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230176 · Mitteilungsvorlage

Tätigkeitsbericht der Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) 2021/2022

Nummer
230176
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
17.01.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 01.03.2023 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
230176
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
53 Gesundheitsamt
Dezernat:
Dez. II
Tätigkeitsbericht der Kommunalen
Gesundheitskonferenz (KGK) 2021/2022
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
01.03.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen
Gesundheitskonferenz (KGK) erstellt die Geschäftsstelle der KGK jährlich einen
Tätigkeitsbericht. Dieser ist als Mitteilung dem zuständigen Ratsausschuss
vorzulegen.
Die KGK hat den Tätigkeitsbericht für den Zeitraum von Oktober 2021 bis
November 2022 in ihrer Sitzung vom 7. Dezember 2022 genehmigt. Der Bericht
ist beigefügt.
Anlage/n
1 Tätigkeitsbericht KGK 2022_ (öffentlich)Seite 1 von 8
Tätigkeitsbericht 2022 Stand: November 2022
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Seite 1 von 7
1. Einleitung
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz erstellt die
Geschäftsstelle jährlich einen Tätigkeitsbericht. Im ersten Halbjahr 2021 fanden keine
Gremiensitzungen der Kommunalen Gesundheitskonferenz aufgrund der pandemiebedingten
Beschränkungen statt. Der Tätigkeitsbericht bezieht sich auf den Zeitraum Oktober 2021 bis
November 2022.
Der Tätigkeitsbericht wird der Kommunalen Gesundheitskonferenz in der Sitzung am
07.12.2022 zur Beratung vorgelegt und dann an den Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit weitergeleitet.
2. Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den Arbeitskreisen
Aufgabe der Kommunalen Gesundheitskonferenz gemäß Geschäftsordnung ist die Beratung
gemeinsam interessierender Fragen der gesundheitlichen Versorgung in der Bundesstadt Bonn
mit dem Ziel der Koordinierung.
Die Arbeitskreise der Kommunalen Gesundheitskonferenz haben die Aufgabe,
gesundheitsbezogene Themen zu beraten und Lösungsansätze zu entwickeln.
2.1 Kommunale Gesundheitskonferenzen
Die Kommunale Gesundheitskonferenz 2021 tagte am 03.11.2021. Neben den Berichten aus
den ständigen Arbeitskreisen wurde ausführlich über die Corona-Lage informiert. Zu folgenden
Themen gab es Berichte und Diskussionen:
 Zunahme von psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen und mögliche
Präventionsangebote
 Bedarfe für eine Gewaltschutzambulanz mit Krankenhausanbindung
 Notwendigkeit eines Zentrums für Frauengesundheit
Die erste Sitzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz in diesem Jahr fand am 23.06.2022
statt. Fachlicher Schwerpunkt war der Forschungsbericht von Frau Prof. Dr. Tiesmeyer von der
Ev. Hochschule Rheinland Westfalen Lippe aus Bochum, die die Ergebnisse des Projektes
„BeWEGt – Wegbegleitende Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen“
vorstellte.Seite 2 von 8
Tätigkeitsbericht 2022 Stand: November 2022
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
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Ziel des Projektes war es, vorhandene Beratungsstrukturen insbesondere aus Sicht der
Familien zu evaluieren, um herauszufinden inwieweit bereits vorhandene Angebote den
familiären Beratungs- und Unterstützungsbedarfen gerecht werden.
Neben den Berichten aus den Arbeitskreisen wurde ausführlich zu den Diskussionen des
Runden Tisches Geburtshilfe informiert. Siehe hierzu Punkt 2.6
2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“
Der Arbeitskreis „Geriatrie“ hat seit Oktober 2021 regelmäßig getagt. Es fanden vier Sitzungen
im o.g. Zeitraum statt. Die Vertretungen der Krankenhäuser und Kliniken berichteten
regelmäßig über die Situation in den Abteilungen während der Pandemie und zur
Personalsituation. Insgesamt wurde die Situation immer wieder als kritisch erlebt. Es wurde
auch berichtet, dass Patient*innen aufgrund von einer mangelnden Anschlussversorgung
längere Krankenhausaufenthalte haben.
In einer Sitzung wurde das Regionalbüro Alter Pflege Demenz in der Region Köln und südliches
Rheinland vorgestellt. Die Regionalbüros in NRW sind eine gemeinsame Initiative zur
Strukturentwicklung, finanziert von der Landesregierung Pflegekassen NRW. Ziel ist es, die
Lebenssituation von Menschen mit Pflegebedarf pflegenden Angehörigen zu verbessern.
Das Thema der Netzwerkförderung der Pflegeversicherung nach § 45 SGB IX wurde ausführlich
beraten. Mit einer Netzwerkförderung der Pflegekassen können Netzwerke von Gruppen und
Organisationen gefördert werden, die strukturiert zusammenarbeiten und die
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen unterstützen. Es entstand die Idee, die
Netzwerkförderung zu nutzen, um Bewegungsgeräte in frei zugänglichen Orten in Bonn für die
Mobilitätsförderung von älteren Menschen anzuschaffen. Es ist geplant, für das Jahr 2023
einen ersten Antrag zu stellen.
In der Sitzung im Oktober 2022 informierte Frau Dr. Engels über den Klimawandel in Bonn und
beleuchtete am Beispiel Hitze, wie sich die Gesundheitsrisiken für alle Menschen und
insbesondere auch für vulnerable Gruppen verstärken. Das Gesundheitsamt hatte eine
Umfrage „Hitzevorsorge Stadt Bonn“ in Pflegeeinrichtungen durchgeführt und wird zukünftig
vermehrt bei den Begehungen den Fokus auf Temperaturmessungen, Beratung und
Sensibilisierung zu dem Thema legen.Seite 3 von 8
Tätigkeitsbericht 2022 Stand: November 2022
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
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2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“
Der Arbeitskreis beschäftigte sich schwerpunktmäßig in seiner Sitzung im Januar 2022 mit dem
Bedarf einer Gewaltschutzambulanz mit Krankenhausanbindung in Bonn.
Im Rahmen der Haushaltsgespräche zur Aufstellung des städtischen Doppelhaushalts
2021/2022 hatte die FDP-Fraktion die Einrichtung und Finanzierung einer zentralen
Gewaltschutzambulanz mit Krankenhausanbindung in Bonn beantragt.
Der Arbeitskreis wurde beauftragt, den Ist-Zustand und etwaige Bedarfslagen zu ermitteln. Die
anwesenden Vertretungen der Bonner Krankenhäuser, des Rettungsdienstes der Stadt Bonn,
der Rechtsmedizin am UKB sowie des Arbeitskreises Opferschutz stellten ihre Angebote und
Leistungen im hier relevanten Kontext vor und wiesen auf die bereits vorhandene
Zusammenarbeit hin. Die Diskussion zeigte, dass es in Bonn bereits viele Bereiche der
Versorgung von Gewaltopfern gibt, die jeweils zusammenarbeiten.
Daher wurde kein Bedarf gesehen, eine eigene Stelle zu schaffen, die die verschiedensten
Aspekte der Unterstützungsleistungen bündelt. Den Anwesenden erschien eine
Netzwerkstruktur dem Bedarf angemessen.
Es wurde vereinbart, dass ein weiteres Treffen stattfinden wird, sobald es neue gesetzliche
Regelungen auf Landesebene gibt. Diese sollen die Bedarfslücke bei der Befunddokumentation
bei häuslicher Gewalt schließen. Hier gibt es bislang keine Finanzierung für notwendige
Leistungen der Rechtsmedizin.
Die zweite Sitzung des Arbeitskreises fand Mitte November 2022 statt. Schwerpunktmäßig hat
sich der Arbeitskreis mit der medizinischen Versorgung von schwangeren Frauen beschäftigt.
Der Sachstand zum Runden Tisch Geburtshilfe wurde berichtet und diskutiert. Die anwesenden
Vertretungen der gynäkologischen Fachgebiete aus den Krankenhäusern berichteten, dass sich
aktuell die Situation nicht verbessert hat. Die Einschätzung war, dass sich die geburtshilfliche
Versorgung in den Kliniken noch weiter verschärfen wird.
Im Weiteren wurde informiert, dass die Kommunen im Juli Informationen zur Sicherstellung
von Schwangerschaftsabbrüchen in der Kommune vom Deutschen Städtetag erhalten haben.
Hintergrund ist, dass regional oftmals ein unzureichendes Angebot besteht. Diese Situation
trifft auch auf Bonn zu. Daher soll eine Umfrage bei den Bonner Gynäkolog*innen zur
medizinischen Versorgung von Frauen durchgeführt werden, die sich für einen
Schwangerschaftsabbruch nach Beratungsregelung entschieden haben. Mit der Umfrage
erhofft man sich Anhaltspunkte zu erhalten, wie die Versorgungssituation verbessert werden
kann und unter welchen Rahmenbedingungen Ärztinnen und Ärzte bereit wären,
Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Die Umfrage soll digital und anonym durchgeführt
werden. Die Anwesenden sahen ebenfalls die Notwendigkeit, das medizinische Angebot zu
verbessern und unterstützten das Anliegen.Seite 4 von 8
Tätigkeitsbericht 2022 Stand: November 2022
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
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Weitere Themen in der Sitzung waren Klimawandel und die gesundheitlichen Auswirkungen,
die Impfsituation in Bonn und die Krankenhausplanung.
2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“
Der Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ tagte nach längerer pandemiebedingten
Pause an drei Sitzungen im Jahr 2022, die in digitaler Form stattfanden.
Folgende Themen wurden im Arbeitskreis behandelt
 Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“
 Lotsendienst in Kinder- und Jugendarztpraxen
 Informationen zu den sportmotorischen Tests an Bonner Grundschulen
 Ergebnisse des Projektes BeWegt – wegbegleitende Beratung von Familien mit
Kindern mit Beeinträchtigungen
 Vorstellung des Bonner Zentrums für Essstörungen
 Informationen zum Bewegungsangebot in Auerberg und Tannenbusch „BonnKids –
aktiv und bewegt“
 Vorstellung des Kinderneurologischen Zentrums der LVR-Klinik Bonn
Die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen wurde in allen Sitzungen besprochen.
Die Anwesenden schilderten ihre Eindrücke, wie sie in ihren Organisationen die pande-
miebedingten Auswirkungen bei Kindern, Jugendlichen und Familien erlebten. Es wurde
festgestellt, dass die niedrigschwelligen Angebote, die Kinder und Familien unterstützen,
während der Corona-Pandemie gefehlt haben. Dadurch wurden notwendige
Fördermaßnahmen nicht umgesetzt.
2.5 Arbeitstreffen „Frauengesundheitszentrum“
Das Arbeitstreffen zum Thema „Frauengesundheitszentrum“ fand statt, nachdem das Thema
zunächst auf der Kommunalen Gesundheitskonferenz 2021 eingebracht worden war. Die Frage
nach einem Frauengesundheitszentrum war in der politischen Diskussion aufgeworfen worden
und es wurde vorgeschlagen, dass ein Arbeitstreffen in einem kleineren Kreis im Nachgang zur
Kommunalen Gesundheitskonferenz stattfindet, um zu definieren, was unter einem Zentrum
für Frauengesundheit verstanden werden könnte.Seite 5 von 8
Tätigkeitsbericht 2022 Stand: November 2022
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
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Die Arbeitsgruppe hat verschiedenen Aspekte von Frauengesundheit diskutiert:
 Medizinische Versorgung
 Präventive Maßnahmen
 Gesundheitsthemen von Mädchen und jungen Frauen
 Geburtshilfliche Versorgung
 Gesund älter werden
 Psychische Gesundheit
 Gesundheitsschutz im Beruf
 Medizinische und soziale Unterstützung bei Gewalt
Es gab auch Ideen zur strukturellen Umsetzung von Frauengesundheit, wie
Frauengesundheitszentrum als institutionelles Angebot, Netzwerk zum Thema
Frauengesundheit, Vertiefung einzelner Aspekte von Frauengesundheit oder die Verbesserung
von Schnittstellen zwischen verschiedenen Versorgungsbereichen.
Als Diskussionsergebnis wurde festgehalten, dass konkrete politische Zielvorgaben und
insbesondere die Aussagen zur Finanzierung notwendig sind, um in eine detaillierte Diskussion
zur Planung und Umsetzung eines Frauengesundheitszentrums in Bonn einsteigen zu können.
2.6 Runder Tisch Geburtshilfe
Am 23.03.2022 fand der Runde Tisch Geburtshilfe in digitaler Form statt. Der Runde Tisch
Geburtshilfe wurde von Oberbürgermeisterin, Katja Dörner, eröffnet. Eingeladen waren
Vertretungen der geburtshilflichen Abteilungen der Kliniken in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis,
verschiedene Hebammen-Organisationen, freie Träger mit Familienhebammen, Vertretungen
der Kassenärztlichen Vereinigung und der niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen,
Elternvertretung, Schwangerschaftsberatungsstellen, Vertretungen der politischen
Ratsfraktionen, Gesundheitsamt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises, Rettungsdienst und
Gleichstellungsstelle. Es kamen Vertretungen von allen eingeladenen Interessensparteien.
Insgesamt nahmen 32 Personen am Runden Tisch teil.
Im Vorfeld zum Runden Tisch wurde eine Fragebogenerhebung durchgeführt, die Daten zum
Umfang der Tätigkeiten, zur Anzahl der Hebammen, zum Umfang der betreuten schwangeren
Frauen, zur Anzahl der Abweisungen und zum Bedarf an weiteren Datenerhebungen erhoben
hat.
In der Sitzung des Runden Tisches am 23.03.2022 wurde von den Anwesenden die Komplexität
zur Lösung der angespannten geburtshilflichen Situation in Bonn bestätigt.Seite 6 von 8
Tätigkeitsbericht 2022 Stand: November 2022
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
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Es wurden Überlegungen angestellt, welche Vorschläge auf kommunaler Ebene zu einer
Verbesserung der Situation beitragen, gleichwohl in der Landes- und die Bundesebene die
wesentlichen Rahmenbedingungen für die Geburtshilfe festgelegt sind. Daher wurde
vorgeschlagen, dass ein politischer Appell des Stadtrates an die Landesregierung gerichtet
werden soll, der die schwierige Situation der Geburtshilfe beleuchtet. In der Zwischenzeit
wurde eine „Resolution zur Geburtshilfe in Bonn“ im Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit im September 2022 als Empfehlung verabschiedet und in der Sitzung des Rats am
28.10.2022 beschlossen.
Im Weiteren wurde vereinbart, dass in einer kleineren Arbeitsgruppe konkrete Lösungsansätze
diskutiert und erarbeitet werden sollen, die dann den politischen Gremien vorgelegt werden.
In der Sitzung der Arbeitsgruppe Geburtshilfe im Mai 2022 bestätigten die anwesenden
Klinikvertretungen die angespannte Situation der Geburtshilfe in Bonn. Die Schließungen der
geburtshilflichen Abteilungen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis haben die Situation in den
letzten Jahren verschärft. Die Kliniken kooperieren sehr eng miteinander, um die medizinische
Versorgung von schwangeren Frauen sicherzustellen. Es gibt personelle Verbesserungen im
Bereich der zuarbeitenden Berufe, es fehlen aber Hebammen und Fachärzte in den Kliniken.
In der Sitzung im Juni 2022 wurde das Konzept der Hebammenambulanz vorgestellt und
diskutiert. Mit einer Hebammenambulanz könnte der angespannten Situation in Bonn in der
Versorgung von Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett durch freiberufliche
Hebammen begegnet werden. Die Arbeitsgruppe begrüßte die Initiative.
Die Anwesenden sahen in einer Hebammenambulanz in Bonn eine gute Möglichkeit, die
Versorgung von schwangeren Frauen und Kindern zu verbessern. Der Vorschlag zur
Finanzierung der Hebammenambulanz sollte in die Haushaltsberatungen eingebracht werden.
Die Arbeitsgruppe schlug auch vor, dass die Hebammenambulanz und die Hebammenzentrale
in räumlicher Nähe angesiedelt sein sollten.
Diese Vorschläge wurden in die Sitzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz am
23.06.2022 eingebracht. Die anwesenden Mitglieder begrüßten es, dass die
Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation in der Geburtshilfe in Bonn mit der
Bearbeitung der Themen in der Arbeitsgruppe strukturiert angegangen werden.
In der Sitzung der Arbeitsgruppe im September wurde berichtet, dass ein Verein als Träger für
die Hebammenambulanz gegründet wurde. Gleichwohl fehlt eine Finanzierungszusage, um die
Idee einer Hebammenambulanz umsetzen zu können.
In der Sitzung wurde auch über die verschiedenen Initiativen im Rhein-Sieg-Kreis berichtet
(Start der Hebammenambulanz in Eitorf, Initiative Hebammenzentrum Rhein-Sieg, Pläne für
ein Geburtshaus in Königswinter).Seite 7 von 8
Tätigkeitsbericht 2022 Stand: November 2022
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
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Ein weiteres inhaltliches Anliegen der Arbeitsgruppe war es, zu erfahren, wie sich die Situation
der Geburtshilfe aus Sicht der niedergelassenen Frauenärzt*innen darstellt. Aus Sicht der
Vertreterin des Berufsverbandes der Frauenärzte hat sich die Problematik der
geburtshilflichen Versorgung von Frauen u.a. durch Mehrfachanmeldungen in
Geburtskliniken verschärft. Dies führt zu einer Mehrbelastung bei den Kliniken und den
angestellten Hebammen. Andererseits ist es auch negativ, wenn eine schwangere Frau nicht
in der Klinik aufgenommen werden kann, mit der sie das Vorbereitungsgespräch geführt hat.
Es ist zu beobachten, dass bei schwangeren Frauen ein Sicherheitsdenken zugenommen hat.
Als zentral wurde angesehen, wie die verschiedenen Professionen mit einer schwangeren
Frau über die Geburt sprechen, so dass die schwangere Frau gut über die verschiedenen
Phasen der Geburt informiert ist. Hebammen können einen wesentlichen Beitrag zur
Geburtsvorbereitung und zur Beratung zum Geburtsort leisten.
Es ist geplant, dass die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe Geburtshilfe Ende November 2022
stattfinden wird. Bei diesem Treffen sollen die Ergebnisse der Fachtagung „Gesunde Geburt –
gesunder Start“, die im August 2022 von den Schwangerschaftsberatungsstellen durchgeführt
wurden, vorgestellt und diskutiert werden.
3. Zusammenfassung
Die Kommunale Gesundheitskonferenz und ihre Arbeitskreise sind nach der
pandemiebedingten Pause wieder erfolgreich gestartet. Alle Sitzungen fanden in digitaler
Form statt. Die Gremien haben sich in den vergangenen 2 Jahren intensiv mit verschiedenen
Fragen der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in
Bonn beschäftigt. Ein Schwerpunkt lag 2022 auf dem Bereich der geburtshilflichen Versorgung
von schwangeren Frauen und ihren Kindern.
Die Geschäftsstelle dankt allen beteiligten Personen für die geleistete und engagierte
Mitarbeit im Zeitraum 2021/2022.Seite 8 von 8

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Datenstand: 02.11.2026, 23:07 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de