222499 · Mitteilungsvorlage
Energie- und Treibhausgas-Bilanzierung Bonn Fortschreibung 2020
Kerndaten
- Nummer
- 222499
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 02.01.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
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Mitteilungsvorlage öffentlich 222499 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB Energie- und Treibhausgas-Bilanzierung Bonn Fortschreibung 2020 Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 17.01.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda war von der Verwaltung zuletzt am 26.08.2021 über die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen in Bonn von 1990 bis 2018 informiert worden (Drucksache 211368). Die vorliegende Energie- und Treibhausgasbilanz stellt die Aktualisierung der Zeitreihen um die Jahre 2019 und 2020 dar. Im Rahmen der Berichterstattung zur Umsetzung des Bonner Klimaplans (Drucksache 222006) soll die Fortschreibung der Bonner Bilanz künftig ebenfalls jährlich erfolgen. Im aktuellen Ergebnis sind die Treibhausgas-Emissionen 2020 pro Kopf - bezogen auf das Referenzjahr 1990 - um 42 % und von 2018 bis 2020 um 14 % gesunken. Diese deutliche Reduzierung ist zu einem großen Teil auf die Auswirkungen der im März 2020 beginnenden Corona-Pandemie, insbesondere im Verkehrsbereich, zurückzuführen. Hier ist die weitere Entwicklung abzuwarten. Die Bonner Treibhausgas-Bilanzierung erfolgt nach einem anerkannten, im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelten bundeseinheitlichen Standards für kommunale Treibhausgasbilanzierungen (BISKO). Im externen Dokument „Energie- und Treibhausgas-Bilanzierung Bonn - Fortschreibung bis 2020“ werden die Methodik und die Ergebnisse ausführlich beschrieben. Methodisch bedingte in der Bilanzierung nicht berücksichtigte Aspekte wie die lokale Stromzusammensetzung oder Flugreisen werden im Bericht nachrichtlich dargestellt. In der Bonner Bilanzierung wurden bislang lediglich energiebedingte Treibhausgas-Emissionen berücksichtigt. Die BISKO-Methodik sieht zwar die Erfassung nicht energiebedingter Emissionen, beispielsweise aus der Landwirtschaft vor, die regelmäßige Erfassung im Rahmen eines Monitorings scheiterte aber bisher an einer mangelnden Datenverfügbarkeit. Da vor dem Hintergrund einer Klima- oder Treibhausgasneutralität sämtliche Emissionen betrachtet werden müssen, ist zukünftig perspektivisch die Erfassung auch der nicht-energetischen Treibhausgase vorgesehen.Seite 1 von 23 Seite 2 Anlage/n 1 Energie- und Treibhausgasbilanz Bonn 2020 (öffentlich)Seite 2 von 23 Seite 1 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021 Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035 Energie- und Treibhausgas-Bilanzierung Bonn Fortschreibung bis 2020Seite 3 von 23 Seite 2 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung .............................................................................................................................. 3 2 Methodik ................................................................................................................................ 3 Territorialprinzip .......................................................................................................................... 4 Kohlendioxid-Äquivalente ............................................................................................................ 5 Emissionsfaktor für den Strom-Mix ............................................................................................... 6 3 Datengrundlagen Möglichkeiten und Grenzen ......................................................................... 7 4 Entwicklung des Endenergieverbrauchs ................................................................................... 7 5 Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen ............................................................................... 9 Treibhausgas-Emissionen nach Bilanzierungsbereichen ............................................................... 10 Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern ............................................................................ 10 6 Entwicklung der Pro-Kopf-Emissionen .................................................................................... 11 7 Erweiterte Angaben .............................................................................................................. 12 Lokaler Strom-Mix ...................................................................................................................... 12 Flugemissionen .......................................................................................................................... 14 8 Ausblick................................................................................................................................. 15 9 Opendata .............................................................................................................................. 16 10 Anhang Tabellen ................................................................................................................ 17Seite 4 von 23 Seite 3 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 1 Einführung Die erste CO2-Bilanz für die Stadt Bonn wurde von der Fraunhofer Gesellschaft (FHG-ISI) im Rahmen des Energie- und Klimaschutzkonzepts 1999 mit Daten des Jahres 1995 erstellt und bezog sich als Referenz auf das Gründungsjahr des Klima-Bündnis 1987. Später erfolgte eine Anpassung auf das international übliche Referenzjahr 1990. Seit 2008 führt die Stadt Bonn eine eigene CO2-Bilanzierung durch, in die die Daten der Fraunhofer-Erhebung integriert wurden, so dass eine mit dem Referenzjahr 1990 beginnende konsistente Zeitreihe entsteht. Die Bilanzierung wird zurzeit alle zwei Jahre fortgeschrieben. Eine CO2- oder Treibhausgasbilanz gibt die durch den gesamten Energieverbrauch von privaten Haushalten, Wirtschaft und Verkehr innerhalb definierter Bilanzgrenzen verursachten Treibhausgas- (THG-)Emissionen wieder. Die Bilanzierungsergebnisse sind grundsätzlich nicht witterungskorrigiert, um die tatsächlich emittierten THG-Mengen abzubilden. Lediglich zu Interpretationszwecken der Zeitreihen der Endenergieverbräuche wird eine Witterungskorrektur durchgeführt (s. Abschnitt 4). Die vorliegende Bilanz stellt die Aktualisierung der Zeitreihen um die Jahre 2019 und 2020 dar. Wie schon in der Fortschreibung bis 2018 erfolgt die Berechnung nach einem neuen im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelten bundeseinheitlichen Standard für kommunale Bilanzierungen (BISKO). Einzelheiten zur Methodik sind im Kapitel 2 dieses Berichts näher beschrieben. Im Ergebnis sind die einwohnerbezogenen THG-Emissionen 2020 – bezogen auf das Referenzjahr 1990 – um 42 Prozent gesunken, seit der letzten Fortschreibung 2018 um weitere 14 Prozent. Diese deutliche Reduzierung ist im Wesentlichen auf zwei Aspekte zurückzuführen. Zum einen erreichte der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland trotz restriktiver Entscheidungen in der Bundespolitik durch begünstigende Witterungsbedingungen mit 45 % ein Rekordhoch. Zum anderen führten die Auswirkungen der im März 2020 beginnenden Corona-Pandemie im Verkehrsbereich zu einem drastischen Rückgang der Verkehrsmengen in der Jahressumme für 2020. 2 Methodik Die vorliegende Bilanzierung erfolgt nach dem „Bilanzierungsstandard Kommunal“ (BISKO). Dieser Standard wurde 2014 vom IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelt. Finanziell gefördert wurde die Entwicklung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Stadt Bonn war in einer Arbeitsgruppe des Klima-Bündnis an der Entwicklung des Standards beteiligt. Wesentliche Merkmale des BISKO sind eine strikte territoriale Betrachtungsweise auch des Verkehrsbereichs, die Berücksichtigung auch der Treibhausgase nach Kyoto-Protokoll als Kohlendioxid-Äquivalente sowie eine einheitliche Berücksichtigung des Bundesstrommixes beim Emissionsfaktor für Strom. Basis für die Berechnung der Emissionen sind für alle Bereiche nach wie vor die Endenergieverbräuche. Endenergie ist die Energie, die vom Verbraucher an einem bestimmten Punkt, beispielsweise Erdgaszähler oder Tankstelle, vom Lieferanten abgenommen wird, ohne Transport- und Umwandlungsverluste. Diese werden in weiteren Schritten über entsprechende Faktoren bei der Berechnung der CO2-Emissionen berücksichtigt. Im Folgenden sollen die wesentlichen Aspekte des BISKO erläutert werden.Seite 5 von 23 Seite 4 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Territorialprinzip Im stationären Bereich wurde auch in den bisherigen Bilanzierungen gebietsbezogen bilanziert, das heißt, Basis ist der Endenergieverbrauch von Haushalten, Gebäuden und Infrastruktur innerhalb des Stadtgebietes. Im Verkehrsbereich, insbesondere beim motorisierten Individualverkehr, gibt es erst seit wenigen Jahren gebietsabgegrenzte Fahrleistungsdaten. Grundlage dazu ist eine vom IFEU Heidelberg zusammen mit dem Umweltbundesamt entwickelte Modellberechnung, die auf Basis von großräumigen Verkehrszählungen und darauf aufgesetzten Berechnungen die Ermittlung von Fahrleistungssummen kommunenscharf für jede Fahrzeugkategorie ermöglicht. Abbildung 2.1: Unterschiedliche Systemgrenzen bei der Verkehrsbilanzierung Mit den Daten der Bonner Verkehrsplanung waren solche Berechnungen bislang nicht möglich. Deshalb wurde hier in der Vergangenheit verursacherbasiert bilanziert. Die streckenbezogenen Fahrleistungen der Deutschen Bahn liegen schon seit einiger Zeit in dieser Form vor, so dass mit der Integration auch des motorisierten Individualverkehrs hier eine methodische Unkorrektheit beseitigt werden konnte. Insgesamt bildet die gebietsbezogene Betrachtung die spezifische Situation des Verkehrs in Bonn wesentlich besser ab. Eine Besonderheit ergibt sich bei der Bilanzierung des Flugverkehrs. Der territoriale Ansatz berücksichtigt nur den Energieverbrauch von Starts und Landungen auf dem Gebiet der Kommune bis zu einer Flughöhe von 900 m. Weil sich sowohl der Flughafen Köln-Bonn als auch der Verkehrslandeplatz Bonn/Hangelar nicht auf dem Stadtgebiet befinden, bedeutet dies für Bonn, dass nach dieser Methodik keine Flugemissionen bilanziert werden. Die Geschäftsbeteiligungen der Stadt Bonn an beiden Gesellschaften finden hier keine Berücksichtigung. In Abschnitt 7.2 „Flugemissionen“ wird deshalb nachrichtlich über die von Bonner Einwohnerinnen und Einwohner durchschnittlich verursachten Flugkilometer berichtet.Seite 6 von 23 Seite 5 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Kohlendioxid-Äquivalente Neben Kohlendioxid haben auch andere durch natürliche und anthropogene Vorgänge emittierte Gase einen Anteil am Treibhauseffekt, beispielsweise Methan, Lachgas, usw. Ihr Anteil an den Gesamtemissionen ist im Vergleich zum Kohlendioxid sehr gering, ihre Treibhauswirkung aber um ein Vielfaches höher als die des Kohlendioxids. Treibhausgase Treibhausgas GWP*-Faktor Anteil am Treibhauspotenzial Kohlendioxid CO2 1 88,2 % Methan CH4 21 6,0 % Lachgas N2O 310 4,2 % Fluorkohlenwasserstoffe HFKW / FKW 12.400 Schwefekhexafluorid 23.500 1,7 % Stickstofftrifluorid 16.100 *: GWP: Global Warming Potential (Treibhauspotenzial bezogen auf CO2) Abbildung 2.2: Treibhausgase nach Kyoto-Protokoll Über sogenannte Treibhauspotenzial-Faktoren (engl. Global Warming Potential- oder GWP-Faktoren) werden die emittierten Mengen der Treibhausgase in ihrer Wirkung auf das Kohlendioxid bezogen. Der GWP-Faktor gibt also an, wie viel eine bestimmte Menge eines Treibhausgases im Vergleich zur gleichen Menge CO2 in angenommenen 100 Jahren zur globalen Erwärmung beiträgt. Diese Mengen werden als CO2-Äquivalent auf die Kohlendioxid-Mengen aufgeschlagen. In der Maßeinheit wird dies durch den Zusatz eq verdeutlicht. Abbildung 2.2 zeigt eine Aufstellung der Treibhausgase mit den GWP-Faktoren und den Anteil am Gesamtpotenzial. Während die hauptsächlich bei Verbrennungsvorgängen freigesetzten Kohlendioxidmengen über die eingesetzten Energiemengen in der Praxis gut zu erfassen sind, ist die separate Erfassung der größtenteils nichtenergetischen Emissionen der anderen Treibhausgase nicht möglich. Im BISKO- Standard werden diese Emissionen deshalb vereinfacht durch einen Aufschlag auf die Emissionsfaktoren (einschließlich Vorkette) berücksichtigt. Die verwendeten Emissionsfaktoren sind also wie folgt zusammengesetzt: Stoffbezogene Menge Kohlendioxid gCO2 / kWh + Vorkette für Transport und Bereitstellung gCO2 / kWh + GWP-Äquivalente Mengen weiterer THG gCO2eq / kWh = Treibhausgasäquivalente Menge Gesamt gCO2eq / kWhSeite 7 von 23 Seite 6 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Es sei angemerkt, dass der kommunale Bilanzierungsstandard bislang nur die Erfassung energiebedingter Treibhausgasemissionen vorsieht. Sowohl in den Sektoren Industrie (Produktion), als auch die Kommunalen Einrichtungen (Abfall, Abwasser) und im Gewerbe/Handel/Dienstleistungen (Landwirtschaft) werden auch nicht-energiebedingte Treibhausgasemissionen freigesetzt, deren Erfassung bislang an der Datenverfügbarkeit scheiterte. Der Anteil dieser nicht-energiebedingten Emissionen ist von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich und kann je nach Profil zwischen 2 % und 20 % der energiebedingten Emissionen betragen. Entsprechend unklar ist noch, wie relevant diese Emissionen im Einzelfall auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität sind. In einer dienstleistungsgeprägten Kommune ohne nennenswerte Landwirtschaft und Industrie wie Bonn wird sich der Anteil eher am unteren Ende bewegen. Eine zukünftige Erfassung der nicht-energetischen Treibhausgase wird aber unabdingbar sein. Emissionsfaktor für den Strom-Mix Für die Bewertung der Treibhausgasintensität des lokalen Strombedarfs wird für die Berechnung in BISKO der Bundesstrommix angesetzt. Lokale Energieanlagen können nachrichtlich in einer Bilanz mit Regionalmix dargestellt werden. Für Kommunen, die besonders engagiert im Ausbau erneuerbaren Energien im Strombereich sind, erscheint dies oft unvorteilhaft. Die Methodik von BISKO stellt den Energieverbrauch und die daraus resultierenden Treibhausgasemissionsmengen ins Zentrum der Betrachtungen. So wird vornehmlich das Voranschreiten bei der Energiebedarfsminderung in einer Kommune sichtbar. Eine Kompensation von Treibhausgasemissionen durch Berücksichtigung der lokalen erneuerbaren Anteile zur Stromerzeugung oder durch Finanzierung externer Klimaschutzprojekte würde unmittelbar über den Handlungsbedarf zur Vermeidung hinwegtäuschen. Der Ausbau der lokalen erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung ist unabdingbar für die Erreichung der nationalen Ziele, vor dem Hintergrund der regional ungleichen Potenziale aber unterschiedlich ausgeprägt. Kommunen mit einem ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien leisten daher den notwendigen Beitrag zur Senkung des Bundesstrommix und haben dabei die Möglichkeit die regionale Wertschöpfung zu steigern. Für die vorliegende Bonner Bilanzierung bedeutet das folgendes: In früheren Bonner CO2-Bilanzen wurde ein Emissionsfaktor verwendet, der aus der Stromkennzeichnung der Stadtwerke Bonn unter Berücksichtigung der im Heizkraftwerk Nord produzierten eigenerzeugten Strommengen und der Liefermengen von anderen Stromanbietern nur annähernd genau ermittelt werden konnte. Dieser Emissionsfaktor unterschied sich zudem auch aufgrund der Berücksichtigung der Vorkette von dem in der Stromkennzeichnung der Stadtwerke angegebenen Emissionsfaktor. Nach BISKO ist jetzt die Verwendung des Emissionsfaktors für den Bundesstrom-Mix verbindlich vorgegeben. Am Markt beschaffte Strommengen mit anderen Zusammensetzungen (meist aus regenerativen Energieträgern) werden nicht berücksichtigt. Diese sowie die auf dem Gebiet der Kommune eigenproduzierten Strommengen und der sich daraus ergebende Emissionsfaktor werden in Abschnitt 7.1 „Strom-Mix“ nachrichtlich dargestellt.Seite 8 von 23 Seite 7 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 3 Datengrundlagen Möglichkeiten und Grenzen Bei der Erstellung von THG-Bilanzen wird versucht, bevorzugt auf sogenannte Primärdaten, das heißt gemessene und abgerechnete Liefermengen, zurückzugreifen. Die Verbräuche der leitungsgebundenen Energieträger Strom, Erdgas und Fernwärme beispielsweise liegen als gemessene Verbrauchssummen vor und werden unter anderem von den Stadtwerken Bonn als Netzbetreiber zur Verfügung gestellt. Die Daten nicht leitungsgebundener Energieträger wie Heizöl oder Festbrennstoffe liegen in dieser Form nicht vor. Zur Bestimmung der jeweiligen Endenergieverbräuche werden für diesen Bereich Daten aus Landesstatistiken auf das Stadtgebiet von Bonn heruntergerechnet. Die Ergebnisse sind, da hier auch statistische Annahmen einfließen, mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet. Die Verfügbarkeit dieser Statistiken und die notwendige Aufbereitung der Daten ist einer der Gründe, die dazu führen, dass die Bilanz eines Jahres erst mit zeitlicher Verzögerung fertig gestellt werden kann. Aufgrund der erläuterten Unsicherheiten ist bei der Interpretation der Daten auch zu berücksichtigen, dass eine Energie- und THG-Bilanz in der vorliegenden Form in ihrer Gesamtheit lediglich gesamtstädtische Entwicklungen aufzeigen kann. Eine Abbildung oder ein Monitoring einzelner Maßnahmen kann daraus nicht abgeleitet werden. Hierzu ist eine gesonderte Betrachtung und Evaluierung einzelner Maßnahmen und Projekte erforderlich. 4 Entwicklung des Endenergieverbrauchs 2020 betrug der gesamte absolute Endenergieverbrauch rund 6,1 Millionen Megawattstunden. Neben einem weiteren Rückgang in den Bereichen Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie ist insbesondere im Verkehrsbereich durch die Corona-bedingten Einschränkungen eine deutliche Minderung zu verzeichnen (Abbildung 4.1). Berücksichtigt man die gestiegenen Einwohnerzahlen und eine Korrektur witterungsbedingter Einflüsse beim Heizenergieverbrauch, so zeigt sich aber deutlich, dass der stationäre Endenergieverbrauch im Bereich der privaten Haushalte seit etwa 10 Jahren wieder kontinuierlich ansteigt und inzwischen mit rund 2,6 Millionen Megawattstunden wieder das Niveau von 1990 erreicht hat (Abbildung 4.2). Hier scheinen sich deutliche Rebound-Effekte abzuzeichnen, die Einsparungen durch Effizienzsteigerungen wie beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von LED-Technik bei der Beleuchtung durch Mehrverbrauch in anderen Bereichen wieder zunichtemachen. Insgesamt wird der Rückgang des gesamten stationären Energieverbrauchs von jährlich 5,51 Millionen Megawattstunden im Jahr 1990 auf 4,84 Millionen Megawattstunden in 2020 allein durch die Wirtschafts-Sektoren getragen.Seite 9 von 23 Seite 8 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Abbildung 4.2: Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen Absolute Werte Abbildung 4.2: Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen Einwohner- und Witterungsbereinigt Für eine Normierung der Einwohnerzahlen in der obigen Abbildung 4.2 wurden die Endenergieverbräuche der Vorjahre auf die Einwohnerzahl aus 2020 (333.794) umgerechnet. Zur Bereinigung witterungsbedingter Einflüsse werden die zur Gebäudeheizung genutzten EnergieanteileSeite 10 von 23 Seite 9 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 um Faktoren korrigiert, die aus den Abweichungen der Tagestemperaturmittelwerte des betreffenden Jahres zum langjährigen Mittel errechnet werden. Die Aufteilung auf die Energieträger innerhalb der einzelnen Bereiche zeigt Abbildung 4.3. Es ist zu erkennen, dass die Sektoren Private Haushalte mit jetzt 39 % und Wirtschaft mit rund 32 % am Gesamtendenergieverbrauch beteiligt sind. Im Sektor Wirtschaft liegt dabei der Schwerpunkt mit 1,44 Millionen Megawattstunden auf dem Bereich Gewerbe/Handel/Dienstleistungen gegenüber dem Bereich Industrie/Rohstoffe/Produktion mit 0,47 Millionen Megawattstunden. Der Bereich Verkehr hatte im Jahr 2020 einen Anteil von knapp 26 Prozent am Gesamt-Endenergieverbrauch. Abbildung 4.3: Aufteilung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen 2020 5 Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen Die Berechnung der Treibhausgas-Emissionen erfolgt auf Basis des Endenergieverbrauchs, aber unter Berücksichtigung der sogenannten Vorkette, also auch der Emissionen, die bei Energieerzeugung, - transport und -bereitstellung entstehen sowie einem Äquivalenz-Aufschlag für die übrigen Treibhausgase. Die entsprechenden Emissionsfaktoren für den BISKO-Standard stellt das IFEU zur Verfügung. Einige entstammen der GEMIS-Datenbank 4.94. 0 500.000 1.000.000 1.500.000 2.000.000 2.500.000 3.000.000 Private Haushalte Kommunale Einrichtungen Verkehr Endenergie [MWh] Diesel Benzin Erneuerbare Energien Sonstige fossil Heizöl Fernwärme Erdgas Strom 39 24 % 3,6 % 7,7 % 26 %Seite 11 von 23 Seite 10 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Treibhausgas-Emissionen nach Bilanzierungsbereichen Die absoluten CO2-Emisionen haben sich im Bilanzierungszeitraum von rund 2,92 Mio. Tonnen in 1990 auf 1,85 Mio. Tonnen in 2020 um 37 % verringert. In Abbildung 5.1 lässt sich auch ablesen, dass die Emissionen im stationären Bereich (Privathaushalte, Wirtschaft) von 2,40 Mio. Tonnen in 1990 auf 1,35 Mio. Tonnen in 2020 sogar um rund 44 % gesunken sind, während für den Verkehrsbereich erst im Jahr 2020 durch die Corona-bedingten Einschränkungen eine signifikante Abnahme zu erkennen ist. Mögliche Ursachen der Emissionsminderungen lassen sich beim Blick auf die einzelnen Energieträger in Abschnitt 5.2 erkennen. Abbildung 5.1: Treibhausgas-Emissionen nach Bereichen Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern Abbildung 5.2 zeigt die absoluten Treibhausgas-Emissionen der einzelnen Energieträger über alle Bereiche. Die Emissionen des Stromverbrauchs sind im Betrachtungszeitraum bei annähernd konstantem Verbrauch um 51 % zurückgegangen. Maßgeblich dafür ist, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromproduktion in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Im Jahr 2020 betrug der Anteil 45 Prozent. Auch die Emissionen aus der Fernwärme sind durch den Umstieg auf Erdgas und Mülldampf und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung im Heizkraftwerk Nord deutlich reduziert worden. Deutlich sinkende Tendenzen sind auch beim Verbrauch von Heizöl und Kohle zu erkennen. Diese werden jedoch erkauft mit einem stagnierenden hohen Emissionsniveau beim Energieträger Erdgas. 2,05 Mio. Tonnen bedeuten einen Anteil von 45 % an den gesamten stationären Treibhausgasemissionen. Die in den letzten Jahren praktizierte Vorgehensweise, ausgediente Heizölanlagen durch neue Erdgasheizungen zu ersetzen, muss vor dem Hintergrund des vollständigen Ausstiegs aus fossiler Energieumwandlung grundsätzlich infrage stehen.Seite 12 von 23 Seite 11 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Auch im Verkehrssektor dominieren nach wie vor die fossilen Kraftstoffe das Emissionsgeschehen. Hauptemittent stellt hier der Straßenverkehr dar. Der Anteil biogener Kraftstoffe durch Beimengungen von Bioethanol bzw. Biodiesel betrug 2020 4,4 Prozent bzw. 7,0 Prozent. Der Anteil batterieelektrisch betriebener PKW lag 2020 bei rund 0,6 %. Abbildung 5.2: Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern 6 Entwicklung der Pro-Kopf-Emissionen Bei der Interpretation der Pro-Kopf-Emissionen ist zu beachten, dass es sich hierbei lediglich um eine Kennzahl handelt. Die Angabe entspricht nicht den von einer Bonner Einwohnerin oder einem Bonner Einwohner im Durchschnitt verursachten Treibhausgasemissionen. Hierzu ließen sich allenfalls die Emissionen des Bereichs Private Haushalte in Form von Heizenergie und Stromverbrauch heranziehen. Einwohnerinnen und Einwohner einer Kommune verursachen Treibhausgasemissionen im wesentlich auch durch Ernährung und Konsum. Diese Emissionen werden aber zum größten Teil nicht auf dem Territorium einer Kommune freigesetzt, sondern in anderen Regionen oder sogar in anderen Ländern. Man spricht hier auch von importierten Emissionen, die nach BISKO dort bilanziert werden, wo sie entstehen. Bonn hat durch seine dienstleistungsorientierte Prägung einen relativ geringen Anteil an produzierendem Gewerbe, was zu einer insgesamt vergleichsweise niedrigen Kennzahl führt. Das gilt es beim Vergleich mit anderen Städten zu beachten. Es gibt andere Bilanzierungsansätze wie den sogenannten CO2-Fußabdruck, die von einzelnen Menschen verursachte Emissionen darstellen. Diese Berechnungen basieren aber auf dem Herunterbrechen statistischer Daten und sind für ein kleinräumiges Monitoring auf kommunaler Ebene nicht anwendbar. Die Pro-Kopf-Kennzahl für das Jahr 2020 ist gegenüber dem Jahr 1990 von 9,6 t auf 5,6 t um rund 42 % zurückgegangen (s. Abbildung 6.1).Seite 13 von 23 Seite 12 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Abbildung 6.1: Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen pro Kopf nach Energieträgern 7 Erweiterte Angaben Wie in Abschnitt 2 „Methodik“ erwähnt, macht der Kommunale Bilanzierungsstandard BISKO strikte Vorgaben in Bezug auf die territoriale Betrachtungsweise. Dadurch werden im Ergebnis aber unter Umständen bestimmte Bereiche oder Aspekte, in denen eine Kommune Anstrengungen zur Emissionsreduzierung unternimmt, nicht dargestellt. Insbesondere sind dies die Darstellung eines lokalen Strom-Mixes und die durch Flüge verursachten Emissionen, die im Folgenden nachrichtlich beschrieben werden. Lokaler Strom-Mix In Abschnitt 2.3 „Emissionsfaktor für den Strom-Mix“ wird beschrieben, warum der BISKO-Standard die Verwendung des Emissionsfaktors für den nationalen Strom-Mix vorgibt. Zum einen jedoch produzieren die Stadtwerke Bonn im Heizkraftwerk Nord Strom aus Erdgas und Mülldampf unter Auskopplung von Fernwärme. Dieses Verfahren gleichzeitiger Produktion von Strom und Wärme führt zu niedrigeren Emissionsfaktoren. Zum anderen kaufen die Stadtwerke am Markt herkunftsbezogene Strommengen, die vorrangig aus erneuerbaren Energien produziert werden. Diese werden ebenfalls in der lokalen Stromkennzeichnung dargestellt, so dass sich bilanziell ein gegenüber dem Bundes-Mix niedrigerer Emissionsfaktor für den von den Stadtwerken in Bonn verkauften Strom errechnen würde. Für die im Folgenden dargestellte nachrichtliche Betrachtung wurde der Emissionsfaktor für die von denSeite 14 von 23 Seite 13 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Stadtwerken an ihre eigenen Kunden verkauften Strommengen aus den in deren Stromkennzeichnung 2020 angegebenen Mengenanteilen neu berechnet. Dazu wurden aber je Energieträger die Emissionsfaktoren verwendet, die das IFEU-Institut auch zur Berechnung des Bundesmixes verwendet. Somit enthält dieser Strom-Emissionsfaktor auch Anteile für Vorkette und Äquivalente und kann so mit dem Faktor für den Bundesmix verglichen werden. Da die genaue Zusammensetzung für die durch das Verteilnetz der Stadtwerke geleiteten Strommengen anderer Stromanbieter nicht bekannt ist, wurde für diese Anteile weiterhin der Emissionsfaktor für den Bundes-Mix angenommen und aus beiden unter Berücksichtigung der gelieferten Mengen ein lokaler Gesamt-Emissionsfaktor berechnet. Mit 161 gCO2eq/kWh für den „Stadtwerke“-Strom und 429 gCO2eq/kWh für die restlichen Mengen ergibt sich dieser Gesamt-Emissionsfaktor für das Jahr 2020 zu 291 gCO2eq/kWh In Abbildung 7.1 sind die Emissionsfaktoren, national und lokal, für die Jahre 1990 und 2020 gegenübergestellt. Die Höhe der Balken veranschaulicht den Emissionsfaktor, die Aufteilung zeigt jedoch die Mengenverhältnisse der eingesetzten Energieträger. Hier wird deutlich, dass sich auch im Bundes-Strommix der Einsatz erneuerbarer Energien seit 1990 deutlich erhöht hat. Abbildung 7.1: Stromzusammensetzung - Mengenanteile und Emissionsfaktoren Vergleich Bundes-Mix und Lokaler Mix Bonn Auf die Bonner Bilanz angewendet führt diese Betrachtung zu einer bilanziellen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um weitere 205.000 Tonnen. Die Pro-Kopf-Kennzahl reduziert sich auf 4,9 Tonnen. Die Gesamtreduzierung seit 1990 beträgt damit absolut 1.275.000 Tonnen Äquivalente oder 44 %. Die Pro-Kopf-Kennzahl reduziert sich um 4,7 Tonnen bzw. 49 %. In Abbildung 7.2 ist diese Reduzierung für die einzelnen Bilanzierungsbereiche dargestellt. Da die Stadt Bonn für alle eigenen Liegenschaften und infrastrukturellen Einrichtungen zertifizierten Ökostrom bezieht, wurde für den Bereich der kommunalen Einrichtungen hier mit einem Emissionsfaktor 0 gerechnet.Seite 15 von 23 Seite 14 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Abbildung 7.2: Aufteilung der THG-Emissionen nach Bereichen und Energieträgern 2020 bei Betrachtung unterschiedlicher Strom-Emissionsfaktoren Durch die unterschiedlichen Anteile von Strom und Wärmeenergie in den einzelnen Bereichen verschieben sich die dargestellten prozentualen Anteile an den Gesamtemissionen entsprechend. Flugemissionen In Abschnitt 2.1 „Territorialprinzip“ wurde auch beschrieben, dass nach dem BISKO-Standard keine Flugemissionen für Bonn dargestellt werden. Der territoriale Ansatz berücksichtigt nur den Energieverbrauch von Starts und Landungen von einem Flughafen auf dem Gebiet einer Kommune bis zu einer Flughöhe von 900 m. Diese Daten sind zwar für alle Verkehrsflughäfen und -landeplätze verfügbar, aber sowohl der Flughafen Köln-Bonn als auch der Verkehrslandeplatz Bonn/Hangelar befinden sich nicht auf Bonner Stadtgebiet. Es sollen deshalb an dieser Stelle nachrichtlich die Flugemissionen dargestellt werden, die von Bonner Bürgerinnen oder Bürger verursacht wurden. Durch die pandemiebedingten Einschränkungen ist der Passagierflugverkehr 2020 um rund 75 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Wenn davon ausgegangen wird, dass sich das Reiseverhalten der Bonnerinnen und Bonner nicht wesentlich vom bundesweiten Durchschnitt unterscheidet, hat im Jahr 2020 jede Einwohnerin /jeder Einwohner im statistischen Mittel eine Strecke von etwa 225 km mit dem Flugzeug zurückgelegt (Quelle: UBA – Verkehrsleistungen in Deutschland; Flugkilometer 2020: 18,7 Mrd. Personenkilometer). Aus spezifischen Faktoren für Kerosinverbrauch und Emissionen lassen sich dann für jede Bonnerin und jeden Bonner im Durchschnitt Flugemissionen von 25 Kg im Jahr 2020 ermitteln. ZurSeite 16 von 23 Seite 15 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Berücksichtigung des Global Warming Potentials der Non-CO2-Emissionen, insbesondere der Emissionen in Flughöhen über 9 km, wird dieser Wert mit einem Faktor von 2,7 multipliziert. Die Herleitung dieses Faktors ist in einer Publikation der atmosfair gGmbH beschrieben (atmosfair Flug- Emissionsrechner - Dokumentation der Methode und Daten - https://www.atmosfair.de/wp- content/uploads/flug-emissionsrechner-dokumentation-berechnungsmethode-1.pdf). Die atmosfair gGmbH berücksichtigt diese Aspekte bei der Berechnung von Kompensationsbeiträgen für Flugreisen. Die Gesamt-Emissionen aus Flugreisen betragen also pro Bonnerin und Bonner im Durchschnitt 68 Kilogramm CO2-Äquivalente für das Jahr 2020. Zum Vergleich, für einen Hin und Rückflug von Köln- Bonn in den Mittelmehrraum mit einer Gesamtstrecke von 2.700 km errechnet atmosfair Flugemissionen von 630 Kilogramm CO2-Äquivalente. 8 Ausblick Im sogenannten European Green Deal haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union im Dezember 2019 zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt. Die Stadt Bonn hat mit dem Beschluss des Hauptausschusses zur Klimaneutralität bis 2035 dem Erreichen dieses Ziels noch eine deutlich größere Dringlichkeit vorgegeben. Zur Umsetzung des Beschlusses hat die Stadt Bonn unter Einbindung einer breiten zivilgesellschaftlichen Beteiligung den Klimaplan 2035 erarbeitet. Der Klimaplan 2035 zeigt auf, wie unter Einhaltung eines 1,5 Grad-konformen CO2-Budgets eine Klimaneutralität bis 2035 erreicht werden kann (s. Abbildung 8.1). Abbildung 8.1: Absenkpfad des Klimaplans Bonn unter Berücksichtigung eines CO2-Restbudgets zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels (Quelle: Gertec, Jung Stadtkonzepte, Wuppertal Institut – Klimaplan Bonn 2035)Seite 17 von 23 Seite 16 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Der Klimaplan definiert als Strategie klare Ziele und Entwicklungspfade für die kommenden 13 Jahre. Und er enthält ein konkretes „Arbeitsprogramm Klimaschutz“ mit 67 einzelnen Aktivitäten für zunächst drei Jahre, die im Bereich der kommunalen Handlungsmöglichkeiten umsetzbar sind. Als Basis für die Definition einer Klima- oder Treibhausgasneutralität und als Messlatte für die Zielerreichung dient die städtische Treibhausgasbilanzierung nach der BISKO-Methodik. Es ist deshalb vorgesehen, die Bilanzierung nach erfolgtem Zielbeschluss des Klimaplans im Rahmen des Umsetzungsberichts zukünftig ebenfalls jährlich zu erstellen. Zusätzliche Indikatoren sollen Informationen über den Stand der Umsetzung liefern. Zur zusammenfassenden Darstellung sollen all diese Informationen auf dem Weg zur Klimaneutralität gebündelt auf einer neu geplanten, gemeinsamen Plattform dargestellt und veröffentlicht werden. Die Stadtverwaltung selbst hat sich bereits nach einem gesonderten Ratsbeschluss auf den Weg gemacht, das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 für die Verwaltung selbst und ihre Gesellschaften mit Beteiligungsmehrheit zu erreichen. Dazu hat sie für den „Konzern Stadt Bonn“ eine über die gesamtstädtische Bilanzierung hinausgehende differenziertere Bilanzierung nach dem Greenhouse Gas Protocol erstellt und auf Grundlage dessen einen Maßnahmenplan erarbeiten lassen. 9 Opendata Dieser Bericht sowie ein Tabellenanhang im Excel-Format werden auch auf dem Portal „Offene Daten Bonn“ unter opendata.bonn.de zum Download bereitgestellt.Seite 18 von 23 Seite 17 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 10 Anhang Tabellen Stadt Bonn - Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035 - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2020 - Tabellen Inhalt 1. Endenergieverbrauch insgesamt 1.1 Endenergie insgesamt nach Energieträgern 1.2 Endenergie insgesamt nach Bereichen 2. Endenergieverbrauch der Verbrauchssektoren nach Energieträgern 2.1 Private Haushalte 2.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen 2.3 Kommunale Einrichtungen 2.4 Industrie 2.5 Verkehr 3. Kohlendioxid insgesamt 3.1 Kohlendioxid insgesamt nach Energieträgern 3.2 Kohlendioxid insgesamt nach Bereichen 4. Kohlendioxidemissionen der Verbrauchssektoren nach Energieträgern 4.1 Private Haushalte 4.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen 4.3 Kommunale Einrichtungen 4.4 Industrie 4.5 VerkehrSeite 19 von 23 Seite 18 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2020 - Tabellen 1. Endenergieverbrauch insgesamt 1.1 Endenergie insgesamt nach Energieträgern Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Endenergieverbrauch in Gigawattstunden Strom 1.481 1.543 1.499 1.691 1.692 1.679 1.656 1.667 1.606 1.601 1.611 1.569 1.583 1.550 1.485 Heizöl 1.104 1.084 1.000 821 692 551 513 529 433 462 459 461 405 441 443 Erdgas 2.064 2.249 2.223 2.262 2.437 2.002 2.180 2.308 1.906 2.063 2.178 2.177 2.124 2.154 2.048 Fernwärme 387 449 391 515 565 454 490 523 421 456 487 492 468 480 447 Kohle 182 141 94 68 39 33 29 29 27 25 23 21 20 17 15 Sonstige Konventionelle 106 115 112 87 62 59 66 72 66 72 76 76 76 77 72 Erneuerbare Energien 33 38 39 61 96 84 87 93 81 87 89 91 89 91 95 Benzin incl. Biobenzin 936 982 979 820 709 697 671 651 640 609 601 598 595 604 531 Diesel incl. Biodiesel 539 661 759 903 967 968 973 986 1.066 1.032 1.053 1.076 1.060 1.071 968 Insgesamt 6.830 7.262 7.096 7.228 7.258 6.527 6.665 6.857 6.246 6.407 6.578 6.562 6.421 6.485 6.103 1.2 Endenergie insgesamt nach Bereichen Bereiche 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Endenergieverbrauch in Gigawattstunden Private Haushalte 2.255 2.475 2.446 2.518 2.721 2.269 2.407 2.521 2.178 2.338 2.423 2.406 2.392 2.470 2.396 Gewerbe/Handel/Dienstl. 1.968 1.943 1.742 1.826 1.750 1.576 1.604 1.684 1.417 1.489 1.618 1.630 1.543 1.522 1.435 Kommunale Einrichtungen 243 247 252 243 255 226 231 241 215 235 243 240 231 228 218 Industrie 822 891 847 844 766 700 688 686 643 616 550 524 511 502 473 Verkehr 1.543 1.707 1.809 1.796 1.766 1.756 1.735 1.725 1.793 1.730 1.744 1.762 1.744 1.763 1.581 Insgesamt 6.830 7.262 7.096 7.228 7.258 6.527 6.665 6.857 6.246 6.407 6.578 6.562 6.421 6.485 6.103 2. Endenergieverbrauch der Verbrauchssektoren nach Energieträgern 2.1 Private Haushalte Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Endenergieverbrauch in Gigawattstunden Strom 462 491 495 551 559 542 545 543 540 544 547 551 554 547 548 Heizöl 441 486 490 480 415 318 318 324 261 276 273 270 242 282 290 Erdgas 1.157 1.289 1.250 1.274 1.523 1.224 1.344 1.440 1.198 1.319 1.398 1.385 1.397 1.434 1.358 Fernwärme 70 82 87 99 126 104 114 122 101 113 118 116 113 119 114 Kohle 52 37 35 21 9,1 7,9 8,7 8,8 8,0 7,4 6,1 4,4 3,7 1,9 1,9 Sonstige Konventionelle 69 75 73 55 30 26 29 32 28 31 33 34 34 34 33 Erneuerbare Energien 3,4 15 16 38 60 47 48 51 42 47 48 47 48 52 51 Insgesamt 2.255 2.475 2.446 2.518 2.721 2.269 2.407 2.521 2.178 2.338 2.423 2.406 2.392 2.470 2.396Seite 20 von 23 Seite 19 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2020 - Tabellen 2.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Endenergieverbrauch in Gigawattstunden Strom 644 676 562 566 646 669 670 697 674 679 698 677 701 685 635 Heizöl 390 337 299 255 221 197 178 185 154 167 168 166 142 139 135 Erdgas 587 558 573 608 476 380 401 419 282 315 402 425 356 347 342 Fernwärme 271 308 255 360 380 303 325 349 277 295 313 321 303 308 282 Kohle 42 26 17 7,9 2,1 2,2 1,5 1,3 1,0 1,0 0,9 0,7 0,7 0,1 0,0 Sonstige Konventionelle 34 37 36 27 15 14 18 21 19 23 25 26 27 28 26 Erneuerbare Energien 0,2 0,4 0,6 3,0 10 9,3 11 12 10 10 11 15 13 14 14 Insgesamt 1.968 1.943 1.742 1.826 1.750 1.576 1.604 1.684 1.417 1.489 1.618 1.630 1.543 1.522 1.435 2.3 Kommunale Einrichtungen Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Endenergieverbrauch in Gigawattstunden Strom 87 85 83 80 81 79 78 77 76 79 80 84 82 81 76 Heizöl 7,1 6,1 6,8 7,3 6,0 5,9 5,9 6,9 6,0 6,2 5,9 7,0 7,0 5,0 3,9 Erdgas 76 83 99 86 88 72 75 80 65 75 74 69 66 67 61 Fernwärme 43 51 41 50 54 42 46 47 39 44 53 51 48 49 48 Kohle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Sonstige Konventionelle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Erneuerbare Energien 29 22 23 20 26 28 28 31 29 30 30 29 28 25 29 Insgesamt 243 247 252 243 255 226 231 241 215 235 243 240 231 228 218 2.4 Industrie Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Endenergieverbrauch in Gigawattstunden Strom 219 228 289 422 335 317 293 280 248 228 213 187 172 163 155 Heizöl 265 256 204 80 50 30 12 12 12 12 12 19 14 15 14 Erdgas 243 319 301 294 346 322 356 367 358 352 302 296 303 304 285 Fernwärme 3,2 8,5 7,4 6,3 5,4 4,9 4,8 4,6 4,2 4,0 3,8 3,6 3,4 3,2 2,6 Kohle 89 78 42 39 28 23 19 18 18 17 16 16 16 15 14 Sonstige Konventionelle 2,7 2,8 3,0 2,8 3,0 3,0 2,9 2,8 2,7 2,5 2,4 2,4 2,4 2,3 2,2 Erneuerbare Energien 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Insgesamt 822 891 847 844 766 700 688 686 643 616 550 524 511 502 473 2.5 Verkehr Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Endenergieverbrauch in Gigawattstunden Strom 69 64 71 72 72 71 70 69 69 71 73 71 73 74 70 Benzin 936 982 979 820 709 697 671 651 640 609 601 598 595 604 531 Diesel 539 661 759 903 967 968 973 986 1.066 1.032 1.053 1.076 1.060 1.071 968 Erdgas 0 0 0 0 4,5 4,4 4,3 2,5 2,5 2,6 2,4 2,2 2,3 2,2 2,6 Flüssiggas 0 0 0 1,0 14 15 16 16 16 16 15 14 13 12 10 Kerosin 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Insgesamt 1.543 1.707 1.809 1.796 1.766 1.756 1.735 1.725 1.793 1.730 1.744 1.762 1.744 1.763 1.581Seite 21 von 23 Seite 20 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2020 - Tabellen 3. Treibhausgase insgesamt 3.1 Treibhausgase insgesamt nach Energieträgern Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Treibhausgase in Kilotonnen Strom 1.291 1.221 1.063 1.187 1.039 1.063 1.068 1.055 996 961 936 869 861 741 637 Heizöl 353 347 320 264 221 176 164 169 139 148 146 147 129 140 141 Erdgas 530 578 571 584 609 501 545 577 476 516 538 538 525 532 506 Fernwärme 166 121 77 87 94 73 82 111 62 74 72 71 70 75 72 Kohle 83 65 43 30 17 15 13 13 12 11 10 9,2 8,8 7,4 6,7 Sonstige Konventionelle 29 32 31 24 17 16 18 19 18 20 21 21 21 21 20 Erneuerbare Energien 3,6 3,2 3,4 3,5 4,8 4,7 4,7 5,2 4,7 4,9 4,8 4,7 4,6 4,1 4,5 Benzin incl. Biobenzin 300 321 317 261 219 215 207 201 198 193 191 190 188 189 166 Diesel incl. Biodiesel 168 209 241 283 305 305 306 311 337 327 334 341 335 339 302 Insgesamt 2.924 2.896 2.667 2.723 2.526 2.369 2.408 2.463 2.242 2.254 2.252 2.191 2.142 2.049 1.854 3.2 Treibhausgase insgesamt nach Bereichen Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Treibhausgase in Kilotonnen Private Haushalte 915 935 883 912 891 779 821 847 745 776 780 762 753 735 692 Gewerbe/Handel/Dienstl. 982 891 709 707 655 636 649 686 584 594 612 586 568 513 453 Kommunale Einrichtungen 120 107 97 92 85 80 81 84 74 79 78 76 73 67 60 Industrie 381 382 369 417 322 303 292 283 257 238 211 191 181 165 148 Verkehr 527 581 609 595 573 571 564 561 582 568 571 575 567 567 501 Insgesamt 2.924 2.896 2.667 2.723 2.526 2.369 2.408 2.463 2.242 2.254 2.252 2.191 2.142 2.049 1.854 4. Treibhausgas-Emissionen der Verbrauchssektoren nach Energieträgern 4.1 Private Haushalte Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Treibhausgase in Kilotonnen Strom 403 388 351 387 343 343 351 344 335 326 318 305 302 262 235 Heizöl 141 155 157 154 133 102 102 104 83 88 87 86 77 90 92 Erdgas 297 331 321 329 381 306 336 360 299 330 345 342 345 354 335 Fernwärme 30 22 17 17 21 17 19 26 15 18 17 17 17 19 18 Kohle 24 17 16 9,2 4,0 3,5 3,9 3,9 3,5 3,3 2,6 1,9 1,6 0,8 0,8 Sonstige Konventionelle 19 21 20 15 8,0 7,0 7,9 8,5 7,5 8,4 9,2 9,3 9,3 9,3 9,2 Erneuerbare Energien 0,1 0,5 0,6 1,1 1,6 1,2 1,3 1,3 1,1 1,2 1,1 1,1 1,1 1,2 1,1 Insgesamt 915 935 883 912 891 779 821 847 745 776 780 762 753 735 692Seite 22 von 23 Seite 21 Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035, Dezember 2022 Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2020 - Tabellen 4.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Treibhausgase in Kilotonnen Strom 561 535 398 397 397 424 432 441 418 407 405 375 382 328 273 Heizöl 125 108 96 82 71 63 57 59 49 53 54 53 45 44 43 Erdgas 151 144 147 157 119 95 100 105 71 79 99 105 88 86 84 Fernwärme 116 83 51 61 63 49 54 74 41 48 46 46 46 48 45 Kohle 19 12 7,7 3,5 0,9 1,0 0,7 0,6 0,4 0,4 0,4 0,3 0,3 0,1 0 Sonstige Konventionelle 10 10 10 7,6 4,0 3,8 4,7 5,5 5,1 6,0 6,9 7,3 7,5 7,9 7,3 Erneuerbare Energien 0 0 0 0,1 0,3 0,2 0,3 0,3 0,3 0,3 0,2 0,3 0,3 0,3 0,3 Insgesamt 982 891 709 707 655 636 649 686 584 594 612 586 568 513 453 4.3 Kommunale Einrichtungen Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Treibhausgase in Kilotonnen Strom 76 67 59 56 50 50 50 49 47 47 47 46 44 39 33 Heizöl 2,3 2,0 2,2 2,4 1,9 1,9 1,9 2,2 1,9 2,0 1,9 2,2 2,2 1,6 1,2 Erdgas 20 21 25 22 22 18 19 20 16 19 18 17 16 17 15 Fernwärme 18 14 8,1 8,4 8,9 6,7 7,7 10 5,8 7,1 7,8 7,3 7,3 7,6 7,7 Kohle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Sonstige Konventionelle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Erneuerbare Energien 3,5 2,7 2,8 2,3 3,0 3,2 3,1 3,5 3,3 3,4 3,5 3,3 3,2 2,6 3,0 Insgesamt 120 107 97 92 85 80 81 84 74 79 78 76 73 67 60 4.4 Industrie Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Treibhausgase in Kilotonnen Strom 191 180 205 296 205 201 189 178 154 137 124 103 94 78 67 Heizöl 85 82 65 26 16 10 3,8 3,9 3,8 3,9 3,9 6,0 4,6 4,7 4,5 Erdgas 62 82 77 76 86 81 89 92 90 88 75 73 75 75 70 Fernwärme 1,4 2,3 1,5 1,1 0,9 0,8 0,8 1,0 0,6 0,7 0,6 0,5 0,5 0,5 0,4 Kohle 40 35 19 17 12 10 8,5 8,2 7,9 7,6 7,2 7,0 6,9 6,5 5,9 Sonstige Konventionelle 0,7 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 0,7 0,7 0,7 0,7 0,7 0,7 0,6 0,6 Erneuerbare Energien 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Insgesamt 381 382 369 417 322 303 292 283 257 238 211 191 181 165 148 4.5 Verkehr Energieträger 1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Treibhausgase in Kilotonnen Strom 60 51 50 50 44 45 45 44 43 43 42 39 40 35 30 Benzin 300 321 317 261 219 215 207 201 198 193 191 190 188 189 166 Diesel 168 209 241 283 305 305 306 311 337 327 334 341 335 339 302 Erdgas 0 0 0 0 1,2 1,1 1,1 0,6 0,6 0,7 0,6 0,5 0,6 0,6 0,7 Flüssiggas 0 0 0 0,3 4,0 4,4 4,6 4,7 4,7 4,5 4,3 4,0 3,7 3,5 2,8 Kerosin 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Insgesamt 527 581 609 595 573 571 564 561 582 568 571 575 567 567 501Seite 23 von 23
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de