sehr beeinträchtigt war. So kam es beispielweise zu häufigen kurzfristigen Absagen. Die fehlende oder stark eingeschränkte Möglichkeit der praktischen Erprobung hat viele Schüler*innen sehr stark verunsichert und in ih- rer Berufsorientierung zunehmend eingeschränkt. Dennoch wurden seitens der Schulen wiederholt Pflichtpraktika eingefordert, wodurch manche Schüler*innen unter Handlungsdruck gerieten. Nach wie vor haben viele Schüler*innen ambitionierte Berufswünsche, die noch nicht zum erwarteten Schulabschluss passen, die Verbesserung der Eigenwahrnehmung bildet ein zentrales Thema bei der Begleitung, Perspektivplanung wird stark von der Peergroup abhängig gemacht, es besteht ein enger Fokus auf den eigenen Stadtteil und wenig Bereitschaft zur Mobilität, unzuverlässige Wahrnehmung von Terminen, einseitige Kommunikation bzw. Nicht-Kontaktaufnahme oder ängstlich-vermeidendes Verhalten in entschei- denden Prozessen der Anschlussplanung (z.B. Schulanmeldungen, Bewer- bungen für Praktika/Ausbildung) ist nach wie vor häufig zu beobachten, Probleme finanzieller Art, z.B. bei der Aufbringung von Kosten für das Prakti- kum, bestehen weiterhin bei vielen Familien, es fehlen Kenntnisse über das Bildungssystem, Verständigungs- und Sprachbarrieren erschweren die Elternarbeit, es gibt eine zum Teil sehr hohe Erwartungshaltung der Eltern bzgl. der for- mellen Bildungsabschlüsse ihrer Kinder. Die Jobcoach-Fachkräfte haben während dieser herausfordernden Zeit versucht, trotz aller vielfältigen Veränderungen des öffentlichen und persönlichen Lebens eine verlässliche Konstante für diese Zielgruppe abzubilden, sodass die jungen Menschen auch unter erschwerten Voraussetzungen Wege in eine selbstbestimm- te und gelingende berufliche Zukunft einnehmen können. SCHULEN Zum Schuljahresende 2020/21 wurden die Jobcoach-Plätze von 80 auf 100 Plätze aufgestockt. Dadurch konnten die Hauptschulen mehr Jobcoach-Plätze an ihre Schüler*innen vergeben. An zwei Schulen (Realschule Beuel sowie Gesamtschule Bonns Fünfte) wurde das Programm neu vorgestellt und geplant, im Schuljahr 2021/2022 mit der Begleitung durch die Jobcoach-Fachkräfte zu beginnen. Die Jobcoach-Fachkräfte haben sich stets an die pandemiekonformen Unterrichts- konzepte und Möglichkeiten der jeweiligen Schule angepasst, um die berufliche Orientierung mit den Schüler*innen weiter planen und gestalten zu können. Er- Bildquelle: kyo azuma auf unsplash.com Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21Seite 10 von 18 10 | | 11 Die Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Jugendberufshilfe der Stadt Bonn fand trotz Corona-Maßnahmen wie gewohnt im regelmäßigen Austausch statt. Die Beratungsstelle steuert die Zuweisung der für das Jobcoach-Programm ge- eigneten Schüler*innen nach erfolgter Beratung an den teilnehmenden Schulen. In diesem Jahr verzögerten sich durch die pandemischen Kontaktbeschränkun- gen die Entlass- und Aufnahmezeiträume der Jugendlichen erneut; hier konnte in engmaschiger Zusammenarbeit und regelmäßigem fachlichen Austausch im Sinne der Schüler*innen an flexiblen Lösungen gearbeitet werden. Auch die Nachbetreu- ungen konnten aufgrund der massiven Veränderungen in enger Absprache mit der Beratungsstelle für Jugendberufshilfe der Stadt Bonn verlängert werden, um den Schüler*innen in dieser unsicheren Zeit auch nach dem Verlassen der Schule eine Orientierung anbieten zu können. Die Austauschgespräche und Entwicklungskon- ferenzen wurden online oder in Präsenz (je nach Lage) abgehalten und von der Beratungsstelle koordiniert und organisiert. BERATUNGSSTELLE FÜR JUGENDBERUFSHILFE DER STADT BONN Das Jobcoach-Programm ist im Rahmen des NRW-Landesvorhabens „Kein Ab- schluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf“ in das Programm „Förderung der Ausbildungsreife“ eingebettet und finanziert sich aus Mitteln des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Bonn. Die Koordination der Förderung liegt bei der Beratungsstelle für Jugendberufshilfe der Stadt Bonn, mit der eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht. Die Auswahl, welche Schüler*in- nen eine Unterstützung durch das Jobcoach-Programm erhalten können, wird von der Beratungsstelle für Jugendberufshilfe der Stadt Bonn, den Lehrkräften und dem Jobcoach-Team gemeinsam getroffen. Da das Jobcoach-Programm präven- tiv arbeitet, werden im Programm ausschließlich Jugendliche begleitet, die noch schulpflichtig sind. Die Begleitung soll am Ende der 8. Klasse bzw. spätestens im vorletzten Schulbesuchsjahr beginnen und die Teilnahme ist freiwillig. Ziel des Konzeptes „Förderung der Ausbildungsreife“ ist es, mit einem frühen prä- ventiven Ansatz eine Förderstruktur zu etablieren, die individuell, bedarfsgerecht, strukturiert, konsequent und „eng“ an der*dem Schüler*in Wirkung entfaltet. Bildquelle: Maxim Abramov auf unsplash.com Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 10 |Seite 11 von 18 AUSWERTUNG DER MASSNAHME IM JAHR 2021 Die nachfolgenden statistischen Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. August 2020 bis zum 31. Juli 2021. In dieser Zeit haben insgesamt 85 Schü- ler*innen am Jobcoach-Programm teilgenommen. Davon waren 73 Schüler*innen migrantischer Herkunft. Das Geschlechterverhältnis war mit 50 weiblichen Teilnehmerinnen im Vergleich zu 35 männlichen Teilnehmern diesmal nicht so ausgeglichen, wie die vergange- nen Jahre. BETRIEBE Viele Betriebe und Unternehmen nahmen aus unterschiedlichen meist pande- miebedingten Gründen keine oder nur vereinzelt Praktikant*innen auf. Manche Betriebe sagten für ein Praktikum zu, mussten dies jedoch kurzfristig aufgrund sich verändernder Maßnahmen absagen. Oftmals behielten sich Betriebe sämt- licher Branchen auch kurzfristige Absagen vor oder verweigerten eine Zusage grundsätzlich, da sie nicht absehen konnten, wie die Pandemieentwicklung bis zum angefragten Praktikumszeitraum aussehen würde. Die Schüler*innen konn- ten oftmals favorisierte berufliche Bereiche nicht kennenlernen, Angebote wie digitale Berufsinformationsveranstaltungen erreichten nur einen kleinen Teil der Zielgruppe. Viele Schüler*innen entschieden sich in Ermangelung entsprechender beruflicher Erfahrungen tendenziell eher gegen eine Berufsausbildung. Im Laufe des Jahres bekam der Impfstatus von Schüler*innen, die sich für ein Praktikum bewerben, in den Betrieben eine immer größere Bedeutung. Ein Praktikum war demnach nur noch als geimpfte*r Schüler*in möglich. Nach wie vor war dies je- doch ein Thema bei den Jugendlichen und nicht alle haben sofort ein Impfangebot angenommen. Daher fokussierte sich die Beratung der Jobcoach-Fachkräfte auch auf dieses Thema. AGENTUR FÜR ARBEIT Die geschätzte Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit fand im vergangenen Schuljahr zwar noch mit Einschränkungen statt. Das Abhal- ten der Entwicklungskonferenzen im Online-Setting ermöglichte jedoch die weit- gehende Teilnahme der Berufsberatenden. Berufspsychologische Testungen wur- den weiterhin aufgrund der mitunter dynamischen pandemischen Entwicklungen häufig ausgesetzt oder zeitlich nach hinten verschoben. 0 Divers 35 männlich 50 weiblich 73 mit Migrationshintergrund 12 ohne Migrationshintergrund Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 12 | | 13Seite 12 von 18 TEILNEHMER*INNENSTRUKTUR NACH KLASSEN Von den 85 Schüler*innen befanden sich zum Schuljahresende 2020/2021 44 Schüler*innen in Klasse 9, 38 in Klasse 10, Nachbetreuungen gab es zu diesem Zeitpunkt 3. Nachbetreuung Klasse 9 Klasse 10 KARL-SIMROCK JOHANNES-RAU ST. HEDWIG AUGUST-MACKE 19 August-Macke 23 St. Hedwig 23 Karl-Simrock20 Johannes-Rau VERTEILUNG DER TEILNEHMER*INNEN ZU SCHULEN Am Programm teilgenommen haben die 4 Bonner Hauptschulen. Dieses Jahr verließen 5 Schüler*innen das Programm aus unterschiedlichen Gründen (Umzug, Missverständnisse über den Umfang der Jobcoach-Begleitung, Kollision mit Freizeitaktivitäten, keine Teilnahmemotivation, etc.). Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 14 | | 15Seite 13 von 18 VERMITTLUNG NACH SCHULEN UND SCHULABSCHLÜSSE In diesem Jahr verließ 1 Schüler die Schule ohne Schulabschluss, 9 Schüler*innen nach der 9. Klasse, 12 erreichten die Fachoberschulreife und 22 den erweiterten Hauptschulabschluss. Erstaunlich war dieses Jahr, dass 2 Schülerinnen den Sprung bereits nach der 9. Klasse in eine Ausbildung wagten und auch schafften. Auch dieses Jahr konnten einige Schüler*innen durch regelmäßige Einzelnachhilfe von Ehrenamtlichen in den Räumlichkeiten des Jobcoach-Programms bzw. je nach pandemischer Situation im Online-Setting darin unterstützt werden, den ange- strebten Schulabschluss zu erreichen. Durch die Einzelfallbegleitung der Jobcoach-Fachkräfte und die intensive Beschäf- tigung mit den angestrebten Berufsbildern konnten passgenau Berufe für jede*n Einzelne*n erarbeitet und so die Begleitung erfolgreich beendet werden. August-Macke-HS St. Hedwig Johannes-Rau Karl-Simrock Schüler*innen insgesamt 9 13 14 8 KARL-SIMROCK JOHANNES-RAU ST. HEDWIG AUGUST-MACKE FOR Klasse 10 Klasse 9 ohne Abschuss VERMITTLUNG NACH ERGEBNIS IM SCHULJAHR 2020/2021 Zum Schuljahreswechsel haben 38 Schüler *innen, nach der 10. Klasse die Schule verlassen, weitere 3 haben sich entschie- den, nach der 9. Klasse die Regelschule zu beenden, 3 sind in Nachbetreuung geblie- ben. Hiervon konnten 15 eine Ausbildung beginnen. 22 Schüler*innen wechselten auf ein Berufskolleg, da sie die für eine Ausbildung erforderliche Ausbildungsreife noch nicht erlangt haben, aber schon in der Berufsrichtung Sicherheit bekommen konnten. 3 Schüler*innen erreichten die gymna- siale Qualifikation für die Oberstufe und wechselten auf eine Gesamtschule. 1 Schülerin fühlte sich noch nicht „reif“ für eine Ausbildung und fand ein FSJ, 3 Schüler*innen wechselten in eine BvB. Dieses Jahr ist es gelungen, dass alle Teil- nehmenden eine Anschlussperspektive finden konnten! Im Folgenden werden die Vermittlungser- folge des Jobcoach-Programms dargestellt: 22 Berufsfach- schule 3 BvB (Berufsvorbe- reitende Bildungs- maßnahme) 3 Gesamtschule 1 FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) 15 Ausbildung Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 16 | | 17Seite 14 von 18 Bildquelle: freepik auf freepik STRUKTUR DER TEILNEHMER*INNEN ZUM JAHRESENDE Im Dezember 2021 wurden 105 Jugendliche betreut, da die Plätze zum Schul- jahresbeginn 2021/2022 auf 100 aufgestockt wurden. An der Realschule Bonn-Beuel wurde das Programm mit 10 Plätzen neu eingeführt, sodass hier derzeit nur Schüler*innen der Klasse 9 begleitet werden. Der Bedarf ist nach wie vor sehr hoch, sodass zum Januar 2022 weitere 50 Plätze aus dem Akti- onsprogramm „Nachholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ finanziert werden. Durch die langjährige Tätigkeit der Jobcoach-Fachkräfte an den Schulen haben sich die Vorteile von deren Betreuung unter den Schüler*innen herum- gesprochen. Dadurch hat sich eine hohe Akzeptanz für das Programm entwi- ckelt, sodass die Jugendlichen überwiegend gerne daran teilnehmen. Durch die Schulschließungen bzw. die Kontaktbeschränkungen wurde die Begleitung zu- nehmend auch digital umgestellt, was von fast allen Schüler*innen und auch den Fachkräften sehr positiv aufgenommen wurde. Klasse 10 Klasse 9 Nachbetreut Gesamt August-Macke-HS 8 15 2 25 St. Hedwig-HS 10 13 4 27 Johannes-Rau-HS 5 7 2 14 Karl-Simrock-HS 15 11 3 29 RS Beuel – 10 – 10 VERGLEICH DER SCHULABSCHLÜSSE 2020/2021 40 Teilnehmende in 2020 44 Teilnehmende in 2021 FOR Klasse 10 Klasse 9 Ohne Abschluss Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 18 | | 19Seite 15 von 18 ZUSAMMENARBEIT MIT INSTITUTIONEN Mit den folgenden Institutionen konnte die Zusammenarbeit fortgesetzt und auch aufgenommen werden: Beratungsstelle für Jugendberufshilfe der Stadt Bonn (Koordination „Förderung der Ausbildungsreife“) Arbeitskreis Jugendberufshilfe Bonner Schulen August-Macke-Schule St. Hedwig-Schule Johannes-Rau-Schule Karl-Simrock-Schule Realschule Bonn-Beuel Bonns Fünfte Praktikums- und Ausbildungsbetriebe Berufs- und Rehaberatung der Agentur für Arbeit Berufskollegs: Friedrich-List Berufskolleg Heinrich-Hertz Europakolleg Ludwig-Erhard Berufskolleg Robert-Wetzlar Berufskolleg Berufskolleg Bonn-Duisdorf Bildungsträger & Einrichtungen der Kinder- & Jugendhilfe Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. (Jugendwerkstatt und Schulwerkstatt) DAA (Deutsche Angestellten-Akademie GmbH) AsA (Ausbildung statt Abschiebung e.V.) intra bonn gemeinnützige GmbH Studenten bilden Schüler e.V. Freiwilligenagentur der Stadt Bonn Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder – Katholische Familien- und Erziehungsberatung für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis Berufliche Bildungslotsen - Handwerkskammer zu Köln Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 20 | | 21Seite 16 von 18 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK Der vorliegende Erfahrungsbericht des Schuljahres 2020/2021 hat aufgezeigt, dass die Begleitung während der Corona-Pandemie besonders flexibel gestaltet wer- den muss: z.B. in der Kontaktgestaltung mit den Jugendlichen, die für die Berufs- orientierung so wichtig ist. Die Flexibilität der Jobcoach-Mitarbeiter*innen an die sich ständig verändernden Gegebenheiten war im vergangenen Jahr nach wie vor von großer Bedeutung. Der gewohnte Rahmen, um den Schüler*innen Zugänge zur Perspektiventwicklung zu ermöglichen, war immer noch nicht gegeben. Mithilfe des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendli- che“ können die Jobcoach-Plätze ab Januar 2022 auf 150 Plätze aufgestockt wer- den. Dies wird sukzessive umgesetzt. Dadurch werden perspektivisch auch weite- re Schulen und Schüler*innen vom Jobcoach-Programm profitieren. Dorothee Serrano Mundorf Projektleitung Jobcoach – Programm an Bonner Schulen für das Jobcoach-Team Erfahrungsbericht für das Schuljahr 2020/21 22 | | 23Seite 17 von 18 Jobcoach Berufspädagogische Begleitung Gestaltet von: Julia Tschirner jule_tschirnerSeite 18 von 18
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de