230201-02 · Große Anfrage
BBB / FDP-Anfrage zum Baumbestand in 2020, 2021 und 2022
Kerndaten
- Nummer
- 230201-02
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 23.02.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 230201-02 Fragesteller/in: Frank Maas Dr. Dominique Löbach 22.02.2023; gez. Mohn BBB / FDP-Anfrage zum Baumbestand in 2020, 2021 und 2022 Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 15.03.2023 Kenntnisnahme Fragestellung 1. Wie lautet der aktuelle Sachstand hinsichtlich des Baumbestandes in 2020, 2021 und 2022 im Stadtbezirk Beuel unter besonderer Berücksichtigung der nachfolgenden Fragestellungen: a.) Wie hoch war die Anzahl der städtischen Bäume, die jeweils in den Jahren 2020, 2021 und 2022 im Stadtbezirk Beuel gefällt wurden? b) Wie hoch war die Anzahl der in den Jahren 2020, 2021 und 2022 im Stadtbezirk Beuel gefällten privaten Bäume, die unter den Schutz der Baumschutzsatzung fielen? c) Wie viele Bäume wurden in den Jahren 2020, 2021, und 2022 im Stadtbezirk Beuel nachgepflanzt? d) Welche Baumstandorte sind derzeit noch offen bzw. stehen zur Nachpflanzung an? e) Welche Kosten sind durch die Fällung und Nachpflanzung der städtischen Bäume in den Jahren 2020 bis 2022 im Stadtbezirk Beuel angefallen? f) Gibt es für die Nachpflanzung bzw. Neupflanzung Fördermittel, die die Stadt abrufen kann? Wenn ja, wie hoch belief sich die Summe der abgerufenen Mittel für den Stadtbezirk Beuel in den Jahren 2020, 2021 und 2022? g) Für welche Anzahl von gerodeten Bäume wurden in den Jahren 2020, 2021 und 2022 im Stadtbezirk Beuel auf Antrag Ausgleichszahlungen statt Ersatzpflanzungen erhoben und wie viele Bäume konnten in den besagten Jahren mit den Mitteln aus den von der Verwaltung beauflagten Ausgleichszahlungen neu eingesetzt werden? 2. Steht zur Kontrolle, ob die im Rahmen einer Fällgenehmigung an Private aufgegebenen Ersatzpflanzungen im Stadtbezirk Beuel auch tatsächlich erfolgt sind und ob der dauerhafte Bestand des pflichtigen Baumersatzes gewährleistet wurde, zwischenzeitlich genügend Personal zur Verfügung und wenn nein, wie hoch ist der zusätzliche Mitarbeiterbedarf zu welchenSeite 1 von 3 Seite 2 Personal- und Arbeitsplatzkosten? 3. Hat die Stadt für die Neuanpflanzung eine Art „Baumstrategie“ hinsichtlich der Auswahl der zu pflanzenden Arten? Werden bei der Auswahl der Arten hinreichend die Aspekte der Anpassung an ein sich veränderndes Stadtklima bedacht? Spielen auch andere Aspekte wie die Berücksichtigung der lokalen Tierwelt (z.B. Eichhörnchen, Vögel, Insekten) eine Rolle bei der Auswahl der Arten? Begründung 1. In der Sitzung des Umweltausschusses vom 05.04.2016 (DS-Nr. 1610863) wurde beschlossen, dass die Verwaltung jährlich über die Entwicklung des aktuellen Baumbestandes berichtet. Die Bezirksvertretungen sind über die Entwicklung des Baumbestandes zu informieren. Der letzte dem BBB bekannte Bericht dieser Art beinhaltet den Baumbestand 2019 und wurde auch erst auf Nachfrage der BBB-Fraktion (DS 191130) aus April 2020 mit der DS 200714 mitgeteilt. Die außerordentliche Bedeutung der Entwicklung des Baumbestandes für die angestrebte Klimaneutralität 2035 und die Umsetzung des Klimaplans sollten hinreichend bekannt sein. Das Thema „Klimaschutz“ spaltet und polarisiert die Großstadtgesellschaft in Bonn. Insbesondere der Stadtbezirk Beuel steht - sowohl aufgrund der Errichtung des rechtsrheinischen Radschnellweges durch die der Erholung der gesamten Bevölkerung dienenden Rheinaue und vieler großer Baumaßnahmen (Nachverdichtung) - im Fokus der Öffentlichkeit. Die Beueler Bürgerinnen und Bürger haben daher ein erhebliches Interesse und auch ein Recht darauf zu erfahren, in welchem Umfang in den vergangenen 3 Jahren Eingriffe in den Baumbestand ihres Stadtbezirks erfolgt sind. Hierzu gehören auch die umfängliche Kontrolle der vorgegebenen Nachpflanzungen bzw. der stattdessen erfolgten Ausgleichszahlungen seitens der städtischen Verwaltung. 2. Im Jahr 2020 teilte die Verwaltung mit, dass ihr zur umfänglichen Kontrolle von Nachpflanzungen die dazu notwendigen personellen Ressourcen fehlen würden (vgl. DS 200077-1 ST). Diese Antwort gibt den Beueler Bürgerinnen und Bürgern einen Anlass zur Besorgnis, dass zu diesem für die Umsetzung des Klimaplans wichtigen Baustein keine ausreichende Kontrolle erfolgt. 3. Nicht alle heimischen Bauarten werden in einem sich veränderndem Stadtklima gut gedeihen können. Hier ist darauf zu achten das die neu gepflanzten Bäume hinreichend robust auf die zu erwartenden zukünftigen Bedingungen in der Stadt gewählt werden. Auch soll die Vielfalt des Lebensraumes für die in der Stadt lebenden Tiere und Insekten nicht beeinträchtigt werden.Seite 2 von 3 Seite 3 Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 05:42 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de