230169-05 ST · Stellungnahme der Verwaltung
BBB-Anfrage: Errichtung des historischen Mauerfragments Vogtsgasse
Kerndaten
- Nummer
- 230169-05 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 01.11.2024
- Letzte Änderung
- 03.11.2026
Orte
- Brassertufer Hauptort
- Vogtsgasse
- Rheinufer
- F
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Unterausschusses Denkmalschutz Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 230169-05 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III BBB-Anfrage: Errichtung des historischen Mauerfragments Vogtsgasse Beratungsfolge Unterausschuss Denkmalschutz 06.11.2024 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Das beauftragte Büro hat bereits einen Entwurf für die Informationstafel erstellt, welcher sich momentan in der verwaltungsinternen Abstimmung befindet. Die Tafel soll nach der Abstimmung (Frist bis Mitte November) kurzfristig ergänzt werden. Anlage/n 1 Infotafel_Mauerfragment Entwurf (öffentlich)Seite 1 von 2 Die Bonner Stadtmauer am Brassertufer Auf den römischen Ruinen entstand im frühen Mittelalter eine kleine Siedlung direkt am Rhein. Anders als die Stiftsstadt um das Bonner Münster blieb diese unbefestigt, bis 1244 der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden den Bau einer großen Stadtmauer begann. Innerhalb weniger Jahre sicherten neue Stadttore und ein Befestigungsgraben die zuvor unbefestigten Vorstädte. In einem großen Halbkreis schloss sich die Wehranlage vom Rheinufer aus an die Stiftsstadt an. Spätestens im frühen 14. Jahrhundert erfolgte der Ausbau durch eine Mauer und vorgelagerte Halbrundtürme. Einer dieser Türme ist heute im rekonstruierten Sterntor erhalten. Die am wenigsten bedrohte Rheinseite wurde im Verlauf des 14. Jahrhunderts durch eine niedrigere Mauer mit mehreren Türmen und Toren befestigt. Das Giertor selbst war ein rechteckiger Torturm. Es war etwas nach Norden gedreht, vermutlich um es durch den so entstandenen Mauervorsprung vor Hochwasser und Treibgut zu schützen. Das Giertor wurde 1856 mit anderen Teilen der Stadtbefestigung abgebrochen, um das Bonner Rheinufer auszubauen. Sein Aussehen ist nur durch zwei Zeichnungen von den Künstlern J. F��� und M. F������ sowie die archäologischen Untersuchungen überliefert. Über die Gierpforte gelangte man in das Rheinviertel, das u.a. Geburts- und Wohnort von Ludwig van Beethoven war. Hier stand außerdem die mittelalterliche Gertrudiskapelle, die im zweiten Weltkrieg stark zerstört und später abgerissen wurde. Ein Teil dieser Mauer wurde 2010 bei archäologischen Ausgrabungen freigelegt. Das hier versetzte Stück stammt aus dem dreißig Meter langen Abschnitt, in dessen Mitte das Giertor lag. Wie überall wurde auch hier die Mauer aus lokalen Gesteinen, wie mächtigen Basaltsäulen und kleinen Tuffsteinen aufgemauert. Der ursprüngliche Fundort liegt einige Meter Richtung Norden im Bereich des Neubaus der Rheinlogen. Übersichtsfoto der archäologischen Grabung 2010 im Rahmen der Erbauung des Wohnkomplexes „Rheinlogen“ Zu erkennen sind die Überreste eines Turmes im Mauerverlauf der ehemaligen Bonner Stadtmauer. Dabei handelt es sich vermutlich um die Gierpforte. C. K�����, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland Ausschnitt aus der Vogelperspektive der Stadt Bonn von 1646, Kupferstich von M������� M����� Einzeichnung der Gierpforte (grün), der Gertrudiskapelle (rot) und des Zollgebäudes „Alter Zoll“ (blau) GertrudiskapelleGierpforteZollgebäude Ansicht der Stadt Bonn von 1620, kolorierter Kupferstich nach B���� und H�������� (Civitates Orbis Terraum) Platz für weitere Logos und BeschriftungenSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 22:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de