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230255 · Mitteilungsvorlage

Anpassung an den Klimawandel - Erstellung eines gesamtstädtischen Konzeptes zur wassersensitiven Stadtentwicklung in Bonn nach dem Prinzip der Schwammstadt

Nummer
230255
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
06.03.2023
Letzte Änderung
22.10.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 17.05.2023 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 704,5 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 230255-03 AA Änderungsantrag der Koalition - Anpassung an den Klimawandel - Erstellung eines gesamtstädtischen Konzeptes zur wassersensitiven Stadtentwicklung in Bonn nach dem Prinzip der Schwammstadt Antrag zur Vorlage 230255
  2. 230255-05 Grüne Große Anfrage: Umsetzung des Schwammstadtkonzepts im Stadtbezirk Hardtberg
  3. 230255-01 Erstellung eines gesamtstädtischen Konzeptes zur wassersensitiven Stadtentwicklung in Bonn nach dem Prinzip der Schwammstadt – Präsentation des Zwischenberichts
  4. 230255-02 Erstellung eines gesamtstädtischen Konzeptes zur wassersensitiven Stadtentwicklung in Bonn nach dem Prinzip der Schwammstadt – Präsentation des finalen Konzeptes
  5. 230255-04 Rückmeldung der Verwaltung zum Änderungsantrag DS 230255-03 AA Schwammstadtkonzept

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
230255
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Anpassung an den Klimawandel - Erstellung eines
gesamtstädtischen Konzeptes zur wassersensitiven
Stadtentwicklung in Bonn nach dem Prinzip der
Schwammstadt
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
09.03.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Bezugnehmend auf DS-Nr. 211387 berichtet die Verwaltung nachfolgend zum
aktuellen Sachstand.
Die fortschreitende globale Erwärmung beeinflusst den Wasserhaushalt
negativ, ein Effekt, der in Städten durch die zunehmende Urbanisierung und
der damit einhergehenden Versiegelung verstärkt wird. Neben sich häufenden
Starkregenereignissen drohen immer intensivere, langanhaltende Hitze- und
Trockenphasen mit stark negativen Wasserbilanzen in den Sommermonaten.
Die Verwaltung beabsichtigt daher, Strategien für eine nachhaltige
Bewirtschaftung des Niederschlagswassers auszuarbeiten und zu
implementieren, um die Stadt nach dem Prinzip der Schwammstadt nachhaltig
weiterzuentwickeln. Im Januar 2022 wurde hierzu bereits der „Haushaltsantrag
wassersensitive Stadt“ (DS 211387) beschlossen. Zudem wurden über den
Doppelhaushalt 21/22 entsprechende Haushaltsmittel und über die
Stellenplanfortschreibung eine Personalstelle in Teilzeit (50%) zur
verwaltungsseitigen Projektkoordination bereitgestellt. Die Personalstelle
konnte zum 01.02.2022 im Amt für Umwelt und Stadtgrün besetzt werden.
Im Sommer 2022 wurde in ämterübergreifender Zusammenarbeit eine
umfassende Leistungsbeschreibung zur Erstellung eines gesamtstädtischen
Konzepts zur wassersensitiven Stadtentwicklung Bonns erstellt. Diese
beinhaltet auch sämtliche im „Haushaltsantrag wassersensitive Stadt (DS
211387)“ genannten Punkte. Nach der Aufforderung von 3 potenziellen
Auftragnehmern im August 2022 ging nur ein Angebot ein, welches jedoch als
unwirtschaftlich abgelehnt werden musste. Nach einer zweiten Ausschreibung
Ende Oktober konnte der Auftrag Ende November 2022 erfolgreich an MUST
Städtebau GmbH mit Sitz in Köln und Amsterdam vergeben werden. Der
Auftakt der Zusammenarbeit fand im Dezember 2022 statt. Die Fertigstellung
des Konzeptes ist für Dezember 2023 vorgesehen, ein Zwischenbericht soll imSeite 1 von 5
Seite 2
Juni 2023 vorliegen.
Das Konzept „Schwammstadt“ widmet sich insbesondere der Trockenheits- und
Hitzevorsorge und damit auch der Verbesserung des Stadtklimas und der
Aufenthaltsqualität. Neben den in Bonn bereits konzeptionell bearbeiteten
Themen der Starkregenvorsorge und des Hochwasserschutzes werden durch
das Schwammstadtkonzept Grundlagen für die dritte Säule im Rahmen der
wassersensitiven Stadt geschaffen. Die Verwaltung weist ausdrücklich darauf
hin, dass Maßnahmen im Sinne der Schwammstadt nicht in erster Linie der
Starkregenvorsorge dienen. Wie die Abbildung „Drei Säulen der
wassersensitiven Stadt“ veranschaulicht, geht es jedoch darum nach
Möglichkeit Synergien zwischen den verschiedenen Aspekten einer
wassersensitiven Stadt zu heben und negative Wechselwirkungen zu
vermeiden. So ist beispielsweise der unmittelbare Nutzen der Versickerung im
Falle eines Starkregenereignisses gering, da die Niederschlagsmenge die
kurzfristige Infiltrationsrate bei weitem übersteigt und der oberirdische Abfluss
hoch bleibt.
Das Schwammstadtkonzept soll auf einer profunden Grundlagenermittlung und
Stärken-Schwächen-Analyse aufbauen und wird sich an einem zu erstellenden
Leitbild, welches qualitative, quantitative und räumliche Anpassungsziele
formuliert, orientieren. Es soll ein umsetzungsorientierter, auf die spezifischen
Eigenschaften der Stadt Bonn ausgelegter Maßnahmenkatalog entstehen, der
auf alle relevanten Handlungsfelder der Stadt eingeht und sich auf sämtliche
Radien städtischer Einflussnahme erstreckt. Diese beziehen sich auf
öffentliche, planungsrechtliche und private Belange.
Zentrales Ziel der Konzeption soll sein, die Aspekte der Schwammstadt in
Zukunft bei allen flächenrelevanten Planungen in Bonn frühzeitig und
konsequent zu berücksichtigen.
Darüber hinaus sollen für fünf Standorte in Bonn Ideenskizzen für
Modellprojekte erarbeitet werden. Zudem ist die Erstellung einer
gesamtstädtischen Kartenübersicht vorgesehen, welche bereits realisierte
Projekte im Sinne der Schwammstadt aufführt, sukzessive ergänzt wird und
somit die fortschreitende Entwicklung verdeutlicht. Die Verwaltung legt bei der
Konzepterarbeitung Wert auf eine zügige Implementierung der Ergebnisse in
die Praxis. Daher werden auch Möglichkeiten zur Umsetzung von
Schwammstadtelementen in laufenden Vorhaben genutzt.
Das Thema der Schwammstadt bzw. Trockenheitsvorsorge ist als
Querschnittsaufgabe zu verstehen, erfordert eine enge Kooperation
verschiedener Fachbereiche und einen vom Auftragnehmer moderierten
Abstimmungsprozess innerhalb der Verwaltung. Die Verwaltung wird die
Erarbeitung des Schwammstadtkonzeptes mit weiteren relevanten Planungen,
wie dem Bonner Freiraumplan oder dem Baumkonzept, verzahnen.
Die Verwaltung wird regelmäßig im Ausschuss für Umwelt, Klima und lokale
Agenda zum aktuellen Sachstand des Schwammstadtkonzeptes berichten.
Anlage/nSeite 2 von 5
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1 Weg zur Schwammstadt (öffentlich)
2 Säulen_Wassersensitive Stadt (öffentlich)Seite 3 von 5
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Datenstand: 02.11.2026, 17:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de