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230397-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Papiermüll-Container im Stadtbezirk Beuel

Nummer
230397-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
10.03.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 17.04.2023 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 230397 CDU/u.w.-Große Anfrage: Papiermüll-Container im Stadtbezirk Beuel

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
230397-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Papiermüll-Container im Stadtbezirk Beuel
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Beuel 15.03.2023 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Zur großen Anfrage der CDU, mit der Drucksachennummer 230397, nimmt die
bonnorange AöR wie folgt Stellung:
zu Frage 1:
Wie viele Sammelstellen an Papiercontainern gibt es aktuell im Stadtbe-
zirk?
Im Stadtgebiet Beuel stehen den Nutzer*innen aktuell 64 Altpapiercontainer an
28 Standplätzen zur Verfügung.
zu Frage 2:
Wie viele Sammelstellen und an welchen Orten wurden in den letzten fünf
Jahren im Stadtbezirk aufgegeben? Was waren die Gründe für die Aufga-
be?
und zu Frage 3:
Hat die Verwaltung weitere Standorte im Stadtbezirk in der Prüfung, wo
Papiercontainer aufgestellt werden könnten?
Die Standplätze für öffentliche Wertstoffbehälter wählt die bonnorange AöR mit
Bedacht aus. Zusätzlich wird aber auch regelmäßig Ausschau nach neuen
Möglichkeiten und besseren Alternativen gehalten. Die Suche nach geeigneten
Standplätzen gestaltet sich aufgrund der dichten Bebauung innerstädtisch lei-
der zunehmend schwieriger, da nur wenige Flächen zur Verfügung stehen, die
allen Bedürfnissen und Erfordernissen gerecht werden. Neben einigen techni-
schen Voraussetzungen, die eine problemlose Leerung der Behälter ermögli-
chen, müssen die Standplätze auch für alle Nutzer*innen einfach ansteuerbar
sein und einen angemessenen Abstand zur Wohnbebauung aufweisen.
Die bonnorange AöR erhält regelmäßig Anfragen von Bürger*innen, die auf-
grund eingeschränkter Mobilität Entsorgungsmöglichkeiten in unmittelbarer
Nähe ihres Wohnortes vermissen. Tatsächlich wird die bonnorange AöR aber
seit geraumer Zeit immer wieder dazu aufgefordert Wertstoffstandorte aufzulö-
sen, sowohl seitens der anwohnenden Bürger*innen als auch seitens der städ-Seite 1 von 3
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tischen Ämter. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Verkehrsbehinderung
über Belästigung durch Lärm oder Unrat bis zu Baumaßnahmen. Selten erhält
die bonnorange AöR die Möglichkeit nach Abschluss der Baumaßnahmen die
Container wieder vor Ort aufzustellen und damit erhöht sich natürlich die Ein-
wurfmenge an den verbleibenden Standorten automatisch.
Speziell in Beuel hat das in den letzten Jahren u. a. den Standplatz am Rat-
haus getroffen. Aufgrund zahlreicher Bürgerbeschwerden wurde die bonnoran-
ge AöR von der Bezirksvertretung Beuel 2017 aufgefordert, die Wertstoffcon-
tainer am Rathaus Beuel (Konrad-Adenauer-Platz/ Sankt Augustiner Str.) ab-
zuziehen. Einen Standplatz Am Ledenhof / Ecke Stiftsstraße musste leider auf-
grund von Anwohnerbeschwerden 2018 komplett aufgelöst werden. Leider
konnte auch hier kein alternativer Standort gefunden werden. Auf Wunsch des
ansässigen Bürgervereins musste die bonnorange AöR 2021 den Standplatz in
der Abtstraße (Geislar) abziehen. Im Falle der Kautexstraße wurde seitens der
Bezirksvertretung und der CDU gebeten, die Container zu entfernen und mög-
lichst auf dem Finkenweg/Ecke Kautexstraße (einer durch die Stadt Bonn ver-
pachteten Fläche) wieder aufzustellen. Leider erhielt die bonnorange AöR hier
aber keine Genehmigung seitens des Pächters. Aufgrund einer Baumaßnahme
am Sportplatz Wittestraße wurde die bonnorange AöR aufgefordert, die Contai-
ner kurzfristig zu entfernen. Alternative Standplätze gibt es in der näheren Um-
gebung leider nicht. Der bonnorange AöR ist bewusst, dass, sollte der komplet-
te Standplatz Wittestraße/Sportplatz wegfallen, den Bürger*innen in Schwarz-
rheindorf keine öffentlichen Entsorgungsmöglichkeiten mehr zur Verfügung
stehen. Daher wurde mit Amt 52 vereinbart, nach Abschluss der Bauarbeiten
(der Zeitpunkt konnte nicht genannt werde) hier reduziert 3 Glascontainer und 2
Altpapiercontainer wieder aufzustellen. Der Leerungsrhythmus wird dann ent-
sprechend erhöht. Die Wertstoffcontainer am Einkaufszentrum Gartenstraße
mussten ebenfalls aufgrund länger andauernder Bauarbeiten durch die Deut-
sche Bahn abgezogen werden. Aufgrund eines aktuellen Baustopps, hat die
bonnorange AöR die Möglichkeit ergriffen, kurzfristig 3 Altpapiercontainer auf-
zustellen, bis die Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke fortgesetzt werden.
Nach Abschluss der Bauarbeiten werden am Einkaufszentrum wieder Glas-
und Altpapiercontainer aufgestellt werden können.
Im Stadtgebiet Beuel konnten jüngst zwei neue Standplätze in der Friedhof-
straße und Am Köppekreuz identifiziert werden. Die Altpapiercontainer stehen
den Nutzer*innen dort seit dem 12.01.2023 zur Verfügung.
zu Frage 4:
Kann die starke Vermüllung durch herumliegende Kartonagen kurzfristig
durch dauerhaft kürzere Leerungsintervalle und durch das Aufstellen von
zusätzlichen Containern verringert werden? Welche Mehrkosten würden
dadurch jährlich entstehen?
Grundsätzlich ist das angebotene Volumen in den öffentlichen Altpapiercontai-
nern für die Aufnahme der Kartonage und Papiere großzügig bemessen. Die
Infrastruktur bietet das Potential zur Sammlung von mindestens 7.280 Tonnen.
Eingesammelt wurden zuletzt aber nur 3.300 Tonnen. Das bedeutet, dass über
die Hälfte der Kapazitäten ungenutzt bleibt. Dies ist im Wesentlichen darauf
zurückzuführen, dass Kartonage vielfach nicht oder nur unzureichend zerklei-
nert wird und durch das Volumen weitere Einwürfe verhindert. Es kommt zuSeite 2 von 3
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Beistellungen. Daher werden die Containerstandorte seit 2019 neben der ei-
gentlichen Leerung der Container durch ein Kranfahrzeug zusätzlich regel-
mäßig, teils mehrfach in der Woche, von der bonnorange AöR angefahren, um
diese Nebenabfälle zu beseitigen.
Auf das Nutzungsverhalten der Bürgerinnen und Bürger kann die bonnorange
AöR leider nur wenig Einfluss nehmen. Allerdings wurde bereits das Leerungs-
und Reinigungsintervall an vielen Standorten erhöht.
zu Frage 5:
Strebt die Verwaltung an, andere Container mit größeren Einwurfschlitzen
oder unterirdische Behältnisse aufzustellen, um ein ästhetisches Bild zu
erreichen?
Ein Austausch der Container mit größerem Einwurf ist nicht geplant. Das Pro-
blem ist die mangelnde Bereitschaft zur Zerkleinerung. Größere Einwürfe wür-
den das Problem (auch hinsichtlich der Kapazitäten) nicht beseitigen, sondern
noch fördern.
Ein Unterflursystem ist in der Anschaffung kostenintensiv vor allem für den Ei-
gentümer des Grundstücks. Im Regelfall müssen die Kosten für Außenbehälter
(inkl. Sicherheitsplattform) sowie für den Einbau erforderliche Baumaßnahmen
vom Eigentümer des Grundstücks getragen werden. Bei den öffentlichen
Flächen ist das meistens die Stadt Bonn.
Grundsätzlich ist es jedoch schwierig geeignete Standorte für ein Unterflursys-
tem im öffentlichen Bereich zu finden. Für den Einbau dieses Systems müssen
einige örtliche und technische Bedingungen berücksichtigt werden, z. b. muss
der Untergrund frei von Versorgungsleitungen, -schächten und großem Wur-
zelwerk sein. Auch ein freier Luftraum von 9 m ist am Standort notwendig, da
die Behälter am Leerungstag mithilfe eines Kranwagens gehoben werden.
Die beiden aktuell öffentlichen Unterflursammelstationen befinden sich auf ei-
ner durch die bonnorange AöR gepachteten Fläche an den Grünschnittannah-
mestellen in Mehlem und Ückesdorf. In beiden Fällen war es der bonnorange
AöR wichtig, den Nutzer*innen ein modernes und serviceorientiertes Komplett-
angebot zur Verfügung zu stellen. Als Pächter dieser Grundstücke hat die bon-
norange AöR alle notwendigen Kosten übernommen.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 03:05 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de