222504-04 · Mitteilungsvorlage
Pilotprojekt Eigenreinigung
Kerndaten
- Nummer
- 222504-04
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 09.12.2025
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- An der Umkehr Hauptort
- Rilkestraße
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Aktuelle Informationen der Verwaltung
- Sondersitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Mitteilungsvorlage öffentlich 222504-04 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn Dezernat: SGB Pilotprojekt Eigenreinigung Beratungsfolge Rat 11.12.2025 Aktuelle Informationen der Verwaltung Rat 05.02.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Der Rat der Bundesstadt Bonn hat im Rahmen der Verabschiedung des Haushaltes 2021/22 Mittel in Höhe von jährlich EUR 400.000, - für die Umsetzung eines Modellprojekts zur Eigenreinigung ausge- wählter städtischer Liegenschaften bereitgestellt. Das Pilotprojekt wurde am 01.09.2023 an vier Objek- ten gestartet und zunächst auf zwei Jahre befristet: 1. Kita „An der Umkehr“: o Eigenreinigung seit dem 01.09.2023 durch eine Reinigungskraft. 2. Adelheidisschule: o Einsatz von zwei Reinigungskräften und einem Springer. o Fünf Personalwechsel im Zeitraum vom 01.09.2023 bis 01.10.2024 3. Marktschule: o Start der Eigenreinigung verzögerte sich auf den 01.11.2023, zunächst mit einer Reini- gungskraft und zusätzlicher Fremdreinigung. o Vollständige Eigenreinigung ab dem 01.03.2024. o Verzögerung bei der Personalgewinnung 4. Gottfried-Kinkel-Schule: o Drei Reinigungskräfte für den Schulbereich und eine für die Turnhalle. o Vollständige Personalausstattung erst ab dem 01.03.2024. o Zwei Kündigungen bis zum 30.09.2024, Nachbesetzungen Anfang Dezember 2024. Die jährlichen Kosten des Pilotprojekts belaufen sich auf ca. 335.000 Euro und umfassen die Personal- kosten, die Anmietung der notwendigen Maschinen sowie Materialkosten. Demgegenüber würden die Kosten der Fremdreinigung in denselben Objekten jährlich bei etwa 180.000 Euro liegen. Die jährlichen Mehraufwendungen betragen somit 155.000 Euro. Im Kindergarten „An der Umkehr“ ist man mit der Reinigungsleistung zufrieden. Dort ist auch die ge- wünschte Objektidentifikation eingetreten. Die Arbeitsleistung und Motivation der ausführenden Reini- gungskraft sowie deren positives Verhältnis zur Kindertageseinrichtung ist hierfür ursächlich. An den Schulen hingegen, insbesondere in der Marktschule und der Adelheidisschule, herrschte schonSeite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) durch die hohe Fluktuation und Ausfälle nur eine geringe Zufriedenheit mit dem Pilotprojekt, da die fortwährende Einarbeitung neuer Reinigungskräfte die Geduld und Personalressourcen der Schule (Hausmeister und Schulleitung) strapazierte. An der Marktschule wurde daher ab dem 01. September 2025 wieder die Fremdreinigung beauftragt. Die dort bis dahin eingesetzten Reinigungskräfte wurden zur Durchführung der Unterhaltsreinigung fortan in der Kita Rilkestraße und in der Kita Büschelgarten eingesetzt. Sie führen die Arbeiten dort zur vollsten Zufriedenheit aus. Infolge eines Personalwechsels Anfang 2025 an der Adelheidisschule ist auch dort mittlerweile die Reinigungsleistung gut. An der Gottfried Kinkel Schule wird die Reinigungsleistung seit Beginn des Projektes positiv bewertet. Soweit die Reinigungsleistung in den Schulen über einen gewissen Zeitraum kontinuierlich erbracht wurden, wurden diese auch – von wenigen Leistungsversäumnissen abgesehen – positiv bewertet. Allerdings gab es dort insgesamt keine signifikant bessere Bewertung als bei der Fremdreinigung. In- soweit kann auch nicht bestätigt werden, dass festangestellte Reinigungskräfte per se eine höhere Ar- beitszufriedenheit mitbringen und damit bessere Leistungen erbringen. Zusätzlich ist eine wesentliche Erkenntnis aus dem Pilotprojekt, dass Fremdreinigungen aufgrund ein- tretender Personalvakanzen dennoch notwendig bleiben. Kurzfristige Ausfälle können von Fremdfirmen oft nicht umgehend kompensiert werden, was zu Verzögerungen führt. Ersatzleistungen der Fremdfir- men sind zudem kostenintensiver. Die Personalsteuerung für die Eigenreinigung ist ressourcenintensiv und aufwändig während Frem- dreinigung in der Regel kosteneffizienter und planbarer ist. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass eine Fortführung der Eigenreinigung unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht zielführend ist. Aufgrund der Abwägung der erheblichen Kosten und personellen sowie organisatorischen Aufwendun- gen mit dem erbrachten Output hat die Verwaltung beschlossen, das Projekt einzustellen und wieder zur bewährten Fremdreinigung zurückzukehren. Das SGB wird die durch die Beendigung des Pilotpro- jektes ausscheidenden Eigenreinigungskräfte dabei unterstützen, ein neues Arbeitsverhältnis bei den an den jeweiligen Objekten dann zu beauftragenden Reinigungsfirmen einzugehen. Aus Kostengründen und dem hohen personalwirtschaftlichen Aufwand hat die Verwaltung entschieden, das Pilotprojekt zu beenden und die betroffenen Objekte ab März 2026 wieder in die Fremdreinigung zu überführen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de